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Mäkelesser Ü1

29. März 2018 um 11:09

Hallo,

​Mein zweites Kind (15 Monate) ist seeehr mäkelig beim essen.

​Schon beim Beikoststart mit 6 Monaten wusste ich, dass er gar nicht beikostreif ist. Ich habe ihm aber mal total entspannt immer etwas angeboten.
​Das ging so bis 1 Jahr... und jetzt langsam nervt es mich.
​Brei ging und geht absolut gar nicht. Daher ist er notgedrungen ein BLW-Kind. Zähne hat er bisher kaum und es würgt ihn noch immer mal wieder.

​Früher verstand ich diese Genervtheit gar nicht. Mein erstes Kind hat immer sehr gut gegessen und ich war daher einfach eine "Supermutter", die das ja so toll machte

​So richtig einen Tiefpunkt hatte ich jetzt 2 mal seit er 1 ist, als er wieder Stillstuhl hatte. Echt, das nervt so... Ich würde gerne mal tagsüber langsam abstillen, aber wie soll das gehen, wenn er kaum isst?
​Nebenbei ist er auch sehr zart gebaut und als er jetzt mal krank war, ist er mir wirklich schnell abegemagert - er hatte richtig Falten am Bauch und die Rippen kamen raus. Da habe ich mir ehrlich gesagt auch mal Sorgen gemacht.

​Es gibt Tage, da isst er mehr und ich bin zufrieden. "Mehr" heißt, dass er wenigstens ein paar Löffel zu sich nimmt und auch schluckt und nicht nur ausspuckt.
​Ich erwarte also gar keine bestimmten Mengen (ich gehöre wirklich nicht zur Fraktion: "Mein Kind hat nur xGramm gegessen..."). Er soll einfach nur überhaupt ein bisschen etwas essen.
​Er ist auch soooo kritisch. Generell ist für ihn alles Essen total suspekt. Er ist leider so überhaupt nicht neugierig und probiert oft nicht mal. Dabei sind doch Kinder bis 2 da normalerweise so unkompliziert und probieren zumindest.



​Ich habe auch große Kinder im weiteren Familienumfeld vor Augen, die immer schon mäkelig waren. Eines davon hat in meinen Augen mindestens eine milde Form von Esstörung. Obwohl ich immer der Meinung war, dass man mit "Kein Thema machen" Gelassenbleiben etc. das alles vermeidet, merke ich, dass ich mir Gedanken mache.
​Ganz ehrlich, ich mag nicht anfangen das Thema dauernd zum Thema zu machen, aber irgendwann kommt man da so rein.
​Wobei ich mir fest vorgenommen habe, sollte sich das Thema nicht lösen, lasse ich noch im Kleinkindalter das professionell ansehen bevor wir das immer weiter schleppen.


​Tja, was will ich hier? Ich denke, einfach ein wenig Zuspruch und Erfahrungen anderer Betroffener. Und bitte wirklich Betroffener, denn ich habe früher auch andere mit meinen Klugscheißereien einer Gutesser-Supermutter beglückt. Jetzt habe ich den Salat.

​Ich überlege auch, ob ich irgendwas beim Arzt testen lassen sollte? Ich denke, das würde ich frühestens ansprechen, wenn er alle Zähne hat und das Thema weiter besteht.

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29. März 2018 um 11:40
In Antwort auf kreuzunge

Hallo,

​Mein zweites Kind (15 Monate) ist seeehr mäkelig beim essen. 

​Schon beim Beikoststart mit 6 Monaten wusste ich, dass er gar nicht beikostreif ist. Ich habe ihm aber mal total entspannt immer etwas angeboten.
​Das ging so bis 1 Jahr... und jetzt langsam nervt es mich.
​Brei ging und geht absolut gar nicht. Daher ist er notgedrungen ein BLW-Kind. Zähne hat er bisher kaum und es würgt ihn noch immer mal wieder.

​Früher verstand ich diese Genervtheit gar nicht. Mein erstes Kind hat immer sehr gut gegessen und ich war daher einfach eine "Supermutter", die das ja so toll machte

​So richtig einen Tiefpunkt hatte ich jetzt 2 mal seit er 1 ist, als er wieder Stillstuhl hatte. Echt, das nervt so... Ich würde gerne mal tagsüber langsam abstillen, aber wie soll das gehen, wenn er kaum isst?
​Nebenbei ist er auch sehr zart gebaut und als er jetzt mal krank war, ist er mir wirklich schnell abegemagert - er hatte richtig Falten am Bauch und die Rippen kamen raus. Da habe ich mir ehrlich gesagt auch mal Sorgen gemacht.

​Es gibt Tage, da isst er mehr und ich bin zufrieden. "Mehr" heißt, dass er wenigstens ein paar Löffel zu sich nimmt und auch schluckt und nicht nur ausspuckt. 
​Ich erwarte also gar keine bestimmten Mengen (ich gehöre wirklich nicht zur Fraktion: "Mein Kind hat nur xGramm gegessen...". Er soll einfach nur überhaupt ein bisschen etwas essen. 
​Er ist auch soooo kritisch. Generell ist für ihn alles Essen total suspekt. Er ist leider so überhaupt nicht neugierig und probiert oft nicht mal. Dabei sind doch Kinder bis 2 da normalerweise so unkompliziert und probieren zumindest.



​Ich habe auch große Kinder im weiteren Familienumfeld vor Augen, die immer schon mäkelig waren. Eines davon hat in meinen Augen mindestens eine milde Form von Esstörung. Obwohl ich immer der Meinung war, dass man mit "Kein Thema machen" Gelassenbleiben etc. das alles vermeidet, merke ich, dass ich mir Gedanken mache. 
​Ganz ehrlich, ich mag nicht anfangen das Thema dauernd zum Thema zu machen, aber irgendwann kommt man da so rein. 
​Wobei ich mir fest vorgenommen habe, sollte sich das Thema nicht lösen, lasse ich noch im Kleinkindalter das professionell ansehen bevor wir das immer weiter schleppen.


​Tja, was will ich hier? Ich denke, einfach ein wenig Zuspruch und Erfahrungen anderer Betroffener. Und bitte wirklich Betroffener, denn ich habe früher auch andere mit meinen Klugscheißereien einer Gutesser-Supermutter beglückt. Jetzt habe ich den Salat. 

​Ich überlege auch, ob ich irgendwas beim Arzt testen lassen sollte? Ich denke, das würde ich frühestens ansprechen, wenn er alle Zähne hat und das Thema weiter besteht.
 

Hey,

meine Tochter ist jetzt 20 Monate, hat und hatte auch nie wirklich viel Interesse am Essen.  Hier ist es aber so, dass sie nur wenige Dinge isst, Nudeln,  Reis, wenig soße, keine Stückchen darin. Insgesamt auch wenig von der Menge her. Am liebsten noch diese blöden quetschies aus dem Supermarkt. In der Kita dsgegen geht es besser wenn sie mit anderen Kindern isst. Ist dein Sohn in Betreuung oder so?
ich selbst würde warten bis die Zähne da sind, das macht vielleicht auch nochmal was aus.
Bei uns geht es seit ca 2 Wochen besser, da hat sie einen richtigen schub in der Entwicklung gemacht und probiert seitdem auch das eine oder andere neue. 

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29. März 2018 um 12:10

Mein Sohn war auch so und ganz ehrlich?
Es wurde bisher auch nicht besser er isst nun zwar regelmäßig... Aber auch nur sehr ausgesucht. Wenns nach ihm ginge, wurde er nur trockene Nudeln essen. Gemüse ist generell bäh. Obst nur ohne Schale und Kerne, Beeren gehen auch nicht. Reis ist "komisch". Kartoffeln nur zerdrückt. Fleisch nur Geflügel. Kein Fisch usw usf aber ich habs aufgegeben. Ich hab - außer Zwang, aber das bringt nichts - alles versucht. Selbst Gemüsegesichter (das war immer so der Geheimtipp: leg Gemüse- und Obsttteller kunstvoll oder als Gesichter hin, dann essen sie mehr davon. Ha ha ha) Er wächst und gedeiht, ach und neulich aß er mal freiwillig eine Paprika, huuh da war ich aber hin und weg  


Achja, er ist 7. Sehr aufbauend ich weiß 😁

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29. März 2018 um 12:18
In Antwort auf badumtssss

Mein Sohn war auch so und ganz ehrlich?
Es wurde bisher auch nicht besser er isst nun zwar regelmäßig... Aber auch nur sehr ausgesucht. Wenns nach ihm ginge, wurde er nur trockene Nudeln essen. Gemüse ist generell bäh. Obst nur ohne Schale und Kerne, Beeren gehen auch nicht. Reis ist "komisch". Kartoffeln nur zerdrückt. Fleisch nur Geflügel. Kein Fisch usw usf aber ich habs aufgegeben. Ich hab - außer Zwang, aber das bringt nichts - alles versucht. Selbst Gemüsegesichter (das war immer so der Geheimtipp: leg Gemüse- und Obsttteller kunstvoll oder als Gesichter hin, dann essen sie mehr davon. Ha ha ha) Er wächst und gedeiht, ach und neulich aß er mal freiwillig eine Paprika, huuh da war ich aber hin und weg  


Achja, er ist 7. Sehr aufbauend ich weiß 😁

Ich war als Kind auch immer sehr mäkelig, immer zu dünn und wurde auch immer zum Essen gezwungen. "probier doch wenigstens mal" oder "Solange du nicht wenigstens probierst musst du am Tisch sitzen bleiben" sind meine absoluter Hasssätze. Ich hatte später auch als Jugendliche eine Essstörung, und ich glaube auch an einen Zusammenhang. Seid ich erwachsen bin esse ich aber alles.
Deshalb bin ich bei Sohni mittlerweile auch so "entspannt". Er wird irgendwann mal sicher ein guter Esser ;D

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29. März 2018 um 18:02

Ich kenn das auch nur zu gut...und es hat sich bis heute nicht gebessert. 

In dem Alter würde ich mir noch nicht so große Gedanken machen, vorallem wenn du noch viel stillst.

Ich hab meine Tochter in dem Alter auch noch viel gestillt...als es dann weniger werden sollte mit der Stillerei hatte ich auch manchmal Sorgen, dass sie zu wenig isst. Das, was immer reinging waren natürlich Kuchen, Kekse, Eis und Süßkram und so...klar, man brauch nicht groß kauen und es schmeckt dummerweise ja auch. Und weil sie eben immer so schlecht, außer der Milch, aß, hab ich mich öfters zu dem Gedanken hinreißen lassen "Na, Hauptsache, sie isst IRGENDWAS"
Aber das war falsch! Und das würde ich definitiv besser machen wollen, wenn ich nochmal die Gelegenheit hätte.

Ich denke, dass kein Kind am gedeckten Tisch verhungert. Wenn du das Stillen langsam minimieren willst, schau, dass er bei den Mahlzeiten isst...und wenn er dann nicht "richtig" zulangt, dann zwischendurch nicht weich werden, wenn es um "Schundnahrung" geht. Dann isst er eben vielleicht besser bei der nächsten Mahlzeiten. Zur Überbrückung wenn dann Obst oder Gemüse.

Wir haben das Problem, dass unsere Tochter wahrscheinlich teilweise gar nicht so richtig weiß, was satt sein ist...manchmal sagt sie nämlich nach ein paar Bissen schon, sie sei satt...dabei merk ich, dass es ihr einfach zu "anstrengend" ist zu kauen 
Wir müssen da definitiv drauf achten, dass sie zu den Mahlzeiten normal isst und nicht dann Heißhunger hat und Süßes reinschrotet, beim Kaffee z.B.

Sie ist auch sehr dünn und infektanfällig. Unsere zweite ist das ganze Gegenteil. Sie isst normale Portionen und man merkt auch, dass sie widerstandsfähiger ist.

Meine Große ist übrigens auch schon 7 
Also, kein Grund Panik zu schieben, aber aufpassen, dass dein Kind ein gesundes Essverhalten lernt (siehe z.B. Ernährungspyramide).

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30. März 2018 um 9:29

Danke für Eure Antworten.

Zum essen zwingen kann und will ich nicht. Aber man macht ja irgendwann Bemerkungen oder verhält sich eben so, dass das Kind das merkt und dann wird es der berühmte Machtkampf.
Wie gesagt, ich war lange entspannt, aber langsam nervt es doch immer wieder.

Isst er endlich mal ein bisschen, muss er oft brechen, weil er sich verschluckt oder er hat Husten und es würgt ihn. So mühsam.


Süßigkeiten, damit er überhaupt etwas isst, gibt es nicht. Ich will eher, dass er mehr Gemüse z.B. probiert bzw. isst. Wenigstens geht öfters Obst... und ja Quetschies liebt er.   Das habe ich beim ersten noch vermieden, aber nun bekommt der Kleine unterwegs hin und wieder eines.


Dass er verhungert, diese Angst treibt mich nicht um. Aber z.B. für eine gesunde Gehirnentwicklung braucht es schon Nährstoffe...

Ich verstehe auch nicht, wie ein gesundes Kind so wenig Interesse am Essen haben kann.
@badumtsss: Hast du eine Idee, warum das bei dir so war? Ich dachte bisher, das ist so eine Wechselwirkung zwischen Eltern und Kind.
Hast du bei dir mal professionell abklären lassen, ob da etwas verbesserbar wäre?
Ich ziehe das für mich (mein Verhalten) schon in Erwägung, wenn er mit mehr Zähnen noch immer sein Essverhalten nicht ändert. Ich hoffe aber sehr, dass es sich auswächst.

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30. März 2018 um 9:36

Achso: Wegen Beutreuung - er geht erst in ein paar Wochen.
Allerdings werde ich dort bewusst nicht nachfragen, ob und wieviel er isst. Auch vorher ansprechen werde ich das nicht. Er soll dort einfach machen.

Wobei man meistens ohnehin eine Rückmeldung bekommt, zumindest beim Großen war das immer ein Thema. Treibt viele Eltern anscheinend ziemlich um.

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30. März 2018 um 9:43

Hmm, eigens Smoothies aus Obst oder Gemüse machen, ggf mit Haferflocken reinpüriert, und statt Quetschie anbieten?

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30. März 2018 um 10:14

Ich muss gestehen, ich finde Smoothies jetzt nicht sooo gesund. Für mich ist das mehr ein Leckerli. Orthodox gesehen, sollte man diese Quetschies/Smoothies ja nicht mal trinken. Aber wer bietet das dem Kind echt vom Löffel an? Das sehe ich dann für hin und wieder nicht so eng.

Zu Hause ist mir lieber, er isst mal Mus oder noch besser stückiges Obst.

Sobald irgendwo Getreide drin ist, verweigert er das auch gerne. Ich habe schon so oft Getreide-Obstbrei oder auch Babymüslis probiert... Ach, das war beim Großen so super. Da habe ich einfach morgens ein Babymüsli hingestellt. Am Nachmittag frisch geriebenes Obst im Getreide Obst Brei oder eben nur Obst.
Für den Kleinen habe ich nach all den Monaten meistens nicht mehr Lust etwas zu bereiten, was ich wegschmeiße. Daher bekommt er nachmittags allermeistens einfach ein Obstglas vom Papa serviert. Da isst er ein bisschen. Dazwischen ein paar Beisserchen Obststücke, wenn es gut geht.
Morgens bin ich inzwischen schon so weit, dass er einfach irgendwas trockenes, wie Babyknabberei, Stück Gebäck oder auch mal nur einen Keks bekommt. Denn da isst er meistens sowieso gar nicht.

Zu den Hauptmahlzeiten bekommt er, was wir essen. Das geht mal so, mal so...Am liebsten isst er da auswärts


Es grenzt ja an ein Wunder für mich, dass er mit Gabel und Löffel umgehen kann, vor ein paar Monaten dachte ich, der lernt das nie, denn wie bei so wenig Interesse am Essen und der wird ewig nur mit dem Händen alles zermatschen...

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