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Mein Job macht mich kaputt - wenn das so weiter geht, werde ich kündigen

27. Juni 2014 um 23:48

In den letzten Tagen wird es mir immer mehr klar. Mein Job ist die oberste Priorität in meinem Leben geworden, obwohl ich das niemals so wollte.

Ich mag meinen Job und auch die Tätigkeit, aber dieser unglaubliche Druck! Das geht nicht mehr.

Mein Chef verlangt 100 % von mir und wenn ich nicht da bin, bricht die Hölle aus. Meine Kolleginnen müssen das dann erledigen, obwohl sie keine Ahnung davon haben. Und indirekt lassen sie mich das spüren. Ich habe in 4 Wochen Urlaub und habe jetzt schon so eine Angst davor.

Wenn etwas schief läuft oder nicht sofort klappt, ist mein Chef sofort beleidigt. Ich mache nur noch Überstunden und letztens wurde ich zu unrecht angemeckert und hatte keine Chance zu reden.

Das alles macht mein Privatleben so kaputt...meine Tochter leidet unter meinen Launen

Ich habe nun beschlossen mit meinem Chef zu reden und wenn er nicht etwas ändert, werde ich kündigen müssen.

Habt ihr so einen Schritt gewagt? Wie kamt ihr damit klar?

Danke und LG

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28. Juni 2014 um 0:03

Hi Soul
Ja...ich habs vor 5 Jahren gemacht und es war das Beste, was ich tun konnte! ABER: Ich habe es erst gemacht, als ich nen neuen Job sicher hatte. Hast du dich denn schon woanders beworben? Ich kann dir das echt nur empfehlen, dir am besten vorher was neues zu suchen. Ich hätte auch fast vorher gekündigt, weil ich psychisch echt am Ende meiner Kräfte war. (einzige Vollzeitkraft, vom Chef & seiner Frau gemobbt nachdem ich das erste Mal nach 5 Jahren krank wurde) Aber die Sorge, wovon ich danach Leben soll war mindestens genau so ein Druck.

Somit habe ich mich heimlich woanders beworben, hatte dann "Schein-Durchfall", als ich mein Bewerbungsgespräch hatte. Ich hab sogar meinem Hausarzt ehrlich gesagt, was Sache ist und wieso ich ne AU brauchte. Das Gefühl, als ich meine Kündigung abgeben konnte, mit dem Wissen, bald eine bessere Arbeitsstelle zu haben, war einfach unbezahlbar!

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28. Juni 2014 um 0:28

Kein Job der Welt ist es wert wenn darunter die Familie leider
Wenn du das Gefühl hast es geht nicht mehr, dann Schau dich lieber nach was neuem um
Ich kann dir mal berichten wie es bei mir war...bis zum Sommer 2011 war ich als Filialleiterin einer Buchhandlung beschäftigt. Bis zum Sommer 2008 war es ein toller Job, damals war ich nur stellvertretende Leitung...dann wechselte die Geschäftsführung, ein großer Schweizer Konzern übernahm die "Macht"...man entließ meinen damaligen Vorgesetzten ( nicht die schlechteste Idee weil dieser vom Buchhandel nicht wirklich viel verstand), und ich wurde zur Chefin gemacht am Anfang war ich froh, dass endlich mal jemand erkannt hatte, was ich drauf hatte in meinem Job, mein neuer Chef war zwar ein Workaholic aber er verstand es mich in seiner Begeisterung mitzureißen. Ich machte immer mehr Überstunden, sah meinen Sohn manchmal nur noch morgens wenn ich ihn um 7.30 in den Kiga brachte...die Beziehung zu meinem Mann kriselte immer mehr...an freien Tagen war ich nur noch genervt von Haushalt und Co...dennoch war ich nicht bereit zurückzufahren mit meinem Arbeitspensum! 60 Stunden die Woche waren mittlerweile normal geworden, dazu noch der weg zur Arbeit: 65 km eine Strecke!
Im November fing mein Rücken an erbärmlich weh zu tun. Was soll's? Einfach nochmal Ibu einwerfen und Arschbacken zusammenkneifen, im Dezember hatte ich plötzlich kein richtiges Gefühl mehr im rechten Fuß. Krankfeiern? Mitten im weihnachtsgeschäft? Nö Way !!!
Im Januar hatte ich von heute auf morgen Lähmungen im Fuß! Erst dann bin ich zum Arzt. Sofort MRT-Ergebnis: Bandscheibenvorfall der sofort operiert werden musste und da hab ich den "wahren" Chef kennengelernt... Er wollte, dass ich nach spätestens zwei Wochen wieder arbeiten komme, ich war noch halb in Narkose, als mein Firmenhabdy ständig klingelte...kurzum es war furchtbar. Wegen dem ganzen Druck von oben, bin ich dann eine Woche nach op gleich in Reha für drei Wochen, nach vier Wochen jobtechnisch wieder an Start gewesen normal sind bei BSV drei Monate Pause...
Ich hab weitergeackert wie eine irre, wurde aber immer unzufriedener! Im September 2010 wachte ich eines morgens auf und hatte entsetzliche Schmerzen in der rechten Schulter! Tagelang schleppte ich mich damit zur Arbeit. Nach einer Woche konnte ich eines nachts nicht mehr schlafen vor Schmerzen, meinem Arm konnte ich auch nicht mehr richtig bewegen meinem Mann ist der Kragen geplatzt und er hat mich zum Orthopäden geschleppt! Auch hier wieder BSV, diesmal Halswirbelsäule, OP einen Tag später wegen der Lähmung des Armes...
Diesmal wollte ich mich nach der OP richtig erholen, aber mein Chef drohte mir immer wieder mit Kündigung, schlug vor ich soll mit dem Taxi zur Arveit kommen( und das bei meinem Gehalt -ein Witz ), usw.
So ging ich nach sechs Wochen wieder arbeiten, bis ich an zweiten Adventssamstag im Laden einfach umgefallen bin...KH: totale Erschöpfung, Hörsturz und letztlich wieder ein erneuter BSV...da bin ich endlich zur Vernunft gekommen mein Hausarzt schrieb mich sofort bis auf weiteres krank und ich habe es so gebossen die Weihnachtszeit mit meiner Familie zu verbringen im Januar wurde ich nochmal operiert und diesmal ließ ich mir alle zeit der Welt um gesund zu werden - mit dem Ergebnis, dass man mir den Job gekündigt hat!! Und weißt du was? Ich war so happy wie lange nicht mehr während meiner Arbeitslosigkeit, besser gesagt zwei Monate später, war ich plötzlich nochmal schwanger!!! Das war ein kleines Wunder für uns, denn nach drei erfolglosen künstlichen Befruchtungen hatten wir nicht mehr damit gerechnet nochmal Eltern zu werden

Uiii, was für ein langer Text
Ich hoffe du hast bis hierhin gelesen...
Fazit: die Familie und deine Gesundheit ist das wichtigste was du hast. Sollte man für kein Geld der Welt aufs Spiel setzen!!!

Ich wünsche dir alles Gute für deine Entscheidung!

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28. Juni 2014 um 0:29

Ich
hab den schritt zwar nicht gemacht doch mir gehts ähnlich wie dir.

ich werde nur benutzt, in wichtige dinge nicht miteinbezogen, angemeckert .
hatte das Gespräch gesucht und um andere Dienste gebeten. ich wurde gebeten meine kleinste doch bitte Ganztags im kiga anzumeldem damit ich die mittagsdienste machen kann ohne eine stunde früher gehen zu müssen.
Das hab ich nun seit Juni gemacht und bekomme nun nur einen einzigen mittagsdienst im monat.
Ich bezahle nun also 50 Euro mehr Kiga für nichts

Ich suche dringend nach was anderem, dann erst kann ich kündigen.
Wir brauchen nun mal Geld zum leben, wären wir auf mein Gehalt nicht angewiesen dann wäre ich schon lange gegangen.

Ich hoffe das sich bei dir vllt alles zum guten wandelt

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28. Juni 2014 um 7:10

Danke für Eure Antworten
Schwieriger macht es für mich auch, dass meine Chefs unglaublich nett sind und ich mich auch super mit meinen Kolleginnen verstehe.

Nur dieser Druck den ich habe, macht mich kaputt. Mein Chef hat letztens das Gespräch mit mir gesucht und gemeint, dass ich noch mehr arbeiten soll (also an Tätigkeit und nicht an Zeit) und dass bald über 100 Aufträge reinkommen und ich mich alleine drum kümmern soll.

Ich hab ihn nur sprachlos angeschaut. In einem halben Jahr haben wir nicht mal 100 Beurkundungen

Ich werde am Montag mit ihm reden und ihm sagen, dass ich Entlastung brauche

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28. Juni 2014 um 8:19

Das kenne ich
In meinem Bereich ist auch immer ein hoher Termindruck. Ich war auch immer am Anschlag und habe viel gedanklich mit nach Hause genommen.

Durch einen Umzug im letzten Jahr, hatte ich mir einen neuen Job vor Ort gesucht. Im Endeffekt der schlimmste, den ich je hatte. Unfreundliche Kollegen, total festgefahren. Gruselig. Hab kurz vor Ende der Probezeit gekündigt.

Jetzt hab ich etwas ganz außerhalb meines Bereiches. Und es ist toll. Ich bin nicht mehr im Tagesgeschaft sondern unter ferner liefen. Das, was ich gelernt habe, aber im Hintergrund.

Es ist sooo schön, dass die Arbeit nicht mehr so präsent ist. Wir waren jetzt ein paar Tage weg und kein doofes Gefühl, nichts hat gestört.

Ich wünsche Dir viel Glück. Sprich erst mal mit den Chefs. Vielleict gibt es ja eine gute Lösung. Ansonsten such Dir langfristig etwas anderes.

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28. Juni 2014 um 8:23

Danke Mandel
für deine Antwort. Das ist ja noch viel heftiger. Toll, dass du es geschafft hast!!

Ich arbeite alleine im Notariat und ich musste mir das letzte Jahr alles selber beibringen. Und eigentlich besteht ein Notariat immer aus 2-3 Angestellten. Dazu kommt, dass ich nur bis 14 Uhr täglich da bin.

Und wenn ich nun gehe, geht auch das den Bach runter. Das kann ich meinen Chefs und Kolleginnen nicht antun. Aber so weiter gehen kann es auch nicht. Deswegen muss ich meinen Chef darum bitten, mir zu helfen!

Die Arbeit im Notariat erschwert das ganze natürlich noch. Man muss so gewissenhaft und sorgfältig arbeiten, es darf nichts falsch laufen und es müssen soviele Fristen eingehalten werden. Das ist auch noch mal so ein Druck. Ich stehe ganz alleine da

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28. Juni 2014 um 10:20

Bei dir
waren die Dinge mit deinem Mann und deiner Mutter bestimmt ausschlaggebend. Aber kein normaler Mensch hätte solche Dinge einfach so überstanden

Mit dem Gehalt ist es bei uns auch so eine Sache...wir sind ja gerade erst in eine sehr teure Wohnung gezogen

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28. Juni 2014 um 10:52

Es macht mir Spaß, aber
ich möchte es nicht mein Lebenlang machen

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28. Juni 2014 um 11:07

Ich habe jetzt
14 Jahre für den gleichen AG gearbeitet, allerdings bei verschiedenen Tochtergesellschaften. Ich habe immer sehr gern dort gearbeitet und meine Arbeit geliebt.
Bis letztes Jahr, da hat man nämlich eine Umstrukturierung begonnen. Ich bekam einen neuen Chef, der von außerhalb kam und unsere Abteilung "optimieren" sollte... in dem Falle hieß das: alle auf eine Linie bringen, wegrationalisieren was geht, mehr Arbeit auf immer weniger Leute verteilen usw
Ich blöde Kuh wollte schon damals schnell weg, hatte auch schon was neues und habe mich dann aber überreden lassen, zu bleiben. In Vollzeit. Ich habs gemacht. Mein größter Fehler..
im Dezember landete ich dann im KH, war ziemlich krank durch den ganzen Stress, danach brachen alte Rückenleiden wieder auf, ich musste wieder ins KH... ich war einfach körperlich und psychisch am Ende, die Arbeit und die Situation dort trug einen großen Teil dazu bei. Ich bin nun wahrlich stressresistent aber das war selbst mir zuviel und was sagt mein Chef zu mir? "Sie simulieren doch nur und sind den Aufgaben einfach nicht gewachsen"!!! Ja, wortwörtlich.
Echt, ich habe mich so in meine Arbeit reingehängt, über Jahre und das ist der Dank. Schön... ich habe meine Konsequenzen daraus gezogen und habe ab August einen neuen Job.
Miterweile sind viele gute Leute gegangen und nicht adäquat ersetzt. Stellen, die früher von hochqualifizierten Leuten besetzt waren, wurden jetzt mit ehemaligen Azubis, die gerade ausgelernt sind besetzt... da werden Leistungsträger weggeätzt und gleichzeitig verheizt man den Nachwuchs. Ob das so gut geht, naja. Ich muss aber immer làcheln, wenn ich die Stellenanzeigen sehe und die von der Firma sehe.... meine Stelle wurde jetzt zum dritten Mal ausgeschrieben..

Was ich dir damit sagen will: lass dich nicht kaputt machen, das dankt dir keiner. Sei ehrlich zum Chef, sage, dass es so nicht geht und eine weitere Kraft für deine Aufgaben notwendig ist. Wenns nicht geht, musstvdu deine Konsequenzen draus ziehen.

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28. Juni 2014 um 14:56

Ich habe es gewagt- und nicht bereut
Ich hab nach 4 Jahren meinen Job gekündigt weils einfach nicht mehr ging. Ich und meine Kollegin haben den Laden echt allein geschmissen. Es waren noch 8 andere Mitarbeiter da u zu uns ist keiner gestanden. Es wurde gemobbt, es wurde betrogen, es wurde geklaut.
Mein Ex Cehf hatte einen schweren Unfall und war lange krank und ab diesem Zeitpunkt ging alles den Bach runter. Nur meine Kollegin und ich blieben stehen auf dem sinkenden Schiff. Die Vertretung vom Chef hat geklaut, betrogen und wirklich jeden gegeneinander ausgespielt.
Meine Kollegin (alleinerzihend 2 Kinder) und ich sind teils um 4 uhr morgens gekommen und um 16 uhr heim und ab 18-20 uhr nochnal gekommen. Andere kamen um 8 und gingen um 12. Für das selbe Geld!!!
Ich hab dann gekündigt weil ich was neues hatte, meine Kollegin kurz drauf auch. Keine 6 Monate spater hat die Firma geschlossen bzw war insolvent. Mittlerweile gibt es sie nicht mehr.

Es war die beste Entscheidung meines Lebens!

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28. Juni 2014 um 15:01
In Antwort auf ximpidimpix

Ich habe es gewagt- und nicht bereut
Ich hab nach 4 Jahren meinen Job gekündigt weils einfach nicht mehr ging. Ich und meine Kollegin haben den Laden echt allein geschmissen. Es waren noch 8 andere Mitarbeiter da u zu uns ist keiner gestanden. Es wurde gemobbt, es wurde betrogen, es wurde geklaut.
Mein Ex Cehf hatte einen schweren Unfall und war lange krank und ab diesem Zeitpunkt ging alles den Bach runter. Nur meine Kollegin und ich blieben stehen auf dem sinkenden Schiff. Die Vertretung vom Chef hat geklaut, betrogen und wirklich jeden gegeneinander ausgespielt.
Meine Kollegin (alleinerzihend 2 Kinder) und ich sind teils um 4 uhr morgens gekommen und um 16 uhr heim und ab 18-20 uhr nochnal gekommen. Andere kamen um 8 und gingen um 12. Für das selbe Geld!!!
Ich hab dann gekündigt weil ich was neues hatte, meine Kollegin kurz drauf auch. Keine 6 Monate spater hat die Firma geschlossen bzw war insolvent. Mittlerweile gibt es sie nicht mehr.

Es war die beste Entscheidung meines Lebens!

Ps
Wir haben es für unseren Chef getan. Wir haben geschluckt und geduldet.
Ich hab bis heute von ihm noch kein Danke gehört!!
Wären wir nicht gewesen, wäre die Firma schon kurz nach seinem Unfall dicht gewesen- da bin ich sicher!

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9. Juli 2014 um 10:13
In Antwort auf sonnenschein654

Kein Job der Welt ist es wert wenn darunter die Familie leider
Wenn du das Gefühl hast es geht nicht mehr, dann Schau dich lieber nach was neuem um
Ich kann dir mal berichten wie es bei mir war...bis zum Sommer 2011 war ich als Filialleiterin einer Buchhandlung beschäftigt. Bis zum Sommer 2008 war es ein toller Job, damals war ich nur stellvertretende Leitung...dann wechselte die Geschäftsführung, ein großer Schweizer Konzern übernahm die "Macht"...man entließ meinen damaligen Vorgesetzten ( nicht die schlechteste Idee weil dieser vom Buchhandel nicht wirklich viel verstand), und ich wurde zur Chefin gemacht am Anfang war ich froh, dass endlich mal jemand erkannt hatte, was ich drauf hatte in meinem Job, mein neuer Chef war zwar ein Workaholic aber er verstand es mich in seiner Begeisterung mitzureißen. Ich machte immer mehr Überstunden, sah meinen Sohn manchmal nur noch morgens wenn ich ihn um 7.30 in den Kiga brachte...die Beziehung zu meinem Mann kriselte immer mehr...an freien Tagen war ich nur noch genervt von Haushalt und Co...dennoch war ich nicht bereit zurückzufahren mit meinem Arbeitspensum! 60 Stunden die Woche waren mittlerweile normal geworden, dazu noch der weg zur Arbeit: 65 km eine Strecke!
Im November fing mein Rücken an erbärmlich weh zu tun. Was soll's? Einfach nochmal Ibu einwerfen und Arschbacken zusammenkneifen, im Dezember hatte ich plötzlich kein richtiges Gefühl mehr im rechten Fuß. Krankfeiern? Mitten im weihnachtsgeschäft? Nö Way !!!
Im Januar hatte ich von heute auf morgen Lähmungen im Fuß! Erst dann bin ich zum Arzt. Sofort MRT-Ergebnis: Bandscheibenvorfall der sofort operiert werden musste und da hab ich den "wahren" Chef kennengelernt... Er wollte, dass ich nach spätestens zwei Wochen wieder arbeiten komme, ich war noch halb in Narkose, als mein Firmenhabdy ständig klingelte...kurzum es war furchtbar. Wegen dem ganzen Druck von oben, bin ich dann eine Woche nach op gleich in Reha für drei Wochen, nach vier Wochen jobtechnisch wieder an Start gewesen normal sind bei BSV drei Monate Pause...
Ich hab weitergeackert wie eine irre, wurde aber immer unzufriedener! Im September 2010 wachte ich eines morgens auf und hatte entsetzliche Schmerzen in der rechten Schulter! Tagelang schleppte ich mich damit zur Arbeit. Nach einer Woche konnte ich eines nachts nicht mehr schlafen vor Schmerzen, meinem Arm konnte ich auch nicht mehr richtig bewegen meinem Mann ist der Kragen geplatzt und er hat mich zum Orthopäden geschleppt! Auch hier wieder BSV, diesmal Halswirbelsäule, OP einen Tag später wegen der Lähmung des Armes...
Diesmal wollte ich mich nach der OP richtig erholen, aber mein Chef drohte mir immer wieder mit Kündigung, schlug vor ich soll mit dem Taxi zur Arveit kommen( und das bei meinem Gehalt -ein Witz ), usw.
So ging ich nach sechs Wochen wieder arbeiten, bis ich an zweiten Adventssamstag im Laden einfach umgefallen bin...KH: totale Erschöpfung, Hörsturz und letztlich wieder ein erneuter BSV...da bin ich endlich zur Vernunft gekommen mein Hausarzt schrieb mich sofort bis auf weiteres krank und ich habe es so gebossen die Weihnachtszeit mit meiner Familie zu verbringen im Januar wurde ich nochmal operiert und diesmal ließ ich mir alle zeit der Welt um gesund zu werden - mit dem Ergebnis, dass man mir den Job gekündigt hat!! Und weißt du was? Ich war so happy wie lange nicht mehr während meiner Arbeitslosigkeit, besser gesagt zwei Monate später, war ich plötzlich nochmal schwanger!!! Das war ein kleines Wunder für uns, denn nach drei erfolglosen künstlichen Befruchtungen hatten wir nicht mehr damit gerechnet nochmal Eltern zu werden

Uiii, was für ein langer Text
Ich hoffe du hast bis hierhin gelesen...
Fazit: die Familie und deine Gesundheit ist das wichtigste was du hast. Sollte man für kein Geld der Welt aufs Spiel setzen!!!

Ich wünsche dir alles Gute für deine Entscheidung!

Job ist nicht alles
das musste ich innerhalb unserer Familie auch erleben. Meine Schwester war schon immer der Karrieretyp, sie ging gerne arbeiten, 60 Std die Woche, Überstunden und am WE auch was mal "schnell" erledigen waren normal. Bis der neue Chef kam und von ihr noch mehr verlangte, noch mehr Überstunden, noch mehr Druck und Stress. Die ersten Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung, Piepsen im Ohr, totale Kopfschmerzen hatte sie völlig ignoriert. Bis sie eines Tages zusammenklappte und nicht mehr aufstehen wollte: Hörsturz, Erschöpfung und Depression. Es folgte Monate lange medikamentöse Behandlungen, Krankenhaus Aufenthalte, Reha, zum Schluß auch eine Therapie in so einer Druckkammer wegen dem akutem Hörsturz, da bei ihr keine Medikamente geholfen haben und das die letzte Möglichkeit hat um den Hörsturz loszuwerden.
http://www.hbo-freiburg.de/hoersturz-symptome/
Jetzt ist sie fast gesund, arbeitslos und glücklich
lass es nicht so weit kommen und wagt den Schritt.

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9. Juli 2014 um 10:18

Ich selber nicht
Aber mein mann

Der hatte genau das gleiche und er hat gekündigt alles andere war leider erfolglos.

Heute ist er überglücklich das er diesen Schritt gewagt hat, denn er hat seinen traumjob wieder

Lg und alles gute

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9. Juli 2014 um 10:24

Ja, zweimal.
Einmal habe ich Telefoninkasso gemacht und es war die Hölle. Druck, Mobbing, es wurden Lügen über mich verbreitet (ich könnte heute noch einen Eid auf die Wahrheit schwören) und irgendwann saß ich jeden Morgen heulend und mit Brechdurchfall da und hatte Angst, dorthin zu gehen. Es lief über Zeitarbeit, also hatte ich es "leicht", ich bin zu meinem Betreuer der Zeitarbeitsfirma, hab mit ihm gesprochen und Gott sei Dank sogar Verständnis bekommen.

Beim zweiten Mal habe ich für eine Kommunikationsfirma gearbeitet und kam irgendwann in ein neues Projekt, wo ich nicht zurechtkam, nicht ein bisschen. Trotzdem sollte ich auf Biegen und Brechen dort bleiben. Als ich dann mitbekam, dass dort Handgreiflichkeiten liefen, hab ich die Notbremse gezogen.

Ich habe beides nie bereut, denn das war wirklich die schlimmste Zeit meines Lebens.

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Von: xsouleaterx
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18. Februar 2015 um 10:43
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