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Machen harte Zeiten eigentlich wirklich stärker?!

11. März 2014 um 20:44

Die Frage kam mir die letzten Tage mal so in den Sinn...im Leben erlebt man schonmal viel Mist...mache Leute mehr, manche weniger, manche fast gar nicht...und so wie Menschen verschieden sind, ists wohl auch mit der Verarbeitung von Schickssalsschlägen oder/und Niederlagen der Fall...ich muss ehrlich sagen, dass ich noch nicht von mir behaupten kann, dass mich harte Zeiten (zB schlimmer Todesfall, Verrat, Enttäuschunge/Verletzungen, etc.) gestärkt hätten...eher ist es bei mir das Gegenteil..ich fühle mich empfindsamer, verletzlicher, ja schwächer...deswegen beginne ich jetzt dann auch eine Therapie..ich würde nämlich gerne mal behaupten können, dass es mich gestärkt hat (dann wär da ja zumindest etwas positives..)

Ist es nur der Charakter oder eine Zeitfrage? Wie ist das bei euch? Fühlt ihr euch stärker durch den Mist, den er so erlebt habt? (auch wenn man die diversen Schickssalsschläge ja meist nicht wirklich miteinander vergleichen kann...aber jetzt mal so ganz für euch persönlich gefragt)

Bin gespannt...

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11. März 2014 um 20:52

Hm stärker?...
Weiss nicht ob ich es als Stärke betiteln würde... Gewisse Sachen haben mich sicherlich härter gemacht aber ob das besser ist?

In einigen Sachen hätte ich gerne mehr Gefühl, mehr Empathie aber das ist weg.
In anderen Sachen reagiere ich sehr emotional nahezu übertrieben....

Gelernt habe ich aus allem.... Aber in der Umsetzung happert es total.... Daher bin ich in Therapie und werd es wohl auch noch lange bleiben, hm...

Für mich würde ich deine Frage also mit Nein beantworten....
Sicherlich gibt es welche die wirklich in sich selbst dadurch gewachsen sind und eine enorme Stärke entwickelt haben....

Lg

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11. März 2014 um 20:54

Siehst du
bei mir kommt dann immer "das hätten ja andere in meiner Situation auch geschafft..weil wenn du musst, dann musst du"...mein Selbstwert war schon immer im Arsch leider

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11. März 2014 um 20:56
In Antwort auf fussi85

Hm stärker?...
Weiss nicht ob ich es als Stärke betiteln würde... Gewisse Sachen haben mich sicherlich härter gemacht aber ob das besser ist?

In einigen Sachen hätte ich gerne mehr Gefühl, mehr Empathie aber das ist weg.
In anderen Sachen reagiere ich sehr emotional nahezu übertrieben....

Gelernt habe ich aus allem.... Aber in der Umsetzung happert es total.... Daher bin ich in Therapie und werd es wohl auch noch lange bleiben, hm...

Für mich würde ich deine Frage also mit Nein beantworten....
Sicherlich gibt es welche die wirklich in sich selbst dadurch gewachsen sind und eine enorme Stärke entwickelt haben....

Lg

Uh ja
das kenne ich...einerseits bin ich in vielen Dingen kälter geworden...abgebrühter...ander erseits aber in anderen Dingen viel empfindsamer...bringt die Therapie denn schon was?

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11. März 2014 um 20:57

Nein.
Mich zumindest nicht. Die Stärke hat sich nur irgendwie verlagert. Ich reagiere dafür entweder später, oder in anderen Bereichen schwächer.

Safcon bin ich dadurch jedenfalls nicht geworden.

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11. März 2014 um 21:00

Da teilen
wir ja ein schicksal..bei mir ist es der bruder, der vor 2 jahren plötzlich verstarb...und "gerettet" hat mich wohl auch meine tochter, die vor ebenfalls 2jahren so gänzlich unerwartet zu mir kam....besonders für sie möchte ich auch kämpfen und stärker werden...wir wollen ja noch viele schöne jahre miteinander verbringen und das soll so weit es geht "frei" von negativen gedanken möglich sein..das bin ich ihr und auch mir schuldig.....

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11. März 2014 um 21:02
In Antwort auf euphemisma

Nein.
Mich zumindest nicht. Die Stärke hat sich nur irgendwie verlagert. Ich reagiere dafür entweder später, oder in anderen Bereichen schwächer.

Safcon bin ich dadurch jedenfalls nicht geworden.

Ich seh es allerdings als Stärke an,
durch solche Zeiten nicht hart zu werden.

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11. März 2014 um 21:03

Wasn,
das war das passendste, anschaulichste Beispiel.

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11. März 2014 um 21:04
In Antwort auf mrsgofem

Uh ja
das kenne ich...einerseits bin ich in vielen Dingen kälter geworden...abgebrühter...ander erseits aber in anderen Dingen viel empfindsamer...bringt die Therapie denn schon was?

Ja und nein
Ich mache Einzel- und Gruppe.
Es ist hart wenn man effektiv vorran kommen möchte, muss man sich entsprechend öffnen... Bei vielen wirkt es entlastend, ich habe mitunter stark zu kämpfen.
Es reisst mich zeitweise sehr tief und dann muss der Alltag trotzdem laufen... Daher bin ich eher vorsichtig, was das gesamte wohl eher verzögert...

Alternative wäre stationär zu gehen, aber ich halte zu sehr an meinem Alltag fest.
Aber um gewisse Sachen aufzuarbeiten wäre es schon besser, hm

Trotzdem denke ich das eine Therapie grundsätzlich nicht verkehrt ist.... Ob und in welcher Form muss jeder für sich wissen oder herausfinden.

Lg

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11. März 2014 um 21:06

Hm...
Nein, sich stärker fühlen würde ich das nicht nennen. Nein. Ich kann für mich sagen, dass man nicht gleich aus jeder erlebten schwierigen Geschichte ein Resume ziehen kann. Auch wenn man das aus Gründen des Selbstschutzes vielleicht gern erstmal denken möchte. Ich glaube es dauert einfach seine Zeit im Leben, bis man beginnt hinter allem quasi einen einzigen großen Sinn zu finden und zu sehen. Das hat bei mir sehr lang gedauert und mein Gefühl, mein Denken steht eigentlich voll im Gegenteil zu dem "sich stärker fühlen"- für mich ist es nämlich Weg und Ziel, zu sich selbst zurück zu finden. Sich selbst und seine tiefsten inneren Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen und zuzulassen. Sich zu lösen aus auferlegten Konventionen und Zwängen der Gesellschaft. Einfach im Einklang mit sich und der Umwelt zu sein. DAS ist, was den Moment und somit das Leben wertvoll macht. So lernt man Dinge ganz anders anzunehmen... und emotional frei zu werden.
Das ist das, was ich mittlerweile als meinen Weg entdeckt habe. das fühle ich. Aus tiefster innerer Überzeugung. Klappt natürlich nicht immer... aber ich arbeite daran.

VG

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11. März 2014 um 21:06

Mich nicht!
Okay, mich schockt so leicht nichts und ich weiß das man alles schaffen kann. Aber das ich jetzt stärker oder härter bin kann ich nicht sagen. Im Gegenteil: ich bin mittlerweile ein wirklich ängstlicher Mensch, zeitweise sogar mit richtiger Angststörung.

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11. März 2014 um 21:07
In Antwort auf mopsilitoo81

Mich nicht!
Okay, mich schockt so leicht nichts und ich weiß das man alles schaffen kann. Aber das ich jetzt stärker oder härter bin kann ich nicht sagen. Im Gegenteil: ich bin mittlerweile ein wirklich ängstlicher Mensch, zeitweise sogar mit richtiger Angststörung.

Aja
haben sich eigentlich deine Zitter/Angstattacken wieder gegeben???

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11. März 2014 um 21:29

Ja
erkenne da auch viel von mir drin wieder...diese Unbeschwertheit ist bei mir auch weg... aber vielleicht ist das so mit dem Erwachsen sein/werden...

Was hat denn dein Kind? (wenn dus sagen magst)

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11. März 2014 um 21:33

Frühr haben mich
Schicksalschläge runtergezogen, nach ca1,5 jahren habe ich mich dann immer von alleine wieder hochgezogen. Es hat mich schon gelassener gemacht.
LG

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11. März 2014 um 21:35

Das
tut mir leid...wünsch dir/euch alles Gute und dass die Unbeschwertheit irgendwann zurückkommt!!!

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11. März 2014 um 21:37

Kann
ich dir noch nix genaueres sagen, starte erst im april..hoffe ich hab einen guten psychotherapeuten erwischt...was immer der dann mit mir machen will...

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11. März 2014 um 21:41

Ja
wenn ichs nicht vergesse gerne!

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11. März 2014 um 22:19

Ob
Erlebtes stärker macht ist wohl typsache
Auf jeden fall ist es aber immer ein teil von einem und man sollte irgendwie seinen frieden damit machen und das auch mit der tatsache das es einen verändert hat
Mich persönlich hat meine schwierige kindheit und jugend insoweit geprägt dass mich schwere situationen oder zeiten nicht völlig aus der spur bringen und ich mir immer denke das ich das auch überstehe wie bisher alles und dass mich nichts und niemand so ferig macht dass ich nicht selbst wieder aufstehe
LG Dee

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11. März 2014 um 22:45
In Antwort auf mrsgofem

Aja
haben sich eigentlich deine Zitter/Angstattacken wieder gegeben???

Nein
Leider nicht. Ich müsste daran dringend arbeiten, aber im Moment ertrag ich die Angstattacken und tu danach so als wär nix. Schön blöd!

Aber lieb das Du fragst :-*

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11. März 2014 um 23:21

Harte Zeiten
Schwierige Frage- meine Gedanken dazu:

Schicksalsschläge passieren uns allen. Keiner ist immer auf der Sonnenseite des Lebens. Aber die Sichtweise auf diesen Schicksalsschlag kann man selber beeinflussen.

Ich selber hätte auf die Niederlagen in meinem Leben gerne verzichtet und bereue auch Fehler, die ich gemacht habe. Bis heute ist mir es ein Rätsel, wie jemand seine Fehler nicht bereuen kann. Erst heute lief im Fernehen ein Interview mit J. Fuchsberger. Darin meinte er, er bereue keinen Fehler, den er gemacht hat.
Diese Weisheit habe ich noch lange nicht.

Sicher, habe ich aus Fehlern gelernt. Aber, ist es nicht traurig, fremden Menschen immer zuerst mit Misstrauen zu begegnen?
Manchmal denke ich, in 40 Jahren bin ich eine verknipperte Alte, die Tiere liebt, hoffentlich noch ihre Familie und auf einem Grundstück lebt, welches mit Stacheldraht geschützt ist. )

Aber es gibt auch die positiven Erfahrungen und die muss man sehen.

Als ich von einem Auto angefahren wurde, haben mir so viele Menschen geholfen- sogar ins Krankenhaus gefahren, obwohl ich blutete. Solche positiven Erfahrungen darf man nie vergessen und sie nach Begegnungen mit schlechten Menschen muss man sich diese ins Gedächtnis rufen.

"Ich weinte, weil ich keine Schuhe habe,
dann sah ich jemanden, der hatte keine Beine...."

LG und viel Glück Dir!!

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12. März 2014 um 8:16

Ja
ich denke mir auch, dass das "stärker werden" vllt etwas ist, dass eintritt, wenn man die dinge WIRKLICH verarbeitet hat. dass ich aber für den rest meines lebens mit narben rumlaufen werde, ist mir heute schon klar...aber es dürfen halt keine offenen wunden mehr sein...

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12. März 2014 um 8:21

Nein tun sie nicht....
Sie machen kaputt, gleichgültig und unnahbar..

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12. März 2014 um 8:43

Danke, meine Liebe
Genau, man würde ja denken, wenn etwas wirklich schlimmes passiert, dann nimmt man alles andere nicht mehr so wichtig...aber in wirklichkeit ist es doch ganz oft so, dass man gerade deswegen schon nervlich sowieso schon so angespannt ist, dass es einen mehr trifft als es einen im "normalzustand" getroffen hätte...aber es ist dennoch auch sehr tagesformabhängig bei mir..manches mal fühle ich mich sehr stark..manches mal eben weniger. ich freue mich jetzt auch schon auf die therapie..habe es im grunde zu lange vor mir hergeschoben...aber jetzt will ich es anpacken! letztens hab ich meine tochter gefragt, was sie mal werden will, wenn sie groß ist...dann hat sie geantwortet: "Staaaaarkkk!! Grrrr!!!" ICH AUCH!!!

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12. März 2014 um 8:48
In Antwort auf mrsgofem

Danke, meine Liebe
Genau, man würde ja denken, wenn etwas wirklich schlimmes passiert, dann nimmt man alles andere nicht mehr so wichtig...aber in wirklichkeit ist es doch ganz oft so, dass man gerade deswegen schon nervlich sowieso schon so angespannt ist, dass es einen mehr trifft als es einen im "normalzustand" getroffen hätte...aber es ist dennoch auch sehr tagesformabhängig bei mir..manches mal fühle ich mich sehr stark..manches mal eben weniger. ich freue mich jetzt auch schon auf die therapie..habe es im grunde zu lange vor mir hergeschoben...aber jetzt will ich es anpacken! letztens hab ich meine tochter gefragt, was sie mal werden will, wenn sie groß ist...dann hat sie geantwortet: "Staaaaarkkk!! Grrrr!!!" ICH AUCH!!!

Übrigens
gut zu lesen, dass du zuerst auch etwas skeptisch warst...was es dir bringen sollte..und du jetzt doch positiv davon berichtest...mir gehts ähnlich..hoffe mit dem selben fortschritt dann

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