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Mutter werden ist nicht schwer, mutter sein dagegen sehr

24. März 2014 um 1:01

in einem anderen thread las ich von anderen userinnen , das deren mütter sich nicht immer vernüftig kümmerten... hatten sie nie ein schlechtes gewissen, haben sie es in der zwischenzeit bereut? wie ist der kontakt heute? habt ihr dadurch sehr gelitten bzw leidet ihr immer noch? was ist euch in der kindheit alles passiert? mögt ihr erzählen?
ich selbst hab schon ein schlechtes gewissen , wenn ich die wünsche meiner tochter nicht erfüllen kann. zb das ich sie von der schule abhole, aber wegen der arbeit nicht kann.
meine mutter hat mich nie geschlagen, hat alles für uns gemacht...aber trotzdem streit ich mich mit meiner mutter, als
würde sie es verdienen. dabei ist das nicht der fall...auch heute noch ist sie immer zur stelle, wenn ich sie brauche.
fühle mich deswegen oft genug undankbar... aber im fall der in ihrer kindheit vernachlässigten userinnen hier hätte ich vollstes verständnis , wenn ihr den kontakt komplett abbrechen würdet. inwiefern hat das auf euch heute noch auswirkung, grade im bezug auf die eigenen kinder?

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24. März 2014 um 7:11

Meine mutter hat auch schizophrenie
ich hab auch ähnliche erlebnisse wie du gehabt. nur war ich da schon älter, bzw ist es mir da aufgefallen.
wann sie krank geworden ist, weiss ich gar nicht. wenn es ihr gut ging, war sie eine gute mutter, phasenweise war sie dann nicht sie selbst. ich musste sie dann ein paar mal einweisen lassen , da war ich anfang 20. sie dann unter starken medikamenten in der klinik zu sehen , war schon schlimm und auch wie du hab ich diese befürchtung , das es vererbbar ist, bin aber schon 39. sie hatte aber auch jahrelang ein alkoholproblem. was ja auch oft diese krankheit auslöst.
sie kann schlecht mit stress umgehen , grübelt zu viel , leugnet ihre krankheit... ich musste sie mal abholen , sie ist einfach aus dem reisebus gestiegen und wollte nicht mit meinem vater und meiner schwester weiterfahren. als ich nach mehreren stunden da ankam , lag sie wie eine tote auf dem boden bei der polizei.
sie war nicht ansprechbar, lag da wie ein brett und liess sich nicht bewegen.ein krankenwagen brachte sie in die geschlossene. ich nehm der polizei das immer noch übel, das sie sie stundenlang da liegen liessen.
wo ich jünger war, ist sie mit einer freundin ins ausland gefahren um ihre mutter zu sehen. es war noch kriegsgebiet und das setzte ihr wohl sehr zu, freunde brachten sie ins kh, mein vater musste 2000km hinterherfliegen und sie holen . ich war ca 17 , meine schwester 12.
das verhältnis meiner mutter und schwester ist besser, sie wohnen im gleichen haus. trotzdem bin ich diejenige , die sie immer einweisen musste, ihr auch schon ne spritze geben musste... dementsprechend bin ich dann die böse tochter. mittlerweile haben wir ihre krankheit besser im griff und merken, wann es wieder anfängt. medikamente, die sie natürlich nur mit zwang und erpressung nimmt, verhindern das schlimmste. erst vor ein paar monaten ging es ihr wieder schlecht...

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24. März 2014 um 21:47

Ich schieb mal hoch
danke für eure offenheit.
ich find das auch für andere wichtig, grad für die die ihre kindheit nicht aufgearbeitet haben , unter depressionen leiden , sich selbst verletzen ... vielleicht bewegt es sie zu einer therapie um das geschehene aufzuarbeiten...
auch nützt es vielleicht der ein oder anderen ihr verhalten, welches nicht immer liebevoll dem eigenen kind gegenüber ist, zu überdenken.

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25. März 2014 um 20:05

Hhmmm
ist das bei mir jetzt meckern auf höchstem Niveau? ...keine Ahnung...

Meine Eltern lieben mich, ohne Frage! Über alles! Vor allem mein Papa. Aber der Schein trügt.
Wie es ist perfekte Eltern zu haben, die nie weinen, nie traurig sind, nie übermäßig Glücklich, fast null Emotionen haben, außer schreien und schimpfen?

In der Pubertät war's am schlimmsten... hab' sie überfordert.
Ich wurde gemobbt. Alles bitten, flehen und heulen bei meinen Eltern hat nichts gebracht. "Das geht wieder weg/hab dich nicht so/ ignorier das einfach" Waren die besten Tipps.

Heute sagt mein Dad: "Du hast uns doch nichts erzählt!" aber sogar meine Mutter musste mit dem Kopf schütteln und zugeben, dass ich regelrecht gebettelt habe, dass mir einer hilft.
Zu meiner Mutter ins Bett bin ich gekrochen und habe gefleht dass ich nicht in die Schule muss. Das Ergebnis kann man sich ja vorstellen...

Meine Eltern haben sehr viel mit mir unternommen, wir waren nicht arm und ich hatte viel Spielzeug, aber keine Freunde. Eine Freundin war immer bei mir, aber dann wollten meine Eltern umziehen... weg war meine Maria. Die neuen "Freunde" waren grausam zu mir. Von anfang an.

Ich bin in einer Blase der Sicherheit aufgewachsen. Kein Tot von Familienmitgliedern, Krankheiten in der Familie oder irgendwelche Probleme kamen an mich dran. Alles Perfekt, oder nicht?

Ich hab' Borderline.

Und 2 Wunderbare Kinder, bei denen ich weiß gott nicht alles richtig mache, aber eines weiß ich: Ich höre immer zu! Und ich bin immer da! Und ich löse Probleme.

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