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Mann legt Manieren ab und verhält sich so komisch

4. Februar 2014 um 16:49

Hi Mädels,

ich grübele nun schon seit einigen Tagen über unseren aktuellen Situation und habe mich entschlossen, das Thema mal in die Runde zu werfen und ein paar Meinungen zu hören.

Aktuell bin ich nicht so wirklich zufrieden, wie sich unsere Ehe entwickelt Es mögen für manchen nur Kleinigkeiten sein, für mich dämpfen sie aber die Gesamtatmosphäre. Vereinfacht ausgedrückt würde ich sagen, dass sich mein Mann zum Negativen entwickelt. Wie du Überschrift schon sagt, lassen seine Manieren zu wünschen übrig, zum einen die Tischmanieren, aber auch der Umgang miteinander.

Als wir uns kennen lernten achtete er sehr auf sein Äußeres, aß kaum Süßigkeiten usw. Nun nascht er gerne (hat auch 20kg zugenommen), was nicht das Problem darstellt, sondern das WIE. Es ist nicht möglich genüsslich auf dem Sofa zu sitzen und gemeinsam ein paar Chips zu knabbern, nein er spachtelt in sich hinein, als gäbe es kein morgen mehr. Es wandert eine ganze Hand voll in den Mund, so dass die Hälfte wieder herausfällt. Ist die Schüssel fast leer, wird der Rest direkt von der Schüssel aus in den Mund gekippt. Finger zwischenrein ablecken und am besten irgendwo abschmieren nicht vergessen. Klingt vielleicht jetzt lustig oder befremdlich, aber es ist wirklich kein schöner Anblick. Wenn ich genüsslich ein oder zwei Chips in den Mund schiebe und dieses Tempo beibehalten, bekomme ich von einer gesamten Tüte sicher keine Hand voll ab. Genauso ist es beim Abendessen. Er schaufelt in sich hinein. Messer und Gabel...wozu? Nur Gabel oder am besten nur Löffel...Essen lässt sich zerhacken, Spaghetti braucht man nicht einrollen oder schneiden, die hängen aus dem Mund, werden eingezogen und abgebissen
Ich "freue" mich schon, wenn unser Sohn sich dieses Verhalten irgendwann abschaut. Wenn ich mich recht erinnere, isst er gesitteter, wenn wir auswärts sind, aber ich finde es gehört sich einfach auch daheim am Tisch.

Genauso ist es nicht möglich stilvoll miteinander zu essen, mal ein schön gedeckter Tisch, ein paar Kerzen...ein tiefgründiges Gespräch wird nur belächelt und ins Lächerliche gezogen. Manchmal habe ich das Gefühl ,er interessiert sich nur für sich selbst bzw sein Lieblingsthema: Autos

Ich versuche diese Leidenschaft ein stückweit zu teilen, höre geduldig zu, kenne mich mittlerweile sogar recht gut aus, spreche mit ihm darüber, schaue wenn er mir etwas zeigen will etc. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass dieses Interesse seinerseits mal für meine Interessen oder Themen zurück kommt.

So kann er bspw auch nicht einfach mal bei uns sein. Gibt es gerade nichts zu tun, so sucht er sich sofort irgendetwas. Es ist nicht möglich, dass er einfach mal da ist, mit uns ein Buch anschaut oder mal sagt: Schatz, geh in die Badewanne, ich nehme den Kleinen.

Ich würde ihm unrecht tun, wenn ich sage, dass er seinen Sohn nicht liebt, so ist es nicht .Aber diese Freiwilligkeit, etwas mit ihm zu machen oder mich (vom Kind) zu entlasten, fehlt einfach. Er hilft schon im Haushalt, aber mit anderweitig den Rücken zu stärken bleibt aus.

Weiteres Beispiel: Wenn wir spazieren gehen, so läuft er grundsätzlich in Jogginghose herum, Turnschuhe und am besten noch Mütze, weil die Haare nicht gemacht sind. Ich glaube man kennt ihn kaum noch anders im Dorf Mal gesittet, ordentlich durch die Stadt laufen...Fehlanzeige. Dabei zieht er seine laufende Nase geräuschvoll hoch, wenn ich ihn dann nach dem x-ten Mal böse anschaue und sage, dass ich das ekelig finde, meint er nur, dass er kein Taschentuch dabei hat. Manchmal rotzt er auch in den Grünstreifen
Ich sehe schon unseren Junior irgendwann vom Kindergarten oder der Schule heimkommen, wo er für dieses Verhalten geschimpft wurde und stolz erzählt hat, dass Papa das aber auch macht

Ich weiß auch nicht so recht, wie ich es ansprechen soll, denn ich will ihn ja nicht belehren oder besserwisserisch rüber kommen Habe nun ein paar Mal im Scherz gesagt, wenn er so unmöglich gegessen hat: Bist du auf der Flucht? Nimmt die jemand was weg?
Kam natürlich nicht so gut an, kann ich ja auch irgendwie verstehen. Aber wie soll ich es ihm erklären??? Sonntags sage ich jetzt schon: Warte, ich will mich noch kurz hübsch machen, bevor wir los gehen, ist doch Sonntag. Manchmal greift er dann auch zur Jeans.

Dazu kommt, dass wir offensichtlich nicht mal mehr über Intimes reden können. Ihm scheint es nun schon peinlich zu sein, mit mir über Verhütung zu sprechen. So stellte er sich gestern schlafend!!! Als ich das nicht durchgehen ließ, verhielt er sich bockig wie ein kleiner Junge und hatte offenbar keine Meinung zu allem.

Es sind so viele kleine Dinge, die mich momentan bedrücken. Er merkt das noch nicht mal. Normalerweise sollte man doch spüren, wenn seinem Partner etwas fehlt. Aber ich habe das Gefühl an ihm prallt alles ab. Mal eine kleine Aufmerksamkeit, ein Zettel auf dem Esstisch, eine Blume oder ein Ich-liebe-Dich....von alleine kommt nichts mehr, auch nicht, wenn diverse Tage (Valentinstag, Hochzeitstag) ihn eigentlich mit dem Kopf drauf stoßen und für Erinnerung sorgen.

Ich gebe es langsam auf derartiges zu unternehmen, weil ich es einfach Leid bin, immer nur einseitig zu handeln und dann wird es noch nicht mal wertgeschätzt.

Ist vielleicht jetzt alles ein bisschen konfus und es handelt sich lediglich um Ausschnitte. Aber vielleicht bekommt man so einen kleinen Eindruck.

Danke

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4. Februar 2014 um 17:05

Nein,
er war nicht immer so. Ich würde sagen, dass sich viele Verhaltensweisen im Lauf der Beziehung und Ehe eingeschlichen haben. Am Anfang zeigt man sich ja immer von der allerbesten Seite und eine Weile führten wir auch beruflich bedingt eine Fernehe, so dass wir nicht täglich beieinander waren. Mir fällt es momentan extrem auf, ich würde aber sagen, dass es schon seit einem Jahr immer wieder diese Momente gibt, in denen ich am liebsten vor Scham weglaufen würde

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4. Februar 2014 um 17:10

...
Meine Gefühle sind auf jeden Fall noch da. Ich male mir auch ganz oft aus, wie schön es doch wäre, wenn er von der Arbeit heimkommt und wir gemütlich am Esstisch sitzen, gemeinsam einen Wein trinken und uns unterhalten. Ich wünsche mir tiefe Gespräche mit ihm, die in leidenschaftlichem Sex enden usw
Aber die Realität sieht einfach anders aus

Sicher verändert man sich im Lauf der Zeit. Auch ich verändere mich, das ist klar. Aber deswegen bin ich nicht ungepflegt oder ohne Manieren. Ich finde ein Grundanstand muss sein. Besonders "toll" ist es, wenn wir mittags eine Runde mit Kind (1Jahr) unterwegs sind, er natürlich in Jogginghosen, Sportschuhen und einer uralten Wollmütze. Und daheim sagt er dann: so ich dusche mich jetzt, muss dann los zur Spätschicht. Und er arbeitet in einer Halle, da muss er nicht fein im Anzug stehen...aber dorthin geht's natürlich nicht ohne gestylte Haare und frische Klamotten Ich habe auch kein Problem damit, wenn er daheim in seine bequemen Sachen schlüpft, aber man kann doch auch mal ein bisschen gesittet zusammen unterwegs sein, oder?

Wie unten schon beantwortet wurde: er war nicht immer so

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4. Februar 2014 um 17:15

Eine offene und ehrliche Kommunikation
ist natürlich wichtig. Aber ich will ihn auch nicht als blöd dastehen lassen oder ihn wie eine Mami belehren. Verstehst du, was ich meine?

Ich befürchte ,dass er das in den falschen Hals bekommt. Ich habe ja schon immer wieder angedeutet, dass mir etwas nicht gefällt. Aber umerziehen kann ich ihn natürlich nicht

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