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Muss ich mir sowas wirklich von meinem Mann gefallen lassen??

29. August 2011 um 12:15

Folgendes: ich bin ja nun 29. SSW und meine kleine Tochter ist 1,5 Jahre alt. Ich mache zuhause wirklich sogut wie alles alleine, gehe und fahre mit meiner Tochter überall hin (Sport, Schwimmen, Einkaufen, etc.) und wir wohnen im 2. Stock mit mehreren Treppen.
Ich erwarte schon gar keine große Hilfe, da mein Mann viel arbeitet und auch auf Dienstreise ist in der Woche. Daher versuche ich ihm den Rücken frei zu halten. Wir haben keinen eigenen Garten und auch sonst nix weiter, d.h. er ist am WE zuhause und braucht allenfalls mal den Müll runterbringen.
DAs nur mal so am Rande...

Jetzt letztens habe ich für eine Freundin etwas besorgt und für sie 250 ausgelegt was sie mir aber diese Woche zurückzahlt. Da hat er mich sowas von angeschnauzt, was mir einfallen würde das ohne sein Wissen auszugeben, wenn ich wenigstens selber arbeiten würde usw. Zur Erinnerung: ich habe 7 Jahre voll gearbeitet und manchmal mehr verdient als er und ihn 1 Jahr lang durchgeschleppt. Die Kinder kriege ich freiweillig und bleibe zuhause, was mir auch Spaß macht. Wie soll ich in meiner jetzigen Situation bitte arbeiten??? Ist das nicht etwas ungerecht?

Ich muss alles rechtfertigen was ich kaufe und welchen Schritt ich mache. Er hat sich ein Riesenauto für 30.000 gekauft, wobei ich ihn unterstüztz habe und er gibt alle naselang Geld für PC usw. aus, was ich auch nciht mitkriege..

Und zu den Kindern: da meinte ich..ja die Kleine melden wir dann bald an im Kiga mit 3, da meinte er ob das sein müsse dafür auch noch Geld auszugeben... , was hat er denn gedacht???

Oder: bald kommt ja unser 2:kind und die Große hat dann noch kein eigenes Bett außer dem Gitterbett, da meinte ich wir könnten doch eins von Ikea kaufen, da kann ich mit dme Baby dann auch mal schlafen und er hat seine Ruhe...nein das Sofa tuts ja auch kam zur Antwort.

Und so geht das jeden Tag. Ich fühle mich langsam wie an der langen Leine gehalten.

Ich racker mich jeden Tag ab, damit die Kinder vernünftig groß werden, mache Haushalt usw, bin ja auch nur in der 29.SSW und fühle mich echt behandelt wie der letzte Arsch... sorry



Habe ihm das auch schon gesagt, aber es bringt nix. Kann manchmal nciht glauben was er da von sich gibt. Früher war das mal anders...

Bin wirklich traurig

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29. August 2011 um 13:44


Da haste ja ein nettes Exemplar

Ich sag mal wegen den 250 Eur hätte mein Mann sich auch aufgeregt. Ich selbst würde aber auch nie so viel Geld leihen. Wir habens auch nicht so dicke, deswegen wäre das sowiwso keine relevante Summe.
Wenns 10-20 Eur wären, wäre das für meinen Mann auch kein Ding.

Das Problem beschränkt sich bei euch ja nicht nur auf das Geld. So ganz allgemien scheint er null Rücksicht auf dich zu nehmen, da ist wohl das Hauptproblem.

Ich würde ihn mal fragen, wie er sich das mit Frau und Kindern vorgestellt hat und wenn er das wirklich will, muß er seinen Egotrip ganz schnell mal ablegen.

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29. August 2011 um 14:11

Ich kann das mehr als gut nachvollziehen
Mein Mann und ich haben eine sehr ähnliche Geschichte.

Wir haben uns im Studium kennengelernt, das er direkt an seine Ausbildung angeschlossen hatte. Im Studium wurde er erst von seinen Eltern unterstützt, dann hat er Befög bezogen bis sein Leistungsbezug VOR Ende seines Studiums endete.

Ich habe vor meinem Studium und dann nebenher gearbeitet. Als wir uns kennengelernt haben gab es nach recht kurzer Zeit Monate, in denen er in meine Wohnung gezogen ist, weil er mit der Aussicht auf eine neue, zentralere Wohnung seine alte gekündigt hat. Der Einzugstermin verschob sich und er lebte bei mir. Ohne Mietbeteiligung. Ohne Beteiligung an den Einkäufen. Ich wusste, er hat nicht viel Geld zum Leben. Mir ging es durch meinen Nebenjob und die Rücklagen bedeutend besser.

Mit der Geburt unserer Tochter sind wir dann zusammengezogen. Seine Leistungsbezug war ausgelaufen, wir lebten weiterhin von meinen Rücklagen, Kinder- und Erziehungsgeld. Um ihm seine Unabhängigkeit nicht zunehmen, habe ich im monatlich einen Fixbetrag auf sein Konto überwiesen. Zusätzlich hatten wir aber beide die Vollmacht für das Konto des anderen. Er konnte also, wenn das Geld nicht reichte, jederzeit mit einer zusätzlichen EC-Karte meines Kontos Geld abholen oder damit bezahlen.

Zeitgleich steckte er in den Vorbereitungen für seine Abschlussprüfungen. Ich habe also den Haushalt geschmissen, alles kindesrelevante übernommen und dafür gesorgt, dass meine Tochter und ich tagsüber so gut wie nicht zu Hause waren, damit er lernen konnte. Die Abschlussprüfungen kamen, er bestand. Seine Diplomarbeit folgte. Unsere Arbeitseinteilung blieb.

Zum Ende seiner Diplomarbeit wurde ich wieder (geplant) schwanger. Aufgrund des schlechten Stellenmarktes in seinem gelernten Fachgebiet arbeitete er erstmal in Gelegenheitsjobs. Bewarb sich dann auch mein Drängen auch überregional. Es hat trotzdem zwei Jahre gedauert bis er einen Job bekommen hat, der seiner fachlichen Qualifikation entsprach. Dafür sind wir 500km umgezogen. Ich dachte, dass die Regelmäßigkeit uns gut tun würde.

Stattdessen wurde die Wahrnehmung "seines" Geldes besonders geschärft. DIe Kontovollmachten blieben, getraut sie nutzen habe ich mich genau einmal. Ich habe Lebensmittel gekauft, die ich nicht vom Kindergeld bestreiten wollte, weil Anschaffungen für den Kindergarten und Kind Nr. 3 anstanden. Er hat mich gefragt, wie ich allen Ernstes 75,- Euro für den Wocheneinkauf eines 4 Personen Huashaltes ausgeben kann. Ob ich nicht vergleichen würde. Ob ich nicht rechnen würde.

Dazu muss gesagt werden: Wir haben ein Auto überschrieben bekommen. Von meiner Oma. Da es für seine Fahrten zu und von der Arbeit genutzt wurde, bin ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. In Hamburg ist das kein Problem, der öffentliche Nahverkehr ist so gut ausgebaut, dass wir dort jahrelang ohne Auto gut leben konnten. 500 km weiter weg, auf dem dörflichen Ausläufer einer Kleinstadt zu leben, war anders. Aber ich empfand das bis dato nicht als schlimm. Es war nie etwas woran ich mich gestört hätte, alle Erledigungen des alltäglichen Lebens nicht nur hochschwanger und mit zwei kleinen Kindern, sondern auch mit dem ÖPNV auszuführen. Jetzt brauchte das ganze halt etwas mehr Planung, weil ich zeitlich nicht mehr so felxibel war. Aber auch das ging.

Seitdem habe ich nie wieder sein Konto in Anspruch genommen und habe meinen Unterhalt und den für die Kinder, plus die Lebensmittel vom Kindergeld bestritten. Das war sizusagen das Haushaltsgeld. Raum für seine finanziellen Träume war jedoch stets. Ich fand das ebenfalls nicht schlimm, ich hatte gar keine materiellen Wünsche. Ich wollte weder ein Auto, noch eine teure Kamera. Ich wollte das er glücklich ist und wir als Familie auch. Ich wollte, dass es funktioniert.

Deswegen war es auch in Ordnung, dass er nach der Arbeit erst einmal ein wenig Zeit brauchte um "zu entspannen", bevor er sich mit uns zum Abendessen hinsetzen konnte. Die Kinder habe ich trotzdem ins Bett gebracht. Und auch nachts bin ich aufgestanden. Ich wusste, er musste früh raus und sich im Job konzentrieren können. Ich hatte Verständnis.

So, um das ganze jetzt mal etwas abzukürzen: Seine Wille zu sparen hat sich ausgeweitet. Er würde das ja machen um Rücklagen für uns zu haben. Dafür sollte ich aber doch bitte wöchentlich alle Belege vorlegen plus Kontoauszüge. Er würde das gerne kontrollieren. Sich selbst einzuschränken und mittags vielleicht nicht essen zu gehen, sondern Essen mitzunehmen - das war weniger leicht möglich. Es müsste doch mal für fünf Minuten rauskommen. auch wenn ich abends immer noch für uns alle gekocht habe.

Ich wurde immer unglücklicher. Es war nicht mal der materielle Teil, es war der ideelle Teil, der mir gefehlt hat und nachdem ich mich gesehnt habe.

Es gab sie, die Anerkennung. Sporadisch. Und nach Diskussionen. Aber vielleicht hatten wir grundsätzliche zu verschiedene Ansichten, was das familiäre Glück angeht.

Ich hab seine Sorgen als "Ernährer" lange Zeit nicht erkannt. Ich kann mir vorstellen, dass es deinem Mann z.Zt. vielleicht ähnlich geht. Er ist vielleicht überfordert mit dem Gedanken alleine für euch Sorgen zu müssen, ohne sich das eingestehen zu können. Ihr habt lange euren Lebensunterhalt gemeinsam bestritten, die finazielle Verantwortung geteilt - es bedeutet auch für ihn Stresszuwachs, das nun "alleine" zu schultern.

Vielleicht kommt dabei so an, als würde er deine Arbeit nicht wertschätzen. Ich denke, er tut es, hat aber Schwierigkeiten dies zu äußern. Berede es mit ihm.

Manchmal ist auch der Blickwinkel auf die "Notwendigkeit" einer Anschaffung ein anderer. Bevor sich das manifestiert, sollet ihr euch zusammensetzen und einen Plan ausarbeiten. Vielleicht solltet ihr gemeinsam ein Haushaltsbuch führen, in dem seine "Neben"ausgaben genauso gewertet werden, wie deine.

Bei uns hat das Reden alleine leider nicht funktioniert, wir leben inzwischen getrennt.

Lg. und von Herzen alles Gute
D.

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29. August 2011 um 16:10

Hey danke Euch
das hat mir schon sehr geholfen.
Ja Reden sollte das Mittel der Wahl sein...das hab ich schon so oft versucht, aber er hört mir ja gar nicht richtig zu, ist zu kaputt oder oder...oder es geht mal ein paar Wochen und dann krieg ich die nächste Frechheit an den Kopf geknallt.

Ich durfte mir letzte Woche sogar anhören (abends 18 Uhr, Bankgespräch, wir hatten die Kleine mit, nach ner halben Std. wollte sie nicht mehr, ich mit ihr raus): wo wart ihr denn die ganze Zeit? Ich war etwas ärgerlich und auch total kaputt (ist man manchmal inn der 29. SSW) und leicht angenervt..da kam nur: mit dir kann man nirgends mehr irgendwo hingehen... . Und wenn ich dann sage...ähm ich bin schwanger und habe ein Kleinkind was ne halbe Std. auf dich gewartet hat kommt Unverständnis..ich finde es so krass manchmal.

Übrigens hat er mir früher als ich gearbeitet habe manchmal an den Kopf geknallt: deine läppischen Krücken machen den Kohl auch nicht mehr fett (im Winter hab ich teilweise durch weniger std.weniger verdient), aber nun scheinen die läppischen Krücken ja ganz schön zu fehlen..

Oh mann wenn ich so schreibe komme ich mir selber total bescheuert vor. Wie kann ich mir sowas eigentlich bieten lassen?
Manchmal denke ich Männer brauchen das, weil Frauen so stark sind heutzutage und sogut wie alles geregelt kriegen. Dadurch werten sie ihr Ego auf weil sie nicht mehr immer im Mittelpun kt stehen wie früher..

Ich hab immer gedacht ich will nicht die zickige Hausfrau sein, die ihren Mann rumkommandiert, aber anscheinend geht es nicht anders, dass man den Herren mal ab und an n paar Takte aufschreibt!


Ich will das nicht dass wir irgendwann da ankommen wo so viele ankommen und es in Scheidung endet, aber jetzt verstehe ich einige von denen wirklich.

Klar kracht es in jeder Ehe hin und wieder aber die Beleidigungen sind das Schlimmste, alles andere könnte ich wegstecken.

Ich hätte NIEgedacht dass ich mal zuhause sitze mit Kleinkind und schwanger und mir wegen Beleidigungen meines Mannes die Seele aus dem Leib heule.
Das kannte ich früher nur von anderen und hab immer gedacht: wieso gehen die nicht und lassen sich sowas bieten??


Naja ihr Lieben ich werde heute abend wieder versuchen einen neuen Ansatz zu finden...danke dass ihr zugehört habt..

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