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Machtumkehr?

21. Dezember 2013 um 14:33

http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Es-kommt-zur-Machtumkehr/story/18911109

was haltet ihr von dem Titel, dem Buch, dessen Autor?

Also ich finde schon allein der Titel passt nicht zu einer Familie, er erinnert mich eher an Krieg und Kampf.

wird bestimmt wieder ein Bestseller, da viele Eltern ohne eigene Intuition nach einer schnellen und einfachen Lösung suchen. Und das ist Gerhorsam und Disziplin; relativ einfach und wirkungsvoll. Es ist doch schwieriger wenn ich auf das Kind eingehen, ja sogar diskutiern und erklären muss.
Bitte keine schwarz weiß malerei, ein gewisses Maß an Respekt und Toleranz lernt doch jedes Kind automatisch am Vorbild der Eltern. Ich rede also nicht von Kindern welche keine geregelten Rituale und Rahmenbedingen haben. Klar bedarf es da an ganz anderen Strukturen aber Machtumkehr? ist das wirklich die Lösung?

Aber das ist nur meine Meinung, was haltet ihr davon?

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21. Dezember 2013 um 18:40

Das Buch..
..ist sicher überspitzt, aber leider muss ich sagen, dass ich in meiner Schwiegerfamilie so einen Fall habe. 2 1/2 Jahre alt und kennt keine Grenzen, kein "nein" und keine Konsequenzen. Das ist echt nicht leicht und ich finde die Eltern machen es ihrem Kind unnötig schwer. Sie wundern sich zwar, dass sie bei ihren Freunden, die auch Kinder in dem Alter haben, nicht mehr mit Kind zu Einladungen kommen dürfen, aber ziehen keine Schlüsse daraus.

Kinder brauchen Liebe und Zuwendung, dann vermitteln sich auch Werte und Grenzen, aber wenn man sie einfach sich selbst überlässt und immer nur ruhig stellt in dem sie alles kriegen was sie wollen, nur eben niemanden der Zeit für sie hat, dann entstehen so kleine "Zombies". Echt traurig für die Kids.

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21. Dezember 2013 um 18:45


Dieser Artikel geistert nun schon eine Weile in meinem Bekanntenkreis herum und es gab schon sehr spannende Diskussionen dazu. Wobei er aber immer als interessant betitelt wurde , niemand aber wirklich mit dem Inhalt so recht zufrieden ist. Meine Meinung dazu ist, das Macht in Erziehung nichts verloren hat. Eine Eltern - Kind Beziehung sollte aus Liebe, Nähe und Vertrauen bestehen aber ebenso gehört Respekt (gegenseitig) , Vorbild und Struktur dazu. Auch klar definierte Regeln muss es veb

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21. Dezember 2013 um 18:58
In Antwort auf tehila_11870659


Dieser Artikel geistert nun schon eine Weile in meinem Bekanntenkreis herum und es gab schon sehr spannende Diskussionen dazu. Wobei er aber immer als interessant betitelt wurde , niemand aber wirklich mit dem Inhalt so recht zufrieden ist. Meine Meinung dazu ist, das Macht in Erziehung nichts verloren hat. Eine Eltern - Kind Beziehung sollte aus Liebe, Nähe und Vertrauen bestehen aber ebenso gehört Respekt (gegenseitig) , Vorbild und Struktur dazu. Auch klar definierte Regeln muss es veb

....handy
Geben . Kinder brauchen das. Was aber stimmt ist, dass sich was geändert hat. Das fällt uns alleb auf. Ich selber arbeite seit fast 15 Jahren mit Kindern und es ist teilweise komplizierter geworden. Ich schiebe es zum Teil der mangelnden Zeit, die sich genommen wird und dem immer größer werdenden Druck zu. Kinder müssen soviel und ja, sie müssen auch immer erwachsener sein. Ich könnte noch so viel schreiben, aber ich habe keinen pc und das am Handy tippen macht mich narrisch. ....

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21. Dezember 2013 um 20:11

Misssaleen
Das hast du treffend formuliert.
Ich hab schon vor ein paar tagen den artikel gelesen und fand ihn sehr gut.
Ich gehöre auch zu den kindern die so erzogen wurden. Ich war wahnsinnig unselbstständig, konnte absolut nicht mit frust umgehen. Meine mutter ließ mir alles durch gehen. Und die quittung bekam sie. Ich musste durch ne harte schule gehen damit ich vieles was eigtl normal ist lerne.
Für mich ist es klar das ich meinen sohn liebevoll konsequent erziehen möchte. Auch wenn das vilt viele nicht verstehen aber es ist der hundeerziehung nicht unähnlich. Da gilt es auch konsequent zu sein und zu beiben.
Meine mutter sagt heute das sie es gut findet das ich nicht bei jedem pups von ihm springe und das sie glaubt sie hätte damals strenger und konsequenter sein müssen. Ich hoffe das mir das gelingt.

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21. Dezember 2013 um 21:19

Ich
stimme missaleen voll zu, super formuliert .

Bei uns gibt es auch keine Strafen, aber eine liebevolle konsequente Erziehung. Das finde ich für Eltern und für Kinder wichtig.
Ich verwöhne meine Kinder mit kuscheln, Liebe und lachen, aber in manchen Sachen bin ich sehr konsequent. Und trotzdem haben sie die Freiheit Entscheidungen zu treffen, in vielen Lebenslagen. Aber nur so weit es möglich ist. Meine kinder müssen lernen, dass sie nicht der Mittelpunkt der Welt sind, sonst wird es schwierig später für sie. Könnte noch ewig viel zu dem Thema schreiben, aber viel wurde ja schon gesagt

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21. Dezember 2013 um 22:25

Interessant
Ich fand den Artikel interessant.

Und du schreibst, alle Kinder würden ein gewisses Maß an Respekt und Toleranz lernen, dem kann ich leider nicht zustimmen.

Ich war letztens fassungslos was ich beim einkaufen letztens gehört habe (es war nicht zu überhören)
"Wo ist Dein Vollidiot von Vater jetzt? Was fällt dem eigentlich ein? Na der kriegt gleich einen Einlauf von mir..."
Dann kam der Vater irgendwann und wurde zusammengestaucht.
Die Familie ging weiter einkaufen und der Sohn (ca. 12 Jahre) fragte ob er was haben kann. Die Mutter: "ich kauf doch nicht jeden Scheiß! Wenn ihr mal alles esst was wir haben, dann mache ich Urlaub. Du spinnst wohl!"

Also das zu dem Thema jedes Kind lernt Respekt automatisch von den Eltern.

Zu meinem Kind: ich versuche meinen Weg zu finden. Ist natürlich nicht immer leicht.
Aber bestraft wurde sie noch nie.

Aber was in dem Artikel beschrieben wird, kenne ich aus dem Umfeld.
Der Sohn möchte morgens mit dem Roller zum Kiga. Die Mutter sagt ihm, dass es weit ist. Er will es trotzdem.
Nach der viertel Strecke sagt der Sohn: ich mag doch mit dem Auto fahren, das ist mir zu weit.
Und die Mutter dreht um (Baby im Kiwa auch dabei), muss das Auto noch frei kratzen und fährt mit dem Auto.

Soetwas geht nicht, finde ich. Er wollte mit dem Roller fahren, obwohl sie gesagt hat es ist weit (mit dem Rad fährt er die Strecke auch) also fährt er Roller oder geht eben zu Fuß.

Als Eltern muss man nicht die Macht haben- aber eben liebevoll und konsequent sein.

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