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Mein Sohn schmeißt sich ständig auf den Boden

27. September 2010 um 13:40

Ladies, wie verhalte ich mich richtig?
Mein Sohn hat es seit 2 Wochen drauf, sich sofort bäuchlings auf den Boden zu werfen, wenn er etwas nicht darf/soll oder wenn etwas beim Spielen nicht sofort auf Anhieb klappt. Er ist jetzt 14 Monate alt.

Er wirft sich hin, schreit, motzt, trommelt und in dem Moment weiß ich nicht, was ich machen soll. Nehme ich ihn so ziemlich im gleichen Moment auf den Arm, wird er noch wütender und brüllt dann richtig, aber wenn ich ihn erst "ausbocken" lasse und ihn quasi erstmal ignoriere, fühle ich mich schlecht. Meistens lässt er sich dann aber besser trösten
Ich weiß, dass dieses Verhalten Ausdruck von Hilflosigkeit ist, kann denn Ignorieren in dem Fall dann richtig sein? Also erst trösten, wenn er ca. 1 Min. lang erstmal trommeln durfte????

Am meisten schockiert es mich, wenn er so wütend wird, wenn etwas beim Spielen nicht auf Anhieb klappt...das können zT echt Kleinigkeiten sein... er schiebt zz mit Vorliebe seinen Lauflernwagen durch die Wohnung. Sobald das Teil irgendwo gegenfährt und er es nicht SOFORT aus der Ecke herausbekommt, schmeißt er sich hin und motzt. Wenn ich ihm dann aber zeigen möchte, wie es funktioniert, wird er genauso wütend. Er möchte es DEFINITIV alleine schaffen. Also lasse ich ihn...aber gebrüllt wird trotzdem, weil er logischerweise recht schnell wieder irgendwo mit dem Ding anstößt. Und in der gleichen Sekunde wird er schon sauer!

Er hat zB so einen Kasten mit einem Deckel oben drauf, in dem man die verschiedenen Formen oben in die passenden Öffnungen stecken kann (Kreis, Viereck, Dreieck usw.). Sein Spielkumpel fummelt ca. 20 Minuten mit so einem Spielzeug und beweist dabei total viel Geduld. Mein Sohn hämmert 2x den Kreis gegen das Dreieck, merkt dann, dass es nicht klappt und nimmt dann einfach den Deckel ab und schmeißt alles in den Kasten. Sprich: Nach genau 1 Minute ist seine Geduld am Ende...

Seine Geduldsgrenze ist somit zurzeit eher schmal angelegt...

Daher meine Fragen:

1. Ist es normal, dass er so ungeduldig ist und sich sofort auf den Boden schmeißt?
2. Wie verhalte ich mich am besten?

LG
Sandra

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27. September 2010 um 13:53

Hi Sandra.
Was du beschreibst kenne ich! Momentan ist es bei uns wieder deutlich besser, aber bis vor 2 Wochen hatten wir ne echt schlimme Phase.
Zu 1.: Was ist schon normal Aber ich kann dir schreiben, dass ich es GENAU so kenne, wie du die Situationen beschreibst.

Zu 2:Wenn ich zu Marius hin gehe bei so was wird das Getobe nur noch schlimmer. Wir haben viel ausprobiert und am besten hat einfach geholfen ihn das größtenteils mit sich selber abzumachen. Damit er aber nicht ganz alleine gelassen wird in solch einer Situation gehen wir hin, sagen ihm, dass das total ok ist, dass er weint weil es nicht geklappt hat, es nicht schlimm ist und versuchen ihn abzulenken. Wenn das nicht klappt (also ca. in 9 von 10 Fällen *lach) haben wir ihn gelassen und meist war auch nach ner Minute wieder alles ok. Dann sind wir immer hin und haben das, was schief lief, noch mal mit ihm gemeinsam gemacht.

Ich denke, es ist wichtig dem Kind auch zu zeigen, dass es ok ist auszuticken, denn anders kanns den Frust ja nicht loswerden. Trotzdem dem Erlebnis ein "positives" Ende zu geben, also noch mal das Thema aufgreifen und schön durchführen.
Geht nat. nicht immer.

Für mich ist es nach wie vor schwer ruhig zu bleiben bei so was, denn ICH kann es einfach nicht nachvollziehen, warum er jetzt so wütend werden muss. #

Tja, Patentrezepte gibts da sicher nicht
Aber es ist schon gut zu wissen, dass das eigene Kind da nicht ein Einzelfall ist!!

LG JULIA

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27. September 2010 um 13:55
In Antwort auf luna8073

Hi Sandra.
Was du beschreibst kenne ich! Momentan ist es bei uns wieder deutlich besser, aber bis vor 2 Wochen hatten wir ne echt schlimme Phase.
Zu 1.: Was ist schon normal Aber ich kann dir schreiben, dass ich es GENAU so kenne, wie du die Situationen beschreibst.

Zu 2:Wenn ich zu Marius hin gehe bei so was wird das Getobe nur noch schlimmer. Wir haben viel ausprobiert und am besten hat einfach geholfen ihn das größtenteils mit sich selber abzumachen. Damit er aber nicht ganz alleine gelassen wird in solch einer Situation gehen wir hin, sagen ihm, dass das total ok ist, dass er weint weil es nicht geklappt hat, es nicht schlimm ist und versuchen ihn abzulenken. Wenn das nicht klappt (also ca. in 9 von 10 Fällen *lach) haben wir ihn gelassen und meist war auch nach ner Minute wieder alles ok. Dann sind wir immer hin und haben das, was schief lief, noch mal mit ihm gemeinsam gemacht.

Ich denke, es ist wichtig dem Kind auch zu zeigen, dass es ok ist auszuticken, denn anders kanns den Frust ja nicht loswerden. Trotzdem dem Erlebnis ein "positives" Ende zu geben, also noch mal das Thema aufgreifen und schön durchführen.
Geht nat. nicht immer.

Für mich ist es nach wie vor schwer ruhig zu bleiben bei so was, denn ICH kann es einfach nicht nachvollziehen, warum er jetzt so wütend werden muss. #

Tja, Patentrezepte gibts da sicher nicht
Aber es ist schon gut zu wissen, dass das eigene Kind da nicht ein Einzelfall ist!!

LG JULIA

Sorry..
..meine Grammatik hier ist ja grade unter aller S...
Komm grad von der Arbeit und mein Kopf ist leer.. hoffe du siehst drüber weg.

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27. September 2010 um 14:43

Hmm
das Problem ist: Ablenken lässt er sich nur sehr schwer in dem Moment, eigentlich erst dann, wenn der "Anfall" vorbei ist. Dann lässt er sich aber auch trösten und ist schnell wieder beruhigt.

Viel schlimmer finde ich aber an der ganzen Sache, dass man nicht eingreifen darf!!! Also wenn ich ihm dann zeigen möchte, wie es geht, ihm nur helfen möchte, wird er sofort wieder wütend, er will sich einfach nicht helfen lassen, sondern es selbst versuchen will.
Ich merke dann selbst, wie ich innerlich aufgewühlt werde und muss echt 3x tief durchatmen, damit von MIR nicht so eine Reaktion kommt a la "dann mach doch, was Du willst...". Dann hilft mir pers. eigentlich nur, dass ich mir vor Augen halte, dass er selbst einfach noch viel zu klein ist und für sein Verhalten ja im Grunde nix kann und dies nur Ausdruck seiner Hilflosigkeit ist, aber das finde ich manchmal sehr schwer, vor allem, wenn er einen Tag hat, wo das ganze 20x passiert

Ich habe auch schon überlegt, ob ich ihm in dem Moment den Lauflernwagen dann zB einfach wegnehmen soll, bin aber zu dem Entschluss gekommen, dass ich ihm dann Unrecht täte. Das würde zwar bewirken, dass ICH meine Ruhe bekäme, aber er bekommt doch dann das Gefühl, dass er jetzt auch noch dafür bestraft wird, weil es vorher nicht so geklappt hat, wie er es vor hatte, oder?

Vor einigen Tagen bin ich zB einfach aus dem Kinderzimmer gegangen, während er am Toben war...da war er plötzlich total verdutzt, hörte auf zu Motzen, krabbelte mir hinterher und warf sich im gleichen Augenblick wieder vor meinen Augen auf den Bauch und fing wieder an zu bocken! Das fand ich schon ein starkes Stück, also möchte er ja in dem Moment scheinbar meine Aufmerksamkeit!

Vermutlich hilft wirklich nur gutes Zureden und ihm das Gefühl geben, dass man Verständnis hat.

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27. September 2010 um 19:22

Schieb...
..wär ja auch für weitere Meinungen / Ideen dankbar

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27. September 2010 um 20:45
In Antwort auf luna8073

Schieb...
..wär ja auch für weitere Meinungen / Ideen dankbar

Oh fein,
dann schieb ich auch noch mal!

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27. September 2010 um 21:16


Hallo,
deine Beschreibungen kenn ich auch zu genüge....meine Tochter ist etwas älter (*2007), und diese "Phase" dauert immer noch an. Mal mehr, mal weniger.
Ich kann dir auch kein Patentrezept oder ne art Bedienungsanleitung für Kinder in dem Alter geben (leider ) Was ich mit Sicherheit aber sagen kann, das man in solchen Situationen, mit "Beruhigunsversuchen" absolut nicht weiter kommt. In dem Moment wo dein Sohn sich auf den Boden wirft und brüllt, will er ne Reaktion von dir. Am besten eine, mit der er, super leben kann...und genau das tust du. Du versuchst zwar deinen Sohn zu beruhigen (in deinen Augen), dein Sohn lernt in dem Moment allerdings folgendes: Ich brülle, schmeisse mich auf den Boden, tobe, mache Theater...und Mama redet lieb und nett auf mich ein---in dem Moment, hat er dich genau da wo er dich haben möchte. Und ja, er ist zwar erst 14 Monate alt, aber in dem Alter fängt das an. und es wird schlimmer, wenn du nicht schon jetzt Grenzen setzt.Jetzt fängt Erziehung an, nicht erst wenn die Kinder in die Schule gehen.
Ignoriere ihn, oder sage im strengen Ton, das so ein Verhalten nicht geduldet wird und lass ihn einen Moment alleine bis er sich beruhigt hat.

Er muss merken, auch jetzt schon, das sowas nicht geht.

Lg

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27. September 2010 um 21:54

Hallöchen...
Bei uns ist es ähnlich...und steigert sich langsam. Sobald das z.B. Viereck nicht in die Öffnung für den Kreis passt..werden sämtliche Teile die in ihrer Nähe liegen möglichst weit weg geworfen. Und seit ein par Tagen beißt sie in ihren Ärmel oder haut sich an den Kopf wenn was nicht passt wie sies will.
Also fühl mich da auch immer recht hilflos. Ich lass sie aber auch meist kurz in Ruhe. Ich reagiere unterschiedlich, kann aber auch nicht sagen was ich wann und warum tue. Mal red ich streng, mal lass ich sie, mal nehm ichs ihr weg. Aber wenn was nicht klappt probier ich es mit ihr hinterher gemeinsam und lobe dann sehr überschwänglich. Das gefällt ihr dann sehr gut und meist verucht sie es daraufhin immer wieder und scheint wenigstens dann erstmal wieder geduldiger zu sein.
Ich glaube in deinem Fall Sandrea mit dem Lauflernwagen, würd ich vielleicht immer mal wieder mit ihm, also vor einem Anfall..lol..gemeinsam üben..oder du machst es ihm vor. Vielleicht fruchtet es, nachdem sie ja jetzt alles nachahmen wollen.

Aber ich glaub da kommt noch so einiges auf uns zu. Also viel Glück und Geduld uns allen.

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28. September 2010 um 9:10

Oh Kiwi
das hast Du schön erklärt und es macht, wenn ich es so lese, auch Sinn
Bei Trotz ignorieren, bei Frust trösten und Geduld üben.
Das werde ich nun versuchen umzusetzen. Ich danke Dir!

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