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Meine kleine hat kein papa, und so langsam macht mich das traurig

30. Januar 2011 um 19:39

hallo,

irgendwie muss ich das hier mal schreiben....muss es einfach mal von der seele schreiben!

ich bin alleinerziehend und habe eine wundervolle kleine tocher die im märz 2,5 jahre alt wird. leider konnte sie nie erleben wie es ist einen Papa zu haben...denn ihr erzeuger hat sie das letzte mal gesehen als sie 14 tage alt war. seit dem NIX mehr.
wir haben uns in der SS schon getrennt, weil er einfach unzuverlässig war und es einfach (nach meinem gefühl nicht ging) aber aus liebe zu meiner tochter wollte ich es mit einer freundschaft versuchen...naja diese hielt 14 tage...danach meldete er sich nie wieder....

ich war immer der meinung das es besser so ist, lieber garkein papa als ein auf den man sich nicht verlassen kann....
ich dachte immer...ich schaff das....wir brauchen keinen papa...ich bin einfach "beides" für sie....was man nicht kennt, kann man nicht vermissen..

allerdings fürchtete ich mich immer vor dem tag, wo sie erkennt was ein Papa ist...und sie mich fragt warum sie kein hat etc....bis heute weiss ich nicht was ich ihr darauf antworten soll..

bis heute hatte ich auch immer wieder die hoffnung , irgendwann mal jemanden kenn zulernen der für sie ein papa ist, den sie annimmt und den sie papa nennen kann....aber ganz ehrlich hab ich die hoffnung auch schon aufgegeben....denn seit knapp 3 jahren is da nix! ich hab nicht mal annähernd jemanden kenngelernt. NIX!

nun ist es so, das alle ihre freunde natürlich eine papa haben...und sie es auch mitbekommt wie papa mit den spielt, wie die kleinen PAPA rufen etc...sie schaut dann manchmal immer ganz komisch...ganz klar sie verstehts nicht...sie kennt papa von anderen, aber hat selber keinen.

wir waren neulich bei ihem kitafreund zuhause...und der papa kam nachhause...und der kleine freute sich natürlich, seine mama meinte dann zu ihm..."hör mal papa kommt, lauf schnell in flur" und jolina rief dann auch papa und rannte strahlend in flur... und mir tat das innerlich so weh das ich ihr das nicht bieten kann.

und dann waren die beiden mal bei uns, und die mama sagte zu tobi..."komm anziehen, zu papa gehen" und jolina zeigte auf sich und sagte sie will auch zu papa gehen.....und ganz ehrlich da hätt ich fast losgeheult.

ich will auch endlich einen papa für sie finden!!!

das tut mir echt sooo weh, wenn ich weiss das ich ihr sowas nicht geben kann....und wer weiss, vll wird sie sowas nie kennlernen.


sorry fürs jammern...musste mal sein

lg

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30. Januar 2011 um 20:31

...
Hi,
erstmal fühl dich gedrückt. Du sprichst mir total aus der Seele. In letzter Zeit mache ich mir genau die gleichen Gedanken. Meine Tochter ist zwar erst 8 Monate alt, aber ich fürchte mich auch schon so davor, wenn sie irgendwann mal nach ihrem Papa fragt. Meine Geschichte ist etwas komplizierter. Sie sieht ihren Papa hin und wieder mal. Wir sind dann sogar im gleichen Raum doch er ignoriert sie total. Meine Vermutung ist, dass seine (schwangere) freundin ihm den Kontakt aus Eifersucht verbietet, Aber ist es das Wert ? Einem Kind den Vater wegzunehmen! Ich finde das sehr traurig. Ich versuche meiner kleinen das Leben so schön wie möglich zu machen, aber etwas werde ich ihr niemls geben können. Ihren leiblichen Papa

Wenn du dich etwas austauschen möchtest schreib mir gerne eine PN.

Ganz liebe Grüße Alina mit Angelina

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30. Januar 2011 um 20:36

Ja
das selbe denke ich auch immer
Meine Maus wird ihren Vater wirklich nie sehen, es sei denn bei ihm passiert ein Wunder. Er hat uns damals mit dem Tode gedroht und so, so einen Vater braucht eine Tochter nicht kennenzulernen aber sie wird irgendwann wissen wollen wer er ist. ABER ich werde sie damit aufwachsen lassen und hoffe das sie es später verstehen wird das sie keinen Kontakt zu ihm haben darf/kann
Aber jedes mal wenn ich Väter mit den kleinen sehe dann kommen mir immer die Tränen Es tut mir so unendlich leid das sie das so erleben muss und keinen Papa hat.
Ich bin übrings auch schon über 3 Jahre Single und ich glaube ich werde auch nie wieder einen kennenlernen

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30. Januar 2011 um 20:53

Das hört sich wirklich sehr traurig an
Ich kann Deine Gefühle wirklich gut verstehen.
Wenn die Kleinen noch Babys sind kann man sich vieles zurecht philosophieren, wenn die Kleinen dann größer sind erfährt man anhand ihrer Reaktionen Dinge und stellt seine Sichtweise von damals in Frage.
Die Kleinen machen uns Dinge bewusst die wir vorher nicht bedacht hatten. Manche Situation kann so bitter und traurig sein.

Schon bevor ich Kinder hatte, habe ich mir vorgestellt, dass es soo unendlich schwer sein muss alleinerziehend und enttäuscht zu sein.
Man hat Bedürfnisse die nicht gestillt werden, man muss gleichzeitig als Mutter funktionieren, geben ohne Ausgleich oder die Möglichkeit sich auch mal anlehnen zu können, Kraft zu schöpfen.
Es ist alles nur noch Kind, kein Mann, kein Gegenpart, kein Papa, nur Mama, nur man selbst und nach so einer Enttäuschung wird es ja nicht einfacher sich anderen Männern zu öffnen.

Gleichzeitig finde ich es persönlich sehr schwierig etwas neues samt Kind anzupacken, da man ja nie wirklich alleine mit dem Partner sein kann.

Ganz ehrlich, Du bist jetzt zwar alleine und es ist bitter, aber ich finde es besser so, wie wenn manch eine die gleich danach wieder loslegt und ihrem Kind einen untauglichen "Ersatzpapa" nach dem anderen viel zu schnell präsentiert.
Daher bin ich mir sicher dass Du einfach nur solide bist und dass es deshalb auch Zukunft mit einem Partner klappen wird.

Vielleicht nicht heute oder morgen, aber vielleicht übermorgen.
Es ist besser sich diese Zeit zu geben, das wird schon.
Und so ungewöhnlich sind alleinerziehende heute ja nicht.
Ich lerne selbst viele kennen und denke manchmal dass ich mit einem Partner eher die Exotin bin, das hat auch was mit dem Wohnort oder dem Umfeld zu tun.
Daher wäre es gut wenn Du Dich mit anderen Alleinerziehenden zusammen tust und auch eben das gute an allem siehst, nämlich dass Dir keiner reinreden kann und es besser ist allein zu sein, als mit einem unzuverlässigen Partner, denn dann hat man noch ein weiteres Kind und das ist das anstrengendste

LG

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30. Januar 2011 um 21:16

...
jetzt wollt ich euch antworten und nun weiss ich garnet was ich schreiben soll

aber "schön" das es hier welche gibt, die das gleiche durch machen. Es ist schon echt schwer manchmal.. und auch ich habe oft ein schlechtes gewissen meiner tochter gegenüber, weil ich ihr keine richtige familie bieten kann.

ja und es ist auch wirklich nicht leicht jemanden kennzulernen wenn man Mama ist....bei mir ist es zumindest so , das es GENAU passen muss, denn ich will DEN RICHTIGEN finden und jolina auch nicht jede woche einen anderen präsentieren.....aber nach soooo langer zeit, macht man sich halt schon gedanken.

viele sagen auch immer, ich solle nicht suchen...man findet mich etc....aber, auch wenn man es unbeabsichtigt macht, irgendwie sucht man ja doch...hmm naja....schweife wohl grade vom thema ab

danke für eure antworten...

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30. Januar 2011 um 22:44

Hej
ich kenne das nur zu gut,
mein Sohn ist 2 jahre und gut 2 Monate .

Wir haben auch keinen Kontakt zu dem Vater meines Sohnes.

Und jetzt im Kindergarten hört er wohl öfter Papa, denn er sagt es jetzt ständig.

Er sagt: Mama, komm essen und Papa auch ..
Papa spielt mit Elefant.
Ich könnte wirklich immer so heulen.
Mich macht das in letzter Zeit richtig fertig!
Und weiß nicht , wie ich damit umgehen soll.

Heute habe ich sowas schlimmes gesagt,
ich weiß aber einfach nicht , wie ich reagieren soll.

Ich meinte, dass Oma ( meine Mutter ist vor einem Jahr verstorben) ja im Himmel ist. Und Sams Papa ist zwar nicht im Himmel, man kann ich aber auch nicht sehen, so wie Oma!

Jetzt weiß ich gar nicht, was ich machen soll, ob das doof war oder nicht.

Zur Zeit beschäftigt mich das so, weil das so traurig ist.

Also, ich verstehe dich total.

Alles Liebe..
Li

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30. Januar 2011 um 23:12
In Antwort auf linnea1112

Hej
ich kenne das nur zu gut,
mein Sohn ist 2 jahre und gut 2 Monate .

Wir haben auch keinen Kontakt zu dem Vater meines Sohnes.

Und jetzt im Kindergarten hört er wohl öfter Papa, denn er sagt es jetzt ständig.

Er sagt: Mama, komm essen und Papa auch ..
Papa spielt mit Elefant.
Ich könnte wirklich immer so heulen.
Mich macht das in letzter Zeit richtig fertig!
Und weiß nicht , wie ich damit umgehen soll.

Heute habe ich sowas schlimmes gesagt,
ich weiß aber einfach nicht , wie ich reagieren soll.

Ich meinte, dass Oma ( meine Mutter ist vor einem Jahr verstorben) ja im Himmel ist. Und Sams Papa ist zwar nicht im Himmel, man kann ich aber auch nicht sehen, so wie Oma!

Jetzt weiß ich gar nicht, was ich machen soll, ob das doof war oder nicht.

Zur Zeit beschäftigt mich das so, weil das so traurig ist.

Also, ich verstehe dich total.

Alles Liebe..
Li

Och mensch
das tut mir aber auch leid. weiss ja wie du dich fühlst....das ist auch echt zum heulen.

man will doch den kleinen nur eine normale glückliche familie bieten wa....

und dann hört man das wort PAPA und man weiss nicht was man sagen soll
ich habe auch schon überlegt was ich zu jolina sage, wenn se mal wieder papa sagt...ob ich ihr einfach sage das sie kein hat...aber das is auch doof....ich versuche irgendwie immer mich so drumrum zu schlengeln und sage dann du hast ja die mama oder so...

hat denn dein kleiner was dazu gesagt? ich finde es jetzt eig nicht sooo schlimm.....man kann den kleinen ja nich sagen das der papa nix von einem wissen will.

ach is schon irgendwie ein schwieriges thema

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30. Januar 2011 um 23:16

Hallo Babyone
Ich kann dich gut verstehen und es macht mich richtig traurig, wenn ich das lese.

Es macht mich auch unglaublich wütend auf den "vater" deiner Kleinen Sowas Herzloses. Er weiß gar nicht, was er seinem Kind da antut.
War sie denn auch vom ihm gewollt?


Ich bin zwar nicht alleinerziehend aber meine Mama war es mit mir.
Ich hatte aber Kontakt zu meinem Vater, allerdings hat er mich mein Leben lang nur enttäuscht, das tut er noch heute und wir haben so gut wie kein Kontakt mehr.

Als Kind störte es mich eigentlich nicht. Ich kannte es ja nicht anders. Meine Mama hatte zwar schon mal jemand kennengerlent aber das hielt nicht und ich fand es schlimm mit zu erleben, wie sie dann gelitten hat.
Als ich dann älter wurde, hätte ich es auch nicht gewollt, so ein fremder Mann bei uns wäre komsich gewesen.

Ich bin trotzdem gut groß geworden Es tut mir eher heute als Erwachsene weh, weil ich realisiert habe, was für ein egoistischer Mensch mein Vater ist.immer habe ich gekämpft, dass er mir zeigt, dass er mich liebt und wurde enttäuscht
Dabei muß ich das gar nicht, er müßte mich meiner bloßen Existenz wegen lieben.

Weißt du, es wist wirklich besser keinen Vater zu haben, als einen, der einem nur weh tut.

Als Mama mit Kind hat man hohe Ansprüche an einen neuen Partner, was ich auch gut und richtig finde Wenn es den Richtigen gibt, dann wirst du ihn auch finden.

Lg sannie

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30. Januar 2011 um 23:26
In Antwort auf sannie79

Hallo Babyone
Ich kann dich gut verstehen und es macht mich richtig traurig, wenn ich das lese.

Es macht mich auch unglaublich wütend auf den "vater" deiner Kleinen Sowas Herzloses. Er weiß gar nicht, was er seinem Kind da antut.
War sie denn auch vom ihm gewollt?


Ich bin zwar nicht alleinerziehend aber meine Mama war es mit mir.
Ich hatte aber Kontakt zu meinem Vater, allerdings hat er mich mein Leben lang nur enttäuscht, das tut er noch heute und wir haben so gut wie kein Kontakt mehr.

Als Kind störte es mich eigentlich nicht. Ich kannte es ja nicht anders. Meine Mama hatte zwar schon mal jemand kennengerlent aber das hielt nicht und ich fand es schlimm mit zu erleben, wie sie dann gelitten hat.
Als ich dann älter wurde, hätte ich es auch nicht gewollt, so ein fremder Mann bei uns wäre komsich gewesen.

Ich bin trotzdem gut groß geworden Es tut mir eher heute als Erwachsene weh, weil ich realisiert habe, was für ein egoistischer Mensch mein Vater ist.immer habe ich gekämpft, dass er mir zeigt, dass er mich liebt und wurde enttäuscht
Dabei muß ich das gar nicht, er müßte mich meiner bloßen Existenz wegen lieben.

Weißt du, es wist wirklich besser keinen Vater zu haben, als einen, der einem nur weh tut.

Als Mama mit Kind hat man hohe Ansprüche an einen neuen Partner, was ich auch gut und richtig finde Wenn es den Richtigen gibt, dann wirst du ihn auch finden.

Lg sannie

Hallo sannie
ja die kleine war schon ein wunschkind von ihm....aber in der ss lief einigs schief...und anscheind war sie dann doch nicht so gewünscht.

das was du schreibst, davor habe ich auch angst....sollte sie ihn eines tages kennlerne wollen, helfe ich ihr natürlich so gut ich kann, aber habe auch angst, das er nicht will, bzw sie enttäuscht.

wenn sie dann grösser ist und mal ein neuer mann da ist, da hab ich auch angst wie se reagiert.....wenn se noch klein sind, ist es einfacher...

wie alt warst du als deine mama einen neuen kennlernte? und hast du mal irgendwie PAPA gesagt zu einem?

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30. Januar 2011 um 23:32
In Antwort auf babyone79

Hallo sannie
ja die kleine war schon ein wunschkind von ihm....aber in der ss lief einigs schief...und anscheind war sie dann doch nicht so gewünscht.

das was du schreibst, davor habe ich auch angst....sollte sie ihn eines tages kennlerne wollen, helfe ich ihr natürlich so gut ich kann, aber habe auch angst, das er nicht will, bzw sie enttäuscht.

wenn sie dann grösser ist und mal ein neuer mann da ist, da hab ich auch angst wie se reagiert.....wenn se noch klein sind, ist es einfacher...

wie alt warst du als deine mama einen neuen kennlernte? und hast du mal irgendwie PAPA gesagt zu einem?

Also
ich war ungefähr 10 Jahre. Nein ich sprach ihn beim Vornamen an. Es ging auch nur 2 Jahre. Es war aber sehr lieb und hat mich immer mit einbezogen.

Meine Mutter war dann wirklich am Boden zerstört.

Später lernte sie noch jemand anderen kennen, den mochte ich nicht und das haben ich auch rausblicken lassen aber ich war ja dann schon 15/16 (schwieriges Alter )

Meine Mama hat nie gesucht. Sie sieht gut aus und wurde eher immer angesprochen, auch heute noch.
Inzwischen blockt sie sowas aber ab. Sie sagt immer, sie will gar keinen, denn sie macht ihr Ding und hat schon ganug um die Ohren. Für einen Mann hätte sie keine Zeit und sie konnte auch nicht alles so machen, wie sie will und es gewohnt ist.
Es wäre ihr einen zu große Umstellung.

Ich persönlcih würde mich heute sehr freuen, wenn sie noch mal jemanden findet, mit dem sie dann auch alt werden kann.

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31. Januar 2011 um 0:26

Bei uns ist es leider auch so
Meine Kleine ist jetzt 1,5 Jahre alt. Ihr Vater wollte mich in der SS zur Abtreibung zwingen und sagte, wenn ich nicht abtreibe, macht er Schluß. Da ich einen Mann der mich dazu zwingt mein eigenes Kind zu töten sowieso nicht mehr lieben kann, hab ich das Baby natürlich behalten. Ich töte doch nicht mein eigenes Kind. Dann war er monatelang in Indien verschollen. Doch erstaunlicherweise kam er dann zur Geburt zurück und war dabei. Die ersten Moante kam er einmal die Woche zu Besuch und hatte auch einen liebevollen Umgang mit der Kleinen. Dann wollte er wieder mit mir zusammen sein, obwohl ich da meine Bedenken hatte, weil er mich so sehr verletzt hatte, gab ich ihm nochmals eine Chance, weil ich mir hinterher nicht denken wollte... vielleicht hätte es ja doch geklappt. Es sollte aber nicht mehr sein, es war zuviel passiert und meine Liebe zu ihm nicht mehr da. Jetzt war er schon seit über einem halben Jahr nicht mehr zu Besuch da und hat auch den Kontakt völlig abgebrochen. Ich habe ihm immer gesagt, das er jederzeit zu Besuch kommen kann und ich habe sogar öfter angerufen und erzählt wie es der Kleinen so geht und ihn gefragt, wann er wieder zu Besuch kommt. Ich weiß nicht warum er sie nicht mehr sehen möchte, er hat nie etwas gesagt, er hob einfach nie wieder am Telefon ab und kam nie wieder zu Besuch. Es ist als wäre er gestorben. Es tut mir für meine Tochter sehr leid, aber immerhin kann ich sagen, ich habe echt alles versucht das sie einen papa haben kann. Auch wenn es für mich oft eher eine Qual war mit ihm. Manchmal kam er sie nicht besuchen obwohl es vereinbart war...ein paar Tage später rief er dann an und sagte er konnte sich nicht überwinden sie zu sehen. Ich denke das sagt eh schon sehr viel über seine Gefühle aus. Wenn sich jemand zum Kontakt zu seiner Tochter überwinden muss, dann sollte er es wohl auch besser lassen.

Seit einem Monat hat er jetzt leider auch beschlossen, das er keinen Unterhalt mehr zu zahlen braucht. Jetzt muss ich wieder wegen ihm zum Jugendamt und wieder so viel Mühe und Ärger wegen ihm. Ich habe schon so einen großen Haß ihm gegenüber entwickelt. Dafür das er tut als wäre seine eigene Tochter schon lange tot und dafür das er ihr nicht mal den Mindestunterhalt zahlen möchte. Hat meine Tochter nicht mal das mindeste verdient? Das verletzt mich so sehr, weil ich denke er muss da auch so einen Hass haben, das er sich immer so weigert. Alle paar Monate muss ich ihm das Jugendamt auf den Hals hetzen, ohne Druck zahlt er nicht. Das ist so mühsam und belastet mich echt sehr. Nicht wegen dem Jugendamt, sondern wegen ihm. Weil ich nicht verstehe wie man so zu seinem eigenen Kind sein kann. Und es ist bei weitem nicht so das er das Geld nicht hätte. Er verdient sehr gut und arbeitet viel schwarz und dadurch hat er viel nicht angegeben und muss eh nur die Hälfte von dem bezahlen, was uns eigentlich zustehen würde. Ich bin niemandem der ihn ausnehmen möchte, aber die Kleine kostet halt mal und er soll wenigstens das mindeste zahlen. Ich verstehe nicht warum er sich da so weigert wo er doch so gut verdient. Ständig muss ich meinem Vater um Geld bitten, weil er immer Schwierigkeiten mit dem Unterhalt macht. (Ich wohne in Österreich und hier kann man die Kleinen erst mit 3 Jahren in den Kindergarten geben, davor ist man zu Hause in Karenz und bekommt nur ein geringes Karenzgeld, deshlab wäre auch der Unterhalt wichtig. Hier sind alleinerziehende Mütter leider noch eher die Ausnahme und nicht so gut abgesichert.)

In der Siedlung in der ich wohne (und es ist eine sehr große Siedlung) haben alle die ich bis jetzt auf dem Spielplatz kennen gelernt habe einen Papa. Meine Kleine ist die einzige. Mich bedrückt es schon wenn ich nur sehe, wie ein Vater seine Tochter auf dem Arm trägt. Ich kann damit gar nicht umgehen. Es macht mich so traurig. Vor allem weil ich so einen lieben Papa hatte, der immer für mich da war und alles für mich getan hat. So etwas wird sie nie kenne lernen dürfen. Wenn ich einen neuen Partner kennen lernen sollte, dann werde ich ihr den nicht als ihren Papa erklären. Sondern dann ist das der Freund von der Mama. Ich möchte da meine Tochter nicht irritieren. Ich will das sie weiß wer ihr Vater ist und wer nicht. Und ich finde es nicht richtig einen anderen Mann als ihren Vater auszugeben. Damit hätte ich ein großes Problem. Wenn sie mich fragen wird, warum sie keinen Papa hat, dann werde ich ihr immer die Wahrheit sagen. Ich werde es nicht so sagen, das sie denkt, sie ist es nicht wert geliebt zu werden. Man darf nicht sagen, der Papa hat dich nicht lieb oder der Papa möchte dich nicht haben. Aber ich denke es spricht nichts dagegen, wenn ich ihr einfach erkläre, das ihr Papa einfach kein Baby haben wollte. Das es Männer gibt die sich Kinder wünschen und andere die keine Kinder haben möchten und das das gar nichts mit ihr zu tun hat, sondern das ihr Papa schon bevor sie überhaupt geboren war schon gesagt hat, das er kein Kind möchte. So werde ich es ihr versuchen zu erklären. Ich habe auch schon viel darüber nachgedacht und ich möchte sie nicht belügen. Ich möchte immer das sie die Wahrheit weiß. Ich kann mir nicht vorstellen einen neuen Partner zu haben bzw. wüsste ich nicht wo ich ihn finden sollte. Mit Kleinkind ist doch jeder Tag gleich wenn man in Karenz zu Hause ist. Ich komme nur zum Einkaufen, am Spielplatz, im Park, zum Babyschwimmen und mal zu einer Freundin (der kann ich dann aber auch schlecht ihren Mann ausspannen *g*). Also keine Ahnung wo man da jetzt jemanden kennen lernen soll. Ich habe auch das Gefühl das ein Kind schon viele Männer abschreckt einfach weil sie lieber ein eigenes Kind haben, als ein fremdes groß zu ziehen oder vielleicht gar keine Kinder möchten. Ich bemerke schon das ich früher viel mehr angeflirtet wurde und es mit Kind doch viel schwieriger ist. Ich wüßte auch nicht wo in meinem Leben überhaupt Platz für einen Mann sein soll. Meine Tochter ist so anhänglich. Sie will ihre Mami immer ganz für sich alleine haben, sie will immer auf meiner Schoß sitzen und viel kuscheln. Und wenn sie abends schläft bin ich froh, das mal niemand an mir hängt. Wäre da dann noch ein Mann da der dann auch noch meine Nähe möchte, wäre mir das zuviel. Obwohl ich mich natürlich schon oft einsam fühle. Es ist sehr schwer so ganz alleinerziehend zu sein. Erstens hat man selbst keinen Partner im Leben der einen Halt und Kraft gibt so das man öfter müde und traurig ist und zweitens muss man sich dann auch völlig alleine um das Kind kümmern und hat nie Freizeit (wenn sie noch so klein sind). Und man kann auch nicht Vater und Mutter in einem sein. auch eine alleinerziehende Mutter ist nur ein Mensch und kommt an ihre Grenzen.

Es tröstet mich ein wenig, wenn ich hier lese, das es auch anderen so geht. Denn hier wo ich wohne haben alle kinder einen papa und da fühlt man sich dann so schuldig, das mein Kind das einzige ist das keinen Papa haben kann. LG





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31. Januar 2011 um 1:07

Das klingt ja schön
Ich finde es ja auch in Ordnung wenn die Mutter einige Zeit lang mit einem anderen Mann zusammen ist und das Kind dann von sich aus selbst zu dem dann Papa sagt. Was ich meinte ist das ich es nicht richtig finde, wenn man dem Kind erzählt es sei der echte papa obwohl dem ja nicht so ist. Wenn sie dann älter werden und erfahren das es nicht ihr leiblicher Vater ist, dann werden sie erstens enttäuscht von der Mutter sein, weil sie belogen wurden und zweitens auch verwirrt sein, weil alles nicht so ist, wie sie dachten. Ich finde nur wichtig, das man da sagt, das ist nicht dein leiblicher papa, damit es später nicht zu verwirrungen kommt.

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