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Mir kommt vor in Deutschand...

6. März 2006 um 10:55

geben auf einmal alle Eltern ihren Kindern amerikanische,türkische oder englische Namen!
Bin aus Österreich und seit kurzem in diesem Forum.Bei uns ist das nicht so extrem mit diesen Namen!
Soll keine Kritik sein,aber habe hier fast nur solche Namen gelesen und find es einfach komisch!Es gibt doch auch viele schöne deutsche Namen!
Warum kommen diese Namen plötzlich alle aus der Mode?

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6. März 2006 um 16:46

Ja, das ist auch mein Eindruck
Ich finde, es tut der Namensvielfalt gut, dass hierzulande viele nicht-deutsche Namen vergeben werden. Englische und französische sind doch auch schön, warum sollte man sich da nicht bedienen? Wobei ich Dustin/Justin, Amy, Chantal, Michelle... und so billig klingendes, gar zu häufig gewordenes Zeug allerdings nicht sehr schätze.
Die Auswahl bei den deutschen Namen ist halt begrenzt, schöne klassische wie Elisabeth und Johannes sind out, die aufgewärmten (Emma, Hanna, Marie, Paul, Emil...) kann man schrecklich finden und mittlerweile von ihrem massiven Vorkommen genervt sein = langweilig. Und dann gibt da noch solche wie Julia, Alexandra, Markus... schon seit Jahren verbraucht.
Außerdem sind die Deutschen doch gerade dem Englischen/Amerikanischen und überhaupt der ganzen Welt gegenüber aufgeschlossen, da werden lieber modern anmutende internationale Namen gewählt. Die Österreicher sind da wohl tradioneller eingestellt.


~ www.geschwisterlos-gluecklich.de.vu
+ www.paradies-einzelkind.de.vu ~

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6. März 2006 um 18:28

Es stimmt
Also, ich komme aus Tschechien und mir kommt vor es ist mit den exotischen bzw. auländischen Namen auch viel extremer in D als in Österreich. Nun, es ist schön die Namensvielfalt zu bereichern, aber meiner Meinung nach sollte es wie alles mit einer Maße gemacht werden.
Die Tschechen sind da wohl noch ein wenig traditioneller als die Österreicher, aber vielleicht liegt es auch nur darin, dass man nur schwierig einen französischen oder amerikanischen Namen an einen tschechischen Nachnamen anpassen kann. So werden in CZ fast ausschliesslich tschechische oder ganz internationale Namen verteilt wie z.B. Eliska, Katerina, Tereza, Jan, Jakub, Tomas und so weiter (Ich schreibe es natürlich ohne die tschechischen Zeichen für die Aussprache.)

Nichts gegen nichtdeutsche Namen, aber ich finde zu einem Vornamen soll auch der Nachname gut passen und das muss nicht in allen Fällen so werden. Also z. B. Name Noah Seemann find ich genauso unpassend wie Samira Fünfstück, da würd ich lieber einen deutschen Namen nehmen wie Heiko Seemann oder Erna Fünfstück.
Es ist natürlich wohl auch Geschmackssache, aber ich finde es zu viel Schade, dass schöne klassische Namen wie Elisabeth oder Johannes heutzutage von vielen Deutschen als out betrachtet werden. Sie sind doch oft viel schöner und geeigneter als viele von denen, die man in D so mühsam vom Ausland übernimmt! Nicht zu sagen, dass die armen Kinder damit später viele Probleme zu Hause sowie im Ausland haben können, denn niemand weißt dann ganz sicher, wie man die Namen richtig aussprechen soll.

lg, Petra

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6. März 2006 um 18:42

Zeugt von Akzeptanz
Es gibt wirklich sehr wenige deutsche Namen die einen schönen Klang haben, aber im Prinzip gibt es auch kaum wirklich deutsche Namen. Die Meisten waren ja auch davor Hebräisch oder aus dem Norwegischen Bereich und ich finde diese Entwicklung nicht mal schlimm. Wir sind eine Multikulturelle Gesellschaft und der neue Trend zur Namensgebung spiegelt ja auch die Offenheit und Akzeptanz gegeüber anderen Lebensbräuche etc wieder. Das war ja leider in Deutschland lange nicht der Fall. Also, warum nicht. Ich würde meinem Kind auch einen Afrikanischen Namen geben, solange ich die Bedeutung kenne und er schön ist.
LG
Cindy

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6. März 2006 um 19:12

Ich
finde es schade, dass man gar nicht mehr hören kann woher die kinder kommen! Was wäre frankreich ohne die pierres und mathieus und clarisses und moniques und was wäre skandinavien ohne seine svens und larses und björns und matses.
Warum kann man dann deutschen kindern keine deutschen namen (oder zumindest namen die man eindeutig mit deutschland verbindet wie zB Klara) geben?
ich finde es schön zu hören welchem land man angehört, gerade das macht doch die vielfalt aus

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6. März 2006 um 21:00
In Antwort auf holofernesfee

Ich
finde es schade, dass man gar nicht mehr hören kann woher die kinder kommen! Was wäre frankreich ohne die pierres und mathieus und clarisses und moniques und was wäre skandinavien ohne seine svens und larses und björns und matses.
Warum kann man dann deutschen kindern keine deutschen namen (oder zumindest namen die man eindeutig mit deutschland verbindet wie zB Klara) geben?
ich finde es schön zu hören welchem land man angehört, gerade das macht doch die vielfalt aus

Ja,
ich muss dir noch zustimmen. Früher gab es in D fast nur Fritzs, Heinrichs, Gottfrieds, Gertrudas, Helmines und so weiter. Heutzutage als ob sich man in D fast nur zu ausländischen Namen kennen würde, die man oft aber leider nicht einmal richtig auspricht und dadurch ihre ursprüngliche Schönheit ein wenig degradiert. Es kommt mir vor man käme aus einem Extrem zu einem anderen. Wieso, warum? Ich finde es leider ein wenig vereinfacht zu sagen wir sind eine multikulturelle Gesellschaft. Ist so eine Aussage vielleicht sogar nicht ein wenig heuchelisch? Man lebt in D doch trotzdem sonst immer noch nach deutschen Spielregeln, oder? Schade also, dass die Deutschen aufhören (schon aufgehört haben?), ihre traditionellen Namen schön zu finden. Manche können natürlich schon veraltet wirken und es ist bestimmt nicht schlecht ebenfalls Namen von woanders zu geben, aber so eine massive Verschmähung der traditionellen Namen, das find ich im Vergleich zu anderen Völkern schon ein wenig seltsam. Vielleicht spricht es aber auch etwas über die Vergangenheit aus Trotzdem Schade für die Vielfalt!

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9. März 2006 um 10:38

Hey...
endlich mal ein Thread, der dieses Problem anspricht.
Es gibt eine Studie, die mal im Spiegel veröffentlicht wurde, und die ich aus meiner Erfahrung nur bestätigen kann. Und zwar folgendes: die Unter- und Mittelschicht gibt ihren Kiddies häufig englische Namen, bzw. die Namen von Stars oder deren Kiddies.
Die obere Mittelschicht (also immer nach Bildungsgrad und Einkommen gemessen) verteilt mit Vorliebe moderne Namen, also Emily, Laura, Leah, Luca. Eben alles was z.Zt. hip und angesagt ist.
Die Oberschicht wiederum entzieht sich dem Trend der englischen Namen und gibt wieder häufiger klassische Namen wie z.B.Johannes, Elisabeth, Klara, Antonia, Emma, Paul.
Dann gibt es laut Studie noch die Gruppe der Ausländer und der Mischehen. Da geben die Eltern fast immer Namen aus ihrem Herkunftsland, bzw. aus dem Herkunftsland des ausländischen Partners. Allerdings nur, wenn der Mann der Ausländer ist. Ist die Frau z.B. Türkin und der Mann Deutscher, gibt es meist Namen wie Jasmin oder Aylin, die in beiden Kulturen gut gehen und bekannt sind.
Dann wird noch unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland, wobei im Osten englische und sonstige hippen Namen wie Kevin, Justin, Angelina, Chantal, Mandy... weitaus häufiger sind als im Westen.

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9. März 2006 um 20:34
In Antwort auf happyheart2

Hey...
endlich mal ein Thread, der dieses Problem anspricht.
Es gibt eine Studie, die mal im Spiegel veröffentlicht wurde, und die ich aus meiner Erfahrung nur bestätigen kann. Und zwar folgendes: die Unter- und Mittelschicht gibt ihren Kiddies häufig englische Namen, bzw. die Namen von Stars oder deren Kiddies.
Die obere Mittelschicht (also immer nach Bildungsgrad und Einkommen gemessen) verteilt mit Vorliebe moderne Namen, also Emily, Laura, Leah, Luca. Eben alles was z.Zt. hip und angesagt ist.
Die Oberschicht wiederum entzieht sich dem Trend der englischen Namen und gibt wieder häufiger klassische Namen wie z.B.Johannes, Elisabeth, Klara, Antonia, Emma, Paul.
Dann gibt es laut Studie noch die Gruppe der Ausländer und der Mischehen. Da geben die Eltern fast immer Namen aus ihrem Herkunftsland, bzw. aus dem Herkunftsland des ausländischen Partners. Allerdings nur, wenn der Mann der Ausländer ist. Ist die Frau z.B. Türkin und der Mann Deutscher, gibt es meist Namen wie Jasmin oder Aylin, die in beiden Kulturen gut gehen und bekannt sind.
Dann wird noch unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland, wobei im Osten englische und sonstige hippen Namen wie Kevin, Justin, Angelina, Chantal, Mandy... weitaus häufiger sind als im Westen.

Danke für die vielen Antworten...
und ich dachte schon,ich weiß nicht,ob ich das wirklich schreiben soll!
Die Studie im Spiegel finde ich sehr interessant!
Ich bleib auch lieber bei den guten alten deutschen (österreichischen) Namen!
MFG Andrea

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