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Nach traumatischer Geburt ( Depressionen? Angststörung ? ) Was ist los?

21. Juli 2017 um 19:28

Hallo ihr Lieben. Kurz zur Vorgeschichte. Ich habe diesen kommenden Winter vor 2 Jahren meine Tochter entbunden. Die Geburt war die Hölle. Ich erlitt eine Gebärmutteratonie, wäre fast verblutet und mir wurde daraufhin die Gebärmutter entfernt. Es war alles sehr knapp , danach lag ich noch eine Zeit auf der Intensiv. Ich hatte Todesängste und wusste nicht , ob ich nach der Op wieder Wachwerde.
Nun ist es seitdem so , dass ich fast täglich an den Tod denke , dass irgendwann das Leben vorbei ist. Es ist teilweise so , dass ich mich über manche Sachen nicht ganz freuen kann , weil dann direkt der Gedanke kommt , dass man irgendwann nicht mehr lebt. Ich kannte sowas bislang nicht. Habe mir nie groß Gedanken darüber gemacht. Und nun dauernd die Gedanken daran , das hemmt mir soviel Freude und es überkommt diese Traurigkeit. Das schlimmste , dass die Zeit mit meinen Kindern begrenzt und irgendwann vorbei ist. Es macht mich so traurig und ich habe einfach Angst davor , Angst vor dem Tod. Das ist doch nicht normal, oder? Manchmal endet es auch in einer Panikattacke mit Schweißausbrüchen und Herzrasen. Als es sich letztes Jahr zum ersten Mal jährte rutschte ich in eine Depression , die nach einiger Zeit nachließ. Irgendwie habe ich auch immer Angst an Krebs zu erkranken. Krank zu werden und nicht mehr für meine Kinder da sein zu können. Alles meiner Meinung nach ausgelöst durch das Erlebnis nach der Geburt. Wenn die Gedanken nicht sind geht's mir richtig gut und dann immer wieder zwischendurch diese Gedanken. Ich weiß ihr seit keine Ärzte, aber was kann das sein ? LG

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21. Juli 2017 um 23:04
In Antwort auf marmeladenbrot1

Hallo ihr Lieben. Kurz zur Vorgeschichte. Ich habe diesen kommenden Winter vor 2 Jahren meine Tochter entbunden. Die Geburt war die Hölle. Ich erlitt eine Gebärmutteratonie, wäre fast verblutet und mir wurde daraufhin die Gebärmutter entfernt. Es war alles sehr knapp , danach lag ich noch eine Zeit auf der Intensiv. Ich hatte Todesängste und wusste nicht , ob ich nach der Op wieder Wachwerde.
Nun ist es seitdem so , dass ich fast täglich an den Tod denke , dass irgendwann das Leben vorbei ist. Es ist teilweise so , dass ich mich über manche Sachen nicht ganz freuen kann , weil dann direkt der Gedanke kommt , dass man irgendwann nicht mehr lebt. Ich kannte sowas bislang nicht. Habe mir nie groß Gedanken darüber gemacht. Und nun dauernd die Gedanken daran , das hemmt mir soviel Freude und es überkommt diese Traurigkeit. Das schlimmste , dass die Zeit mit meinen Kindern begrenzt und irgendwann vorbei ist. Es macht mich so traurig und ich habe einfach Angst davor , Angst vor dem Tod. Das ist doch nicht normal, oder? Manchmal endet es auch in einer Panikattacke mit Schweißausbrüchen und Herzrasen. Als es sich letztes Jahr zum ersten Mal jährte rutschte ich in eine Depression , die nach einiger Zeit nachließ. Irgendwie habe ich auch immer Angst an Krebs zu erkranken. Krank zu werden und nicht mehr für meine Kinder da sein zu können. Alles meiner Meinung nach ausgelöst durch das Erlebnis nach der Geburt. Wenn die Gedanken nicht sind geht's mir richtig gut und dann immer wieder zwischendurch diese Gedanken. Ich weiß ihr seit keine Ärzte, aber was kann das sein ? LG

Hallo, das klingt sehr belastend. Vielleicht hast du ja eine posttraumatische Belastungsstörung  durch die schwere Zeit nach der Geburt?
Ich habe eine Freundin, die nach der Entbindung lange um ihr Leben kämpfen musste und lange auf Intensiv lag. Sie hat Schlafstörungen eine PTBS. Das Ganze ist schon über 3 Jahre her und sie arbeitet schon eine Weile die Zeit auf Intensivstation auf. Holt sich Kopien , versucht zu verstehen...  Ich würde dir empfehlen zum Psychologen/ Psychotherapeuten zu gehen, um alles zu verarbeiten. 
Viel Erfolg und alles Gute für dich 

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22. Juli 2017 um 21:29
In Antwort auf marmeladenbrot1

Hallo ihr Lieben. Kurz zur Vorgeschichte. Ich habe diesen kommenden Winter vor 2 Jahren meine Tochter entbunden. Die Geburt war die Hölle. Ich erlitt eine Gebärmutteratonie, wäre fast verblutet und mir wurde daraufhin die Gebärmutter entfernt. Es war alles sehr knapp , danach lag ich noch eine Zeit auf der Intensiv. Ich hatte Todesängste und wusste nicht , ob ich nach der Op wieder Wachwerde.
Nun ist es seitdem so , dass ich fast täglich an den Tod denke , dass irgendwann das Leben vorbei ist. Es ist teilweise so , dass ich mich über manche Sachen nicht ganz freuen kann , weil dann direkt der Gedanke kommt , dass man irgendwann nicht mehr lebt. Ich kannte sowas bislang nicht. Habe mir nie groß Gedanken darüber gemacht. Und nun dauernd die Gedanken daran , das hemmt mir soviel Freude und es überkommt diese Traurigkeit. Das schlimmste , dass die Zeit mit meinen Kindern begrenzt und irgendwann vorbei ist. Es macht mich so traurig und ich habe einfach Angst davor , Angst vor dem Tod. Das ist doch nicht normal, oder? Manchmal endet es auch in einer Panikattacke mit Schweißausbrüchen und Herzrasen. Als es sich letztes Jahr zum ersten Mal jährte rutschte ich in eine Depression , die nach einiger Zeit nachließ. Irgendwie habe ich auch immer Angst an Krebs zu erkranken. Krank zu werden und nicht mehr für meine Kinder da sein zu können. Alles meiner Meinung nach ausgelöst durch das Erlebnis nach der Geburt. Wenn die Gedanken nicht sind geht's mir richtig gut und dann immer wieder zwischendurch diese Gedanken. Ich weiß ihr seit keine Ärzte, aber was kann das sein ? LG

Hallo,
es tut mir erstmal leid, was Du erlebt hast. Ich kann deine Gedanken gut verstehen. Ich habe 2015 in der Schwangerschaft meine Zwillinge durch akute Plazentaablösung verloren, habe selber sehr viel Blut verloren und kam zur Not Op ins Kh. Die Ärztin sagte immer, sie verbluten mir  u es muss vielleicht meine Gebärmutter entfernt werden. Ich wollte nur noch eine Narkose haben, ich konnte weder den körperlichen Schmerz als noch den seelischen in diesem Moment aushalten. Danach ging es mir seelisch wie auch körperlich nicht gut. Ich habe lange gebraucht, konnte es nicht akzeptieren, daß ich meine Kinder verloren hatte und fragte warum ich, warum haben die Ärzte nichts bemerkt( ich war morgens noch bei der Fa) , warum darf ich meine Kinder nicht im Arm nehmen, nicht aufwachsen sehen? Es gibt keine Antworten drauf. Ich habe auch öfter über den Tod nachgedacht und Angst bekommen, daß irgendwann alles vorbei ist, oder das einem lieben Menschen etwas passiert oder krank wird, oder ich selbst krank werde u meine Kinder nicht aufwachsen sehe. Das denke ich heute noch manchmal. Eigentlich weiß man es, aber wenn Du mit dem Tod in Kontakt gekommen bist ist es nochmal ganz anders. Du weißt, das sich von einer Sekunde auf die andere alles ändern kann. Ich habe auch mit einer Psychologin geredet, was mir aber nicht geholfen hat. ich musste meinen Weg finden. Nach einige Monaten, war ich bereit das Geschehene als Teil und Weg meines Lebens anzunehemen und nicht mehr nach dem warum zu fragen. Verstehen kann ich es nicht, aber so kann ich mich mehr auf die Gegenwart und Zukunft konzentrieren und es raubt mir nicht mehr so viel Kraft. Ich habe versucht aus dem ganzen Albtraum etwas positives zu ziehen. Ich versuche mein Leben intensiver zu leben, Dinge tun die ich auch möchte, mehr Zeit mit Menschen verbringen die mir wichtig sind, auch habe ich mich von Bekannten getrennt, die mir nicht gut tun, oder mich stressen. Versuche vielleicht dich auf deine Familie zu konzentrieren, das Leben zu geniesen, froh zu sein noch eine Chance bekommen zu haben und das Geschehene als Teil deines Weges ( den jeder irgendwie gehen muss) an zunehmen. Du weißt wie schnell es anders sein kann, geniese die Zeit, die du hast und akzeptiere die Angst, aber lebe jetzt. Wenn die Angst schlimmer wird gibt es immer noch den Weg zu einen Therapeuten.
Alles liebe.

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