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Manchmal keinen Mittagsschlaf - wie ruhig bleiben???

17. November 2006 um 14:40 Letzte Antwort: 29. November 2006 um 22:51

Hallo Ihr Lieben,

mein Sohn (13 Monate) und ich sind derzeit alleine. Ob es mit meinem Mann wieder etwas wird, weiß ich nicht... Ich muss sagen, dass ich ziemlich überfordert bin und mich immer sehr auf die Zeiten freue, in denen mein Sohn dann mal (s)ein Nickerchen macht. Also, am Abend und eben auch mittags. Oft kommt es aber vor, dass er (gerade mittags) nur brüllt und nicht schlafen will, obwohl er hundemüde ist.

Ich komme somit oft nicht zum Essen, bin schon total abgemagert und stehe auch sonst ziemlich unter Strom, da mein Sohn permanent meine Aufmerksamkeit braucht und sofort brüllt, wenn er gelangweilt ist, ich kurz das Zimmer verlasse usw. Das geht oft den ganzen Tag so. Es sei denn, wir sind unterwegs.

Mein Problem ist, dass ich oft nicht ruhig bleiben kann! Ich liebe ihn über alles - aber wenn ich den ganzen Tag über keine ruhige Minute für mich habe, werde ich manchmal richtig aggressiv. Mein Essen steht auf dem Tisch, wird immer kälter - und mein Sohn liegt im Bett und brüllt. Ich gehe immer wieder rein, bin die ersten drei Male ruhig und lieb - aber dann bin ich nur noch böse und kann nicht mehr lieb mit ihm reden. Ich weiß einfach nicht, wie man in solchen Situationen reagieren soll.

- Permanent lieb sein, bis er schläft? Auch, wenn es eien Stunde dauert?
- Oder ihm irgendwann auch die Grenezen aufzeigen und ihm wiederholt sagen, dass er jetzt Mittagsruhe halten muss?
- Oder ihn gar brüllen lassen?
- Oder ihn aus dem Bett nehmen und den Mittagsschlaf vergessen? Und den ganzen Tag das Gejammere ertragen?

Ich habe ihn jetzt ca. 10 Minuten schreien lassen, da mir schon übel vor Hunger war (ich war natürlich vorher mehrmals bei ihm drin) und ich in dem Moment resigniert habe. Ich lasse ihn eigentlich nie lange schreien. Aber nun wollte ich zu Ende essen. Bevor ich fertig war, ist er dann doch eingeschlafen...

Aber wie macht man es richtig? Und kennt Ihr das auch, dass Ihr manchmal einfach am Ende seid? Manchmal sitze ich da und heule nur noch... Allerdings nie vor meinem Sohn...

Über ein paar Antworten würde ich mich sehr freuen...

Liebe Grüße...

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18. November 2006 um 13:18

Stark bleiben
Wen Du meinst das Dein Sohn müde ist darfst Du nicht nachgeben. Ich würde immer wieder aus dem Zimmer gehen und nach ein paar Minuten wieder rein gehen und im Zeigen das Du da bist er aber schlafen muß.
Vielleicht hat er auch Angst oder das Du nicht wieder kommst, da sein Vater ja auch schon weg ist.
Er merkt auch Deine unzufriedenheit, es ist wie ein Teufelskreis.
Bleib stark. kannst Du nicht mit ihm zusammen essen ?
Hast Du jemanden den Du mal als Babysitter fragen könntest? Schläft er denn Abends gleich ein?
Liebe grüße

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19. November 2006 um 0:46

Ruhig bleiben
ich weiss, hört sich leichter an, als es ist. Aber du musst auch einmal an dich denken. Kenne das Problem auch. Mein Sohn, 17 Monate, will auch nicht mittags schlafen. Ich bleibe dann vor seinem Bett stehen, streichle seinen Rücken und lasse Entspannungs-Musik laufen. Das klappt meistens sehr gut. Wenn er garnicht will, mache ich einfach die Tür zu und lasse ihn mal 5 min schreien. Dann hat man selber mal einen Moment um Luft zu holen und kann sich dann ganz relaxt wieder seinem Kind widmen. Aber vielleicht solltet ihr wirklich eure Zeiten zusammen legen und du gehst auch einfach mal mittags ins Bett?

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19. November 2006 um 1:14

Versuch mal Folgendens!
Hallo!

Dein Kind scheint dich sehr zu brauchen - wenn er nach dir schreit, und deine Nähe sucht, dann ist es keine gute Idee, ihn "brüllen" zu lassen... Solche "Tipps" und "Erziehungsmethoden" sind veraltet und nicht wirklich kindgerecht! Dein Kleines kann noch nicht logisch denken, also nimm ihn zu dir und tröste ihn, wenn er dich braucht! Umso mehr du ihn schreien lässt, desto tiefer prägt sich ihm das Gefühl ein "Wenn ich dringend Zuwendung brauche, werde ich im Stich gelassen".

ABER: Natürlich musst auch du deine Erholungsphasen haben! Eine Mutter, die seelisch-nervlich und körperlich an ihre Grenzen geht nützt auch keinem was...
Ein Vorschlag war ja schon, dass mal jemand anderes dein Kinde betreut. Aber vielleicht hilft ja auch folgender Vorschlag:

Wie wäre es, wenn du dein Kind im Tragetuch bzw. in einem Tragesitz am Körper trägst? Dann kannst du ja problemlos was essen oder nebenbei erledigen, ein Buch lesen usw. - und dein Kind spürt deine Nähe, wird durch deine bewegungen evtl. auch noch in den Schlaf gewogen oder zumindest ruhiger! Oder wenn du kein Tragetuch nehmen willst, dann leg das Kleine doch mal in ein Körbchen und stell es neben dich, so dass du den Kleinen mit einer Hand notfalls streicheln kannst, um ihn zu beruhigen. Vielleicht reicht ihm aber auch schon deine körperliche Nähe oder der Sichtkontakt, und er fühlt "Mama ist da, ich brauch mich nicht zu fürchten".

Wenn es ganz schlimm kommt, und du merkst, dass du aggressiv auf sein Schreien ragierst, dann häng dir doch einen Zettel gut sichtbar auf, auf dem steht: "Mein Kind schreit NICHT, um mich zu ärgern! Wenn ich ihn schimpfe, versteht er das nicht und es verschlimmert die Situation nur!" Vielleicht kannst du dir auch angewöhnen, ein schönes, beruhigendes Lied vor dich hinzusummen, noch bevor es in dir richtig anfängt zu brodeln...

Ich wünsch dir viel Glück, und schreib ruhig mal, ob der Tipp bei dir was geholfen hat!

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29. November 2006 um 22:51
In Antwort auf an0N_1228393199z

Stark bleiben
Wen Du meinst das Dein Sohn müde ist darfst Du nicht nachgeben. Ich würde immer wieder aus dem Zimmer gehen und nach ein paar Minuten wieder rein gehen und im Zeigen das Du da bist er aber schlafen muß.
Vielleicht hat er auch Angst oder das Du nicht wieder kommst, da sein Vater ja auch schon weg ist.
Er merkt auch Deine unzufriedenheit, es ist wie ein Teufelskreis.
Bleib stark. kannst Du nicht mit ihm zusammen essen ?
Hast Du jemanden den Du mal als Babysitter fragen könntest? Schläft er denn Abends gleich ein?
Liebe grüße

Vielen Dank...
...für die Antworten. Leider komme ich erst jetzt dazu, ebenfalls noch ein paar Zeilen dazu zu schreiben, da mein Sohn und ich quasi beide wegen Grippe das Bett hüten mussten...

Es tut gut, zu lesen, dass es wohl doch völlig in Ordnung ist, wenn man auch mal für einen Moment an sich denkt... Eine Freundin von mir kann es gar nicht verstehen, dass ich meinen Sohn gerne mal ein, zwei Vormittage die Woche zu einer tagesmutter geben würde. Oder dass ich manchmal die Nerven verliere... Sie hat sich erst getrennt, als ihr Sohn schon 3 war - er ist zwas sehr lieb, sitzt aber den ganzen Tag vorm TV... Na, das nur nebenbei...

Zum Thema Babysitter - meine Mutter passt ab und zu auf ihn auf, hat aber auch schon angekündigt, dass sie es nicht so oft kann, da ihr das zu anstrengend ist (er fordert halt sehr viel Aufmerksamkeit)... Und abends ist es mit dem Einschlafen mal so, mal so... Als er krank war, musste ich ständig in sein Zimmer und ihn zweimal auch mit in mein Bett nehmen. manchmal schläft er abends wie ein Stein und dann scheint er aber auch mal jede Stecknadel fallen zu hören. Ich mache abends aus Angst oft schon gar nicht den Fernseher an... Ich finde zwar, dass die Kleinen sich an die Geräusche gewöhnen müssen - aber die Angst, den Abend wieder damit zu verbringen, alle fünf Minuten ins Zimmer zu rennen, ist einfach zu groß...

Mein Mann war nun ein paar Tage bei uns, was sehr schön für alle war. Nun ist er wieder weg und mein Sohn ist wieder sehr schwierig...

Vielleicht kaufe ich mir mal das Buch von der Super-Nanny

Liebe Grüße an ALLE, die mir geantwortet haben und gute Nacht...


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