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Mehrsprachige Erziehung

24. April 2006 um 12:42 Letzte Antwort: 25. April 2006 um 15:41

Hallo Mädels, wollte mal eure Meinung oder Erfahrungen hören. Ich bin selber halb Italienerin und halb holländerin, mein Mann ist Deutsch und meine Mutter lebt in Frankreich. Somit kriegt unseren Sohn auf jeden Fall schon mal 2 Sprachen gut mit. (rede zuhause immer italienisch und der Papa deutsch) Holländisch und Französisch kriegt er hoffentlich auch einigermaße mit. Wie sind den so eure Erfahrungen mit Kinder und mehreren Sprachen?

Liebe Grüße an Alle! Chiara

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24. April 2006 um 13:01

Erfahrungen
haben wir kaum - kind ist knappe 2 monate alt ... aber haben ähnliches vor:
ich bin slowakin, mein mam deutscher, leben in belgien (fr. und niederländische umgebung) und freundeskreis ist überwiegend englischsprachig ...

das wird schon lustig.

LG

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24. April 2006 um 13:08

Man muss vorsichtig sein
Es ist wichtig, dass die Kinder zumindest eine Sprache wirklich richtig beherrschen, denn sonst wird es auch mit allen anderen Sprachen schwierig. Es hat viele Beispiele gegeben, wo die Kinder sich eine Art Mix aus beiden Sprachen angeeignet haben. Vor ca. 30 Jahren hat man beispielsweise aus diesem Grund noch von einer zweisprachigen Erziehung abgeraten (mein Bekannter hat einen spanischen Vater, kann aber leider aufgrunddessen kein einziges Wort spanisch).

Liebe Grüße
kratzamkopp

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24. April 2006 um 21:18


Ich hab zu diesem Thema kürzlich an der Uni gelernt, dass es kein Problem darstellt, wenn jeder Elternteil KONSEQUENT eine Sprache mit dem Kind spricht und nicht mixt (auch nicht mit hölländisch!).
Also solltest du wirklich nur italienisch und dein Mann nur deutsch mit dem Kind sprechen, sonst kann es zu Interferenzen kommen.

Meine Cousine ist auch bilingual erzogen worden und hatte damit keine Probleme.
ich würde diese einmalige Chance jedenfalls nutzen!





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24. April 2006 um 23:56

Fast nur italienisch!
Ist ja witzig, mir fällt es viel leichter mit kinder Italienisch zu reden, ich habe auch den Eindruck das sie besser auf Südländische Sprachen reagieren. Und ich finde die Kinderlieder auch viel schöner und melodieuser.

Melde dich doch mal um zu erzählen ob dein Baby als erstes Deutsch oder Italienisch redet, meiner fängt mit Ga ga ga an wenn er unser Gatto sieht!

Auguroni e tanti saluti! Chiara

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25. April 2006 um 15:00

Es gibt nur
Vorteile finde ich.
Kann sein dass sie dann etwas später anfangen zu sprechen
oder am Anfang alles durcheinanderwerfen. Am Ende haben sie
den Dreh raus.

In meiner Familie wird Zeisprachig erzogen, einige sogar 3.
Die meisten sprechen in den ersten Jahren die Muttersprache,
weil sie denken das Deutsch so oder so gelernt wird. Stimmt ja
auch irgendwie, aber ich bringe meinen Sohn von Ánfang an 2
Sprachen bei, ich möchte schon dass er "Kontakt zur Aussenwelt" hat.

Ich kenn einen Jungen, 4 j. alt und spricht 3 Sprachen. Er
weiß auch mit wem er was sprechen muss. Ist doch Klasse!

LG

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25. April 2006 um 15:31
In Antwort auf runa_12850644

Man muss vorsichtig sein
Es ist wichtig, dass die Kinder zumindest eine Sprache wirklich richtig beherrschen, denn sonst wird es auch mit allen anderen Sprachen schwierig. Es hat viele Beispiele gegeben, wo die Kinder sich eine Art Mix aus beiden Sprachen angeeignet haben. Vor ca. 30 Jahren hat man beispielsweise aus diesem Grund noch von einer zweisprachigen Erziehung abgeraten (mein Bekannter hat einen spanischen Vater, kann aber leider aufgrunddessen kein einziges Wort spanisch).

Liebe Grüße
kratzamkopp

Vor 30 Jahren...
...hat man nach "umfangreichen" Untersuchungen in USA davon abgeraten - das stimmt. Die Studien waren jedoch zweifelhaft.
Die untersuchten Kinder waren in der Mehrzahl Kinder puertoricanischer Einwanderer und hatten bis zur Einschulung keinen Kontakt zur englischen Sprache, oder waren gar selbst mit den Eltern eingewandert.

Nachzulesen ist das u.a. bei Dieter E. Zimmer, der sich mit dem Spracherwerb von Kindern und Sprache allgemein beschäftigt.

Eine konsequente, mehrsprachige Erziehung von Kindern wirkt sich nachweislich NICHT negativ auf den Spracherwerb aus.

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25. April 2006 um 15:41
In Antwort auf leta_12706627

Vor 30 Jahren...
...hat man nach "umfangreichen" Untersuchungen in USA davon abgeraten - das stimmt. Die Studien waren jedoch zweifelhaft.
Die untersuchten Kinder waren in der Mehrzahl Kinder puertoricanischer Einwanderer und hatten bis zur Einschulung keinen Kontakt zur englischen Sprache, oder waren gar selbst mit den Eltern eingewandert.

Nachzulesen ist das u.a. bei Dieter E. Zimmer, der sich mit dem Spracherwerb von Kindern und Sprache allgemein beschäftigt.

Eine konsequente, mehrsprachige Erziehung von Kindern wirkt sich nachweislich NICHT negativ auf den Spracherwerb aus.

Hier ist der Link dazu:
http://www.zeit.de/archiv/1996/50/biling.txt.19961-206.xml - keine Bindestriche...

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