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"Meine Narbe" - 3sat - wer schaut es gerade?

22. April 2015 um 21:04

Finds echt interessant.

Wie erlebt Frau ihre sectio?

Teilweise oder größtenteils sind die Damen ja wirklich traumatisiert und erschüttert, weil ihre geburt ein kaiserschnitt wurde.

Wie geht es euch damit?

Ich muss sagen, auch wenn die geburt dramatisch und die sectio eilig und nicht geplant war, bin ich echt froh, dass es dann doch die Möglichkeit gibt und mein Sohn jetzt lebt. Ich finde die Narbe nicht schlimm! (Bin aber auch selbst per sectio zur Welt gekommen)

Finde den Satz "Operation nur bei Indikation" aber richtig. Beim zweiten werde ich es wieder natürlich versuchen, wenn es keine medizinischen Einwände gibt.

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22. April 2015 um 21:15

Genau aus diesem Grund schauen ich diesen Film nicht.
Meiner Meinung nach wird damit wieder "Stimmung gemacht" und das finde ich unmöglich.

Lg
Pupsigel

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22. April 2015 um 21:25

Stimmung gegen kaiserschnitt?
Also die Sendung war ja sehr anti Kaiserschnitt. Am Ende war dann die Dame, die ihr baby natürlich geboren hatte und so stolz war. Vorher die Damen mit Narbe, die teils heulend vor der Kamera saßen. Klar ist die natürliche Geburt anstrebenswert, aber ist meine geburt nun weniger wert, weil es eben nicht geklappt hat?

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22. April 2015 um 21:49

Ich habe es nicht gesehen
Habe auch per Ks entbunden und damit kein Problem obwohl ich gerne eine natürliche Geburt gehabt hätte. Ging nun mal nicht anders und wir haben es 3 Tage versucht. Kann aber irgendwie nicht verstehen das mache da so ein Drama drauß machen. Geburt ist Geburt und am Ende hat man sein Baby im Arm. Was will man mehr? Ich bin doch nicht weniger Mutter als eine Frau die natürlich Entbunden hat. Und weniger Frau bin ich deshalb auch nicht, denn was sind dann Frauen ohne Kinder!?
So, das ist meine Meinung dazu

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22. April 2015 um 22:02


Dem stimme ich zu. Meine zwei ks waren zwar mit indikation, aber hätte ich darauf bestanden, hätte ich es auch versuchen können. Aber um welchen preis? Es gab risiken und die wollte ich nicht eingehen. Nach meinem ersten ks war ich deprimiert und hab damit gehadert, aber nur weil jch eine hebamme hatte, die mir das gefühl gab falsch gehandelt zu haben und einen ks ganz fircntbar fand.

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22. April 2015 um 22:06

Sehr gute Frage!
Ich bitte um den Kriterienkatalog, der zur Indikation eines Kasierschnitt herangezogen werden kann.

Dieser Film versucht alles, aber nicht objektiv und aufklärerisch zu sein, im Gegenteil, meiner Meinung nach verstärkt er die "Kluft" zwischen Spontangebärenden und Kaiserschnittmamas.

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23. April 2015 um 11:05


Mein Mann und ich sind beim Zappen auf diese Sendung gestoßen. Sein erster Gedanke war "Die können sich aber anstellen" - ich habe genau das gleiche gedacht

Nach meinen zwei KS (sekundär und Re-Secetio) habe ich noch nie einen Gedanken daran verschwendet. Bin einfach nur glücklich Mama zu sein.

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23. April 2015 um 13:27

Habe es mir grade angesehen...
Es hat mich sehr berührt. Es tat mir leid für diese Frauen, für die der Kaiserschnitt ein negatives Erlebnis war und wie sie darunter leiden.

Als Anti- Kaiserschnittdokumentation habe ich es nicht empfunden. Hier berichten Frauen, die Probleme damit haben wie sie entbunden haben. Ich glaube nicht, dass diese Dokumentation darauf abgezielt hat, den Kaiserschnitt ins schlechte Licht zu rücken. Es gibt auch Dokumentationen über Wochenbettdepressionen und dennoch hat nicht jede Frau eine. Genauso wie nicht jede Frau die einen Kaiserschnitt hatte, traumatisiert ist.

Ich glaube aber nicht, dass sie sich anstellen. Harte Worte. Für ihre Empfindungen und Erfahrungen können sie nichts. Ich denke, dass jede Mutter froh darüber ist, dass es im Notfall diese Option gibt. Dennoch sollte keine Frau sich für ihre Gefühle diesbezüglich schämen müssen.
Eine natürliche Geburt kann ebenso ein Trauma auslösen und nur weil es für die eine Frau ein gutes Erlebnis war, muss es für die andere keines sein. Ich würde mir nicht erlauben hier zu Urteilen, denn das was ich empfinde ist nicht automatisch das was andere empfinden.

Eines würde mich aber interessieren... Vielleicht mag jemand darauf antworten, der diese Doku als Anti-KS wahrnahm. Weshalb empfindet ihr das?

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23. April 2015 um 14:34

Ich muß mich auch ständig
zurückhalten, den KS-Mamas mein Mitgefühl auszusprechen... Ich hatte beides und die Emotionen waren nicht vergleichbar - ist einfach so gewesen.

Bei so einer Sendung ist zu erwarten, dass die emotionale Seite stark im Vordergrund steht.
Neulich kam eine Reportage über das Thema Abtreibung - lief in die selbe Richtung.

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23. April 2015 um 16:47

Komische sendung
Kenn im Real Life niemanden der ein Problem mit nem KS hat. Warum auch

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23. April 2015 um 20:12
In Antwort auf xxmaybexx1

Habe es mir grade angesehen...
Es hat mich sehr berührt. Es tat mir leid für diese Frauen, für die der Kaiserschnitt ein negatives Erlebnis war und wie sie darunter leiden.

Als Anti- Kaiserschnittdokumentation habe ich es nicht empfunden. Hier berichten Frauen, die Probleme damit haben wie sie entbunden haben. Ich glaube nicht, dass diese Dokumentation darauf abgezielt hat, den Kaiserschnitt ins schlechte Licht zu rücken. Es gibt auch Dokumentationen über Wochenbettdepressionen und dennoch hat nicht jede Frau eine. Genauso wie nicht jede Frau die einen Kaiserschnitt hatte, traumatisiert ist.

Ich glaube aber nicht, dass sie sich anstellen. Harte Worte. Für ihre Empfindungen und Erfahrungen können sie nichts. Ich denke, dass jede Mutter froh darüber ist, dass es im Notfall diese Option gibt. Dennoch sollte keine Frau sich für ihre Gefühle diesbezüglich schämen müssen.
Eine natürliche Geburt kann ebenso ein Trauma auslösen und nur weil es für die eine Frau ein gutes Erlebnis war, muss es für die andere keines sein. Ich würde mir nicht erlauben hier zu Urteilen, denn das was ich empfinde ist nicht automatisch das was andere empfinden.

Eines würde mich aber interessieren... Vielleicht mag jemand darauf antworten, der diese Doku als Anti-KS wahrnahm. Weshalb empfindet ihr das?

Weil nur Frauen dokumentiert wurden
Die es als negatives Erlebnis dargestellt und empfunden haben. Mit geht es auch so, dass ich in Leben noch keine Frau getroffen habe, die SO darunter gelitten hat, wie die gefühlt fünf interviewten. Ich fand es interessant, aber einfach völlig überzogen. Dieses Geheule... Na ja, ich bin aber auch nicht so gefühlsduselig. Trotzdem finde ich die Darstellungsweise sehr einseitig... Klar, es wurde von der Theorie, den Fakten rund um den ks alles gesagt, aber diese fallbeispiele?! Es fehlte einfach eine andere Perspektive.
Würde ich jetzt wieder schwanger werden und man würde mir sagen, ich müsse wieder einen ks bekommen, hätte damit absolut gar kein Problem. Im Gegenteil, mit der Aussicht auf eine natürliche Geburt mit eventuellen erneuten Komplikationen muss ich mich wieder auseinandersetzen. Ich hab es als unglaubliche Erleichterung empfunden als die Ärztin sagte "wir müssen einen kaiserschnitt machen. Es wird jetzt schnell gehen!"

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23. April 2015 um 21:33
In Antwort auf 3bananapancakes

Weil nur Frauen dokumentiert wurden
Die es als negatives Erlebnis dargestellt und empfunden haben. Mit geht es auch so, dass ich in Leben noch keine Frau getroffen habe, die SO darunter gelitten hat, wie die gefühlt fünf interviewten. Ich fand es interessant, aber einfach völlig überzogen. Dieses Geheule... Na ja, ich bin aber auch nicht so gefühlsduselig. Trotzdem finde ich die Darstellungsweise sehr einseitig... Klar, es wurde von der Theorie, den Fakten rund um den ks alles gesagt, aber diese fallbeispiele?! Es fehlte einfach eine andere Perspektive.
Würde ich jetzt wieder schwanger werden und man würde mir sagen, ich müsse wieder einen ks bekommen, hätte damit absolut gar kein Problem. Im Gegenteil, mit der Aussicht auf eine natürliche Geburt mit eventuellen erneuten Komplikationen muss ich mich wieder auseinandersetzen. Ich hab es als unglaubliche Erleichterung empfunden als die Ärztin sagte "wir müssen einen kaiserschnitt machen. Es wird jetzt schnell gehen!"

Mhm, ja es wurde nur von "problemfällen"
berichtet. Meinst du aber nicht, dass es einfach eben die Frauen ansprechen sollte die ebenfalls damit zu kämpfen haben?

Ich denke, dass diese Doku speziell an die gerichtet war, die schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Oder empfindest du es so, weil man glauben könnte es gäbe nur Frauen mit schlechten Kaiserschnitterfahrungen?

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23. April 2015 um 21:43

Viele
der Frauen haben mir absolut aus der Seele gesprochen. V.A. wenn es um das verpasste Geburtserlebnis und die"Unfähigkeit" zu gebären ging. Ich konnte diese Gefühle sehr gut verstehen, sich wenn meine beiden KS inzwischen 7 und 5 Jahre Jet sind. Es ist zwar mit der Zeit verblasst, dennoch würde ich sagen, dass ich nach wie vor darunter leide. Daher fand ich es auch so krass, der Reportage dieses Ende zu geben- zwei strahlende Frauen, die vor Glück und Stolz platzen und kurz zuvor noch die traumatisierten KS Mütter. Das ging gar nicht, fand ich. Vielleicht kann es Mut machen, wenn man noch die Hoffnung auf eine spontane Geburt hat, aber sonst. ..
Liebe grüße Sammy

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23. April 2015 um 21:46

Das macht mich auch wirklich traurig...
Ich war auch etwas erschrocken über die Wortwahl. Die Geburt ist ein so intimes, einschneidendes Ereignis für jede Frau, egal wie entbunden wurde. Hier zu sagen, dass die Frauen sich "anstellen" ist unüberlegt, herzlos und gemein. Durch solche Aussagen sind Betroffene gehemmt ihre wahren Gefühle preiszugeben und bleiben oft damt alleine... Dabei kann es so hilfreich sein sich auszutauschen.

Super, wer ein tolles positives Geburtserlebnis hatte. Deshalb habe ich aber doch nicht das Recht anderen ihre Empfindungen abzusprechen...

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23. April 2015 um 22:11
In Antwort auf xxmaybexx1

Mhm, ja es wurde nur von "problemfällen"
berichtet. Meinst du aber nicht, dass es einfach eben die Frauen ansprechen sollte die ebenfalls damit zu kämpfen haben?

Ich denke, dass diese Doku speziell an die gerichtet war, die schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Oder empfindest du es so, weil man glauben könnte es gäbe nur Frauen mit schlechten Kaiserschnitterfahrungen?

Hm
Es kann sein, dass ich dafür einfach nicht so empfänglich bin. Ich hätte nur gerne noch eine andere Seite gesehen. Ich denke würden Frauen wie meine freundin, die mit plazenta praevia kurzvor ihrem geplanten Ks stehen diese Sendung gesehen haben, könnten die die Krise kriegen, weil es einfach so mega einseitig dargestellt wird.

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24. April 2015 um 12:58

Ich fand
den Bericht bewegend und man hat den Frauen die Emotionen angesehen.

Sehr befremdlich fand ich den Kommentar des einen Klinikarztes, dass man sich in seinem Haus auf die spontane Geburt spezialisiert hat - als ob das absolut nicht mehr zum Standard gehört.

Gewünscht hätte ich mir, dass auch Frauen zu Wort kommen, die mit ihrem Kaiserschnitt und der Art der Durchführung zufrieden waren, weil man ihnen im Kreisssaal Respekt entgegenbrachte.

Man hätte umgekehrt sicherlich auch eine Doku machen können über traumatisierte Frauen nach einer vaginalen Geburt, wie maybe schon andeutete.

Genau das ist nämlich meiner Ansicht nach der Hauptknackpunkt: Der würdevolle Umgang mit Gebärenden in einer sehr verletzbaren Situation. Da muss man ansetzen.

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24. April 2015 um 13:31

Ich...
...denke, natürlich gibt es auch bei vaginalen Geburten traumatisierte Frauen.
Aber das Problem, das ich sehe ist einfach, dass zu viele Kaiserschnitte OHNE Indikation gemacht werden, weil es oft für das Klinikpersonal einfach leichter ist und Müttern Angst gemacht wird. Ich finde die Kaiserschnittrate einfach erschreckend hoch!!!

Auch bin ich mit sicher, dass der viele Komplikationen bei der Geburt einfach hausgemacht sind, wenn ich mich in meinem Umfeld zu umhöre oder die Frauen in dem Film höre....unter diesen Umständen in manchen Krankenhäusern kann niemand gut entbinden! Das ist ja völlig gegen die Natur...Unruhe, Zeitdruck, Unsicherheiten, Ängste..etc....


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24. April 2015 um 14:29
In Antwort auf waldmeisterin1

Ich fand
den Bericht bewegend und man hat den Frauen die Emotionen angesehen.

Sehr befremdlich fand ich den Kommentar des einen Klinikarztes, dass man sich in seinem Haus auf die spontane Geburt spezialisiert hat - als ob das absolut nicht mehr zum Standard gehört.

Gewünscht hätte ich mir, dass auch Frauen zu Wort kommen, die mit ihrem Kaiserschnitt und der Art der Durchführung zufrieden waren, weil man ihnen im Kreisssaal Respekt entgegenbrachte.

Man hätte umgekehrt sicherlich auch eine Doku machen können über traumatisierte Frauen nach einer vaginalen Geburt, wie maybe schon andeutete.

Genau das ist nämlich meiner Ansicht nach der Hauptknackpunkt: Der würdevolle Umgang mit Gebärenden in einer sehr verletzbaren Situation. Da muss man ansetzen.

Ich bin auch der meinung, dass hier etwas
verändert werden sollte. Viele Frauen in meinem Umfeld beschreiben, dass sie sich nicht wohl fühlten unter der Geburt. Da geht es meist um unsanfte Untersuchungen am Muttermund während der Geburt, Personal das keine Zeit hat sich ausreichend zu kümmern und aufzuklären, Wünsche die nicht Berücksichtigt werden, häufiger Schichtwechsel oder zu schnelles Eingreifen in den Geburtsverlauf.

Ich denke, dass es vielen Frauen helfen könnte, wenn sie im Vorfeld besser aufgeklärt werden würden, welche Möglichkeiten sie haben. Dafür ist leider selten Zeit.

Ich empfand es als sehr angenehm, dass ich meine Hebamme schon lange vorher kannte... Sie besprach mit mir meine Wünsche und Vorstellungen, klärte mich über alles auf, auch darüber wie im Notfall gehandelt werden muss. Sie brachte mir Respekt entgegen in dem sie zum Beispiel fragte, ob sie nach dem Muttermund sehen dürfe.

Natürlich muss es im Notfall schnell gehen und zum Glück gibt es ein Team von Menschen die bereit stehen um schnell zu handeln.

Ich glaube aber auch, dass es oftmals auch zu Komplikationen oder zu einem Geburtsstillstand kommt, wenn die Mütter Angst haben und schlecht betreut sind. Immer weniger Frauen vertrauen ihrem Körper und können sich Fallen lassen, ihren Körper für sich arbeiten lassen. Ich bin Überzeugt davon, dass es das Gebären leichter macht, wenn man sich bewusst ist, wie man sich selbst unterstützen kann durch die richtigen Umstände, durch selbstbestimmtes Handeln und sich wohl fühlen.

Natürlich ist das nicht in allen Fällen machbar und ich bin genauso froh, dass es die Möglichkeit gibt per Kaiserschnitt zu entbinden.

Oftmals endet die persönliche Betreuung nachdem das Kind geboren ist. Ich war sehr glücklich darüber, dass meine Hebamme mit mir nochmals den Verlauf der Geburt besprochen hatte... Das ich ohne zu Fragen einen Geburtsbericht bekam und dass sie mich über kommende Gefühle aufgeklärt hat, immer wieder gefragt hat wie ich die Geburt empfunden habe, ob es Momente gab in denen ich Angst hatte oder mich unwohl fühlte.

Ich fände es wichtig, ob eine schwere Geburt oder nicht, dass die Frauen die Möglichkeit bekommen alles nochmal Revue passieren zu lassen, Fragen stellen zu können und aufgeklärt zu werden über die Handlungsweißen der Geburtsbegleiter.


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24. April 2015 um 14:52
In Antwort auf xxmaybexx1

Ich bin auch der meinung, dass hier etwas
verändert werden sollte. Viele Frauen in meinem Umfeld beschreiben, dass sie sich nicht wohl fühlten unter der Geburt. Da geht es meist um unsanfte Untersuchungen am Muttermund während der Geburt, Personal das keine Zeit hat sich ausreichend zu kümmern und aufzuklären, Wünsche die nicht Berücksichtigt werden, häufiger Schichtwechsel oder zu schnelles Eingreifen in den Geburtsverlauf.

Ich denke, dass es vielen Frauen helfen könnte, wenn sie im Vorfeld besser aufgeklärt werden würden, welche Möglichkeiten sie haben. Dafür ist leider selten Zeit.

Ich empfand es als sehr angenehm, dass ich meine Hebamme schon lange vorher kannte... Sie besprach mit mir meine Wünsche und Vorstellungen, klärte mich über alles auf, auch darüber wie im Notfall gehandelt werden muss. Sie brachte mir Respekt entgegen in dem sie zum Beispiel fragte, ob sie nach dem Muttermund sehen dürfe.

Natürlich muss es im Notfall schnell gehen und zum Glück gibt es ein Team von Menschen die bereit stehen um schnell zu handeln.

Ich glaube aber auch, dass es oftmals auch zu Komplikationen oder zu einem Geburtsstillstand kommt, wenn die Mütter Angst haben und schlecht betreut sind. Immer weniger Frauen vertrauen ihrem Körper und können sich Fallen lassen, ihren Körper für sich arbeiten lassen. Ich bin Überzeugt davon, dass es das Gebären leichter macht, wenn man sich bewusst ist, wie man sich selbst unterstützen kann durch die richtigen Umstände, durch selbstbestimmtes Handeln und sich wohl fühlen.

Natürlich ist das nicht in allen Fällen machbar und ich bin genauso froh, dass es die Möglichkeit gibt per Kaiserschnitt zu entbinden.

Oftmals endet die persönliche Betreuung nachdem das Kind geboren ist. Ich war sehr glücklich darüber, dass meine Hebamme mit mir nochmals den Verlauf der Geburt besprochen hatte... Das ich ohne zu Fragen einen Geburtsbericht bekam und dass sie mich über kommende Gefühle aufgeklärt hat, immer wieder gefragt hat wie ich die Geburt empfunden habe, ob es Momente gab in denen ich Angst hatte oder mich unwohl fühlte.

Ich fände es wichtig, ob eine schwere Geburt oder nicht, dass die Frauen die Möglichkeit bekommen alles nochmal Revue passieren zu lassen, Fragen stellen zu können und aufgeklärt zu werden über die Handlungsweißen der Geburtsbegleiter.


Ich denke auch
dass der Bereich Kommunikation in der Klinik zu kurz kommt.
Wenn ein Kaiserschnitt absehbar ist und sich nicht vermeiden lässt, kann man das doch auch anders kommunizieren als im Film dargestellt.

Dort wurde berichtet, dass der Oberarzt ohne jegliche Vorwarnung reinplatzte und sagte "so wir machen jetzt einen Kaiserschnitt", oder dass der Frau noch eine Stunde gegeben wurde vaginal zu gebären, sonst folgt die Schnittentbindung.

Da kann man sich verständlicherweise nicht fallenlassen und öffnen. Wenn schon (realistischerweise) die Personaldecke nicht stark aufgestockt werden kann für intensivere Gebärendenbetreuung, muss man doch den Ärzten vermitteln, dass man den Frauen nicht so über den Mund fahren darf sondern dass man sie nach Möglichkeit auch während des Geburtsverlaufes aufklärt, was wann warum geschieht, sofern es keine echte Akutsituation ist.

Zusätzliches Personal, dass sich während des Kaiserschnitts um die Frau kümmert und sie, wäre sicher auch nicht verkehrt, denn das stelle ich mir auch sehr beängstigend vor, angeschnallt da zu liegen und nicht mitzuerleben, was mit dem Kind geschieht.

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24. April 2015 um 21:00

Na
es geht wohl eher um die Grauzonen, bei denen manche einen KS machen würden, andere nicht: Ein etwas zu groß geschätzes Geburtsgewicht, ein vorangegangener Kaiserschnitt etwa. Oder ein langsamer Geburtsverlauf, der aber noch nicht pathologisch ist.
Auch der Kaiserschnitt kann Folgeschäden haben. Etwa ein erhöhtes Thromboserisiko seitens der Mutter im Wochenbett, oder Risiken für Folgeschwangerschaften, etwa wenn sich ein Embryo nahe der Narbe an der Gebärmutter einnistet.

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24. April 2015 um 21:54

Du hast völlig recht!
Ich hatte jetzt 3 Ks ( 1 sekundär und 2 geplante) und wenn einer sagt, ein KS ist keine Geburt, kriege ich die Krise. Das ist so wie, eine Mutter die nicht stillt, ist keine Mutter! Oder Eltern, die nur durch künstliche Befruchtung Eltern werden, sind keine Eltern...

Ich habe auch zuerst unter den ersten beiden Ks gelitten, aber das ist nach dem 3. vergangen. Ich hätte auch gerne gewusst wie es nach den Presswehen weitergegangen wäre...aber das nützt ja nichts.

Letztendlich finde ich aber, eine gute Mutter sein, hat nichts mit dem Weg zu tun, auf ddm man seine Kinder zur Welt bringt. Mutter ist man ein Leben lang und nicht nur in den paar Stunden der Geburt.

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24. April 2015 um 22:10

Cjl
Zwei meiner Bekannten wollten gerne einen Kaiserschnitt. Als Grund dafür gaben sie an, keine Wehen haben zu wollen und um Geburtsverletzungen wie Risse oder Schnitte zu vermeiden. Allen beiden wurde dieser Wunsch nicht erfüllt, da die Ärzte keinen Anlass sahen.

Sicher ging es auch bei ihnen um die Angst. Sie führten Gespräche mit ihren Hebammen und wurden hier unterstützt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Meinung der Ärzte hier verstehen kann und es in Ordnung finde. Wie denkst du darüber?

Du hattest bereits zwei Kaiserschnittgeburten und wenn ich manchmal lese was du schreibst, habe dich das Gefühl du möchtest dich verteidigen dafür. Liege ich richtig? Bitte verstehe das nicht als Angriff, dass soll es nicht sein. Ich frage aus interesse. Hast du die Erfahrung machen müssen, das es dir schlecht geredet wird?

Ich denke schon, dass die Ärzte wissen wann es Zeit für einen Kaiserschnitt ist und ich finde es auch gut, dass es diese Möglichkeit gibt, denn sonst gäbe es vielleicht viele Kinder oder Frauen nicht mehr. Aber ich denke auch, dass ein Kaiserschnitt dann eingesetzt werden sollte wenn es medizinisch Notwendig ist und nicht, weil die Mutter sagt "Ich will doch nachher nicht aussehen wie vom Laster überfahren" (O-Ton )

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24. April 2015 um 22:27

Da gebe ich Dir recht
mir ging es eher darum aufzuzeigen, dass es weiche Indikationen gibt, bei denen Frau möglicherweise doch gerne eine Spontangeburt probieren würde, von den Ärzten aber recht schnell ein Kaiserschnitt angeraten wird und nicht jede Frau Willens und Wissens ist, dass das vielleicht gar nicht nötig isst.

ich denke z.B. an Skadis erstes Kind, wo der Frauenarzt per se wegen BEL auch als erstes von einem Kaiserschnitt ausging und erst auf ihre explizite Nachfrage und ihrem Wunsch die Möglichkeit einer Spontangeburt erörterte.

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25. April 2015 um 0:39

Genauso wie es
Frauen gibt, die nach ihrer Vaginalgeburt traumatisiert sind, genauso gibt es eben auch Frauen, die das nach einer Sectio haben. Das hat doch nichts mit "Anstellen" zu tun, sondern ist eine sehr individuelle Sache. Ich frage mich, warum das - auch hier - anderen abgesprochen und als "übertrieben" abgetan wird.
Nicht jede Sectio läuft gleich, das gilt sowohl (und besonders) für Not- als auch für geplante (Wunsch-)Sectios. OPs sind auch in unserer heutigen Zeit nicht restlos planbar, der Körper einer Frau ist keine Maschine bei der jede Funktion bekannt ist* und die Operateure sind keine Roboter, die alles richtig machen. Insofern wird es auch weiterhin zu Problemen bei diesem Eingriff kommen, zu traumatischen und erschreckenden Erlebnissen. Bei sekundären Sectios vielleicht auch noch zu schlimmen und schwer zu verstehenden Situationen davor. Dass das nicht jede einfach so wegstecken und sich denken kann "Hurra, wir leben noch", ist doch hoffentlich jedem klar.
Dazu kommt, dass nicht jeder gleich tickt, die eine knabbert mehr am Negativen, die andere weniger. Das sollte man anderen Menschen einfach zugestehen - egal ob man es nachvollziehen kann oder nicht.
Ich gebe ehrlich zu, dass ich Probleme mit meinem zweiten KS hatte und dass er für mich den Reiz, eine kurze und komplikationsfreie Geburt zu sein, verloren hat. Dazu und meinen Problemen stehe ich, egal was andere sagen. Warum auch nicht? Davor darfst du Probleme haben, die den Eingriff rechtfertigen, aber danach sollst du einfach nur dankbar sein, egal wie schlimm es war? Schade, dass da scheinbar echt ein Verständnismangel herrscht, wo man doch selbst so viel davon einfordert...
I

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25. April 2015 um 7:30

Danke für deine antwort
Die Hauptsache hierbei ist doch, dass du schriebst du bist total zufrieden damit. Das ist schön und ich würde nie über die letztendliche Wahl einer Frau urteilen, auch wenn ich persönlich vielleicht anders handeln würde.

Zu meinen beiden Bekannten. Eine hatte eine schnelle komplikationslose Entbindung ohne Geburtsverletzungen. Bei der anderen war auch alles soweit ohne Probleme. Sie hatte kleine Verletzungen. Zufrieden sind beide
Hätte natürlich auch anders kommen können.
Beide hatten kleine und leichte Babys geboren.

Es bleibt doch immer wieder ein Reizthema. Ich z.B.: habe großen Respekt vor einem Kaiserschnitt und einer PDA. Aber auch für mich gibt es Gründe, bei denen ich einen Kaiserschnitt bevorzugen würde. Letztendlich kann beides seine vor und Nachteile haben und niemand kann voraussagen, wie die Geburt verläuft und ob es anschließend Komplikationen gibt oder gäbe.

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25. April 2015 um 20:56

Ich kann
Deine Intention verstehen, aber denkst Du nicht, dass es sinnvoll sein kann, Mißstände hier in Europa dennoch aufzuzeigen? Der Verweis auf andere Länder ist quasi das Totschlagargument. Und mit relativ einfachen Methoden hätte den im Film gezeigten Frauen ihre Geburt durchaus angenehmer gemacht werden können. Indem nämlich kommuniziert wird, indem die Frauen würdevoll behandelt werden. Ist das zuviel verlangt?

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26. April 2015 um 9:44

Es hinkt doch nun gewaltig,
über Mißstände hierzulande großzügig hinwegzusehen, weil in anderen Ländern viel schlimmere Zustände herrschen.
Dann müssten wir uns ja z.B. auch mit einer 50qm Wohnung für vier Personen zufrieden geben - wenn man bedenkt, dass in vielen anderen Nationen die Familien zu zehnt in kleinen Hütten leben.

Gemessen an anderen Ländern dürften wir uns hier eigentlich über nichts mehr beschweren:
Was ist schon der Klaps auf den Hintern wenn man bedenkt, dass in China Prügel zur Erziehung gehören...
Das könnten wir nun beliebig fortsetzen!

Es macht einfach keinen Sinn, hiesige schlechte Umstände abzutun, weil es irgendwo noch viel schlimmer ist

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26. April 2015 um 10:14
In Antwort auf florina911

Es hinkt doch nun gewaltig,
über Mißstände hierzulande großzügig hinwegzusehen, weil in anderen Ländern viel schlimmere Zustände herrschen.
Dann müssten wir uns ja z.B. auch mit einer 50qm Wohnung für vier Personen zufrieden geben - wenn man bedenkt, dass in vielen anderen Nationen die Familien zu zehnt in kleinen Hütten leben.

Gemessen an anderen Ländern dürften wir uns hier eigentlich über nichts mehr beschweren:
Was ist schon der Klaps auf den Hintern wenn man bedenkt, dass in China Prügel zur Erziehung gehören...
Das könnten wir nun beliebig fortsetzen!

Es macht einfach keinen Sinn, hiesige schlechte Umstände abzutun, weil es irgendwo noch viel schlimmer ist


Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Gerade das Hinweisen auf Missstände ist das, was zum Fortschritt dazu gehört. Wenn jeder immer nur dankbar ist und keinen Anlass zum Meckern hätte, dann wären wir heute auch nicht da, wo wir hier in Deutschland sind. Ja, es mag "Jammern auf hohem Niveau" sein, und doch hat es seine Berechtigung, denn unsere Ahnen haben den Grundstein für dieses "hohe Niveau" gelegt. Und ganz im Ernst, wenn ich mir anschaue, wie Kinder heutzutage groß werden (und das sieht man hier Tag für Tag bei fast jeder Mutter, die postet), dann ist das noch lange nicht das höchste Niveau für's Meckern, denn das wird noch schlimmer werden. Und doch ist Unzufriedenheit ein Grundstein für Veränderung.
Wenn immer alle nur zufrieden sind, dann wären wir sicher nicht da, wo wir heute sind. Dann hätten wir nicht dieses Sozialsystem, das wir haben, und dann hätten wir auch nicht diese Krankheitsvorsorge, die wir heute haben. DANN wären wir noch genau am gleichen Standpunkt wie viele andere Länder, die hier für Vergleiche heran gezogen werden.

Wer sich schlecht behandelt fühlt, der hat in jeder Situation uneingeschränkt das Recht, es zu sagen. Ob sich etwas ändert sei dahingestellt, aber JEDER hat das Recht, auf Missstände hinzuweisen, und seien es noch so große Lapalien.

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26. April 2015 um 10:17

Sicher sind die Umstände
in anderen Ländern nicht so schön wie hier, das ist ja bekannt. Aber wenn ihr schon sk argumentiert, warum habt ihr dann nicht auf euren (Wunsch-)kaiserschnitt verzichtet, wenn die Fokussierung auf die Geburt ein "first world problem" ist und wir doch froh über die Umstände sein können?
Man kann genauso argumentieren:
Dein Kind liegt in BEL? Ist doch egal, in Angola bringen die Frauen sowas täglich normal zur Welt!
Angst, dass "untenrum" nicht alles so bleibt, wie es ist? Fragt mal die Frauen in Somalia!
Euer Kind wäre fast gestorben, wenn es keine Notsectio gegeben hätte? Tja, in anderen Ländern völlig normal, also stellt euch nicht so an!

Ihr streitet hier über Indikationen und wer einen Kaiserschnitt mehr verdient hat. Dabei sind das auch nur Luxus- und "first world problems" und deshalb nach eurer Lesart völlig übertrieben und unnötig. Wenn das Geburtserlebnis so egal ist, warum wird dann eine andere Geburtsform gewählt, die der Mutter möglichst angenehm ist?

Wie waldmeisterin schon sagt, man findet immer ein Totschlagargument wie dieses, aber das heißt doch nicht, dass es in unseren Gefilden keine Probleme gibt.

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26. April 2015 um 10:20
In Antwort auf neelasssim


Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Gerade das Hinweisen auf Missstände ist das, was zum Fortschritt dazu gehört. Wenn jeder immer nur dankbar ist und keinen Anlass zum Meckern hätte, dann wären wir heute auch nicht da, wo wir hier in Deutschland sind. Ja, es mag "Jammern auf hohem Niveau" sein, und doch hat es seine Berechtigung, denn unsere Ahnen haben den Grundstein für dieses "hohe Niveau" gelegt. Und ganz im Ernst, wenn ich mir anschaue, wie Kinder heutzutage groß werden (und das sieht man hier Tag für Tag bei fast jeder Mutter, die postet), dann ist das noch lange nicht das höchste Niveau für's Meckern, denn das wird noch schlimmer werden. Und doch ist Unzufriedenheit ein Grundstein für Veränderung.
Wenn immer alle nur zufrieden sind, dann wären wir sicher nicht da, wo wir heute sind. Dann hätten wir nicht dieses Sozialsystem, das wir haben, und dann hätten wir auch nicht diese Krankheitsvorsorge, die wir heute haben. DANN wären wir noch genau am gleichen Standpunkt wie viele andere Länder, die hier für Vergleiche heran gezogen werden.

Wer sich schlecht behandelt fühlt, der hat in jeder Situation uneingeschränkt das Recht, es zu sagen. Ob sich etwas ändert sei dahingestellt, aber JEDER hat das Recht, auf Missstände hinzuweisen, und seien es noch so große Lapalien.

Und ich finde dennoch, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied,
aber nur bis zu einem bestimmten Grad. Wenn bei einer Operation, die dem Patienten von Ärzten als notwendig verkauft wurde, gepfuscht wird, weil die Ärzte mittlerweile dem Druck nicht mehr stand halten (können), der in Kliniken herrscht (mitunter deshalb, weil wegen Kinkerlitzchen ins Krankenhaus gerannt wird und das Gesundheitssystem vollkommen ausgenutzt wird), dann trägt der Arzt dafür mit Verantwortung, Punkt aus Ende, es ist sein Job, und er wird dafür bezahlt. Dass heutzutage aber jeder für sich das meiste rausschlagen will, das ist das eigentliche Problem.

Ich habe durch den Kaiserschnitt (nachweislich) gesundheitliche Probleme. Trotzdem würde ich (in meinem Falle) einen Teufel tun, die Ärzte dafür "bestrafen" zu wollen. Aber eine Entscheidung getroffen habe ich, nämlich dass ich dieses Krankenhaus weder weiter empfehle, noch darüber schweige, wie dort mit mir verfahren wurde, noch dort wieder hingehen würde, egal für welchen Eingriff.

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26. April 2015 um 12:28

Ich glaube du hast meinen Punkt nicht verstanden
Weißt du,;ich verstehe einfach nicht, warum man vor der Geburt klagen und sich für einen Kaiserschnitt entscheiden darf. Hier haben so viele aufgezählt, was sie für Probleme und welche Angst sie alleine schon mit dem Gedanken an eine spontane Geburt hatten, so sehr, dass sie sich pro Sectio entschieden haben. Da darf man sich beklagen, da muss man Verständnis haben. Wenn da jemand kommen würde mit "Luxusprobleme, schau doch mal über den Tellerrand, woanders hat man es viel schlimmer", wird argumentiert "meine Probleme, meine Entscheidung, habt doch bitte Verständnis".
Aber wenn man nach den Eingriff Probleme hat, damit nicht klar kommt, weil eben nicht alles glatt lief oder es Probleme gab, was auch immer, darf man das nicht? Da soll man mal über den Tellerrand schauen und sich der Situation in anderen Ländern, wo es schlimmer läuft, bewusst werden und gefälligst dankbar sein, schließlich haben es andere schlechter und sowieso sind das hausgemachte und übertriebene Probleme.
Wo ist da die Logik?
Ich finde einfach so eine Einstellung nicht gut. Vorher ist alles erlaubt und akzeptiert, danach soll man aber bitte den Mund halten, die Probleme bitte verschweigen und akzeptieren, egal wie es einem damit geht. Das kann es doch nicht sein, wirklich nicht.

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26. April 2015 um 12:48

Entschuldige
aber so banal ist die Geburtsart für viele Frauen nunmal nicht. Man darf durchaus auch um etwas trauern, auch wenn es schließlich hätte schlimmer enden können. Wenn ich einen Autounfall habe, bei dem mein Hund stirbt, mein Kind aber unversehrt bleibt, darf ich trotzdem um den schmerzlichen Verlust des Hundes weinen!

Und es gibt "Missstände" bzgl. Geburt/ KS. Wenn ein KS gemacht wird, um die Geburt vor Schichtwechsel noch abzuschließen oder wegen Raumknappheit. Seltene Fälle, gibt es aber!


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26. April 2015 um 13:08

Mädels, ihr solltest differenzieren.
Natürlich sollten die Frauen froh über die Möglichkeit eines KS sein, wenn es Komplikationen gibt. Und das sind sie sicherlich auch!
Über ein gefühlt negatives Geburtserlebnis darf man aber dennoch trauern- das eine schließt das andere ja nicht aus.

Wenn einer Frau wegen Brustkrebs die Brüste entfernt werden, ist du sicherlich froh dass ihr dich die OP das Leben gerettet wurde und sie die Möglichkeit dieser OP hatte. Gleichzeitig darf sie aber auch um ihre Brüste weinen und auch wünschen, es wäre nie dazu gekommen (an Krebs zu erkranken)!

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26. April 2015 um 13:19
In Antwort auf florina911

Mädels, ihr solltest differenzieren.
Natürlich sollten die Frauen froh über die Möglichkeit eines KS sein, wenn es Komplikationen gibt. Und das sind sie sicherlich auch!
Über ein gefühlt negatives Geburtserlebnis darf man aber dennoch trauern- das eine schließt das andere ja nicht aus.

Wenn einer Frau wegen Brustkrebs die Brüste entfernt werden, ist du sicherlich froh dass ihr dich die OP das Leben gerettet wurde und sie die Möglichkeit dieser OP hatte. Gleichzeitig darf sie aber auch um ihre Brüste weinen und auch wünschen, es wäre nie dazu gekommen (an Krebs zu erkranken)!

Aber...
... vor allem klagen diese Frauen auch über die Umstände wie es dazu kam, diese fremdbestimmte Sectio, diese eigene Machtlosigkeit, übergangen zu werden, ja, gerade bei dem eigentlich schönsten Erlebnis entmündigt zu werden und wie Vieh behandelt (wie im Beitrag) . Das habe ich schon öfter gehört, unvorbereitet wie ein Tier auf den OP Tisch gehieft werden und selbst weder entscheiden noch angehört zu werden. Das würde/gefällt auch keiner Frau in der 3. Welt, trotzdem sind diese Frauen froh noch zu leben.
Über Depressionen soll man reden aber über dieses Trauma, entmündigt zu werden nicht?

Lg erdbeer, die sich auch bei der normalen Geburt im nachhinein gesehen, hat bevormunden lassen und beim 2. ins Geburtshaus geht !!!

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26. April 2015 um 14:17

Doch, ich habe es verstanden,
Allerdings fehlt mir das Verständnis dafür, anderen Leuten ihre Gefühle abzusprechen. Dafür bin ich wahrscheinlich nicht "biestig" genug.
Der Vergleich mit der Brustamputation kam nicht von mir, wäre schön, wenn du das nicht zusammen wirfst.

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26. April 2015 um 14:33

Mir geht es nicht um
Kaiserschnitt oder Spontangeburt esser/schlechter/nötiger/unmötiger, sondern darum, dass hier so extrem über die Gefühle anderer Menschen geurteilt wird. Die einen dürfen diese haben, die anderen stellen sich an. Was gibt einem denn das Recht dazu?

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26. April 2015 um 14:34
In Antwort auf kokomooo

Mir geht es nicht um
Kaiserschnitt oder Spontangeburt esser/schlechter/nötiger/unmötiger, sondern darum, dass hier so extrem über die Gefühle anderer Menschen geurteilt wird. Die einen dürfen diese haben, die anderen stellen sich an. Was gibt einem denn das Recht dazu?

Besser/unnötiger
Sollte es im ersten Satz heißen.

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26. April 2015 um 14:39

Aber jeder darf doch jammern wie er will.
Du jammerst wegen dem Zahnarzt und die wegen den Folgen ihrer Geburt. Beides ist nichts schlimmes und beides sollte akzeptiert werden.

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26. April 2015 um 15:00

Dreist und respektlos ist es auch,
diesen Frauen ihre Empfindungen abzusprechen!

Es geht hier in erster Linie doch garnicht per se um den Kaiserschnitt, sondern um die Gefühle die damit einhergingen. Sicher sind sie alle froh um ihre Kinder und dass alle gesund und munter sind. Dennoch fühlten sie sich schlecht und um sich wieder gut zu fühlen und damit abzuschließen muss eben gesprochen und aufgearbeitet werden.

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26. April 2015 um 15:06

Genau DAS
ist aber doch die Krux: Es waren in dem Film oft KEINE Not-KS!

Der einen Frau wurde ein Ultimatum gesetzt: Wenn Sie Ihr Kind nicht in 1 h haben, wird ein Kaiserschnitt gemacht. Also keine allzu dramatische Ausgangsposition, möglicherweise wurde der KS schlicht aus dem Grund gemacht, weil es sehr lange dauerte.

Und ja, da kann ich mir durchaus vorstelllen, dass es mit einer spontanen Entbindung doch hätte klappen können, wenn man nicht vorher diese Drohkulisse aufgebaut hätte.

Dann aber zu argumentieren, Mutter und Kind verdanken dem Chirurgen ihr Leben ist heuchlerisch und meistens schlichtweg falsch. Bei echten Notssituationen steht das außer Frage, aber protrahierte Geburtsverläufe derart zu pathologisieren, um dann am Ende dem Chirurgen zu huldigen, dass passt nicht.

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26. April 2015 um 16:13

Sowas habe ich auch
nicht geleugnet, siehe den ersten Beitrag von mir in dem ich genau das anspreche. Mir geht es auch gar nicht um die OP, sondern um das, was danach evtl folgt, und den Umgang damit. Nicht nur bei spontanen Geburten gibt es traumatische Erlebnisse, auch bei einer Sectio. Er ist zwar eine OP, die relativ planbar ist, aber eben nicht ganz. Klar, man wird über Risiken aufgeklärt, aber wenn es einen dann erwischt, ja, was dann? Kann es dann die Lösung sein, zu sagen, "Das wusstest du doch, also jammer nicht rum?" Ich denke nicht und das ist wie gesagt mein Punkt.

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26. April 2015 um 16:18

Ach es geht doch gar nicht darum,
den Kaiserschnitt zu verteufeln. Soll doch jede machen, wie sie denkt. Aber anderen zu sagen, die Probleme mit ihrem Kaiserschnitt hatten - warum auch immer und egal ob körperlich oder seelisch - sie hätten Luxusprobleme und sollen doch bitte froh sein, das ihr Kind lebt, das finde ich zumindest einfach bescheuert und um das geht es mir die ganze Zeit. Es geht nicht um die Wertigkeit der Geburtsmodi. Sondern um die Wertigkeit, mit der hier Gefühle und Probleme beurteilt werden.

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26. April 2015 um 17:00

Wo habe ich Unverständnis?
Ich habe für die andere Seite genauso Verständnis und weiß selbst, wie es ist, wenn man mit der Geburt hadert, Angst davor hat und auch, wie man nach zwei Kaiserschnitten denkt. Da musste ich auch schon durch und genau deshalb ist es mir so unverständlich, wie hier teilweise reagiert wurde, wie die Gefühle anderer Menschen als nichtig und übertrieben abgetan wurden, nur weil man es selbst anders empfindet. Ja, das kann ich einfach nicht verstehen.
Natürlich kann ich nicht von jedem erwarten, dass er Verständnis zeigt. ist mir auch klar. Aber, so wie dich eben der Film fassungslos gemacht hat, machte mich eben die Reaktion hier fassungslos.
Es ging mir auch gar nicht um Pro- oder Anti-Kaiserschnitt. Wie gesagt, das ist mir egal. Ich will keinen missionieren und es ist sowieso eine individuelle Entscheidung, die zum Glück nicht von mir getroffen wird.

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26. April 2015 um 17:15

Naja, weißt du,
ich bin vor fast 1,5 Jahren, Weihnachten 2013, auch fast an einer Meningitis gestorben... Deswegen stelle ich mich aber nicht hin und beurteile, welche Probleme jetzt wertiger sind und welche nicht und schon gar nicht nehme ich alles nur noch hin, im Gegenteil. Meine Krankheit und alles, was danach kam, hat mich kritischer gemacht, umgänglicher und sorgsamer mit meinem Körper und meinem Geist auch.
Jeder hat sein Päckchen zu tragen und ich finde einfach, dass man das respektieren kann, ohne es jemand abzusprechen, nur weil es anderen schlechter geht.

Du meckerst doch bestimmt auch mal über irgendwas/irgendwen oder hast die Schnauze voll, wenn dich was stört, davon hält dich ja dein Schicksal und dein Engagement bestimmt auch nicht völlig ab.

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26. April 2015 um 17:18

Weil ich die Reaktionen hier nicht verstehe?
Okay, du hast mich... Aber wie gesagt, dass es nicht jeder so sieht, ist mir auch klar.

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26. April 2015 um 18:34

Okay, verstehe och
Aber wie du schon selbst erwähnst, du hast deine Zeit gebraucht. In dem Film (den ich auch etwas too much fand, aber gut, 3sat ) waren auch Frauen dabei, die noch nicht lange Mutter waren. Vielleicht brauchen die eben auch Zeit und Abstand, um es richtig verarbeiten zu können.

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26. April 2015 um 20:02
In Antwort auf waldmeisterin1

Genau DAS
ist aber doch die Krux: Es waren in dem Film oft KEINE Not-KS!

Der einen Frau wurde ein Ultimatum gesetzt: Wenn Sie Ihr Kind nicht in 1 h haben, wird ein Kaiserschnitt gemacht. Also keine allzu dramatische Ausgangsposition, möglicherweise wurde der KS schlicht aus dem Grund gemacht, weil es sehr lange dauerte.

Und ja, da kann ich mir durchaus vorstelllen, dass es mit einer spontanen Entbindung doch hätte klappen können, wenn man nicht vorher diese Drohkulisse aufgebaut hätte.

Dann aber zu argumentieren, Mutter und Kind verdanken dem Chirurgen ihr Leben ist heuchlerisch und meistens schlichtweg falsch. Bei echten Notssituationen steht das außer Frage, aber protrahierte Geburtsverläufe derart zu pathologisieren, um dann am Ende dem Chirurgen zu huldigen, dass passt nicht.


@waldmeistern:

Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen!!!Genau meine Meinung!!
Ich bin der Meinung, dass in diesem Film kein wirklicher Notkaiserschnitt dabei war, wo es um Leben und Tod ging, hat für mich auf alle Fälle nicht so geklungen!!
Und man hat ja auch immer wieder Einblendungen gesehen, die gezeigt haben, wieviel unnötige Kaiserschnitte gemacht werden.
Da gehts halt ums liebe Geld und um Zeitersparnis!!!
Um nicht anderes...ich habs vorher schon erwähnt, ich bin froh, dass es Kaiserschnitte gibt, wenn es wirklich um Leben und Tod von Mama und Kind geht, nicht dass ich da falsch verstanden werde!!!

Liebe Grüße

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26. April 2015 um 20:31

Mhm,
ich finde es fatal, wenn sich Frauen mit dem Satz "sei froh, dass ihr nicht gestorben seid" trösten sollen, wenn sie eben nicht das Angesicht des Todes gesehen haben, sondern sich um das Geburtserlebnis gebracht fühlen.
Das ist so hirnlos wie "sei dankbar für deine Spontangeburt, egal wie furchtbar du sie empfunden hast!"

Beim Kaiserschnitt geht es meist nicht direkt um Leben und Tod, denn keiner kann genau absehen, wie hoch das Risiko ist. Aber kein Arzt will es darauf ankommen lassen, oder?
Auch wenn er in 20 Fällen vorzeitig zu einem KS entscheidet ist das immer noch besser, als wenn es einmal zu spät passiert. Aber nichts destotrotz dürfen Frauen sich mit ihrem Geburtserlebnis auseinandersetzen. Egal ob Spontangeburt oder KAiserschnitt. Eine Geburt ist eine Grenzerfahrung und die will verarbeitet werden. Toll, wenn es für manche (mich eingeschlossen) das schönste Erlebnis war, toll, wenn andere bei einem nicht so schönen Erlebnis dennoch ihren Frieden sofort damit machen können, aber das gibt niemandem das Recht anderen Frauen einfach zu sagen: "Stellt euch mal nicht so an!"

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26. April 2015 um 20:38

Ich frage mich
ob es wirklich so viele sind? Zwar kann ich jetzt nur von meinem Bekanntenkreis berichten, aber da weiß ich von keiner, die von Vorneherein gesagt hätte, ein KS ist ihr lieber.

Und wenn eine Frau auf Biegen und Brechen einen KS will, findet sie doch i.d.R. auch ein Krankenhaus in Reichweite das den macht.

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26. April 2015 um 20:48

...also
ich habe eine freundin , die hebamme ist und mir das so erzählt hat, dass sehr viele Kaiserschnitte gemacht werden weil es praktischer ist und Zeit spart und natürlich für einen kürzeren Zeitaufwand mehr Geld gibt...
Traurig aber wahr!

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