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Mein Sohn kontrolliert mich..

1. Juni 2016 um 16:22 Letzte Antwort: 2. Juni 2016 um 7:30

Ich dreh bald durch.. Mein Sohn (10) kontrolliert mich..

Es hängt mit ziemlicher Sicherheit mit der Trennung von seinem Papa zusammen.. Aber langsam nervt es mich gewaltig..

Wir verbringen wirklich viel Zeit miteinander.. Unternehmen viel.. Er ist mein Ein und alles.. Das weiß er auch!

Ich denke er hat Verlustängste! Das Interesse seines Papas hat in der letzten Zeit rapide abgenommen und ich vermute das ist die Ursache...

Bin ich mal etwas länger im Bad.. Stürmt er jedes Mal rein un muss ganz dringend.. 5min später wieder..

Bin ich mal am Handy.. Will er immer kuscheln und versucht meine Nachrichten mitzulesen..

Telefonier ich.. Sitzt er daneben und hört zu..

Wenn ich mal fix Besorgungen mach, ruft er laufend an wo ich bin und wann ich wiederkomm.. Dabei sag ich immer er soll doch mitkommen.. Was er aber nicht will..

Ich könnte unendlich so weiter machen..

Mir ist klar das es alles nicht so einfach für ihn ist.. Aber ich Kummer mich wirklich um ihn.. Wir kuscheln viel.. Unternehmen viel.. Usw.

Wenn ich ihn frag ob er Kummer hat sagt er nein obwohl ich merk das es ihm nicht gut geht..

Aber dieses ständige Kontrollieren macht mich fertig.. Ich hab ihm auch gesagt.. Das ich auch eine Privatsphäre habe genau wie er un ich nicht möchte das er das macht..

Ich weiß nicht mehr weiter.. Vielleicht habt ihr einen Rat!?

LG

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1. Juni 2016 um 19:05

Es wird wohl sein, dass die Trennung der Auslöser war/ist -
er fokusiert dich . Da du ihm geblieben bist .

Allerdings kann so etwas extreme Züge annehmen . Ich kann ein Lied davon singen - da mein Sohn solche Tendenzen hatte und meine Tochter durch die Trennung eine Angststörung entwickelt hat .

Söhne möchten dann den Part des Vaters einnehmen und wollen Herr der Lage zu Hause sein . Bei meinem Sohn, damals bei der Trennung 11 war das so .

Die Angststörung meiner Tochter wies dieselben Tendenzen auf - nur noch viel extremer . Sie konnte nicht mehr alleine einschlafen und ich saß stundenlang an ihrem Bett .

Wir hatten therapeutische Hilfe - meine Tochter bezüglich ihrer Angststörung und bei meinem Sohn allgemein wegen der Trennung . Er hat das dringend gebraucht - zeigte dann im Verlauf auch nach der Trennung Eifersuchtsanfälle im Hinblick auf Freundinnen usw. Er wollte ungefragt an mein Handy usw. Ich hatte auch den Eindruck er fühlte sich extrem gestresst um ja nix zu verpassen .

Eine gute Lösung kann ich dir nicht raten, außer sich tatsächlich an einen Therapeuten zu wenden . Ich kenne Fälle bei denen die Kinder im Alter meiner Tochter sind (10. Jahre) und zu Hause den Ton angeben - resultierte daraus, dass Mütter oft dann ein schlechtes Gewissen haben und daher das Kind als Führung in ihrer Familie zulassen - das absolut fehl am Platz ist . In einem Fall darf die Mutter nicht einmal 5 Minuten auf der Straße mit jemandem reden, oder wenn sie telefoniert, dann fängt der Junge auf Knopfdruck zum Weinen an - weil sie ihn jetzt nicht wahrnimmt und abgelenkt ist .

Die Mutter fühlt sich stark eingeschränkt - muss Rede und Antwort stehen und merkt es nicht einmal . Ein ungesundes Verhältnis zwischen Mutter und Sohn .

Meine Tochter hatte eine Therapieeinrichtung wo das spielerisch vonstatten ging . Allerdings sind Angststörungen nie ganz weg - es kann sein, dass diese wieder zurück kommt und es schließt Depressionen (welche die Ursache einer Angststörung sind) in ihrem weiteren Leben nicht aus .

Das sehe ich bzw. lese ich aus deinem Text raus - dass dein Sohn Angststörungen entwickeln kann auf Grund des Verlustes des Vaters (auch wenn der sich mal zurückzieht, das nichts daran ändert) .

Man soll das nicht auf die leichte Schulter nehmen !

LG und alles Gute !

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1. Juni 2016 um 19:08
In Antwort auf an0N_1193312299z

Es wird wohl sein, dass die Trennung der Auslöser war/ist -
er fokusiert dich . Da du ihm geblieben bist .

Allerdings kann so etwas extreme Züge annehmen . Ich kann ein Lied davon singen - da mein Sohn solche Tendenzen hatte und meine Tochter durch die Trennung eine Angststörung entwickelt hat .

Söhne möchten dann den Part des Vaters einnehmen und wollen Herr der Lage zu Hause sein . Bei meinem Sohn, damals bei der Trennung 11 war das so .

Die Angststörung meiner Tochter wies dieselben Tendenzen auf - nur noch viel extremer . Sie konnte nicht mehr alleine einschlafen und ich saß stundenlang an ihrem Bett .

Wir hatten therapeutische Hilfe - meine Tochter bezüglich ihrer Angststörung und bei meinem Sohn allgemein wegen der Trennung . Er hat das dringend gebraucht - zeigte dann im Verlauf auch nach der Trennung Eifersuchtsanfälle im Hinblick auf Freundinnen usw. Er wollte ungefragt an mein Handy usw. Ich hatte auch den Eindruck er fühlte sich extrem gestresst um ja nix zu verpassen .

Eine gute Lösung kann ich dir nicht raten, außer sich tatsächlich an einen Therapeuten zu wenden . Ich kenne Fälle bei denen die Kinder im Alter meiner Tochter sind (10. Jahre) und zu Hause den Ton angeben - resultierte daraus, dass Mütter oft dann ein schlechtes Gewissen haben und daher das Kind als Führung in ihrer Familie zulassen - das absolut fehl am Platz ist . In einem Fall darf die Mutter nicht einmal 5 Minuten auf der Straße mit jemandem reden, oder wenn sie telefoniert, dann fängt der Junge auf Knopfdruck zum Weinen an - weil sie ihn jetzt nicht wahrnimmt und abgelenkt ist .

Die Mutter fühlt sich stark eingeschränkt - muss Rede und Antwort stehen und merkt es nicht einmal . Ein ungesundes Verhältnis zwischen Mutter und Sohn .

Meine Tochter hatte eine Therapieeinrichtung wo das spielerisch vonstatten ging . Allerdings sind Angststörungen nie ganz weg - es kann sein, dass diese wieder zurück kommt und es schließt Depressionen (welche die Ursache einer Angststörung sind) in ihrem weiteren Leben nicht aus .

Das sehe ich bzw. lese ich aus deinem Text raus - dass dein Sohn Angststörungen entwickeln kann auf Grund des Verlustes des Vaters (auch wenn der sich mal zurückzieht, das nichts daran ändert) .

Man soll das nicht auf die leichte Schulter nehmen !

LG und alles Gute !


Was ich selbst gemacht habe - ich habe zugesehen, dass meine Kinder viel unter anderen Kindern sind ..
Eigenartigerweise vergessen sie dann mal den Fokus auf ihre Mutter, wenn sie sich gut aufgehoben fühlen .

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2. Juni 2016 um 7:30


An mangelnder Konsequenz scheitert das Verhalten der TE sicherlich nicht .

Nur kann sie mit Konsequenz - auch wenn sie ständig und immerwährend vonstatten gehen - ihren Sohn nicht lenken . Er macht das nicht - weil er böse ist und zeigt diese Tendenzen ja nicht seit 10 Jahren .

Ich denke mit Ängsten von Trennungen sollte man ein wenig anders umgehen und diese auch wahrnehmen und notfalls auch mittels Therapeuten in den Griff bekommen .

Was glaubst du hat das Kind für einen Stress - damit er nichts versäumt ?
Der sitzt nicht aus Langeweile oder Machtgehabe neben ihr, damit er jedes Wort hört .

Das Beispiel, dass er sie zig Male anruft - ist keine Kontrollsucht - sondern vielmehr die Angst, dass sie nicht mehr kommt .

Ich musste früher nur mit dem Zeigefinger Richtung Kinderzimmer zeigen und meine Kinder gingen dorthin - wenn ich telefonierte und sie mir daneben zu laut wurden
Von mangelnder Konsequenz kann man da nicht sprechen - im Gegenteil - die Grenzen waren ganz klar abgesteckt . Nur Kinder reagieren und leiden und mit seinem Verhalten zeigt er - dass etwas nicht in Ordnung ist - das man aber nicht einfach aus der Welt schaffen kann - indem man ihn immer und immer wieder zurück weist ... (auch wenn man das als vollkommen logisch ansieht) .

LG

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