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Forum / Mein Baby

Mann: Gebärmuttertest?

Letzte Nachricht: 9. Dezember 2005 um 17:18
C
chip_12473172
05.12.05 um 17:57

Hallo Mädels,

in welchen Zeitabständen habt ihr eure Kinder bekommen?

Meine Schwester hat einen 9 Monate alten und einen 3,5 Jahre alten Sohn, also der Abstand beträgt ca. 2,5 Jahre. Doch seitdem mein zweiter Neffe da ist, schläft sie nur mehr drei Stunden in der Nacht und ist ziemlich ausgepowert. Sie versucht wirklich alles zu tun, dass keiner der beiden zu kurz kommt. Aber man sieht des öfteren, dass dies einfach nicht machbar ist! Obwohl sie reine Hausfrau ist und zwei Omas zur Unterstützung hat, merkt man, dass einer der beiden einfach zurückstecken muss, da nicht genug Mama da ist!

In Naturvölkern beträgt der zeitliche Abstand der Geburten einer Frau zwischen vier und sieben Jahre!
Das heißt, jedes Kind bekommt ausreichend Mama und findet seine Spielkameraden in den anderen Kindern des Stammes.
Dadurch ergibt sich, dass so eine Frau ca. nur drei bis vier Geburten in ihrem Leben hat und dass in der Zwischenzeit , durch das ständige Stillen, der Menstruationszyklus ausgeschalten ist. Was den enormen Vorteil hat, dass es in diesen Völkern keine Probleme mit der Gebärmutter gibt!

Nun kenne ich eine Arbeitskollegin, die innerhalb von vier Jahren drei Kinder bekommen hat. War das ein Gebärmuttertest oder versucht sie zu beweisen, dass wir so genial konstruiert sind, dass wir auch mit viel zu wenig Mama noch existieren können? An die Folgen von zu wenig Mama möchte ich hier gar nicht nochmals eingehen, aber mir dreht sich der Magen, wenn ich an die Zukunft dieser Kinder denke!

Mir ist schon klar, dass unsere ach so tollen Sozialstaaten einfach hierfür falsche Förderungen und Rahmenbedingungen geschaffen haben, aber gibt es nicht ein Mittelmaß?

Grüße Ludwig

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C
chip_12473172
05.12.05 um 22:30

Darf ich kurz richtig stellen...
Hallo Mara,

Die Kindersterblichkeit bei Naturvölkern (nur mehr 600.000 Personen weltweit, die weder Ackerbau noch Viehzucht betreiben, also nur vom Sammeln und Jagen leben) ist kaum höher als bei uns!

Was Du hierbei wahrscheinlich vor Augen hast sind Dritte Welt Länder, z.B. 97% der Bevölkerung Afrikas sind keine Naturvölker mehr, da sie entweder Rüben anbauen oder Ziegen und Kühe halten und dort ist die Kindersterblichkeit wirklich so erschreckend wie noch bei uns vor 100 Jahren!

Da diese Naturvölker einen Stillrythmus von alle 2 bis 3 Stunden rund um die Uhr einhalten und dies auf mehrere Jahre, die Zufütterung Anfangs von Mund zu Mund praktiziert wird und sie sich richtig ernähren (da es dort keine Industrieprodukte gibt) ist der Menstruationszyklus mehrere Jahre ausgeschaltet.

Beim Kindergeld geht es mir darum, dass in Österreich der Kündigungsschutz nur zwei Jahre erhalten bleibt, was viele dazu veranlaßt auf Zeitdruck zu kopulieren!

Grüße Ludwig

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C
chip_12473172
06.12.05 um 11:36

Mal ganz vorsichtig...
Hallo Taja05,

zuerst möchte ich mich mal entschuldigen, dass ich mit "Gewalt" versuchte Dich in meine Welt zu holen!

Villeicht läßt Du als Außrede gelten, dass ich gestreßt war und dass Du mich gereizt hast, worauf ich natürlich besser nicht eingegangen wäre!

Zu Deinem Beitrag: Da Naturvölker immer in einem Clan leben der aus 45 bis 90 Personen besteht, hat hier jedes Kind natürlich genügend Spielkameraden und es müssen hierfür keine Geschwister herhalten. (ein zeitgemäßes ausweichen hierfür finde ich unsere Spielegruppen, in denen die Kleinen wenigstens ein paar Stunden die Woche mit Gleichaltrigen zusammen kommen).

Außerdem bestätigt Deine Aussage, dass Du so gut mit Deiner viel älteren Schwester auskommst, dass beim Kinderkriegen die Überlegung des Spielkameraden nicht so wichtig ist!

Recht hast Du auch, dass in unserer Gesellschaft leider die erste Geburt immer weiter zurück fällt. Weil, meines Erachtens, Mama sich vorher verwirklichen muß und woher dieser Zwang tiefenpsychologisch kommt möchte ich nicht nochmals schreiben (da ich nicht wieder in euren Wunden rühren will).

Gut erkennst du auch, dass schon die Kleinsten bestrebt sind Mama zu helfen, aber dass sollten sie eben nur von selbst heraus machen. Mein ältere Neffe ist immer ganz wild in der Küche zu helfen, aber nach Kinderzeitrechnung hat er bald genug geleistet und möchte sich anderen Dingen widmen!

Um auf meine Schwester einzugehen: Sie trägt Gott sei Dank den Kleineren fast den ganzen Tag im Arm, wenn nun aber der Ältere nicht gut drauf ist oder ihm langweilig ist und er seine Mama ansteuert ist diese Besetzt und das ergibt Defizite! So versuchen wir alle uns mit dem Älteren oder eben mal mit dem Jüngeren zu beschäftigen, aber Mamaenergie kommt nur von Mama und das wars!

Wie Naturvölker emotional zum Kinderkriegen stehen, weiß ich nicht genau, aber es gibt viele Beschreibungen wie die Mütter ihre Kinder anhimmeln und das sie verstehen, dass dies ihr Lebenssinn ist! Eine Frau die schon in ihrer Kindheit immer für die Jüngeren des Clans da war (und keine Prothesen wie Plastikpuppen hatte), ihre ganze Kindheit für die Mutterrolle lernte und nur darauf wartet bis sie endlich ihr eigenes Kind in Händen hat braucht sich über das Wort Liebe keine Überlegungen mehr zu machen, denn es ist ihr Leben!

Grüße Ludwig

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S
svana_12919543
06.12.05 um 12:28
In Antwort auf chip_12473172

Darf ich kurz richtig stellen...
Hallo Mara,

Die Kindersterblichkeit bei Naturvölkern (nur mehr 600.000 Personen weltweit, die weder Ackerbau noch Viehzucht betreiben, also nur vom Sammeln und Jagen leben) ist kaum höher als bei uns!

Was Du hierbei wahrscheinlich vor Augen hast sind Dritte Welt Länder, z.B. 97% der Bevölkerung Afrikas sind keine Naturvölker mehr, da sie entweder Rüben anbauen oder Ziegen und Kühe halten und dort ist die Kindersterblichkeit wirklich so erschreckend wie noch bei uns vor 100 Jahren!

Da diese Naturvölker einen Stillrythmus von alle 2 bis 3 Stunden rund um die Uhr einhalten und dies auf mehrere Jahre, die Zufütterung Anfangs von Mund zu Mund praktiziert wird und sie sich richtig ernähren (da es dort keine Industrieprodukte gibt) ist der Menstruationszyklus mehrere Jahre ausgeschaltet.

Beim Kindergeld geht es mir darum, dass in Österreich der Kündigungsschutz nur zwei Jahre erhalten bleibt, was viele dazu veranlaßt auf Zeitdruck zu kopulieren!

Grüße Ludwig

Wenn eine Frau
nicht in der Lage sein soll, mehr als ein Kind adäquat zu ver-/umsorgen, wie gestört müssen dann Zwillinge sein?
Hat die Natur es nicht vielleicht sogar vorgesehen, zwei Kinder gleichzeitig großziehen zu können, indem sie der Frau zwei Brüste gegeben hat?
Kann es sein, dass deine heile Welt zusammenbricht, wenn du einräumst, dass deine Schwester in der Erziehung irgendwo was falsch gemacht hat?

LG Flauschi (heute etwas kratzbürstiger als sonst)

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D
dale_12315579
06.12.05 um 12:40

Deine Naturvölker
...möchte ich sehen - es ist in der Tat eher so, daß Frauen aus Naturvölkern ihre meist 8-14 Kinder innerhalb sehr kurzer Zeit bekommen - in der Regel werden diese Frauen auch nicht sehr alt, die Sterblichkeitsrate liegt bei diesen Frauen bei 32 - 35 Jahren. In diesem Alter sehen sie allerdings auch schon aus wie 70! Also, Ludwige, laß doch einfach mal Deine Studien Studien sein und widme Dich dem realen Leben, wo auch immer das stattfindet. LG Jule

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D
dale_12315579
06.12.05 um 12:44
In Antwort auf dale_12315579

Deine Naturvölker
...möchte ich sehen - es ist in der Tat eher so, daß Frauen aus Naturvölkern ihre meist 8-14 Kinder innerhalb sehr kurzer Zeit bekommen - in der Regel werden diese Frauen auch nicht sehr alt, die Sterblichkeitsrate liegt bei diesen Frauen bei 32 - 35 Jahren. In diesem Alter sehen sie allerdings auch schon aus wie 70! Also, Ludwige, laß doch einfach mal Deine Studien Studien sein und widme Dich dem realen Leben, wo auch immer das stattfindet. LG Jule

Das war
jetzt weniger hart gemeint, als es vielleicht rüberkam - habs grad noch mal durchgelesen, Ludwig, Du weißt, daß ich in vielen Punkten mit Dir übereinstimme. LG

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C
chip_12473172
06.12.05 um 13:43
In Antwort auf svana_12919543

Wenn eine Frau
nicht in der Lage sein soll, mehr als ein Kind adäquat zu ver-/umsorgen, wie gestört müssen dann Zwillinge sein?
Hat die Natur es nicht vielleicht sogar vorgesehen, zwei Kinder gleichzeitig großziehen zu können, indem sie der Frau zwei Brüste gegeben hat?
Kann es sein, dass deine heile Welt zusammenbricht, wenn du einräumst, dass deine Schwester in der Erziehung irgendwo was falsch gemacht hat?

LG Flauschi (heute etwas kratzbürstiger als sonst)

Bitte wieder flauschig sein!
Hallo Flauschi,

was is den passiert, dass Du heute so kratzbürstig bist?

Also der zweite Zwilling wird höchstwahrscheinlich von einer anderen Frau (Amme) des Clans versorgt werden.

Kannst Du Dir unsymmetrische Körper vorstellen (nur eine Brust)? Ich glaube eher, dass es hier doch einen Wechselrythmus zwischen links und rechts beim Stillen gibt.

Meine, um vier Jahre jüngeren, Geschwister sind Zwillinge und meine Mama hatte ganz nett zu schleppen als beide an ihr saßen, denn meine Mama hatte keinen Kinderwagen! (Schwesterlein links und Brüderlein rechts und Mama hatte keine Hände mehr frei für klein Ludwig, der aber zumindest ein Aupairmädchen oder seinen Papa, der immer Zuhause arbeitete, hatte).

Gruß Ludwig

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C
chip_12473172
06.12.05 um 13:53
In Antwort auf dale_12315579

Das war
jetzt weniger hart gemeint, als es vielleicht rüberkam - habs grad noch mal durchgelesen, Ludwig, Du weißt, daß ich in vielen Punkten mit Dir übereinstimme. LG

Was willst Du für Belege?
Hallo Juleborst,

bitte glaub mir doch, dass Du in Deinem Beitrag von der Bevölkerung der 3. Welt-Länder sprichst und nicht von Naturvölkern. Von denen gibts nämlich nur mehr ein paar im brasilianischen Urwald, auf Papa Neuguinea und Borneo, in Botsuana und Namibia und in Sibirien!

Grüße Ludwig

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S
svana_12919543
06.12.05 um 15:23
In Antwort auf chip_12473172

Bitte wieder flauschig sein!
Hallo Flauschi,

was is den passiert, dass Du heute so kratzbürstig bist?

Also der zweite Zwilling wird höchstwahrscheinlich von einer anderen Frau (Amme) des Clans versorgt werden.

Kannst Du Dir unsymmetrische Körper vorstellen (nur eine Brust)? Ich glaube eher, dass es hier doch einen Wechselrythmus zwischen links und rechts beim Stillen gibt.

Meine, um vier Jahre jüngeren, Geschwister sind Zwillinge und meine Mama hatte ganz nett zu schleppen als beide an ihr saßen, denn meine Mama hatte keinen Kinderwagen! (Schwesterlein links und Brüderlein rechts und Mama hatte keine Hände mehr frei für klein Ludwig, der aber zumindest ein Aupairmädchen oder seinen Papa, der immer Zuhause arbeitete, hatte).

Gruß Ludwig

Also!
Bisschen mehr Phantasie, bitte!
Wir haben doch auch nur eine Nase. Da hätte doch eine Brust auch etwas mehr in die Mitte rutschen können.
Ich kam auf die Idee, weil im Tierreich die Anzahl der Zitzen ungefähr der Größe des Wurfes entspricht.

Mal ehrlich: Ist es für einen 2. Zwilling nicht irgendwie unfair, nach der Geburt an eine Amme weitergereicht zu werden? "Hey, nur dein Bruder darf auf den Arm der Frau, die ihn zur Welt gebracht hat. Du kriegst die Ersatzmama." Einer der beiden hat dann, auch wenn getauscht wird, immer Grund zur Eifersucht. Meiner Meinung auch nicht besser, als mal nen Moment warten zu müssen.

Was meine Stimmung angeht: Ich leiste es mir, meine hormonellen Schwankungen auszuleben. Wann bringt die Umwelt jemals mehr Verständnis dafür auf als jetzt?
(Geht aber schon wieder.)

Gruß
Flauschi

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R
runa_12850644
06.12.05 um 17:14
In Antwort auf chip_12473172

Was willst Du für Belege?
Hallo Juleborst,

bitte glaub mir doch, dass Du in Deinem Beitrag von der Bevölkerung der 3. Welt-Länder sprichst und nicht von Naturvölkern. Von denen gibts nämlich nur mehr ein paar im brasilianischen Urwald, auf Papa Neuguinea und Borneo, in Botsuana und Namibia und in Sibirien!

Grüße Ludwig

Namibia?
Welche Gruppe sollte das denn in Namibia sein? Die Himbas? Glaube nicht, dass die in deine Definition von Naturvölkern fallen.

Gruß
kratzamkopp

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C
chip_12473172
06.12.05 um 17:28

Mein Zug ist sicherlich schon abgefahren!
Hallo Taja05,

teilen zu lernen ist sicher wichtig, aber eben nur unter den Kindern des Clans und nicht die Mama.

Was das Nachtleben meiner Schwester betrifft, so schlief sie zunächst mit dem Erstgeborenen im Kinderzimmer alleine(mein Schwager schlaft seitdem leider alleine, weil er fürs Brötchenholen erholt sein muß). Seitdem nun mein zweiter Neffe auf der Welt ist, bekam ersterer ein eigenes Zimmer und meine Schwester schläft nun mit dem Zweitgeborenen im Kinderzimmer. Doch kommt eben auch noch oft der Erstgeborene in der Nacht um seine Liebesbedürfnisse gestillt zu haben. Ergebnis sind nur drei Stunden Schlaf meiner Schwester!

Bei der Absicherung der Frau gebe ich Dir recht, dass diese 100% gesichert sein muß, aber bitte doch nicht so wie wir das machen: Die skandinavischen Länder haben die höchsten und besten Sozialhilfen für Mütter und was ist das Ergebnis. Diese Länder haben die höchsten Scheidungsraten und höchste Zahl an alleinstehenden Müttern!

Geben und Nehmen war schon immer der "Sozialkitt" der die Menschen zusammenhielt. "Armenviertel" haben hierbei die größte Sozialkompetenz, da jeder von jedem abhängig ist ("Abhängigkeit" ein Zustand der uns Westlern kalt den Rücken runterläuft!). Das Gegenteil sind unsere Villenvororte. Jeder Familie ihren Palast, jedem Insaßen seine privaten Räumlichkeiten und jedem seine "erkaufte" Freiheit. Doch diese Freiheit verwandelt sich umgehend in Einsamkeit. Finanzielle Loslösung von Abhängigkeiten geht Hand in Hand mit sozialer Loslösung. Reich und einsam oder arm und eingebunden, was ist besser?

Eine funktionierende Absicherung der Frau kann es meines Erachtens nur in einem gelebten Familienverband geben und siehe da wie leben die Naturvölker?

Mir ist klar, dass unsere gesamte Architektur mit unseren Kleinstwohnungen hierfür ungeeignet ist und solange es keine Wohnverhältnisse gibt, welche mit der Familie oder Großfamilie mitwachsen können wird sich hier nichts ändern!

Was ich hier die ganze Zeit mit meinen Naturvölkern versuche zu erklären, ist nichts anderes was Tierschützer vor 20 Jahren bei Zoos getan haben! Sie sahen die argen Fehlverhalten der Tiere, die bis zur Selbstverstümmelung gehen kann, verglichen dieses Verhalten mit dem in der Wildnis und erkannten, dass es ein Minimum an "artgerechter" Rahmenbedingung bedarf, dass die Tiere in den Zoos "nicht so arg leiden".

Unsere Städte sind unsere Zoos (Desmond Morris) nur wir sind noch "dümmer" als die anderen Tiere, wir sind nämlich stolz darauf eingesperrt zu leben!

Also die Naturvölker leben artgerecht, wir nicht. Wir können hierbei nichts zurückdrehen, aber wir können unsere Wohnbereiche so wie unsere Zoos umbauen um etwas an unsere natürlichen Verhaltensweisen heranzukommen und vielleicht alle etwas glücklicher leben.

Nur ihr seit in der Lage das euren Kindern einzulernen, denn wie Du richtig erkannt hast, ist für die meisten von uns Erwachsenen eine Änderung nicht mehr möglich!

Grüße Ludwig

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C
chip_12473172
06.12.05 um 17:53
In Antwort auf runa_12850644

Namibia?
Welche Gruppe sollte das denn in Namibia sein? Die Himbas? Glaube nicht, dass die in deine Definition von Naturvölkern fallen.

Gruß
kratzamkopp

WWW.Wikipedia weiß alles!
Hallo Kratzamkopp,

zwischen Namibia und Botsuana leben die Khoisan oder Buschleute in der Kalahari Wüste. Wirklich ne traum Gegend, Sand und Steppe ohne Ende, uns Zivilisierte hat diese alptraumgegend noch nie interessiert da die Lebensbedingungen wirklich erbärmlich sind. Naja gleich wie die Eiswüsten in Sibieren und die Dschungelgebiete, dies sind wirklich Örtlichkeiten wo es sich nicht lohnt zu leben. Und trotzdem leben dort Menschen und sind weit besser drauf als wir!

Grüße Ludwig

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O
odila_12627422
06.12.05 um 18:28
In Antwort auf svana_12919543

Also!
Bisschen mehr Phantasie, bitte!
Wir haben doch auch nur eine Nase. Da hätte doch eine Brust auch etwas mehr in die Mitte rutschen können.
Ich kam auf die Idee, weil im Tierreich die Anzahl der Zitzen ungefähr der Größe des Wurfes entspricht.

Mal ehrlich: Ist es für einen 2. Zwilling nicht irgendwie unfair, nach der Geburt an eine Amme weitergereicht zu werden? "Hey, nur dein Bruder darf auf den Arm der Frau, die ihn zur Welt gebracht hat. Du kriegst die Ersatzmama." Einer der beiden hat dann, auch wenn getauscht wird, immer Grund zur Eifersucht. Meiner Meinung auch nicht besser, als mal nen Moment warten zu müssen.

Was meine Stimmung angeht: Ich leiste es mir, meine hormonellen Schwankungen auszuleben. Wann bringt die Umwelt jemals mehr Verständnis dafür auf als jetzt?
(Geht aber schon wieder.)

Gruß
Flauschi

@ludwig
du scheinst dich ja ziemlich vernachlässigt gefühlt zu haben, wenn man deine geschichte hier so liest ( Mama hatte nur zwei Arme und der arme Ludwig blieb leer aus ). Niemand ist perfekt, auch keine Mutter. Selbst wenn sie perfekt sein will, geht es nicht, weil man nie im leben allen Menschen gerecht werden kann. Das liegt auch daran, dass jeder Mensch wieder anders ist.

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T
toni_12481053
06.12.05 um 22:54

Hallo Ludwig
Ich möchte jetzt mal, zu einigen Themen von dir, was sagen. Ich habe mich ja meist rausgehalten.

In vielen Punkten, bin ich mit dir einer Meinung, aber halt nicht immer. Du könntest das, was du rüberbringst, aber netter sagen.

Erstmal zu den Kinderabständen.

Ich habe erst eine Tochter. Sie ist gestern 5 Monate alt geworden.
Mein nächstes möchte ich in cirka 5 Jahren. Ich möchte meine Lehre zu Ende machen und meinem Kind/ern was bieten können. Aber da Hauptgrund ist, wie du schon sagst, das ich möchte das sie erstmal die Nummer eins ist. Außerdem möchte ich mit ihr gemeinsam die Schwangerschaft geniessen und bin der Meinung das man einem fünfjährigen Kind besser erklären kann, das da ein Geschwisterchen kommt und was das bedeutet. Ich finde es auch gut (wenn dann alles so klappt), das ich, wenn sie zu Schule kommt, das erste Jahr oder auch zweite Jahr zuhause bin und sie in der Schule unterstützen kann.

Meine Mutti hat 8 Kinder. 6 davon hat sie hintereinader bekommen. 10 Jahre später kam mein Bruder (22) und 2 Jahre später kam ich (20).

Meine Mutti kam mit 8 Kinder super klar. Meine Geschwister schwärmen heute noch von ihrer Kindheit. Muß aber auch dazu sagen, das mein Papa sie tatkräfitg unterstützt hat.
Wir haben alle einen vernünftigen Abschluß (von Real bis Abi über studiert). Meine Geschwister haben alle ihr eigenes Haus und haben selber viele Kinder. Das Haus in dem wir wohnen hat mein ältester Bruder gebaut und keiner von uns ist arbeitslos.
Ich bin inzwischen zum 16 mal Tante. Meine Geschwister pflegen sehr guten Kontakt zu meiner Mutti und unsere Wohnung ist immer übervoll. Achso und meine Mutti ist ein lebenlang arbeiten gegangen.

Wie du siehst, klappt es auch mit vielen Kindern. Ich denke, das kommt immer auf die Frau drauf an.

Ich habe großen Respekt, vor Frauen die es schaffen.

Jetzt zum stillen.

Meine Mutti hat uns 8 alle gestillt. Zum Teil bis zum zweiten Lebensjahr. Ich war als letzte etwas bockiger, was das stillen anging und ich wollte so gut wie gar nicht trinken. Meine Mutti musste dann zufüttern, weil ich mehr und mehr abgenommen habe und sogar ins Krankenhaus musste. Ich stille meine Kleine auch und will sie auch noch lange stillen.

Zu Thema Elternbett.

Meine Kleine schläft bei uns mit im Bett. Ich selber habe bei meiner Mutti auch sehr lange im Bett geschlafen. Erstens kann ich nicht ohne meine Tochter schlafen und sie kann es auch nicht. Außerdem geniesse wir beide, das stillen morgens und abends im Bett.
Meine Mutti und mein Papa hatten oft zwei Kinder im Bett. Immer die beiden Kleinsten. Die Großen wollten meist mit den anderen im Zimmer schlafen.
Mein Bruder, der erst der jüngste war hat bis zum 10 Lebensjahr bei meiner Mutti im Bett geschlafen. Als dann mein anderer Bruder kam, wollte er nicht mehr der Kleine sein, sondern der große Bruder.

Zum Thema Tragen

Ich trage meine Kleine sehr viel, aber immer kann ich sie auch nicht tragen.
Z.B beim Kochen, wenn ich auf Toilette muss, beim Betten machen usw.
Wenn ich natürlich sitze, ist sie immer bei mir auf dem Schoß und wir spielen. Habe ich nichts zu tuen und sie macht nicht gerade ein Nickerchen gehe ich mit ihr durch die Wohnung und zeige ihr alles.

Wie das meine Mutti gemacht hat, weiß ich nicht. Muß mal morgen früh fragen.

Nochmal zum Stillen

Manchmal kann es aber auch ganz schön nerven, wenn ein Kind, alle 2 Stunden (manchmal auch öfter) an die Brust will. Daher kann ich manche Frauen verstehen, die mit Fertigmilch zufüttern. Bei meiner Kleinen, will ich jetzt aber, versuchen die 6 Monate vollstillen durchzuhalten.
Gottseidank hat sie diesen Zwei-Stunden-Takt äußerst selten.

Ich habe auch nichts gegen Frauen, die nicht stillen. Jeder hat seine Gründe und die sollten wir alle respektieren und das sehe ich bei all den anderen genannten Themen genauso.

Wie lange stillen eigentlich die Frauen in den Naturvölkern voll?


Ich hoffe, auf eine baldige Antwort von dir.


Liebe Grüße Madlen


www.unserbaby.ch/würmchen

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C
chip_12473172
07.12.05 um 0:11
In Antwort auf toni_12481053

Hallo Ludwig
Ich möchte jetzt mal, zu einigen Themen von dir, was sagen. Ich habe mich ja meist rausgehalten.

In vielen Punkten, bin ich mit dir einer Meinung, aber halt nicht immer. Du könntest das, was du rüberbringst, aber netter sagen.

Erstmal zu den Kinderabständen.

Ich habe erst eine Tochter. Sie ist gestern 5 Monate alt geworden.
Mein nächstes möchte ich in cirka 5 Jahren. Ich möchte meine Lehre zu Ende machen und meinem Kind/ern was bieten können. Aber da Hauptgrund ist, wie du schon sagst, das ich möchte das sie erstmal die Nummer eins ist. Außerdem möchte ich mit ihr gemeinsam die Schwangerschaft geniessen und bin der Meinung das man einem fünfjährigen Kind besser erklären kann, das da ein Geschwisterchen kommt und was das bedeutet. Ich finde es auch gut (wenn dann alles so klappt), das ich, wenn sie zu Schule kommt, das erste Jahr oder auch zweite Jahr zuhause bin und sie in der Schule unterstützen kann.

Meine Mutti hat 8 Kinder. 6 davon hat sie hintereinader bekommen. 10 Jahre später kam mein Bruder (22) und 2 Jahre später kam ich (20).

Meine Mutti kam mit 8 Kinder super klar. Meine Geschwister schwärmen heute noch von ihrer Kindheit. Muß aber auch dazu sagen, das mein Papa sie tatkräfitg unterstützt hat.
Wir haben alle einen vernünftigen Abschluß (von Real bis Abi über studiert). Meine Geschwister haben alle ihr eigenes Haus und haben selber viele Kinder. Das Haus in dem wir wohnen hat mein ältester Bruder gebaut und keiner von uns ist arbeitslos.
Ich bin inzwischen zum 16 mal Tante. Meine Geschwister pflegen sehr guten Kontakt zu meiner Mutti und unsere Wohnung ist immer übervoll. Achso und meine Mutti ist ein lebenlang arbeiten gegangen.

Wie du siehst, klappt es auch mit vielen Kindern. Ich denke, das kommt immer auf die Frau drauf an.

Ich habe großen Respekt, vor Frauen die es schaffen.

Jetzt zum stillen.

Meine Mutti hat uns 8 alle gestillt. Zum Teil bis zum zweiten Lebensjahr. Ich war als letzte etwas bockiger, was das stillen anging und ich wollte so gut wie gar nicht trinken. Meine Mutti musste dann zufüttern, weil ich mehr und mehr abgenommen habe und sogar ins Krankenhaus musste. Ich stille meine Kleine auch und will sie auch noch lange stillen.

Zu Thema Elternbett.

Meine Kleine schläft bei uns mit im Bett. Ich selber habe bei meiner Mutti auch sehr lange im Bett geschlafen. Erstens kann ich nicht ohne meine Tochter schlafen und sie kann es auch nicht. Außerdem geniesse wir beide, das stillen morgens und abends im Bett.
Meine Mutti und mein Papa hatten oft zwei Kinder im Bett. Immer die beiden Kleinsten. Die Großen wollten meist mit den anderen im Zimmer schlafen.
Mein Bruder, der erst der jüngste war hat bis zum 10 Lebensjahr bei meiner Mutti im Bett geschlafen. Als dann mein anderer Bruder kam, wollte er nicht mehr der Kleine sein, sondern der große Bruder.

Zum Thema Tragen

Ich trage meine Kleine sehr viel, aber immer kann ich sie auch nicht tragen.
Z.B beim Kochen, wenn ich auf Toilette muss, beim Betten machen usw.
Wenn ich natürlich sitze, ist sie immer bei mir auf dem Schoß und wir spielen. Habe ich nichts zu tuen und sie macht nicht gerade ein Nickerchen gehe ich mit ihr durch die Wohnung und zeige ihr alles.

Wie das meine Mutti gemacht hat, weiß ich nicht. Muß mal morgen früh fragen.

Nochmal zum Stillen

Manchmal kann es aber auch ganz schön nerven, wenn ein Kind, alle 2 Stunden (manchmal auch öfter) an die Brust will. Daher kann ich manche Frauen verstehen, die mit Fertigmilch zufüttern. Bei meiner Kleinen, will ich jetzt aber, versuchen die 6 Monate vollstillen durchzuhalten.
Gottseidank hat sie diesen Zwei-Stunden-Takt äußerst selten.

Ich habe auch nichts gegen Frauen, die nicht stillen. Jeder hat seine Gründe und die sollten wir alle respektieren und das sehe ich bei all den anderen genannten Themen genauso.

Wie lange stillen eigentlich die Frauen in den Naturvölkern voll?


Ich hoffe, auf eine baldige Antwort von dir.


Liebe Grüße Madlen


www.unserbaby.ch/würmchen

Das Vorleben machts aus!
Hallo Madlen,

ich finde wirklich toll wie Du Deine Kleine umsorgst und man sieht auch auf den vielen Bildern, dass sie sich wirklich geborgen fühlt!

Vor deiner Mutter habe ich großen Respekt, dass sie soviel in ihrem Leben geleistet hat, aber vielleicht war es auch ein wenig zu viel (ihre Krankheit!)?

Wie schon gesagt ich arbeite noch an meinem Schreibstil, dass ich etwas weicher rüber komme.

Besonders freut mich,dass ich Dir eine Auskunft geben darf, obwohl Du noch vor 1,5 Monaten mir meine Zurechnungsfähigkeit abgesprochen hast und mich als Übeltäter gemeldet hast!

Was das Vollstillen in Naturvölkern betrifft habe ich noch nicht viel gelesen, was ich aber nachholen werde. Vorab möchte ich Dir sagen, dass biologisch das Vollstillen sicherlich Sinn macht bis das Baby seine ersten Zähnchen hat und selber etwas abbeißen kann. Denn für mehr reicht ein Milchzahngebiss nicht, da es keine Mahlzähne, welche erst mit 6 oder 7 Jahren kommen, hat. Also weiche Früchte abbeißen und mit der Zunge zerdrücken oder aus Mamas Mund Vorgekautes zu erhalten dürfte zwischen dem 6. und 12. Monat erfolgen. Dass hingegen selbst schon mein Neffe mit 3,5 Jahren alles ist was wir essen, halt nur in kleinen Stücken, funktioniert zwar halte ich aber nicht für optimal.

Grüße Ludwig

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chip_12473172
07.12.05 um 0:21

Neugierig !
Hallo Mädels,

es würde mich brennend interessieren, wieviele von euch im Hintergrund die Diskussionsbeiträge nur lesen aber selbst keine Zeit zum Mitschreiben haben.

Wäre vielleicht für uns alle interessant, was für eine Reichweite all unsere Diskussionen haben?

Also wer mitmachen will, braucht nur ein "Hallo" zu schicken, schaun wir mal wieviele das werden?

Grüße Ludwig

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R
runa_12850644
08.12.05 um 8:48
In Antwort auf chip_12473172

Mein Zug ist sicherlich schon abgefahren!
Hallo Taja05,

teilen zu lernen ist sicher wichtig, aber eben nur unter den Kindern des Clans und nicht die Mama.

Was das Nachtleben meiner Schwester betrifft, so schlief sie zunächst mit dem Erstgeborenen im Kinderzimmer alleine(mein Schwager schlaft seitdem leider alleine, weil er fürs Brötchenholen erholt sein muß). Seitdem nun mein zweiter Neffe auf der Welt ist, bekam ersterer ein eigenes Zimmer und meine Schwester schläft nun mit dem Zweitgeborenen im Kinderzimmer. Doch kommt eben auch noch oft der Erstgeborene in der Nacht um seine Liebesbedürfnisse gestillt zu haben. Ergebnis sind nur drei Stunden Schlaf meiner Schwester!

Bei der Absicherung der Frau gebe ich Dir recht, dass diese 100% gesichert sein muß, aber bitte doch nicht so wie wir das machen: Die skandinavischen Länder haben die höchsten und besten Sozialhilfen für Mütter und was ist das Ergebnis. Diese Länder haben die höchsten Scheidungsraten und höchste Zahl an alleinstehenden Müttern!

Geben und Nehmen war schon immer der "Sozialkitt" der die Menschen zusammenhielt. "Armenviertel" haben hierbei die größte Sozialkompetenz, da jeder von jedem abhängig ist ("Abhängigkeit" ein Zustand der uns Westlern kalt den Rücken runterläuft!). Das Gegenteil sind unsere Villenvororte. Jeder Familie ihren Palast, jedem Insaßen seine privaten Räumlichkeiten und jedem seine "erkaufte" Freiheit. Doch diese Freiheit verwandelt sich umgehend in Einsamkeit. Finanzielle Loslösung von Abhängigkeiten geht Hand in Hand mit sozialer Loslösung. Reich und einsam oder arm und eingebunden, was ist besser?

Eine funktionierende Absicherung der Frau kann es meines Erachtens nur in einem gelebten Familienverband geben und siehe da wie leben die Naturvölker?

Mir ist klar, dass unsere gesamte Architektur mit unseren Kleinstwohnungen hierfür ungeeignet ist und solange es keine Wohnverhältnisse gibt, welche mit der Familie oder Großfamilie mitwachsen können wird sich hier nichts ändern!

Was ich hier die ganze Zeit mit meinen Naturvölkern versuche zu erklären, ist nichts anderes was Tierschützer vor 20 Jahren bei Zoos getan haben! Sie sahen die argen Fehlverhalten der Tiere, die bis zur Selbstverstümmelung gehen kann, verglichen dieses Verhalten mit dem in der Wildnis und erkannten, dass es ein Minimum an "artgerechter" Rahmenbedingung bedarf, dass die Tiere in den Zoos "nicht so arg leiden".

Unsere Städte sind unsere Zoos (Desmond Morris) nur wir sind noch "dümmer" als die anderen Tiere, wir sind nämlich stolz darauf eingesperrt zu leben!

Also die Naturvölker leben artgerecht, wir nicht. Wir können hierbei nichts zurückdrehen, aber wir können unsere Wohnbereiche so wie unsere Zoos umbauen um etwas an unsere natürlichen Verhaltensweisen heranzukommen und vielleicht alle etwas glücklicher leben.

Nur ihr seit in der Lage das euren Kindern einzulernen, denn wie Du richtig erkannt hast, ist für die meisten von uns Erwachsenen eine Änderung nicht mehr möglich!

Grüße Ludwig

Mal ganz vorsichtig mit den Behauptungen
so langsam fischt du nämlich in meinem Gebiet

Wenn es in den skandinavischen Ländern hohe Scheidungsraten gibt, kannst du das nicht direkt mit den Sozialleistungen in Verbindung bringen. Ich denke, niemand lässt sich aus einer Lust und Laune heraus scheiden, weil es doch so nett ist, auf die Hilfe des Staates angewiesen zu sein.

Nimm Österreich: Du hast die höchsten direkten Kindergeldzahlungen, und dennoch eine der niedrigsten Fertilitätsraten in Europa. Das ist (leider!) nicht immer so einfach.

Natürlich kannst du einen Einfluss erzeugen. Beispielsweise hat Großbritannien vor Jahren ein Hilfsprogramm für junge Mütter gestartet, mit dem Ziel, dass die Teenagerschwangerschaften enorm gestiegen sind. Es herrscht dort eine sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit und Viele sind anscheinend in die Mutterrolle "geflüchtet". Ob das so sinnvoll ist, sei mal dahingestellt.

"Reich und einsam oder arm und eingebunden" ist mir ehrlich gesagt zu platt! Irgendwie verfällst du da in eine Art Sozialromantik, die so überhaupt nicht existiert. Ich habe während meiner Studienzeit in einem "sozialen Brennpunkt" gelebt. Ich würde sagen, das sind heutzutage die typischen Armenviertel. Was du da erlebst, lässt es dir kalt den Rücken runterlaufen: Hohe Kriminalität, keine Bildung, ich würde schätzen 80% Arbeitslosigkeit und Alkoholabhängigkeit. Einen großen Zusammenhalt konnte ich da wahrlich nicht feststellen, im Gegenteil, und wie die Zukunft dieser Kinder aussieht, möchte ich nicht wissen.

Du kannst nicht immer krampfhaft versuchen die Leute in dein Schema reinzupressen. Familienverband gut und schön, aber leider klappt das nicht immer so. Wir leben in Wien und haben keine Familie vor Ort, beide leben auf dem Land. Uns ist es, aufgrund unserer beruflichen Situation, überhaupt nicht möglich, dort eine Arbeit zu finden, also dort zu leben und wir möchten beide auch nicht mehr auf dem Land leben. Ich glaube, dass es vielen jungen Famlien so geht. Aber dennoch ist es möglich "Ersatzfamilien" zu finden, indem sich mehrere Familien zusammenschließen um sich gegenseitig unterstützen. Oder Krabbelgruppen zu besuchen, damit das Kind mit anderen in Kontakt kommt.

Gruß
kratzamkopp
*die hier "heimlich" mitliest*

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C
chip_12473172
08.12.05 um 10:33
In Antwort auf runa_12850644

Mal ganz vorsichtig mit den Behauptungen
so langsam fischt du nämlich in meinem Gebiet

Wenn es in den skandinavischen Ländern hohe Scheidungsraten gibt, kannst du das nicht direkt mit den Sozialleistungen in Verbindung bringen. Ich denke, niemand lässt sich aus einer Lust und Laune heraus scheiden, weil es doch so nett ist, auf die Hilfe des Staates angewiesen zu sein.

Nimm Österreich: Du hast die höchsten direkten Kindergeldzahlungen, und dennoch eine der niedrigsten Fertilitätsraten in Europa. Das ist (leider!) nicht immer so einfach.

Natürlich kannst du einen Einfluss erzeugen. Beispielsweise hat Großbritannien vor Jahren ein Hilfsprogramm für junge Mütter gestartet, mit dem Ziel, dass die Teenagerschwangerschaften enorm gestiegen sind. Es herrscht dort eine sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit und Viele sind anscheinend in die Mutterrolle "geflüchtet". Ob das so sinnvoll ist, sei mal dahingestellt.

"Reich und einsam oder arm und eingebunden" ist mir ehrlich gesagt zu platt! Irgendwie verfällst du da in eine Art Sozialromantik, die so überhaupt nicht existiert. Ich habe während meiner Studienzeit in einem "sozialen Brennpunkt" gelebt. Ich würde sagen, das sind heutzutage die typischen Armenviertel. Was du da erlebst, lässt es dir kalt den Rücken runterlaufen: Hohe Kriminalität, keine Bildung, ich würde schätzen 80% Arbeitslosigkeit und Alkoholabhängigkeit. Einen großen Zusammenhalt konnte ich da wahrlich nicht feststellen, im Gegenteil, und wie die Zukunft dieser Kinder aussieht, möchte ich nicht wissen.

Du kannst nicht immer krampfhaft versuchen die Leute in dein Schema reinzupressen. Familienverband gut und schön, aber leider klappt das nicht immer so. Wir leben in Wien und haben keine Familie vor Ort, beide leben auf dem Land. Uns ist es, aufgrund unserer beruflichen Situation, überhaupt nicht möglich, dort eine Arbeit zu finden, also dort zu leben und wir möchten beide auch nicht mehr auf dem Land leben. Ich glaube, dass es vielen jungen Famlien so geht. Aber dennoch ist es möglich "Ersatzfamilien" zu finden, indem sich mehrere Familien zusammenschließen um sich gegenseitig unterstützen. Oder Krabbelgruppen zu besuchen, damit das Kind mit anderen in Kontakt kommt.

Gruß
kratzamkopp
*die hier "heimlich" mitliest*

Bitte differentieren!
Hallo Kratzamkopp,

bezüglich der Single-Familien (Mutter-Kind-Familien), ist es so, dass die Frau seit Beginn der Zivilisation ihre Gleichberechtung verlor. Ja es ist sogar so, dass die Frau in den ersten Agrarkulturen, die vergleichbar mit heutigen 3.Welt Länder sind, extrem unterjocht und in die Rolle der Gebärmaschine gedrängt wurde!

Da wir nun seit ca. 80 Jahren, Gott sei Dank, eine Frauenemanzipation haben hebt sich die Frau wieder in ihre gleicberechtigte Stellung.

Doch wir Westler schießen mal wieder gleich über das Ziel: Die eine Gruppe Frauen plant von vornhern Kinder ohne Väter, die ihnen nur lästig sind und das ermöglicht der Sozialstaat. Und die andere Gruppe Frauen legt gar ihre biologische Mutterrolle ab und schmeißt sich in den Karrierepool und benimmt sich gleich aggressiv wie ihre männlichen Nebenbuhler!

Sozialstaat bitte für Notfälle und berufliche Verwirklichung bitte nicht auf Kosten unserer Fortpflanzung!

Was den Zusammenhalt in Armenvierteln betrifft: Zuerst hängt hier vieles von einem zeitlichem Zusammenwachsen ab. Also wenn den Menschen hierbei Zeit gelassen wird (mind. 25 Jahre), so daß sie sich zusammen fügen können.
Zweitens ist dies nur in überschaubaren (max. dreigeschoßigen Bauten) Raumstrukturen möglich (Gethobildung und Gangbildung ist zwar nicht wünschenswert, stärkt aber dennoch den inneren Zusammenhalt).

Grüße Ludwug

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H
hannah_12529729
08.12.05 um 15:29
In Antwort auf odila_12627422

@ludwig
du scheinst dich ja ziemlich vernachlässigt gefühlt zu haben, wenn man deine geschichte hier so liest ( Mama hatte nur zwei Arme und der arme Ludwig blieb leer aus ). Niemand ist perfekt, auch keine Mutter. Selbst wenn sie perfekt sein will, geht es nicht, weil man nie im leben allen Menschen gerecht werden kann. Das liegt auch daran, dass jeder Mensch wieder anders ist.

Hallo
Wolltes doch wissen, wer so alles mitliest, also z.B. ich , die zwei Ältere Schwestern hat (5 und 10 Jahre älter) und den Abstand ziemlich scheußlich fand. Habe immer alle beneidet die schon im Kindes und Teenageralter ein gutes Verhältnis zu Ihren Geschwistern hatten und mit denen spielen konnten.

Denn ich hatte leider keine anderen Kinder im Stamm. Ein bis zwei Jahre Abstand ist sehr kurz, da stimme ich dir zu, aber 2,5 bis 3 Jahre ist schon was anderes. Uns mit Naturvölkern zu vergleichen ist in dieser Hinsicht schon sehr schwierig. Wir leben nun mal leider viel verinselter und haben nicht den gleichen Zusammenhalt. Es gibt ein afrikanischens Sprichwort (weiß leider nicht genau aus welchem Land, vielleicht ist ja jemand schlauer als ich): Man braucht ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen. Haben wir leider aber nicht, also braucht ein Kind auch schon mal solidarische Unterstützung von Geschwistern, die es noch verstehen können, und es nicht nur als kleinere Plage ansehen.

mfg Truelli

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R
runa_12850644
08.12.05 um 20:24
In Antwort auf chip_12473172

Bitte differentieren!
Hallo Kratzamkopp,

bezüglich der Single-Familien (Mutter-Kind-Familien), ist es so, dass die Frau seit Beginn der Zivilisation ihre Gleichberechtung verlor. Ja es ist sogar so, dass die Frau in den ersten Agrarkulturen, die vergleichbar mit heutigen 3.Welt Länder sind, extrem unterjocht und in die Rolle der Gebärmaschine gedrängt wurde!

Da wir nun seit ca. 80 Jahren, Gott sei Dank, eine Frauenemanzipation haben hebt sich die Frau wieder in ihre gleicberechtigte Stellung.

Doch wir Westler schießen mal wieder gleich über das Ziel: Die eine Gruppe Frauen plant von vornhern Kinder ohne Väter, die ihnen nur lästig sind und das ermöglicht der Sozialstaat. Und die andere Gruppe Frauen legt gar ihre biologische Mutterrolle ab und schmeißt sich in den Karrierepool und benimmt sich gleich aggressiv wie ihre männlichen Nebenbuhler!

Sozialstaat bitte für Notfälle und berufliche Verwirklichung bitte nicht auf Kosten unserer Fortpflanzung!

Was den Zusammenhalt in Armenvierteln betrifft: Zuerst hängt hier vieles von einem zeitlichem Zusammenwachsen ab. Also wenn den Menschen hierbei Zeit gelassen wird (mind. 25 Jahre), so daß sie sich zusammen fügen können.
Zweitens ist dies nur in überschaubaren (max. dreigeschoßigen Bauten) Raumstrukturen möglich (Gethobildung und Gangbildung ist zwar nicht wünschenswert, stärkt aber dennoch den inneren Zusammenhalt).

Grüße Ludwug

Wobei differentieren?
Wie groß soll denn ernsthaft die Gruppe von Frauen sein, die von vornherein ohne Väter ihre Zukunft plant? Ich habe von so einem Fall (sei es im Freundes- oder Bekanntenkreis oder hier im Forum) noch nie gehört. Und selbst wenn, könnte ich mir vorstellen, dass diese Gruppe durchaus in der Lage ist sich selbst zu ernähren; das hat mit dem Sozialstaat so gut wie gar nichts mehr zu tun.

Aber generell dazu: Du hast in einem Sozialstaat immer(!) Auswüchse, die nicht gewollt sind. Das bringt allein die Systemtik des Ganzen. Wie groß diese tatsächlich ist, steht auf einem anderen Blatt. Nur halte ich diese Auswüchse in der Familienpolitik für überschaubar gering. Beispielsweise sind die Leistungen für Alleinerziehende (bzw. nicht Verheiratete) in Frankreich sehr hoch. Wenn du dir rohe Statistiken hierzu anschaust wirst du feststellen, dass der Alleinerzieheranteil sehr hoch ist, was sicherlich nicht wünschenswert ist. Letztlich ist die Ausgestaltung aber so, dass viele einen Partner haben - eine Familie eben - aber nicht heiraten, weil sie auf das Geld nicht verzichten möchten. Frankreich ist sich dieses "Problems" durchaus bewusst, ahndet aber nicht, weil es an sich ja auch nichts schlimmes ist und die Familie nach wie vor existiert. Also immer mal ein bisschen hinter die Fassade schauen...

Es gibt immer noch sehr viele Menschen, die einen latenten Kinderwunsch haben (auch Karrierefrauen), nur muss man sich fragen, warum sie diesen nicht verwirklichen.

Wie schauen deine Vorschläge aus hinsichtlich einer guten Familienpolitik und wie gehen diese mit deinen Anforderungen die du an Mütter stellst einher? Ich stell mir die "working mom" bei dir recht schwierig vor.

Dass der Zusammenhalt in einem Armenviertel über die Zeit entwickelt, kann ich mir sehr gut vorstellen, allerdings entspricht das wohl kaum der Realität, da du diesen zeitlichen Aspekt so gut wie nie hast. Jeder versucht doch so schnell wie möglich dort rauszukommen und das aus gutem Grund! "Armenviertel" sind heutzutage auch nicht mehr nur über "kein Geld" zu definieren, sondern sind massiv geprägt von Problemen wie fehlender Bildung, Drogen- und Alkoholsucht. Die "überschaubaren Bauten" findest du heutzutage eher in der Mittelschicht und die zähle ich mittlerweile schon zu den Villenvierteln - um mal bei der Aufteilung zu bleiben.

Gruß
kratzamkopp

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chip_12473172
08.12.05 um 21:13
In Antwort auf hannah_12529729

Hallo
Wolltes doch wissen, wer so alles mitliest, also z.B. ich , die zwei Ältere Schwestern hat (5 und 10 Jahre älter) und den Abstand ziemlich scheußlich fand. Habe immer alle beneidet die schon im Kindes und Teenageralter ein gutes Verhältnis zu Ihren Geschwistern hatten und mit denen spielen konnten.

Denn ich hatte leider keine anderen Kinder im Stamm. Ein bis zwei Jahre Abstand ist sehr kurz, da stimme ich dir zu, aber 2,5 bis 3 Jahre ist schon was anderes. Uns mit Naturvölkern zu vergleichen ist in dieser Hinsicht schon sehr schwierig. Wir leben nun mal leider viel verinselter und haben nicht den gleichen Zusammenhalt. Es gibt ein afrikanischens Sprichwort (weiß leider nicht genau aus welchem Land, vielleicht ist ja jemand schlauer als ich): Man braucht ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen. Haben wir leider aber nicht, also braucht ein Kind auch schon mal solidarische Unterstützung von Geschwistern, die es noch verstehen können, und es nicht nur als kleinere Plage ansehen.

mfg Truelli

Punktgenau!!!
Hallo Truelli,

Dein afrikanisches Sprichwort trifft den Nagel auf den Kopf:
Zur Erziehung EINES Kindes braucht man ein GANZES Dorf!

Ich will das noch überspitzen: Um gut zu leben, brauchen WIR ALLE unser Dorf!

Wie dies architektonisch funktionieren könnte ? ist das THEMA meiner DIPLOMARBEIT!

Grüße Ludwig

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chip_12473172
08.12.05 um 21:19

Danke!
Hallo Tami,

danke für die Idee,aber ohne die Rückkoppelung durch eure Erlebnisse mit euren Kindern wurde ich nichts dazulernen und nur starr predigen.

Gruß Ludwig

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hannah_12529729
09.12.05 um 11:55
In Antwort auf chip_12473172

Punktgenau!!!
Hallo Truelli,

Dein afrikanisches Sprichwort trifft den Nagel auf den Kopf:
Zur Erziehung EINES Kindes braucht man ein GANZES Dorf!

Ich will das noch überspitzen: Um gut zu leben, brauchen WIR ALLE unser Dorf!

Wie dies architektonisch funktionieren könnte ? ist das THEMA meiner DIPLOMARBEIT!

Grüße Ludwig

Architektonisch???
Hallo Ludwig,

here Ziele, so ein problem architektonisch losen zu wollen. Was machst Du mit der Verinselung in den Köpfen. Architektonisch waren die meisten Mehrfamilienhäuser doch prima, vielleicht noch einen Gemeinschaftraum oder Garten einrichten... viele Generationen unter einem Dach, eng beieinander, Nachbarschaftshilfe wie Babysitten oder Hilfe bei Renovierung.... Klappt aber nicht, da in der Realität die kinderlose Omi von nebenan sich leider nicht über spielende Kinder freut und mit Ihnen Plätzchen backt, sondern die Polizei ruft wenn die Kinder mal in der Wohnung Seilchenspringen. Oder der freundliche Nachbar den friedlich im Schnee spielenden Kindern kaltes Wasser über die Köpfe kippt, weil in der Lärm vor seinem Fenster stört....
Nur mal zwei selbsterlebte Beispiele...

Kann man solche kinder und menschenfeindlichen Einstellungen tatsächlich architektonisch lösen???
Bestimmt klappt soetwas wie ein Mehrgenerationenhaus mit Nachbarschaftshilfe, aber leider nur bei kleinen Teilen der Bevölkerung die freiwillig an so einem Projekt teilnehmen und das Glück haben dort eine Wohnung zu erhalten. Aber was ist mit all den anderen.

Liebe Grüße
Truelli

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hannah_12529729
09.12.05 um 11:56
In Antwort auf hannah_12529729

Architektonisch???
Hallo Ludwig,

here Ziele, so ein problem architektonisch losen zu wollen. Was machst Du mit der Verinselung in den Köpfen. Architektonisch waren die meisten Mehrfamilienhäuser doch prima, vielleicht noch einen Gemeinschaftraum oder Garten einrichten... viele Generationen unter einem Dach, eng beieinander, Nachbarschaftshilfe wie Babysitten oder Hilfe bei Renovierung.... Klappt aber nicht, da in der Realität die kinderlose Omi von nebenan sich leider nicht über spielende Kinder freut und mit Ihnen Plätzchen backt, sondern die Polizei ruft wenn die Kinder mal in der Wohnung Seilchenspringen. Oder der freundliche Nachbar den friedlich im Schnee spielenden Kindern kaltes Wasser über die Köpfe kippt, weil in der Lärm vor seinem Fenster stört....
Nur mal zwei selbsterlebte Beispiele...

Kann man solche kinder und menschenfeindlichen Einstellungen tatsächlich architektonisch lösen???
Bestimmt klappt soetwas wie ein Mehrgenerationenhaus mit Nachbarschaftshilfe, aber leider nur bei kleinen Teilen der Bevölkerung die freiwillig an so einem Projekt teilnehmen und das Glück haben dort eine Wohnung zu erhalten. Aber was ist mit all den anderen.

Liebe Grüße
Truelli

Tippfehler
Kleine schreit, hab recht schnell geschrieben und jede Menge Tippfehler. sorry

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chip_12473172
09.12.05 um 17:06
In Antwort auf runa_12850644

Wobei differentieren?
Wie groß soll denn ernsthaft die Gruppe von Frauen sein, die von vornherein ohne Väter ihre Zukunft plant? Ich habe von so einem Fall (sei es im Freundes- oder Bekanntenkreis oder hier im Forum) noch nie gehört. Und selbst wenn, könnte ich mir vorstellen, dass diese Gruppe durchaus in der Lage ist sich selbst zu ernähren; das hat mit dem Sozialstaat so gut wie gar nichts mehr zu tun.

Aber generell dazu: Du hast in einem Sozialstaat immer(!) Auswüchse, die nicht gewollt sind. Das bringt allein die Systemtik des Ganzen. Wie groß diese tatsächlich ist, steht auf einem anderen Blatt. Nur halte ich diese Auswüchse in der Familienpolitik für überschaubar gering. Beispielsweise sind die Leistungen für Alleinerziehende (bzw. nicht Verheiratete) in Frankreich sehr hoch. Wenn du dir rohe Statistiken hierzu anschaust wirst du feststellen, dass der Alleinerzieheranteil sehr hoch ist, was sicherlich nicht wünschenswert ist. Letztlich ist die Ausgestaltung aber so, dass viele einen Partner haben - eine Familie eben - aber nicht heiraten, weil sie auf das Geld nicht verzichten möchten. Frankreich ist sich dieses "Problems" durchaus bewusst, ahndet aber nicht, weil es an sich ja auch nichts schlimmes ist und die Familie nach wie vor existiert. Also immer mal ein bisschen hinter die Fassade schauen...

Es gibt immer noch sehr viele Menschen, die einen latenten Kinderwunsch haben (auch Karrierefrauen), nur muss man sich fragen, warum sie diesen nicht verwirklichen.

Wie schauen deine Vorschläge aus hinsichtlich einer guten Familienpolitik und wie gehen diese mit deinen Anforderungen die du an Mütter stellst einher? Ich stell mir die "working mom" bei dir recht schwierig vor.

Dass der Zusammenhalt in einem Armenviertel über die Zeit entwickelt, kann ich mir sehr gut vorstellen, allerdings entspricht das wohl kaum der Realität, da du diesen zeitlichen Aspekt so gut wie nie hast. Jeder versucht doch so schnell wie möglich dort rauszukommen und das aus gutem Grund! "Armenviertel" sind heutzutage auch nicht mehr nur über "kein Geld" zu definieren, sondern sind massiv geprägt von Problemen wie fehlender Bildung, Drogen- und Alkoholsucht. Die "überschaubaren Bauten" findest du heutzutage eher in der Mittelschicht und die zähle ich mittlerweile schon zu den Villenvierteln - um mal bei der Aufteilung zu bleiben.

Gruß
kratzamkopp

Ursprungsfunktion!
Hallo Kratzamkopp,

also mir sind hier in Innsbruck schon einige Frauen über den Weg gelaufen, die ihren Kinderwunsch unbedingt erfüllt wissen wollten und dabei ausdrücklich sagten ob mit oder ohne Vater sei ihnen egal!

Das absolut Abgedrehterste hierbei finde ich Frauen, und ich kenne einige, die sich von einem Wohlhabenden Mann schwängern lassen um sich finanziel abzusichern oder ihn an sich zu binden!

Was die Working Mum betrifft, so denke ich, dass die "Frau" an und für sich nicht vergessen sollte, dass die Mutterrolle ihre angeborene Prädisposition ist. Sowie die Rolle des Mannes als Beschützer. Nach diesen primären Funktionen haben natürlich beide die Verpflichtung zum Brötchenholen. Z.B. wurde bei einem Stamm im Amazonas ausgerechnet wer wieviele Kalorien nach Hause bringt und siehe da Mutter mit Kinder brachte 70% des Essens . Wobei Papa aber, trotz seiner wenigen 30%, wertvolle Proteine (Fleisch) nach Hause brachte!

Das Problem liegt einfach darin, dass die Mütter während des Brötchenholens nicht von ihren Kindern getrennt werden dürfen!
Bloß wie machen wir das hier bei uns? Vielleicht können Mütter in Zukunft mehr Teleworking von Zuhause aus leisten?

Denn die Alternative der Buisnesfrau die sich ohne Ende abrackert, kenne ein besonderes Exemplar, ist für mich nicht wirklich begehrenswert. Darf ich`s mal krass ausdrücken?: Wenn die schon gleich abartig wie unsere männlichen Karrieretypen nur nach Anerkennung und materiellen Gütern streben, wäre es besser sie zu sterilisieren, denn Kinder haben unter solchen Müttern nur zu leiden!

Grüße Ludwig

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C
chip_12473172
09.12.05 um 17:18
In Antwort auf hannah_12529729

Architektonisch???
Hallo Ludwig,

here Ziele, so ein problem architektonisch losen zu wollen. Was machst Du mit der Verinselung in den Köpfen. Architektonisch waren die meisten Mehrfamilienhäuser doch prima, vielleicht noch einen Gemeinschaftraum oder Garten einrichten... viele Generationen unter einem Dach, eng beieinander, Nachbarschaftshilfe wie Babysitten oder Hilfe bei Renovierung.... Klappt aber nicht, da in der Realität die kinderlose Omi von nebenan sich leider nicht über spielende Kinder freut und mit Ihnen Plätzchen backt, sondern die Polizei ruft wenn die Kinder mal in der Wohnung Seilchenspringen. Oder der freundliche Nachbar den friedlich im Schnee spielenden Kindern kaltes Wasser über die Köpfe kippt, weil in der Lärm vor seinem Fenster stört....
Nur mal zwei selbsterlebte Beispiele...

Kann man solche kinder und menschenfeindlichen Einstellungen tatsächlich architektonisch lösen???
Bestimmt klappt soetwas wie ein Mehrgenerationenhaus mit Nachbarschaftshilfe, aber leider nur bei kleinen Teilen der Bevölkerung die freiwillig an so einem Projekt teilnehmen und das Glück haben dort eine Wohnung zu erhalten. Aber was ist mit all den anderen.

Liebe Grüße
Truelli

Kampf dem asozialen Verhalten!
Hallo Truelli,

wieder gut erkannt hast Du, dass solche Siedlungen, wie ich sie entworfen habe, nur funktionieren, wenn alle freiwillig mitmachen.

Das dies nicht mit allen Menschen machbar ist, ist auch klar. Aber ich denke mal, dass es immer irgendwo einen Ausgangspunkt, eine erste Siedlung gibt und dann eine zweite usw..

Gleich wie bei vielen anderen Iddeen, muss es immer ein paar Wagemutige geben die die Sache zuerst ausprobieren und wenn die Idee gut ist wird sie sich vermehren, wenn nicht erledigt`s sich von selbst!

Grüße Ludwig

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