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Meine Nachbarin brüllt regelmäßig ihr Neugeborenes an - ab wann was tun?

Letzte Nachricht: 19. April um 19:28
U
user398010392
01.03.22 um 10:25

Wie der Überschrift zu entnehmen ist, hat meine Nachbarin seit ca. 1-2 Monate ein Baby, dass sie regelmäßig anschreit. Gehört habe ich das mittlerweile ungefähr 5-6 Mal, mehr oder weniger schlimm. Wenn das Baby schreit höre ich das, aber wenn die Mutter zurückschreit ist das um ein vielfaches lauter. Nur durch ihr schreien weiß ich, dass das Baby Lion heißt. Sie blüllt dann "Lion! Jetzt reicht es wieder!" oder "Schluss jetzt", oder macht das Baby-Weinen nach und schmeißt Zimmertüren zu. 

Ab wann handelt es sich hier um Kindesmisbrauch, frage ich mich nun. Was soll ich tun? Geht mich das überhaupt etwas an? Bisher wohnt die Dame und ihr Mann seit zwei Jahren im Haus, hat sich nie vorgestellt und auch an sonsten haben wir keinen Kontakt - außer wenn sie ihren Mann, ihr Baby oder Hunde in der Nachbarschaft anschreit höre ich nichte von ihr. 

Danke für die Hilfe, liebe Grüße Sascha 

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happilyworking
happilyworking
02.03.22 um 14:50

Für mich klingt es so, als sei die Nachbarin vor allem mit dem Schreien des Kindes überfordert.

Ich würde sie direkt ansprechen und darauf hinweisen, dass ich sie ab und zu schreien höre und dass es eine Schreiambulanz für Mütter gibt, die Probleme haben, ihr schreiendes Kind zu beruhigen. Vielleicht nimmt sie ja ein Hilfsangebot des Jugendamts oder der Schreiambulanz wahr.

Zumindest weiß sie dann, dass jemand sie hört und Bescheid weiß, was in der Wohnung passiert. Für mich wäre es definitiv etwas, was ich dem Jugendamt melden würde. Die Frau braucht offensichtlich Unterstützung bei der Betreuung des Babys. Vielleicht kann das Jugendamt eine Tagespflege oder Nachtbetreuung organisieren. Manchmal ist das möglich.

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anonym123
03.03.22 um 19:14

Ja das ist ein Fall wo du aufgefallen etwas machen solltest. Entweder anonyme Meldung ans Jugendamt oder die Frau ansprechen, dass du hörst, dass sie das Baby anschreit und das sie sich Hilfe holen soll.
Bitte tu aber was ! 
Das ist sehr alamierend !

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mila1001
mila1001
13.03.22 um 14:34
In Antwort auf user398010392

Wie der Überschrift zu entnehmen ist, hat meine Nachbarin seit ca. 1-2 Monate ein Baby, dass sie regelmäßig anschreit. Gehört habe ich das mittlerweile ungefähr 5-6 Mal, mehr oder weniger schlimm. Wenn das Baby schreit höre ich das, aber wenn die Mutter zurückschreit ist das um ein vielfaches lauter. Nur durch ihr schreien weiß ich, dass das Baby Lion heißt. Sie blüllt dann "Lion! Jetzt reicht es wieder!" oder "Schluss jetzt", oder macht das Baby-Weinen nach und schmeißt Zimmertüren zu. 

Ab wann handelt es sich hier um Kindesmisbrauch, frage ich mich nun. Was soll ich tun? Geht mich das überhaupt etwas an? Bisher wohnt die Dame und ihr Mann seit zwei Jahren im Haus, hat sich nie vorgestellt und auch an sonsten haben wir keinen Kontakt - außer wenn sie ihren Mann, ihr Baby oder Hunde in der Nachbarschaft anschreit höre ich nichte von ihr. 

Danke für die Hilfe, liebe Grüße Sascha 

Biete ihr lieber an, mal eine halbe Stunde beim Baby zu bleiben, damit sie mal aus der Situation raus kommt und durchschnaufen kann.
Wo ist der Vater des Kindes? 
Ohne Hintergrund Wissen würde ich nicht gleich beim Jugendamt anrufen. Damit machst du die Mutter noch mehr fertig. Das ändert nichts an der Situation, verschärft sie womöglich noch.
Normalerweise bin ich absolut dafür, dass man genauer hinsieht. Aber ich kenne auch die andere Seite, mit übermotivierten Nachbarn. 

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U
user1485786743
20.03.22 um 21:55

Wenn ein Baby schreit hat es Bedürfnisse die unbedingt gestillt werden müssen! Hunger, Durst, Schmerzen.... wenn die Nachbarin auf diese Bedürfnisse nicht stillt und mit Schreien reagiert ist Gefahr in Verzug. Der Säugling ist absolut hilflos! Unbedingt so schnell wie möglich beim Jugendamt anrufen. Keine Sorge, die Meldung bleibt anonym und die Dame bekommt eine Hilfe zur Seite gestellt. Eine win win Situation für alle.

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mila1001
mila1001
20.03.22 um 22:29
In Antwort auf user1485786743

Wenn ein Baby schreit hat es Bedürfnisse die unbedingt gestillt werden müssen! Hunger, Durst, Schmerzen.... wenn die Nachbarin auf diese Bedürfnisse nicht stillt und mit Schreien reagiert ist Gefahr in Verzug. Der Säugling ist absolut hilflos! Unbedingt so schnell wie möglich beim Jugendamt anrufen. Keine Sorge, die Meldung bleibt anonym und die Dame bekommt eine Hilfe zur Seite gestellt. Eine win win Situation für alle.

Eine Meldung beim Jugendamt würde ich jetzt nicht unbedingt als win, win Situation bezeichnen. Sowas zieht einen riesen Rattenschwanz nach sich, was die Frau noch mehr überfordern wird bzw. die Situation verschärfen könnte.

Man kennt die Hintergründe nicht. Schlafmangel, Schreibaby und andere Probleme lassen schon mal die Nerven blank liegen.

Hilfe anbieten, mal ne halbe Stunde mit dem Baby spazieren fahren oder nen anderen Babysitter organisieren, wären erstmal der erste Schritt. Dann kann man immer noch das Jugendamt einschalten. So anonym ist eine Meldung übrigens nicht. Dort muss man sehr wohl seinen Namen angeben. Der Mutter wird er zwar nicht mitgeteilt, aber sie wird sich schon denken können, wer es war.

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U
user1485786743
21.03.22 um 6:27

Der Meinung bin ich nicht. Man kann von der Fragestellerin jetzt auch nicht erwarten dass sie jeden Tag mit dem Kind spazieren geht. Schreikind hin oder her, man schreit ein weinendes Baby nicht an! Egal wie müde man ist! Personen vom Jugendamt ist ausgebildet und können gut einschätzen wann welche Hilfe gebraucht wird! Wenn ein Säugling schreit, dann braucht er unmittelbar Hilfe und keine zuknallenden Türen! Wo ist die Grenze? Spätestens wenn das Kind durch ein Schütteltrauma Langzeitfolgen erleidet oder stirbt. Der Säugling hat nicht die Möglichkeit zum Jugendamt zu gehen oder irgendjemanden darum zu bitten seinen Hunger zu stillen, ihm Nähe zu schenken, ihm etwas anzuziehen wenn er friert usw... Säuglinge die man Schreien lässt erleiden Todesängste und das zieht ebenso einen Tattenschwanz an Problemen mit sich. Die Mutter ist eine Erwachsene Frau, daher muss man auf alle Fälle den Säugling schützen und nicht die Taten der Mutter decken oder verharmlosen.... ihr einmal das Kind abzunehmen wird vermutlich nicht viel für den Säugling ändern

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annika9219
19.04.22 um 14:28

Offenschlichtlich ist die Mutter überfordert mit dem Kind. Hilfe braucht Sie. Ohne Frage.
Eher wohl nicht nur mit dem Kind, wohl grundsätzlich --- wenn Sie ihren Mann, ihr Baby oder Hunde in der Nachbarschaft anschreit ...
Schwer Frage wie weiter. Wie fast eine "Einmischung" dritter auf? 
Vielleicht das Gespräche mit dem Mann versuchen...  
 

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staples
staples
19.04.22 um 15:01
In Antwort auf user1485786743

Der Meinung bin ich nicht. Man kann von der Fragestellerin jetzt auch nicht erwarten dass sie jeden Tag mit dem Kind spazieren geht. Schreikind hin oder her, man schreit ein weinendes Baby nicht an! Egal wie müde man ist! Personen vom Jugendamt ist ausgebildet und können gut einschätzen wann welche Hilfe gebraucht wird! Wenn ein Säugling schreit, dann braucht er unmittelbar Hilfe und keine zuknallenden Türen! Wo ist die Grenze? Spätestens wenn das Kind durch ein Schütteltrauma Langzeitfolgen erleidet oder stirbt. Der Säugling hat nicht die Möglichkeit zum Jugendamt zu gehen oder irgendjemanden darum zu bitten seinen Hunger zu stillen, ihm Nähe zu schenken, ihm etwas anzuziehen wenn er friert usw... Säuglinge die man Schreien lässt erleiden Todesängste und das zieht ebenso einen Tattenschwanz an Problemen mit sich. Die Mutter ist eine Erwachsene Frau, daher muss man auf alle Fälle den Säugling schützen und nicht die Taten der Mutter decken oder verharmlosen.... ihr einmal das Kind abzunehmen wird vermutlich nicht viel für den Säugling ändern

Na da möchte ich mal widersprechen. Wenn man ein Neugebohrenes Kind zuhause hat, dann weiß jeder Elternteil, wie sehr schlafmangel an einem zerren kann und wie dünn die Nervenfäden werden. Man selber bekommt das nicht so schnell mit, wie aussenstehende. Wie oft habe ich meine Frau aus der Situation herausgeholt, in der sie an ihre Grenzen gekommen ist und wie oft hat sie das bei mir gemacht - ich weiß es nicht mehr, aber wir hatten uns zum Glück gegenseitig. Wenn bei ihr jetzt das zufällig auf den Zeitpunkt fällt, wo der Mann auf Arbeit ist, dann ist sie erst einmal Hilflos.

Von daher finde ich als erste Reaktion der TE, dass sie mit ihr sprechen soll und zwar nicht als Vorwurf! Ihr sagen, dass man sie gehört hat und ob sie Untersützung benötigt. Vielleicht hat sie ja kein anderes Familienmitglied oder jemand aus dem Freundeskreis, der ihr helfen kann? Mal ne halbe Stunde mit dem Kleinen um den Block gehen holt Mutter und Kind aus der Situation und die Nerven können sich beruhigen. Dann kann man immer noch schauen, wie man zukünftig untersützen kann (Schreiambulanz, Babysitterservice, Leihoma,....), so dass es nicht an der TE hängen bleibt.

Ist die Frau bei der Ansprache und dem Angebot uneinsichtig und bleibt ihn ihrem lauten Redefluss, dann kann man sich immer noch überlegen, das Jugendamt einzuschalten. Aber voreilig den Stein ins Rollen zu bringen, kann eine Familie und somit auch die Zukunft des Kindes zerstören oder beeinträchtigen.

Staples

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staples
staples
19.04.22 um 15:03
In Antwort auf annika9219

Offenschlichtlich ist die Mutter überfordert mit dem Kind. Hilfe braucht Sie. Ohne Frage.
Eher wohl nicht nur mit dem Kind, wohl grundsätzlich --- wenn Sie ihren Mann, ihr Baby oder Hunde in der Nachbarschaft anschreit ...
Schwer Frage wie weiter. Wie fast eine "Einmischung" dritter auf? 
Vielleicht das Gespräche mit dem Mann versuchen...  
 

Das findet man nur heraus, in dem man es ausprobiert.

Den Mann darauf ansprechen ist auch wieder über eine Ecke. Die Mutter wurde gehört und die Mutter benötigt unterstützung. Warum also nicht mir ihr sprechen?

Warum die Mutter andere Hunde anschreit, weiß man ja nicht. Vielleicht hat sie Angst vor Hunden? Oder die Hunde waren zu stürmisch am Kinderwagen? Nicht gleich alles vorverurteilen, sondern beide Seiten anhören.

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staples
staples
19.04.22 um 15:04
In Antwort auf user1485786743

Der Meinung bin ich nicht. Man kann von der Fragestellerin jetzt auch nicht erwarten dass sie jeden Tag mit dem Kind spazieren geht. Schreikind hin oder her, man schreit ein weinendes Baby nicht an! Egal wie müde man ist! Personen vom Jugendamt ist ausgebildet und können gut einschätzen wann welche Hilfe gebraucht wird! Wenn ein Säugling schreit, dann braucht er unmittelbar Hilfe und keine zuknallenden Türen! Wo ist die Grenze? Spätestens wenn das Kind durch ein Schütteltrauma Langzeitfolgen erleidet oder stirbt. Der Säugling hat nicht die Möglichkeit zum Jugendamt zu gehen oder irgendjemanden darum zu bitten seinen Hunger zu stillen, ihm Nähe zu schenken, ihm etwas anzuziehen wenn er friert usw... Säuglinge die man Schreien lässt erleiden Todesängste und das zieht ebenso einen Tattenschwanz an Problemen mit sich. Die Mutter ist eine Erwachsene Frau, daher muss man auf alle Fälle den Säugling schützen und nicht die Taten der Mutter decken oder verharmlosen.... ihr einmal das Kind abzunehmen wird vermutlich nicht viel für den Säugling ändern

Und so gut sind die vom Jugendamt auch nicht ausgebildet. Vor allem greift das Jugendamt oft auf externe Dienstleister zurück, welche noch weniger ausgebildet, dafür unter Leistungsdruck stehen.

 

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mila1001
mila1001
19.04.22 um 19:28
In Antwort auf staples

Na da möchte ich mal widersprechen. Wenn man ein Neugebohrenes Kind zuhause hat, dann weiß jeder Elternteil, wie sehr schlafmangel an einem zerren kann und wie dünn die Nervenfäden werden. Man selber bekommt das nicht so schnell mit, wie aussenstehende. Wie oft habe ich meine Frau aus der Situation herausgeholt, in der sie an ihre Grenzen gekommen ist und wie oft hat sie das bei mir gemacht - ich weiß es nicht mehr, aber wir hatten uns zum Glück gegenseitig. Wenn bei ihr jetzt das zufällig auf den Zeitpunkt fällt, wo der Mann auf Arbeit ist, dann ist sie erst einmal Hilflos.

Von daher finde ich als erste Reaktion der TE, dass sie mit ihr sprechen soll und zwar nicht als Vorwurf! Ihr sagen, dass man sie gehört hat und ob sie Untersützung benötigt. Vielleicht hat sie ja kein anderes Familienmitglied oder jemand aus dem Freundeskreis, der ihr helfen kann? Mal ne halbe Stunde mit dem Kleinen um den Block gehen holt Mutter und Kind aus der Situation und die Nerven können sich beruhigen. Dann kann man immer noch schauen, wie man zukünftig untersützen kann (Schreiambulanz, Babysitterservice, Leihoma,....), so dass es nicht an der TE hängen bleibt.

Ist die Frau bei der Ansprache und dem Angebot uneinsichtig und bleibt ihn ihrem lauten Redefluss, dann kann man sich immer noch überlegen, das Jugendamt einzuschalten. Aber voreilig den Stein ins Rollen zu bringen, kann eine Familie und somit auch die Zukunft des Kindes zerstören oder beeinträchtigen.

Staples

Dankeschön! Du sprichst mir aus der Seele...

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