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Momentan total unsicher in der Erziehung (Probleme mit 8-jährigem)

15. Oktober 2016 um 22:46

Hallöchen!
Also ich versuche mich mal kurz zu halten und keinen Endlostext zu verfassen.

Ich habe 3 Kinder, meine Töchter sind 8 Monate und fast 3, mein Sohn wird nun 8. Er ist momentan und auch in den letzten 2 Jahre  wiederkehrend oft echt schwierig. Dauerschlechtgelaunt, man kann ihm nichts recht machen, weinerlich, wenn etwas nicht klappt, dreht er oft völlig durch. Ich versuche eigentlich immer, ganz ruhig zu bleiben, mit ihm das Gespräch zu suchen, ihn "runterzubringen", aber wenn alles nichts bringt und er nur rummotzt und  -schreit, muss ich zugeben, dass ich dann auch schon mal gebrüllt habe (wobei ich aber auch schon das Gefühl hatte, dass ich manchmal nur so zu ihm durchdringe und uns aus der Situation rausbekomme). Ich war jetzt vor kurzem bei einer Erziehungsberatung, um ein paar Denkanstöße und Tipps von einer außenstehenden Person zu bekommen. Die Pädagogin/Psychologin ?!? meinte u. a., dass manche Probleme wohl aufgrund der "Entthronung" meines Sohnes entstanden sind, er war ja 5 Jahre Einzelkind. Und nun mit 2 kleinen Schwestern fühlt er sich oft ungerecht behandelt. Unabhängig davon sollte man als Elternteil auf jeden Fall das Wort "muss" aus seinem Wortschatz streichen und dem Kind immer Wahlmöglichkeien einräumen sollte. Also z. B. "In welchem Zeitraum könntest du es wohl schaffen, dein Zimmer aufzuräumen?" Was das Helfen im Haushalt angeht, meinte sie aich noch, dass man sich zusammensetzen sollte und das Kind selbst sagen sollte, welche Hausarbeit es sich zutraue und gern machen wollen würde. Wenn es am nächsten Tag nicht mehr diese Arbeit verrichten wolle, solle man sich erneut zusammensetzen, bis das Kind eine gute Aufgabe für sich gefunden hätte. Man solle das Kind eben immer mitentscheiden lassen, soweit möglich. Alles in allem für mich sehr nachvollziehbar und ich möchte ihre Tipps auch versuchen umzusetzen. Gleichzeitig frage ich mich jedoch auch, ob dem Kind auf diese Art und Weise nicht zuviel "Zucker in den Popo gepustet wird" ? Wenn mein Sohn z. B. mal eine Ausbildung macht, kann er sich ja auch nicht aussuchen, welche Arbeiten er verrichten möchte. Ach, ich möchte einfach nichts falsch machen und wenn er dann total schlecht gelaunt ist und dem Tag nichts Gutes abgewinnen kann, frage ich mich immer, ob ich irgendetwas besser machen könnte... Vielleicht könnt ihr ja mal berichten, wie ihr erzieht:Versucht ihr Probleme und Differrenzen immer übers Reden zu lösen oder lasst ihr auch mal gar keine Widerrede zu und redet nicht lang? Danke fürs Lesen und viele Grüße

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16. Oktober 2016 um 10:19

Schieb

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16. Oktober 2016 um 11:34
In Antwort auf puks1

Hallöchen!
Also ich versuche mich mal kurz zu halten und keinen Endlostext zu verfassen.

Ich habe 3 Kinder, meine Töchter sind 8 Monate und fast 3, mein Sohn wird nun 8. Er ist momentan und auch in den letzten 2 Jahre  wiederkehrend oft echt schwierig. Dauerschlechtgelaunt, man kann ihm nichts recht machen, weinerlich, wenn etwas nicht klappt, dreht er oft völlig durch. Ich versuche eigentlich immer, ganz ruhig zu bleiben, mit ihm das Gespräch zu suchen, ihn "runterzubringen", aber wenn alles nichts bringt und er nur rummotzt und  -schreit, muss ich zugeben, dass ich dann auch schon mal gebrüllt habe (wobei ich aber auch schon das Gefühl hatte, dass ich manchmal nur so zu ihm durchdringe und uns aus der Situation rausbekomme). Ich war jetzt vor kurzem bei einer Erziehungsberatung, um ein paar Denkanstöße und Tipps von einer außenstehenden Person zu bekommen. Die Pädagogin/Psychologin ?!? meinte u. a., dass manche Probleme wohl aufgrund der "Entthronung" meines Sohnes entstanden sind, er war ja 5 Jahre Einzelkind. Und nun mit 2 kleinen Schwestern fühlt er sich oft ungerecht behandelt. Unabhängig davon sollte man als Elternteil auf jeden Fall das Wort "muss" aus seinem Wortschatz streichen und dem Kind immer Wahlmöglichkeien einräumen sollte. Also z. B. "In welchem Zeitraum könntest du es wohl schaffen, dein Zimmer aufzuräumen?" Was das Helfen im Haushalt angeht, meinte sie aich noch, dass man sich zusammensetzen sollte und das Kind selbst sagen sollte, welche Hausarbeit es sich zutraue und gern machen wollen würde. Wenn es am nächsten Tag nicht mehr diese Arbeit verrichten wolle, solle man sich erneut zusammensetzen, bis das Kind eine gute Aufgabe für sich gefunden hätte. Man solle das Kind eben immer mitentscheiden lassen, soweit möglich. Alles in allem für mich sehr nachvollziehbar und ich möchte ihre Tipps auch versuchen umzusetzen. Gleichzeitig frage ich mich jedoch auch, ob dem Kind auf diese Art und Weise nicht zuviel "Zucker in den Popo gepustet wird" ? Wenn mein Sohn z. B. mal eine Ausbildung macht, kann er sich ja auch nicht aussuchen, welche Arbeiten er verrichten möchte. Ach, ich möchte einfach nichts falsch machen und wenn er dann total schlecht gelaunt ist und dem Tag nichts Gutes abgewinnen kann, frage ich mich immer, ob ich irgendetwas besser machen könnte... Vielleicht könnt ihr ja mal berichten, wie ihr erzieht:Versucht ihr Probleme und Differrenzen immer übers Reden zu lösen oder lasst ihr auch mal gar keine Widerrede zu und redet nicht lang? Danke fürs Lesen und viele Grüße

Theorie und Praxis passen leider nicht zusammen . Ich halte von solchen Aussagen wie jene der Dame in der Beratungsstelle gar nichts .

Also, wenn ich mit meinem Sohn eine Aufgabe gesucht hätte, die ihm gepasst hätte, dann würden wir heute noch - 8 Jahre später eine suchen .

Ich weiß nicht, was du für Aufgaben verteilst bzw. worin sich dein Kind beteiligen soll . Meine Kinder waren immer für das Tischdecken zuständig, ihre schulischen Belange und ihr Zimmer musste aufgeräumt werden . Eigenartigerweise banden sie sich selbst beim Aufräumen ein . D.h. sie wollten helfen, wenn ich z.B. abgestaubt habe usw. Dabei hatten wir dann immer Zeit miteinander zu reden .

Mein Sohn ist 16. Jahre alt und der Altersunterschied zwischen ihm und seiner Schwester beträgt 6 Jahre . Er hat heute noch das Gefühl, dass er zurück gestellt wird, seine Schwester bevorzugt wird und er das "Opfer" ist . Ich habe es aufgegeben da etwas zu verändern . Das muss er irgendwann selbst schaffen, weil es schlichtweg nicht wahr ist . Im Prinzip ist es umgekehrt, da er immer "mehr" eingefordert hat und die Aufmerksamkeit immer auf ihm lag . Dafür habe ich eine komplett ausgeglichene Tochter, die unkomplizierter nicht sein könnte .

Wie viele Gespräche ich diesbezüglich mit Therapeuten und Co hatte, und wie unnütz die eigentlich waren, weil nichts was geraten und umgesetzt  wurde geholfen hat .

Und nein, bei uns wurde nicht alles ausdiskutiert und verändert, gewisse Dinge auf die bestand ich . Kann ja nicht angehen, dass man mit einem fast 8-jährigen laufend diskutiert . Er ist das Kind und du die Mutter . Auch wenn viele denken, sie stehen mit ihren Kindern auf dem Podest und begegnen sich auf Augenhöhe . Ein Kind soll/muss geführt werden, weil es gar nicht in der Lage ist, alle Entscheidungen zu treffen, bzw. zu beeinflussen .

LG

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17. Oktober 2016 um 9:45

Ich würde den Rat der Pädagogin nicht zu eng sehen. Natürlich nicht alles diskutieren und ihn alles entscheiden lassen. Aber mit einbeziehen und mitentscheiden lassen. Nicht ob er etwas helfen will und was, sondern ihm z.b. 2 Wahlmöglichkeiten geben. Tischdecken jetzt oder Blumen gießen am Nachmittag. Und dann auch sicher gehen, dass es klappt. In seinen Augen hat er evtl. das verwöhnt werden und die Aufmerksamkeit an die kleinen Schwestern verloren, und nur Pflichten als großer Bruder bekommen, aber keine Rechte, wird nicht wie ein großer behandelt. Ich denke, wenn er das Gefühl hat, dass man sich auch mal nach ihm richtet, geht es ihm besser. Meine Kinder sind auch 6 Jahre auseinander. Für meinen Sohn war es der Fussball Verein. Zum Training und den Spielen bin ich immer mitgekommen und seine kleine Schwester musste auch mit. Er war mal die Hauptperson. Das soll nur ein Beispiel sein. Eine andere Idee wäre, dass er mal einen Ausflug wünschen und planen darf. Wenn man das Gefühl hat, man bekommt auch msl was, ist man eher bereit auch etwas zu geben. Denk , das ist auch für Kinder so. Meine Kinder verstehen sich ganz gut als Geschwister, aber ein wenig Konkurrenz ist ja auch normal, und ein wenig Gemaule doch auch.

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17. Oktober 2016 um 9:45

Ich würde den Rat der Pädagogin nicht zu eng sehen. Natürlich nicht alles diskutieren und ihn alles entscheiden lassen. Aber mit einbeziehen und mitentscheiden lassen. Nicht ob er etwas helfen will und was, sondern ihm z.b. 2 Wahlmöglichkeiten geben. Tischdecken jetzt oder Blumen gießen am Nachmittag. Und dann auch sicher gehen, dass es klappt. In seinen Augen hat er evtl. das verwöhnt werden und die Aufmerksamkeit an die kleinen Schwestern verloren, und nur Pflichten als großer Bruder bekommen, aber keine Rechte, wird nicht wie ein großer behandelt. Ich denke, wenn er das Gefühl hat, dass man sich auch mal nach ihm richtet, geht es ihm besser. Meine Kinder sind auch 6 Jahre auseinander. Für meinen Sohn war es der Fussball Verein. Zum Training und den Spielen bin ich immer mitgekommen und seine kleine Schwester musste auch mit. Er war mal die Hauptperson. Das soll nur ein Beispiel sein. Eine andere Idee wäre, dass er mal einen Ausflug wünschen und planen darf. Wenn man das Gefühl hat, man bekommt auch msl was, ist man eher bereit auch etwas zu geben. Denk , das ist auch für Kinder so. Meine Kinder verstehen sich ganz gut als Geschwister, aber ein wenig Konkurrenz ist ja auch normal, und ein wenig Gemaule doch auch.

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