Home / Forum / Mein Baby / Nachbarskind bringt uns um die Nachtruhe... Wie soll man sich verhalten?

Nachbarskind bringt uns um die Nachtruhe... Wie soll man sich verhalten?

22. Januar 2009 um 6:55

Liebes Forum,

die Nachbarn, die unter uns wohnen, haben einen anderthalbjährigen Sohn. Seit etwa einem halben Jahr hat er sich zu einem sehr launischen, oft brüllenden Kleinkind entwickelt. Es kommt häufig vor, dass er sowohl tagsüber als auch nachts stundenlang weint. Wobei das nicht ein Vor-sich-Hinqengeln ist, sondern ein richtiges Brüllen und Schreien. Wir hören das oft stundenlang... Natürlich haben wir die Eltern daraufhin schon angesprochen - kurz vor Weihnachten meinten sie, er wäre wohl krank gewesen und hätte fünf Zähne gleichzeitig bekommen - aus diesem Grund hatte er drei Nächte durchgeschrien! Damit meine ich wirklich durchschreien... Nicht nur zum Einschlafen (man hört, wenn sie ins Bett gehen, da sie dann den Rolladen runter machen), sondern auch in der Nacht stundenlang... Man ist dann so erschöpft, dass man hofft, einzuschlafen, bevor es unten wieder losgeht... Und dann wacht man eine Stunde später (aus dem Tiefschlaf sozusagen) auf, weil es unten wieder losgeht, nickt aber wieder ein und zuckt dann eine halbe Stunde später wieder hoch und unten brüllt er immer noch... So geht das stundenlang!

Mein Mann und ich, wir sind selbstständig und arbeiten von zu Hause aus, deshalb bekommen wir diese "Zustände" wirklich täglich ohne Pause mit... Was können wir tun? Die Eltern nochmal fragen und wieder eine Erklärung wie "Zahnen" oder "Krankheit" hören?

Was einen an der ganzen Sache so stutzig macht, ist, dass wenn er weint, dann bleibt er immer an einer Stelle, sprich in einem Zimmer! Man hört ja, ob er sich in der Wohnung bewegt, wenn das Brüllen von einem Zimmer zum Anderen "wandert"... Aber wenn er wirklich so viel schreit, dann ist das meistens konstant in seinem Zimmer... Wir sind selbst keine Eltern, aber wenn man ihn da so herzerweichend weinen hört, dann würde man am Liebsten runtergehen und ihn auf den Arm nehmen und knuddeln und fragen, was denn los sei... Genau das scheinen aber die Eltern gar nicht zu machen??? Er weint stundenlang in seinem Zimmer und es scheint sich niemand um ihn zu kümmern und zu trösten... Ist das normal??? Mir geht nachts selbst das Herz auf, wenn ich ihn da so höre, wie er sich quält... Aber man hört nicht die Mama, wie sie versucht ihn zu beruhigen oder ihn ein bischen durch die Wohnung trägt oder sonstwas macht, um ihn zu beruhigen... Selbst wenn er "zahnt" - da gibt's doch auch was gegen die Schmerzen, oder?

Wir sind echt verzweifelt... Haben schon überlegt, ob wir das Jugendamt einschalten (natürlich nicht, ohne vorher selbst nochmal den Kontakt zu suchen) oder den Vermieter... Unsere Nachbarin ist auch wieder schwanger... Das kommt uns sehr fragwürdig vor, da sie ja schon mit dem einen Kind nicht zurecht kommen...

Was würdet Ihr uns raten?

LG
spaghetti

Mehr lesen

7. März 2009 um 15:30

Hat denn...
...niemand einen Rat?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

8. März 2009 um 22:31
In Antwort auf hotaru_12843752

Hat denn...
...niemand einen Rat?


ich würde mal diese frage noch einmal im forum baby-nach der geburt stellen. da ist mehr los als hier

lg melly

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juni 2009 um 16:04

Ich würde es melden!
Hallo,

ich finde es super, dass Du hier schreibst!
Falls es noch aktuell ist, würde ich es beim Jugendamt melden.
Ihr habt es schon richtig erkannt, wenn das Schreien wirklich stundenlang so geht, dann scheint sich keiner um das Kind zu kümmern.
Die Eltern sind bestimmt auch total überfordert, das hält ja keiner lange aus..
Stellt Euch doch nur mal vor, das ihr damit ein Kind evt. retten könnt!
Das Schreien müßte in dem Alter auf jeden Fall nach kurzer Zeit aufhören.
Vielleicht ignorieren sie das Kind einfach.
Ich würde am liebsten direkt was unternehmen! Sag doch bitte mal bescheid, ob sich mittlerweile etwas getan hat!

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. August 2009 um 16:24

Rückmeldung
Liebe nicknuck,

vielen Dank, dass Du Dich zu unserem Problem geäußert hast. Auch wenn es jetzt schon wieder eine Weile her ist, will ich Dir doch ein kleines feedback geben.

Wir haben uns gegen das Jugendamt entschieden - ich hatte auch viel im Bekanntenkreis nachgefragt, was wir tun könnten und habe schon Zweifel, wie man diesen Sachverhalt dann richtig darstellt. Uns wurde gesagt, man müßt dann schon etwas vorweisen, was stark belasten würde. Einfach nur: "das Kind weint zuviel und uns *scheint*, als würde es vernachlässigt" ist dann ein bischen wenig. Man müßte zumindest ein Tagebuch haben, wo man genau dokumentiert, wann und wie lange das Kind geschrien hätte oder ähnliches.

Nichtsdestotrotz sind wir natürlich dennoch sehr sensibiliert. Glücklicherweise haben wir jetzt im Sommer mehrals abends nett mit den Nachbarn zusammengesessen. Der Bursche ist inzwischen gut gelaunt und witzig - ich denke, jetzt wo er auch reden kann, kommt es zu diesem extremen Brüllen nicht mehr, weil er schon sagen kann, ob ihm was weh tut oder was er hat... Mit seinem Brüderchen versteht er sich auch gut, obwohl er oft gerade dann auf Mamas Arm will, wenn diese den Kleineren am Wickel hat. Schwierige Situation: soll man ihm sagen, dass er warten soll, bis man mit dem Brüderchen fertig ist und seinen Unmut heraufbeschwören oder soll man das Brüderchen gleich dem Papa in den Arm drücken und ihm gleich seinen Willen geben? Zumindest jetzt haben sich die Eltern für die zweite Variante entschieden...

Übrigens: nichts geht ohne Wermuthstropfen - es gibt auch jetzt eine regelmäßig wiederkehrende Situation, die fragwürdig erscheinen könnte. Und zwar hat der Kleine extreme Probleme beim Stuhlgang. Die Nachbarin hat erzählt, dass er ganz am Anfang, als er angefangen hatte auf's Töpfchen zu machen, mal einen ziemlich harten "Berg" gemacht hat und sich damals wohl auch ziemlich gequält haben soll. Nun ist es seitdem so, dass er tierische Angst vor diesen Schmerzen hat und deshalb bei jedem "Berg-Machen" ein mega-Theater entsteht. Er sitzt dann wohl auf der Toilette (ich selbst hab's nicht gesehen) und ist kreidebleich und schwitzt sich gleichzeitig klatschnass und brüllt vor Schmerzen, weil das AA da unten rauswill.
Ich habe gehört, dass das bei Jungs nicht selten auftritt - allerdings, und das ist für mich wiederum fragwürdig, würde ich das nicht monatelang mitmachen, sondern hätte mir längst Hilfe vom Kinderarzt oder Kinderpsychologen oder sonstwo geholt.

Aber die werden das schon packen. Letztendlich gibt es bei jeder Familie mit Kindern etwas zu sehen, was man selbst ganz anders (und natürlich viiiel besser! ) machen würde und was man unmöglich findet - den idealen Weg gibt es nicht und wer weiß, was wir später für ein Chaos verursachen...

Nochmals vielen Dank für Deine Meinung!
spaghetti

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. August 2009 um 16:24

Rückmeldung
Liebe nicknuck,

vielen Dank, dass Du Dich zu unserem Problem geäußert hast. Auch wenn es jetzt schon wieder eine Weile her ist, will ich Dir doch ein kleines feedback geben.

Wir haben uns gegen das Jugendamt entschieden - ich hatte auch viel im Bekanntenkreis nachgefragt, was wir tun könnten und habe schon Zweifel, wie man diesen Sachverhalt dann richtig darstellt. Uns wurde gesagt, man müßt dann schon etwas vorweisen, was stark belasten würde. Einfach nur: "das Kind weint zuviel und uns *scheint*, als würde es vernachlässigt" ist dann ein bischen wenig. Man müßte zumindest ein Tagebuch haben, wo man genau dokumentiert, wann und wie lange das Kind geschrien hätte oder ähnliches.

Nichtsdestotrotz sind wir natürlich dennoch sehr sensibiliert. Glücklicherweise haben wir jetzt im Sommer mehrals abends nett mit den Nachbarn zusammengesessen. Der Bursche ist inzwischen gut gelaunt und witzig - ich denke, jetzt wo er auch reden kann, kommt es zu diesem extremen Brüllen nicht mehr, weil er schon sagen kann, ob ihm was weh tut oder was er hat... Mit seinem Brüderchen versteht er sich auch gut, obwohl er oft gerade dann auf Mamas Arm will, wenn diese den Kleineren am Wickel hat. Schwierige Situation: soll man ihm sagen, dass er warten soll, bis man mit dem Brüderchen fertig ist und seinen Unmut heraufbeschwören oder soll man das Brüderchen gleich dem Papa in den Arm drücken und ihm gleich seinen Willen geben? Zumindest jetzt haben sich die Eltern für die zweite Variante entschieden...

Übrigens: nichts geht ohne Wermuthstropfen - es gibt auch jetzt eine regelmäßig wiederkehrende Situation, die fragwürdig erscheinen könnte. Und zwar hat der Kleine extreme Probleme beim Stuhlgang. Die Nachbarin hat erzählt, dass er ganz am Anfang, als er angefangen hatte auf's Töpfchen zu machen, mal einen ziemlich harten "Berg" gemacht hat und sich damals wohl auch ziemlich gequält haben soll. Nun ist es seitdem so, dass er tierische Angst vor diesen Schmerzen hat und deshalb bei jedem "Berg-Machen" ein mega-Theater entsteht. Er sitzt dann wohl auf der Toilette (ich selbst hab's nicht gesehen) und ist kreidebleich und schwitzt sich gleichzeitig klatschnass und brüllt vor Schmerzen, weil das AA da unten rauswill.
Ich habe gehört, dass das bei Jungs nicht selten auftritt - allerdings, und das ist für mich wiederum fragwürdig, würde ich das nicht monatelang mitmachen, sondern hätte mir längst Hilfe vom Kinderarzt oder Kinderpsychologen oder sonstwo geholt.

Aber die werden das schon packen. Letztendlich gibt es bei jeder Familie mit Kindern etwas zu sehen, was man selbst ganz anders (und natürlich viiiel besser! ) machen würde und was man unmöglich findet - den idealen Weg gibt es nicht und wer weiß, was wir später für ein Chaos verursachen...

Nochmals vielen Dank für Deine Meinung!
spaghetti

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Noch mehr Inspiration?
pinterest