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Meine Frau gibt mir die Schuld für den Verlust

21. Oktober 2016 um 22:47

Ich hoffe man darf hier auch als Mann schreiben.
Ich weiss einfach nicht mehr weiter und bin völlig fertig. Meine Frau und ich wurden das erste mal schwanger anfangs dieses Jahres. Leider stellte sich in der 13. Woche heraus, dass das Baby eine trisomie 13 hat. Wir entschieden uns Aufgrund der sehr geringen Lebenschancen auf eine Abtreibung. Das war für beide ein sehr traumatisches Erlebnis, da es ja ein Wunschkind war. Jetzt mein Problem ist ich bin zu hoher Wahrscheinlichkeit genetisch vorbelastet bin, da es meine Mutter auch ist und ich einen Brudet mit Downsyndrom habe. Dies wussten meine Frau und ich schon vor der Schwangerschaft. Jedoch nach der Abtreibung bekammen wir echte Beziehungsprobleme und meine Frau geht sogar soweit dass sie mir die Schuld für den Verlust gibt. Ich kann mit diesem Vorwurf nicht umgehen und es macht mich völlig fertig und generiert mir noch eine größere Angst es wieder zu probieren. Wie soll ich mit diesem Vorwurf umgehen ? Oder soll ich mich von ihr trennen, weil es mich unglaublich schmerzt und sie das nicht einsieht? Danke für eure Antworten.

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21. Oktober 2016 um 23:50

Das kann auch jedem gesunden paar passieren. Keine ahnung wie viel hoeher die wahrscheinlichkeit fuer diesen gendefekt bei dir ist? Ist das denn von einem arzt festgestellt worden oder vermutest du das nur?
Mein erstes kind hatte auch eine schwere behinderung und war nicht lebensfaehig und ic musste im 5. Monat abtreiben. Jahre spaeter hab ich bis zur geburt meiner tochter angst gehabt,das sie ne behinderung haben wird. Zum glueck war alles ok.Ich denke mal,man muss es trotzdem noch mal versuchen,vielleicht ist diesmal alles in ordnung. Sich deswegen zu trennen oder gar keine kinder zu kriegen,solltet ihr als letzte option in betracht ziehen.Redet miteinander,mit den aerzten,versucht es... vielleicht mit kuenstlicher befruchtung,wenn ne normale befruchtung so riskant ist.
 

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21. Oktober 2016 um 23:54

Zuerst möchte ich dir sagen, wie leid mir euer Verlust tut.
fehlgeburten sind nie leicht zu verarbeiten und stellen oft die Welt auf den Kopf. Es braucht Zeit, damit umzugehen und damit zu leben.
habt Ihr Hilfe in psychologischer Hinsicht in Anspruch genommen? Falls nein, solltet ihr das unbedingt in Betracht ziehen. 
Habt ihr untersuchen lassen, ob bei dir ein erhöhtes genetisches Risiko besteht? Falls nein, solltet ihr auch dies testen lassen, damit entweder die Vorwürfe deiner Frau entkräftet werden können oder aber ihr könnt euch besser auf eine weitere Schwangerschaft einstellen.
Das alles setzt natürlich eine Sache voraus: ihr solltet nach wie vor Gefühle füreinander haben, sprich euch wirklich lieben.

sich gegenseitig die Schuld für eine Fehlgeburt zu geben, ist mit Sicherheit keine Lösung für euch...aber jeder geht anders mit diesem Verlust um!

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute! Gemeinsam schafft ihr das!
 

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22. Oktober 2016 um 0:32

Besten Dank. Ich habe mich nicht testen lassen, aber das Risiko von einer genetischen Vorbelastung steht bei 50%. Und wir lieben uns immer noch sehr, aber das thema Kinder ist wie tabu. Wir waren auch in psychologischer Behandlung aber in der zweiten Sitzung deklarierte sie dass sie sich scheiden lassen will was sie dann später doch nicht mehr wollte aber danach haben wir die Sitzungen abgebrochen. Immer wenn wir streiten fängt sie mit diesen extremen Aussagen an und ich probiere sie zu beruhigen aber es tut mir emotional sehr weh und sie will das nicht einsehen.

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22. Oktober 2016 um 9:56
In Antwort auf quito101

Ich hoffe man darf hier auch als Mann schreiben.
Ich weiss einfach nicht mehr weiter und bin völlig fertig. Meine Frau und ich wurden das erste mal schwanger anfangs dieses Jahres. Leider stellte sich in der 13. Woche heraus, dass das Baby eine trisomie 13 hat. Wir entschieden uns Aufgrund der sehr geringen Lebenschancen auf eine Abtreibung. Das war für beide ein sehr traumatisches Erlebnis, da es ja ein Wunschkind war. Jetzt mein Problem ist ich bin zu hoher Wahrscheinlichkeit genetisch vorbelastet bin, da es meine Mutter auch ist und ich einen Brudet mit Downsyndrom habe. Dies wussten meine Frau und ich schon vor der Schwangerschaft. Jedoch nach der Abtreibung bekammen wir echte Beziehungsprobleme und meine Frau geht sogar soweit dass sie mir die Schuld für den Verlust gibt. Ich kann mit diesem Vorwurf nicht umgehen und es macht mich völlig fertig und generiert mir noch eine größere Angst es wieder zu probieren. Wie soll ich mit diesem Vorwurf umgehen ? Oder soll ich mich von ihr trennen, weil es mich unglaublich schmerzt und sie das nicht einsieht? Danke für eure Antworten.

Natürlich ist das für euch beide sehr schwierig und für eine Frau noch mehr, weil sie es am eigenen Körper erlebt. Ich denke sie sagt es aus Verzweiflung. Versucht es doch gemeinsam zu verarbeiten und lasst euch beraten. Es gibt an manchen Kliniken genetische Beratungsstellen. Die können euch medizinisch helfen. 

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