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Mein Kind und der Kindergarten - brauche mal neutrale Meinungen oder Erfahrungen

10. Juni 2014 um 8:52

Hallo ihr,

vor genau einem Monat hat bei unserer 2 jährigen die Eingewöhnung angefangen. Mittlerweile geht sie von 8-15 uhr in den Kiga.
Doch irgendwie bin ich mir unsicher, ob es das richtige ist.
Sie weint extrem beim abgeben, schon auf dem Weg dorthin wird sie ganz anders, sie sagt entweder kein Wort und schaut sehr traurig oder sie sagt ununterbrochen "nein, nein, nein"
Beim direkten abgeben, krallt sie sich regelrecht in mich. Heute war es wieder ganz schlimm. Zwischendurch ging es mal etwas besser, aber gut lief es nie. Sie weint auch sehr doll, wenn sie mich beim abholen sieht.
Die Erzieher sagen, dass sie sich schnell beruhigen lässt und bis auf einige Tage weint sie dort auch für den Rest des Tages nicht mehr.
Ich bin mir unsicher, ob das alles so vertretbar ist. Wenn ich die Aussagen der Erzieher nehme, denke ich, ok. Aber wenn ich dort raus gehe, bin ich mir nach der Abschieds"zeremonie" nicht mehr so sicher.
Ich möchte nicht erst handeln, wenn sie vielleicht schaden nimmt, aber zu früh möchte ich sie natürlich auch nicht raus nehmen.

Ich kann von zu hause aus arbeiten. Was mit ihr natürlich riesiger stress für mich wäre und ich dem Kiga eigentlich her gesehnt habe. Endlich arbeite ich wieder ohne Stress und habe am abend wieder frei, muss nicht bis Mitternacht arbeiten um alles zu schaffen.
Daher bin ich hin und her gerissen.

Ich kann also noch abwarten, dass es vielleicht besser wird.
Oder ich hole sie schon vorm mittagsschlaf ab.
Oder ich lasse sie wieder zu hause.

Wir hätten noch die Möglichkeit sie mit 3 Jahren in einen Waldkindergarten zu geben. Aber, ob das besser läuft?

Hat hier jemand Erfahrung damit?
Ist ihr Verhalten ganz normal und vielleicht nur Charakter bedingt?
Ich brauche, glaube ich, mal einen Rat von außen.

Liebe Grüße

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10. Juni 2014 um 10:07

Musst du arbeiten?
Wenn nein, lass sie deaussen.
Wen dein Kind auf dich weinend zustürmt und dich bittet, es rauszuholen, klingt es nicht gut.
Oder ist im Kiga etwas virgefallen?
LG

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10. Juni 2014 um 10:09
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Musst du arbeiten?
Wenn nein, lass sie deaussen.
Wen dein Kind auf dich weinend zustürmt und dich bittet, es rauszuholen, klingt es nicht gut.
Oder ist im Kiga etwas virgefallen?
LG

Waldkiga ist super
Hast du die Möglichkeit, vorher die Zeit anders zu überbrücken, eventuell eine liebe Tagesmutter, ima etc?
Viele Kinder sind erst mit 3 oder 4 soweit, sich zu trennen.
LG

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10. Juni 2014 um 10:14

Du musst hinter deiner Entscheidung stehen!
Bei uns war die Eingewöhnung in die Kinderkrippe auch ein Alptraum. Es hat sich im Nachhinein herausgestellt, dass meine eigene Unsicherheit das größte Problem war. Das hat mein Kleiner wohl gespürt und deshalb ist ihm der Abschied so schwer gefallen. Nicht, weil er nicht in die Krippe wollte, sondern, weil er mich nicht alleine lassen wollte. Wenn du verstehst, was ich meine.

Du lässt dein Kind ja nicht bei irgendwem, sondern bei qualifizierten Betreuern. Du gibst ihr die Möglichkeit, mit gleichaltrigen Kindern zu spielen und einen tollen, abwechslungsreichen Vormittag zu erleben. Das ist doch toll!

Bei uns war das mit dem Weinen von einem auf den anderen Tag vorbei, als ich mehr Sicherheit ausgestrahlt habe.

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10. Juni 2014 um 10:15


Ich würde sie nicht so lange im Kindergarten lassen. Du sagst du kannst sie vor dem Mittagsschlaf holen dann mach das doch, evtl. Von 8-12 Uhr ?!? Dann legst du sie zuhause schlafen und du kannst noch weiter arbeiten.

Bei meinem großen war es ähnlich er hat IMMER beim abgeben und abholen geweint das ist so ein schreckliches Gefühl für eine Mama.
Es wurde leider erst besser als er den Kindergarten gewechselt hat. Ich denke einfach das er sich dort nicht wohl gefühlt hat.

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10. Juni 2014 um 10:28

...
Wir haben auch 2-3 solche Kinder. Tatsache ist, wenn sie sich schnell wieder beruhigen und ansonsten über den Tag verteilt unauffällig sind, dann ist alles okay. Natürlich zerreißt es einer Mama oft das Herz in der Abgabesituation. Oft ist es aber auch einfach so, dass Kinder ganz genau spüren, wenn Mama unsicher wird und darauf (natürlich nicht bewusst oder absichtlich) dann mit größerer Hysterie und mehr Geschrei reagieren. Ein Teufelskreis sozusagen.

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10. Juni 2014 um 10:53
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Waldkiga ist super
Hast du die Möglichkeit, vorher die Zeit anders zu überbrücken, eventuell eine liebe Tagesmutter, ima etc?
Viele Kinder sind erst mit 3 oder 4 soweit, sich zu trennen.
LG

Leider dürfen
Tagesmütter hier die Kinder nur bis 2 Jahre nehmen. Allerdings vermute ich, dass sie da genauso reagiert.
Ohne Geschrei abgeben, klappt leider nur gut bei der Oma, aber sie arbeitet selbst 40 Stunden die Woche.
Meine Tochter ist allerdings schon immer sehr anhänglich.
Dachten beim Papa geht das abgeben besser, aber leider ist es da genauso. Obwohl er immer die Ruhe selbst ist.

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10. Juni 2014 um 10:57
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Musst du arbeiten?
Wenn nein, lass sie deaussen.
Wen dein Kind auf dich weinend zustürmt und dich bittet, es rauszuholen, klingt es nicht gut.
Oder ist im Kiga etwas virgefallen?
LG

Hm
Ich muss leider schon arbeiten. Habe seit dem Mutterschutz aus finanziellen Gründen sozusagen mit ihr gearbeitet. Dabei ist allerdings ne Menge liegen geblieben und der Haushalt etc sowieso, da ich ja wenn sie schläft arbeiten muss um überhaupt was zu schaffen. Habe z.b. Abgabefristen und das zu schaffen ist echt hart.
Sie kommt mittlerweile auch selten auf mich zu gerannt. Sie steht da wo sie grad stand als ich kam, sieht mich und fängt an zu weinen. Ich gehe dann zu ihr hin.
Weiß halt leider nicht wie ich das weinen einschätzen soll.

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10. Juni 2014 um 11:01

2x
konnte ich sie bisher beobachten und da hat sie ganz lieb mit noch einem Kind gespielt.

Habe die Erzieher auch letzte Woche nochmal angesprochen und meine Bedenken mitgeteilt. Sie meinten, mittlerweile spielt sie schön. Vorallem Steckspiele und in der Sandkiste. Sie haben mir viel über sie erzählt. Vom erzählten her, hört es sich gut an und ganz nach meiner Maus.

Deswegen bin ich so verunsichert.

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10. Juni 2014 um 11:06

Würd sie
Nach möglichkeit auch einfach früher holen..zumindest anfangs..dann bist du beruhigter u das kann deinem kind auch nichz schaden. Wenns ihr sonst gut geht dort würd ich sie nicht rausnehmen..auch wenns so hart ist wenn sie so weint

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10. Juni 2014 um 13:52

...
Als wir mit 2 jahren die Eingewöhnung hatten hatten wir auch Theater, wenn ich sie hinbrachte.
Wenn papa das machte war dann "tschüß" und zur türschieben.
Unsere erzieherin meinte dass es oftmals bei den papas besser klappt.
Vielleicht auch ne möglichkeit?

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10. Juni 2014 um 14:01
In Antwort auf kleene0907

...
Als wir mit 2 jahren die Eingewöhnung hatten hatten wir auch Theater, wenn ich sie hinbrachte.
Wenn papa das machte war dann "tschüß" und zur türschieben.
Unsere erzieherin meinte dass es oftmals bei den papas besser klappt.
Vielleicht auch ne möglichkeit?

Leider
ist es beim Papa genauso.
Dachten auch es klappt so besser, aber dem war leider nicht so.

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10. Juni 2014 um 14:05

Vielen Dank
für eure Erfahrungen!!!

Habe mich nochmal mit dem Papa abgesprochen. Er hat auch kein so gutes Gefühl.
Wir beobachten das alles jetzt noch und sollte es sich gar nicht bessern, suchen wir die Beste Lösung für unsere Maus.

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10. Juni 2014 um 21:11

Ist ganz und gar nicht ungewöhlich...
wie du ihr helfen kannst: viel darüber reden. das sie morgen wieder in die Kita geht. schön spielen und freunde finden kann. Mama wärend dessen arbeiten geht...
und dann kannst du noch sagen wann du sie abhost. zb nach dem Mittagsschlaf oder zum nachmittagssnack oder was auch immer. irgendwas womit sie etwas anfangen kann.

frag sie wie der tag war. vielelicht kann sie ja schon bisschen was erzählen.

und natürlich solltest du an deiner Haltung arbeiten. wenn du unsicher bist, überträgst du es auf deine kleine. sei selbst sicher, steh dahinter in dem was du tust.

nach dm abgeben am morgen, kannst du dich ja noch um die ecke stellen und horchen wann sie sich beruhigt hat, ob es wirklich relativ schnell eght, so wie die erzieher sagen.
und es ist in den meisten fällen wirklich so. die kinder haben ja auch eine Erzieherin als Bezugsperson. und wenn da das vertrauen stimmt, lässt sie sich bestimmt gut beruhigen

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19. Juni 2014 um 17:36
In Antwort auf sfsp

Leider dürfen
Tagesmütter hier die Kinder nur bis 2 Jahre nehmen. Allerdings vermute ich, dass sie da genauso reagiert.
Ohne Geschrei abgeben, klappt leider nur gut bei der Oma, aber sie arbeitet selbst 40 Stunden die Woche.
Meine Tochter ist allerdings schon immer sehr anhänglich.
Dachten beim Papa geht das abgeben besser, aber leider ist es da genauso. Obwohl er immer die Ruhe selbst ist.

Aus der Sich der Pädagogin
Hallo,
aus der Sicht der Pädagogin kann ich dir sagen, dass du beruhigt sein kannst, wenn die Pädagoginnen sagen, dass deine Tochter aufhört zu weinen. Ich beobachte das in 99% der Fälle und es liegt sehr oft an der Abschiedssituation.
Ich handhabe das so, wenn Eltern sich sorgen machen, dass es ihren Kindern nicht gut geht oder wenn sie unsicher sind, ob ihre Kinder lange weinen und unglücklich sind, dann versichere ich ihnen, sofort an zu rufen, wenn ich das Gefühl habe, dass ihr Kind sich nicht beruhigt oder es ihm schlecht geht. Und ich biete auch immer die Möglichkeit an, dass die Eltern anrufen können und nachfragen ob alles passt. (Nicht den ganzen Vormittag, aber wenn sie wieder zuhause oder im Office sind.) Offensichtlich findet sich deine Tochter aber gut in den Kindergartenalltag ein. Darauf musst du Vertrauen.

Deine Tochter spürt, wenn du kein Vertrauen in die Pädagoginnen oder ein schlechtes Gewissen hast, daher solltest du an der Einstellung schrauben. Helfen kann:

Eine klare Abschiedssituation. Mit deiner Tochter ausmachen, welches Abschiedsritual es gibt (ganz individuell - 2 Mal umarmen ein Kuss o.Ä.) und dieses ganz strikt einhalten. Da bist du als Erwachsene gefragt. Du hast die Verantwortung für diese Situation, also Verabschieden und dann gehen. Das ist ganz entscheidend. Wenn deine Tochter spürt, dass der Abschied für dich nicht ernst ist und du zögerst, dann ist es ganz klar, dass sie weint, weil sie damit die Situation hinauszögern kann. Versuch das nicht zu diskutieren, denn der Abschied ist Tatsache. Verwirre sie nicht damit, dass du ihr das Gefühl gibst, dass das nicht so ist.

Ein Abschied darf traurig sein, bis man sich daran gewöhnt hat und Vertrauen gefasst hat. Also: Es ist ok, wenn deine Tochter traurig ist, sag ihr das. Das darf sie. Und dann verabschiede dich und geh. Ich weiß das klingt hart, aber deine Klarheit ist hier entscheidend. Sobald sie das spürt, dein Vertrauen, deine Klarheit, könnte es wirklich besser werden. Sie weint nicht, weil es ihr schrecklich geht, sondern weil sie die Situation dadurch beeinflussen kann und dich länger da behalten kann. Vertraue ihr, sie schafft es ja offensichtlich gut dann dort an zu kommen.

Vertraue den Pädagoginnen. Die sind dafür ausgebildet.

Beim Abholen komm nicht mit der Einstellung hin, dass es deiner Tochter nicht gefallen hat. Schüttle das ab, geh rein, auch wenn sie weint frag sie, wie ihr Tag war und redet dann beim Nachhause gehen über deinen und ihren Tag. Geh nicht davon aus, dass das Weinen heißt, dass ihr Tag nicht gut war. Frag sie ruhig. Auch wenn dir die Art der Kommunikation mit einer Zweijährigen noch nicht so sinnvoll scheint. Sie kann spüren wie du ihr und ihrem Tag gegenüber eingestellt bist. Versuch unvoreingenommen zu sein.

Den Kindergarten würde ich nur wechseln, wenn du das Gefühl hast oder sie oder die Pädagoginnen dir zu verstehen geben, dass sie traurig und ohne Anschluss ist und sich unwohl fühlt. Und zwar nicht in der Bring-und Abholsituation, sondern in direkt dort.

Wünsche dir alles Gute, probiers aus und vertrau auf eure Familie.

Nicole


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