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Mittelkinder/Sandwichkinder

9. Februar 2013 um 18:26 Letzte Antwort: 9. Februar 2013 um 19:57

Diese Disskussion richtet sich an Mamas von drei Kindern oder Mamas die selber in einer Familie mit drei Kindern aufgewachsen sind.

Ich war selbst in meiner Herkunftsfamilie das Sandwichkind und habe zugegebenermaßen schon öfters darunter gelitten.

Jetzt stellt sich in meiner Familie die gleiche Konstellation dar, drei Kinder, die Geschlechtervertreilung auch ident, also erst zwei Mädchen, dann ein Junge und obwohl ich mir der Problematik der benachteiligten Sandwichkinder bewusst bin und selber aus dieser Situation heraus komme, passiert es mir als Mutter trotzdem, dass ich unser Mittelkind einfach etwas weniger betüddle, ihren Meilensteinen weniger Beachtung schenke. Es ist einfach so, der erste Tag im Kindergarten war bei der Großen auch für mich selbst einfach noch total aufregend, jetzt bei der Kleinen muss ich mir eingestehen schon ein "alter Hase" in Sachen Kindergarten zu sein und deshalb alles locker(er) nehme.

Ich bemühe mich total, dass Greta sich nicht als Mittelkind schlechter behandelt fühlt, aber es gelingt einfach nicht immer, vieles das mich als Kind gestört hat, zB alte Sachen meiner Schwester, die an mich "vererbt" wurden, sehe ich heute aus den Augen einer Mama einfach auch anders. Warum sollte ich für Greta neue Sachen kaufen, wenn noch top erhaltene Kleidung ihrer Schwester da ist, nur damit sie sich nicht zurückversetzt vorkommt?

Könnt ihr das Nachvollziehen, mich beschäftigt diese Sache einfach, weil ich auch heute noch manchmal das Gefühl habe das Sandwichkind zu sein, und das belastet schon etwas auch die Beziehung zu meinem Elternhaus.

LG

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9. Februar 2013 um 18:58

Hey Du
Ich habe ebenfalls drei Kinder, zwei Mädchen und einen Jungen. Na klar, man macht sich seine Gedanken, ob man jedem dieser Kinder in gleichem Maße immer gerecht werden kann. Das eine ist sensibler, das nächste "robuster" und das Jüngste braucht in allem immer noch mehr Hilfe als der Rest. Ich weiß nicht, ob mir meine Kinder unser Verhältnis untereinander je vorhalten werden oder sich irgendwie und in irgendeiner Form benachteiligt fühlen- aber es ich bin mir dessen bewusst, dass ich mit Sicherheit nicht perfekt bin. Das muss man aber auch gar nicht. In den Startlöchern als Mehrfachmama haben mich solche Gedanken auch gequält, oftmals war ich irgendwie emotional mit den banalsten Dingen überfordert, weil ich dachte, dass ich sämtliche Emotionen und Verhaltensweisen exakt "aufteilen" müsse. Geht aber gar nicht. Wer anderes behauptet ist m.E. nicht ehrlich mit sich selbst. Man wächst ja auch- man macht also ganz automatisch die Dinge anders. Ich finde, dass die Intensität der Beziehungen jedenfalls im Großen und Ganzen doch die Gleiche ist. Man liebt kein Kind mehr oder weniger. Mal harmoniert es eben besser mit Kind 1, mal mit Kind 2, dann flutscht es eben danach mit Kind 3 wieder besser. Oder eben in beliebiger Konstellation. Irgendein Kind braucht in seinem Lebensabschnitt eben auch unterschiedlich viel Unterstützung. Und ich versuche als Mama, zusammen mit meinem Mann, diesen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Ich glaube Kinder erwarten keinen Perfektionismus. Und wenn es Probleme in der Eltern- Kind- Beziehung gibt, dann hat das meiner Meinung nach noch weitere Gründe. Kinder müssen wissen, dass die Liebe ihrer Eltern bedingungslos ist. Und dass diese eben immer da sind, immer, egal was ist, was war und was kommt. So möchten wir das Ganze leben und vermitteln.

VG!

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9. Februar 2013 um 19:57
In Antwort auf xjaanbosx

Hey Du
Ich habe ebenfalls drei Kinder, zwei Mädchen und einen Jungen. Na klar, man macht sich seine Gedanken, ob man jedem dieser Kinder in gleichem Maße immer gerecht werden kann. Das eine ist sensibler, das nächste "robuster" und das Jüngste braucht in allem immer noch mehr Hilfe als der Rest. Ich weiß nicht, ob mir meine Kinder unser Verhältnis untereinander je vorhalten werden oder sich irgendwie und in irgendeiner Form benachteiligt fühlen- aber es ich bin mir dessen bewusst, dass ich mit Sicherheit nicht perfekt bin. Das muss man aber auch gar nicht. In den Startlöchern als Mehrfachmama haben mich solche Gedanken auch gequält, oftmals war ich irgendwie emotional mit den banalsten Dingen überfordert, weil ich dachte, dass ich sämtliche Emotionen und Verhaltensweisen exakt "aufteilen" müsse. Geht aber gar nicht. Wer anderes behauptet ist m.E. nicht ehrlich mit sich selbst. Man wächst ja auch- man macht also ganz automatisch die Dinge anders. Ich finde, dass die Intensität der Beziehungen jedenfalls im Großen und Ganzen doch die Gleiche ist. Man liebt kein Kind mehr oder weniger. Mal harmoniert es eben besser mit Kind 1, mal mit Kind 2, dann flutscht es eben danach mit Kind 3 wieder besser. Oder eben in beliebiger Konstellation. Irgendein Kind braucht in seinem Lebensabschnitt eben auch unterschiedlich viel Unterstützung. Und ich versuche als Mama, zusammen mit meinem Mann, diesen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Ich glaube Kinder erwarten keinen Perfektionismus. Und wenn es Probleme in der Eltern- Kind- Beziehung gibt, dann hat das meiner Meinung nach noch weitere Gründe. Kinder müssen wissen, dass die Liebe ihrer Eltern bedingungslos ist. Und dass diese eben immer da sind, immer, egal was ist, was war und was kommt. So möchten wir das Ganze leben und vermitteln.

VG!

Natürlich
liebe ich meine Kinder alle drei bedingungslos und ohne jede Einschränkung, obwohl ich ehrlich bin und sage unser Mittelkind, welches mir charakterlich sehr ähnlich ist, ist mir am nahsten, emotional betrachtet, ich kann mich einfach am Besten mit ihr identifizieren und möchte vielleicht deshalb nicht die selben "Fehler" wie meine Eltern machen...hmm.

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