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Nachbarskind bringt uns um die Nachruhe... Wie soll man sich verhalten?

14. März 2009 um 12:16

Liebes Forum,

die Nachbarn, die unter uns wohnen, haben einen anderthalbjährigen Sohn. Seit etwa einem halben Jahr hat er sich zu einem sehr launischen, oft brüllenden Kleinkind entwickelt. Es kommt häufig vor, dass er sowohl tagsüber als auch nachts stundenlang weint. Wobei das nicht ein Vor-sich-Hinqengeln ist, sondern ein richtiges Brüllen und Schreien. Wir hören das oft stundenlang... Natürlich haben wir die Eltern daraufhin schon angesprochen - kurz vor Weihnachten meinten sie, er wäre wohl krank gewesen und hätte fünf Zähne gleichzeitig bekommen - aus diesem Grund hatte er drei Nächte durchgeschrien! Damit meine ich wirklich durchschreien... Nicht nur zum Einschlafen (man hört, wenn sie ins Bett gehen, da sie dann den Rolladen runter machen), sondern auch in der Nacht stundenlang... Man ist dann so erschöpft, dass man hofft, einzuschlafen, bevor es unten wieder losgeht... Und dann wacht man eine Stunde später (aus dem Tiefschlaf sozusagen) auf, weil es unten wieder losgeht, nickt aber wieder ein und zuckt dann eine halbe Stunde später wieder hoch und unten brüllt er immer noch... So geht das stundenlang!

Mein Mann und ich, wir sind selbstständig und arbeiten von zu Hause aus, deshalb bekommen wir diese "Zustände" wirklich täglich ohne Pause mit... Was können wir tun? Die Eltern nochmal fragen und wieder eine Erklärung wie "Zahnen" oder "Krankheit" hören?

Was einen an der ganzen Sache so stutzig macht, ist, dass wenn er weint, dann bleibt er immer an einer Stelle, sprich in einem Zimmer! Man hört ja, ob er sich in der Wohnung bewegt, wenn das Brüllen von einem Zimmer zum Anderen "wandert"... Aber wenn er wirklich so viel schreit, dann ist das meistens konstant in seinem Zimmer... Wir sind selbst keine Eltern, aber wenn man ihn da so herzerweichend weinen hört, dann würde man am Liebsten runtergehen und ihn auf den Arm nehmen und knuddeln und fragen, was denn los sei... Genau das scheinen aber die Eltern gar nicht zu machen??? Er weint stundenlang in seinem Zimmer und es scheint sich niemand um ihn zu kümmern und zu trösten... Ist das normal??? Mir geht nachts selbst das Herz auf, wenn ich ihn da so höre, wie er sich quält... Aber man hört nicht die Mama, wie sie versucht ihn zu beruhigen oder ihn ein bischen durch die Wohnung trägt oder sonstwas macht, um ihn zu beruhigen... Selbst wenn er "zahnt" - da gibt's doch auch was gegen die Schmerzen, oder?

Wir sind echt verzweifelt... Haben schon überlegt, ob wir das Jugendamt einschalten (natürlich nicht, ohne vorher selbst nochmal den Kontakt zu suchen) oder den Vermieter... Unsere Nachbarin ist auch wieder schwanger... Das kommt uns sehr fragwürdig vor, da sie ja schon mit dem einen Kind nicht zurecht kommen...

Was würdet Ihr uns raten?

LG
spaghetti

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14. März 2009 um 12:48

Schwierig
Wie sieht es denn überhaupt tagsüber aus? Schreit das Kind da auch so viel?
Hinsichtlich der Nacht muss man eines bedenken, man ist da sehr empfindlich und überintepretiert solche "Ruhestörungen" oftmals. Da wird man nachts drei mal aus dem Tiefschlaf für ein paar Minuten gewecket und hat den Eindruck, das Kind wäre die ganze Nacht permanent wach gewesen - wahrscheinlich auch weil man am nächsten Tag so geschlaucht ist.

Jugendamt ist eine heikle Sache. Wenn wirklich nicht viel dran ist, das Kind u.U. sehr viel und sehr leicht weint (gibts einfach!), dann ist sowas für eine junge Familie der absolute Supergau. Auf jeden Fall vorher nochmals das Gespräch suchen, es können ja nicht immer die Zähne sein.

Vielleicht noch ein Beispiel von uns: Wir wohnen im dritten Stock Altbau ohne Lift, mein Sohn hat ca. ein Jahr lang (von anderhalb bis zweieinhalb Jahren) einen riesigen Terz beim Treppen steigen gemacht. Da es noch so wunderbar hallt müssen einige Nachbarn den Eindruck gehabt haben, ich verpügel regelmäßig mein Kind beim Treppen steigen . Da gibt es so einge Situationen, die man als Eltern einfach nicht im Griff hat...

Wie ist denn insgesamt dein Eindruck von der Familie? Wie war die Reaktion der Mutter als du sie angesprochen hast? Abgesehen von der Antwort an sich.

lg
Stefanie

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14. März 2009 um 14:08

@vibrio @spaghetti
diese Durchwachten Nächte kenne ich, unsere Tochter war schon immer ne Nachteule,
besonders die ersten Monate hat sie nachts nur gebrüllt und war durch nicht zu beruhigen, bin auch mit ihr auf und abgelaufen die halbe nacht oder hab sonstwas angestellt.

ABER
hier ist ja die Rede von nem 1 1/2 Jahre alten Kind, da finde ich es nicht mehr normal, wenn es die ganze Nacht, oder zumindest mehrere Stunden am Stück schreit.

Ilenia wird auch noch sehr oft wach nachts mit ihren 21 Monaten
Aber soo lange wüten brüllen..... ist doch eher untypisch für dieses Alter, besonders nachts finde ich. In dem Alter lassen die sich doch normal etwas besser beruhigen, oder?

Würd die Frau auch nochmal ansprechen und einfach sagen, dass ihr den Kleinen zu jeder Tageszeit so laut brüllen hört.
Mal sehen, was sie zu sagen hat.
Aber dann würd ich nicht zögern, das zu melden....
Man weiß zwar nicht, ob wirklich etwas dahinter steckt, aber lieber übervorsichtig sein als darüber hinweg sehen und sich später denken "hätte ich doch..."
Normal find ich das nicht..

LG
Kathrin

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14. März 2009 um 14:08

Ja
das ist es eben auch, was mich stutzig macht Wäre das Kind drei Monate alt, kein Thema. Koliken, Nahrungsumstellung, Tag-Nacht-Phasen, alles drin...aber mit anderthalb Jahren? Hab selbst hier im Forum selten gelesen, dass Kinder in diesem Alter nachts so viel geschrien haben. Wachphasen ja, aber wirklich schreien?!

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