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Montessori-Kindergarten vs. "normaler" Kindergarten

7. März 2009 um 7:47 Letzte Antwort: 7. März 2009 um 9:15

Guten Morgen,

heute ist Tag der offenen Tür in einem Montessori Kindergarten. Der ist bei mir hier eine Straße weiter, und da mein Auto gestern den Geist aufgegeben hat, überlege ich, meine Tochter dort rein zu tun, weil ihr jetziger "normaler" Kindergarten zu weit weg ist.

Jetzt die Frage: Was ist der Unterschied zwischen den beiden Kindergärten?

Ich mein, ich weiß ungefähr was Montessori-Pädagogik ist, aber wie ist da der Tagesablauf. Und ist der Montessori teurer als der andere? Gut das werde ich ja heute erfahren

Könnt ihr mir da ein paar Antworten geben?

Vielen Dank.

Gruß Picoballa
mit Hanna *24.11.05 und Tamino *11.12.07

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7. März 2009 um 8:25

Hallo
Ich bin auch am Überlegen, ob ich meinen Kleinen - wenn es dann mal soweit ist - in einen Montessorikindergarten gehen zu lassen .. spricht mich mehr an, als die konventionelle Verfahrensweise.
Vorallem da ich weiß, wie in diesen "normalen" Kindergärten meist die Kinder behandelt und erzogen werden und wie ihnen Dinge beigebracht werden ... geschweige denn von dem Gefälle "viele Kinder vs. wenig Erzieher" .. ist ja - vorallem in Bayern - mehr oder weniger genauso schlimm wie in den Schulen ....

Montessori .. das bedeutet "Hilf mir, es selbst zu tun" .. der Leitsatz Maria Montessoris. Es ist eine Erziehung, die sich nach der Entwicklung, den Eigenheiten und Bedürfnissen des Kindes richtet .. und eben nicht nach den finanziellen und personellen Möglichkeiten. Also ein riesengroßer Unterschied ..

Dass die "normalen" Kindergärten auch anders arbeiten, handeln, ist mir natürlich bewusst ... nur leider ist es in meinem Kreis der Fall, dass ich lieber mein Kind zu hause lasse und möglichst darauf achte, dass er so Bezug zu anderen Kindern hat, als dass ich ihn in einen "normalen" Kindergarten gebe .... denn mittlerweile wird schon dort z.B. der Rassenhass gepredigt, Erziehung findet wenn überhaupt theoretisch statt, es gibt 1 Erzieherin für 25 - 30 Kinder ...
Die Liste der negativen Dinge könne ich fast unendlich lang weiter führen ...

Berichte doch mal von deinen Erlebnissen! Interessiert mich.

Gruß,
Alamea

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7. März 2009 um 9:05

@leonjulien
Ich bewege mich durchaus NICHT in diesen Kreisen. Bitte lies doch dementsprechend meinen Beitrag vorher nochmals genauer durch ...

Ich befasse mich seit einiger Zeit mit diesem Thema und habe mir eben diesbezüglich mehrere Kindergärten in meinem Umkreis näher angesehen. Ich hatte auch einige Praktika in Kindergärten, -einrichtungen, - horten absolviert (zum "Reinschnuppern" während der Schulzeit und weil ich nicht wusste "was ich mal werden will" und konnte eben sehr gut DIREKTE Erfahrungen machen) ... deshalb schreibe ich das, weil ich es selbst miterlebt habe ...

Ich wohne durchaus nicht in der Nähe einer Großstadt, aber selbst in den kleineren Städten ist es mittlerweile Thema geworden... da gibt es russisch, türkisch- stämmige und die werden eben anders behandelt .. genauso reagieren diese anders auf die deutschstämmigen.
Meinst du etwa ich befürworte diese Bewegung? Nein, ich bin strikt dagegen .. und lebe auch so!

Ich habe auch meine Argumente durchaus nicht auf ALLE Kindergärten bezogen ... sondern eben auf die, die ich mir bisher angesehen habe (7 an der Zahl) ... und da ich diese Erfahrungen bisher gemacht habe, macht mich das sehr nachdenklich ... weswegen ich auch vermerht über andere Erziehungsmethoden und deren mögliche Einrichtungen nachdenke und -forsche!

Gruß,
Alamea

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7. März 2009 um 9:15

Erfahrung
Mein Monster ist noch zu klein, aber mein Patenkind (jetzt auch schon 17) war in einem Montessori-KiGa.

Generell finde ich das Prinzip nicht schlecht. Die Kinder bekommen wenig Spielzeug, weil sie sich hauptsächlich mit der Natur und sich selber beschäftigen sollen. Es gibt in den Häusern Auszeit-Ecken wo diese sich zurückziehen können, wenn sie das Bedürfnis danach haben. Und seltsamerweise akzeptieren das die anderen Kinder. Weiterhin ist es ein Grundsatz, daß die Kinder lernen kleinere oder schwächeren Personen den Vortritt zu lassen.

Einen Nachteil, den man jetzt sieht ist, daß Calina oft einen Schritt zurück geht bevor sie mal an sich selber denkt. Das mag an ihrem Charakter liegen, kann aber auch an der Prägung durch Montessori liegen. Oder was auch gut zu beobachten war: Wir liegen am Strand, Kind will sich ein Eis holen. Trappelt also los und stellt sich an. Jedesmal wenn ein kleineres Kind kam stellte Calina sich wieder dahinter. um dem Kleineren den Vortritt zu lassen.

Es gibt immer und überall Vor- und Nachteile. Schau Dir das Gebäude an, den Garten, die Erzieherinnen und dann entscheide. Viel Erfolg

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