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Mal ne Frage zu dem Einzelkind-2tes Kind Fred

16. Mai 2011 um 10:59 Letzte Antwort: 30. Mai 2011 um 10:32

ganz oft höre ich als argumente, die für ein 2tes kind sprechen sollen, dass kinder lernen sollen zu teilen, sich nicht so in den vordergrund drängen sollen, naja, dass es halt "verwöhnt"davon ist , ständig die volle aufmerksamkeit zu bekommen und im mittelpunkt zu stehen.
1. glaube ich , dass das gar nicht so sein muss, denn die eltern können ihr einziges kind wunderbar in ihren alltag integrieren, ohne dass das kind ständig im mittelpunkt ist. kinder lernen soziale interaktion nicht besser von kindern als von erwachsenen.
2. und dann frage ich mich??? wenn eltern wollen, dass ihre kinder im leben erfolg haben: wozu soll in dieser gesellschaft ein kind besser dran sein, wenn es gelernt hat, ständig zurückzustecken, nett zu sein, zu teilen, seine interessen zurückzustecken? in der heutigen gesellschaft kann nur derjenige erfolgreich sein, der sich durchsetzt, selbstbewußt ist usw. leider entspricht das nicht unbedingt den moralischen tugenden.
ich denke, dass es ungünstig ist, wenn man ein kind "kleinhält" - also wenn ein kind immer seine wünsche zurückstecken muss, wenn es straff "erzogen" wird.
ich halte es für besser, in interaktion mit dem kind zu treten, ein kind eher zu begleiten als zu erziehen und werte vorzuleben, statt zu erzwingen. ich rede hier nicht von laissez faire!!!
ich glaube, jetzt bin ich etwas vom thema abgewichen
vielleicht möchte jemand seine gedanken dazu mit mir teilen???
liebe grüße elisa

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16. Mai 2011 um 11:26

Anders...
jeder mensch ist anders- ich weiß nicht , ob es unbedingt an der zahl der geschwister liegt.
ich dachte füher auch immer, dass einzelkinder anders sind- aber jetzt bezweifle ich das. aber vielleicht merkt man so etwas auch v.a. in jungen jahren?
ich selbst bin auch sehr froh und glücklich, eine schwester zu haben. ich finde aber auch, dass mein mann, der einzelkind ist, menschlich reifer ist als ich und ein wesentlich besseres/vertrauteres verhältnis zu seinen eltern hat...

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16. Mai 2011 um 12:35

Ich
finde geschwister nicht nur wichtig um zu lernen wie man teilt, oder gar zurücksteckt, sondern grade da lernen sie auch sich durchzusetzen,. Ausserdem verstehe ich nicht, wie du da auf kleinhalten kommst. meine ZWEI kinder müssen weder ständig ihre Wünsche zurückstecken noch werden sie zu straff erzogen.

Ich bin einfach der Meinung dass es für Kinder förderlich ist mit gleichaltrigen aufzuwachsen, auch schon vor dem 3. Lebensjahr und nicht nur in der KITA.

LG summervine

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16. Mai 2011 um 13:13
In Antwort auf kylie_12563002

Ich
finde geschwister nicht nur wichtig um zu lernen wie man teilt, oder gar zurücksteckt, sondern grade da lernen sie auch sich durchzusetzen,. Ausserdem verstehe ich nicht, wie du da auf kleinhalten kommst. meine ZWEI kinder müssen weder ständig ihre Wünsche zurückstecken noch werden sie zu straff erzogen.

Ich bin einfach der Meinung dass es für Kinder förderlich ist mit gleichaltrigen aufzuwachsen, auch schon vor dem 3. Lebensjahr und nicht nur in der KITA.

LG summervine

Naja
wie ich eingangs schon erwähnt habe, bin ich mit dem thema "kleinhalten" wohl etwas abgewichen und hab 2 themen miteinander vermischt.
vielleicht hab ich auch nur das gefühl mich (mal wieder) verteidigen zu müssen, dass ich nur 1 kind habe.
es ist bestimmt für viele kinder förderlich, geschwister zu haben. aber immer und unbedingt?
jetzt als erwachsene verstehe ich mich super mit meiner schwester, aber als kind war es oft sehr anstrengend. wir hatten ständig streit, haben uns immer alles erkämpfen müssen, waren sehr verschieden und mussten notgedrungen in einem zimmer klarkommen. ich denke manchmal, ich bin sehr stur dadurch geworden und auch egoistisch. ich bin auf jeden fall dadurch geprägt, dass ich eine schwester habe, aber bin ich dadurch ein besserer mensch? hat es mir gut getan? z.b. war unsere mutter mit uns beiden immer überfordert (sehe ich aus heutiger sicht so) und meine schwester und ich haben beide ein sehr schwieriges verhältnis zur mutter. warum? sie hat nicht auf sich aufgepaßt und uns all ihre zeit, ihre nerven, ihre interessen und freundschaften geopfert. ich denke manchmal, dass SIE mit einem kind glücklicher gewesen wäre. aber vielleicht irre ich mich da.
ich denke halt, dass eine familie nicht unbedingt glücklicher und zufriedener ist mit mehreren kindern. für manche ehe oder in manchen situationen sind mehrere kinder eine belastung.

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16. Mai 2011 um 13:40

...
ich finde ja nicht, dass ich da pauschalisiere. ich schreibe meine gedanken dazu und sage genausowenig , dass einzelkinder besser dran sind, wie ich sagen würde dass es mit geschwistern besser ist.
ich hab eher oft von anderen (in dem anderen fred) gelesen, dass es doch so wichtig und richtig ist, mehrere kind zu haben. ich weiß manchmal nicht, was ich davon halten soll, wenn jemand sagt "ein kind ist kein kind" und fühle mich davon sogar angegriffen.
ist das eine art, mir zu sagen, ich mache etwas falsch oder ist es nur neid, weil ich mit meinem mann mehr zeit habe und sich nicht alles nur um die kinder dreht?

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30. Mai 2011 um 0:43


Ich beschäftige mich auch ein bisschen mit diesem Thema und was ich lesen muss finde ich unglaublich traurig.
Vorweg: Ich selbst bin ein Geschwisterkind (Ich bin die Zweitälteste von 4) und ich bin total glücklich damit. Ich liebe meine Geschwister über alles und würde sie gegen nichts in der Welt eintauschen!
Ich bin nicht der Ansicht, dass Einzelkinder verwöhnt seien oder unfähig zu teilen - Das kann ich nicht beurteilen, weil ich nie Einzelkind war und die meisten Leute in meinem Umfeld Geschwisterkinder sind. Ich halte auch sonst nicht viel von den üblichen Vorurteilen. Einzelkinder tun mir hauptsächlich Leid. Sie verpassen so unendlich viel. Geschwister sind ein so großes und unvergleichliches Geschenk, das Einzelkindern für immer verwährt bleibt. Es geht doch nicht darum, sich ein zweites Kind anzuschaffen, nur damit das Erste mehr oder weniger Erfolg hat! Eltern, die solche Überlegungen anstellen verstehe ich einfach nicht. Soziale Werte sind weitaus wichtiger als Ellenbogen ausfahren und Durchsetzungsvermögen, oder nicht? Ich möchte lieber ein Kind, das eine sozial wertvolle Einstellung hat anstelle eines schleimigen angehenden Businessmanagers.
Überhaupt geht es hier darum, was besser für das KIND ist und nicht für die Eltern (im Bezug auf "steht ein Einzelkind seinen Eltern nicht näher?"). Ich vergleiche das mal mit der Frage: Ein Kaninchen oder zwei? Ein einzelnes Kaninchen gewöhnt sich eher an den Besitzer, es wird zutraulicher, ist auf seine Bezugsperson fixiert und abhängig. Ihm wird aber immer ein Kollege fehlen - ein einzelnes Kaninchen ist im Grunde unglücklich, da es einfach die Gesellschaft Gleichartiger braucht. Alle Liebe des Besitzers hilft nicht aus, um dieses Defizit auszugleichen; das was ein zweites Kaninchen ihm gibt kann der Besitzer ihm einfach nicht geben.
Zwei Kaninchen sind dem Besitzer gegenüber vielleicht weniger anhänglich, denn sie haben einander und brauchen ihn nicht ständig um sich herum. Sie sind unabhängiger, entwickeln sich besser, leben oftmals gesunder und auf jeden Fall glücklicher.
Nun steht der Besitzer vor der schwierigen Entscheidung: Ein Kaninchen oder mehrere? Will ich ein anhängliches aber einsames Kaninchen, oder zwei glückliche unabhängige?
Geht es um das Kaninchen oder um mich?
Ein guter Besitzer und echter Tierfreund wird mehrere Kaninchen nehmen. Denkt darüber nach.

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30. Mai 2011 um 10:32


ich finde es doch total gut, wenn man sich viele kinder wünscht und mehrere bekommt. mir ging es nur darum, dass ich viele argumente von eltern nicht verstehen kann, wenn es um weitere kinder geht. ein weiteres kind sollte deshalb kommen, weil die eltern sich das wüschen, weil es ins leben passt.
aber du wirst mir sicher zustimmen, dass eltern nicht nur deshalb ein zweites (drittes, ...) kind bekommen sollten, weil jemand der meinung ist, ein einzelkind wird sonst verwöhnt usw.
wenn eltern selbst daran zweifel haben, dass sie ein weiteres kind wollen, ob nun finanziell oder emotional oder aus anderen gründen, sollten sie dann nur eins bekommen, weil alle sagen, geschwister haben ist so toll und so wichtig?
was ist , wenn eltern- beziehungen schon schwierig sind mit nur 1 kind. soll ein zweites alles verbessern? oder wird es eher zum ruin der beziehung führen? was wenn die finanzielle situation, karrieresituation schon schwierig ist? was wenn die eltern sich aus sonstigen gründen nicht in der lage fühlen ein weiteres kind zu integrieren? nur eins bekommen, weil man das so macht und weil man dann erst eine richtige familie ist? darum geht es mir!

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