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Nachgeburtsphase - oxytocingabe

30. November 2012 um 20:46

Hallo ihr Lieben!

Also, ich bin jetzt in der 36. Ssw und habe Dienstag ein Geburtsplanungsgespräch im Krankenhaus.
Ich bin selber Krankenschwester, entbinde aber absichtlich nicht in dem Haus in dem ich arbeite.
So, nun weiß ich, dass sowohl in "meinem" als auch in dem anderen Haus Oxytocin zur Plazentalösung injiziert wird.
Ohne zu fragen... Na klar, es wird gesagt: soo, und nun gibts noch was klitzekleines, dann klappt das mit der Nachgeburt besser.
Ich halte da absolut nichts von!
Es sei denn, die Plazenta kommt nach angemessener Wartezeit nicht. So war das ja auch mal gedacht, aber mittlerweile wird es halt routinemäßig gegeben.
Ich werde es verweigern.
Ich weiß um die Wirkung und finde es nicht angemessen.
Jetzt zu meinen eigendlichen Anliegen
Wer von euch hat die Gabe verweigert, habt ihr dadurch irgendwelche Komplikationen gehabt?
Gibt es noch Krankenhäuser die nichts geben?
Gibts vielleicht sogar jemanden, der bei einer Geburt Oxytocin bekam, bei der anderen nicht und vergleichen kann?
Freue mich auf eure Erfahrungen


Und schonmal im Vorraus - Rechtschreibfehler schieb ich aufs Handy

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30. November 2012 um 20:56

Ja
Ich habe beide Kids mit der selben Beleghebamme entbunden.

Bei der ersten Geburt (Wasser) hatte ich extreme Probleme, Nachgeburt wollte nicht raus, viel Blut verloren usw. Ohnmächtig geworden.
Durfte den ganzen Tag nicht mehr aufstehen.

Als sich nach der zweiten Geburt (Wasser) das selbe Drama anzunahnen schien, hat sie mir nach einer gewissen Zeit Oxy gespritzt und so hat es dann, trotz Schwierigkeiten auch geklappt.

Ich fand es gut, dass sie es, weil sie meine Geschichte kannte, gemacht hat.

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30. November 2012 um 21:11


Das sind ja schonmal gute Beispiele
Und so ist es ja auch einst gedacht gewesen, um Komplikationen zu verhindern. Dann kann ich das auch nachvollziehen!!

Nochmehr Erfahrungen?

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30. November 2012 um 21:29

Leider immer noch Praxis in vielen KHern
Selbst bei uns in der "Provinz" macht man es nicht mehr. Die Kinder kommen nach der Geburt in Hauskontakt und es kehrt Ruhe ein und wird Zeitgegeben. Dadurch und auch durch das anschließende erste Anlegen werden große Mengen an Körpereigenem Oxytocin ausgeschüttet, welches die Plazenta in fast allen Fällen ohne Probleme kommen lässt.
Krankehaustrubel, grelles Licht, Geschwätzigkeit und Ablenkungen des Personals durch Fragen etc. verhindern oft den Ausstoß von Oxytocin im Körper der Frau. Was also selbst verhindert wird, muss dann wieder medikamentös ausgeglichen werden.

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30. November 2012 um 21:36

Kenne
Das nicht als normale Gabe sondern nur dann,wenn sich nach einer gewissen zeit nichts von alleine löst...
Habe bei beiden keine bekommen und klar und ditekt gesagt,als die hebamme 15min später an der nabelschnur ziehen wollte,dass die da ganz dalli die finger weg lässt,was sie dann
Auch tat! Wenig später kam die plazenta !

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30. November 2012 um 21:40

Ich wohne in der ch...
...bei mir wurde nichts gespritzt. Meine Plazenta kam aber auch innerhalb kürzester Zeit.

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30. November 2012 um 22:00


Das diese ollen Krankenhaushebammen auch nichts der Natur überlassen wollen...grrr!

Ich war in meinem Geburtstvorbereitungskurs total schockiert, denn als die Hebamme diese "klitzekleine Injektion" erwähnt fragte keiner warum!!
Die wussten alle nicht wofür das Mittel ist und lassen es sich einfach geben!

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30. November 2012 um 22:29


Kann vom Handy leider keinen Link ancklicken...

Mit der Bindung hat Oxytocin nichts zu tun.
Oxytocin löst Kontraktionen, also künstliche Wehen aus.
Wie schon hier geschrieben wurde - der Köroer schüttet dieses Hormon aber im Normalfall selbst aus - z.b. beim ersten Anlegen! Daher auch Nachwehen beim Stillen!

Gegeben werden sollte es nur, wenn die Plazenta von allein nicht kommt. Also löst man Wehen aus, damit sie ausgestoßen werden kann.
Heutzutage wird es aus Faulheit verabreicht!
Und die Begleiterscheinungen die das Oxytocin mit sich bringt werden als Indikation genannt.
"Gründe" : bessere Rückbildung, geringeres Blutungs- und Atonierisiko.
Aber, da der Körper selbst Oxytocin produziert, braucht man dieses Medikament im Normalfall nicht!!
Im Notfall ist das natürlich was anderes!
Leider machen die Hebammen es sich damit seeeehr einfach, der wirkliche Grund ist nämlixh die Zeit! Sie müssen halt nicht lange auf die Plazenta warten! Es geht nur darum die Geburt schnell abzufertigen...

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30. November 2012 um 22:31


Habe ich deine Frage jetzt eigentlich beantwortet?!
Sorry, ich kann mich da sehr in Rage reden/ schreiben!

Also es ist nicht schlecht oder schädlich, sondern einfach nicht notwendig!
Und die Nachwehen werden intensiver und schmerzhafter.

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30. November 2012 um 22:59

Hallo
also dann scheint mein Kkh altbacken zu sein, denn bei mir wurde sogar bei der letzten Entbindung, bei der die Nachgeburt echt gedauert hat, weil ich gliech nach AS wieder schwanger wurde nur gesagt ich soll das Kind anlegen und dann hab ich zusätzlich noch ein Kühlpad auf den Bauch bekommen. Hat dann ca 1,5 Std. gedauert, bis alles raus kam, aber ich habe noch nie gehört, dass man das per Spritze gibt.
Komm nach Berlin, da kenn ich kein Kkh, was das macht.

LG und ja verweiger es. Es kann nur etwas dauern dann. Das isz glaub ich auch das, weshalb das gemacht wird. Spar ja dann Zeit

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30. November 2012 um 23:19

1. Kind garnix
2. Kind nach ca. 30 Min. Injektion nach nochmaliger Wartezeit - manuelle Plazentalösung unter Vollnarkose.

3. Kind nach längerer Wartezeit Katheter - wieder warten dann Injektion - später im Op Vorbereitungsraum hat sich die Plazenta dann gelöst - trotzdem noch Austastung zur Sicherheit.

Hab alle 3 im selben Kh entbunden.

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30. November 2012 um 23:20


Danke für die vielen Erfahrungen.
Melde mich Dienstag nochmal, nachdem ich im Kkh zum Gespräch war.
Keine Sorge, ich bestehe auf meinen Willen

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1. Dezember 2012 um 14:35

Oxytocin
ist das wichtigste Bindungshormon. Wohl gemerkt: DIE NATÜRLICHE FORM. Es wird pulsatorisch ausgeschüttet und funktioniert in sehr, sehr feinem Zusammenspiel mit den anderen Hormonen (Beta-Endorphinen und Katecholaminen).

Inwiefern künstliches Oxytocin, welches eben nicht pulsatorisch ausgeschüttet wird und welches auch das Zusammenspiel der Hormone unter der Geburt völlig durcheinander bringt (Oxy-Tropf) nachgeburtlich die hormonelle Situation beeinflusst, ist bisher wenig untersucht worden.

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1. Dezember 2012 um 18:19

Ich hätte es nicht bekommen
Wenn ich normale Nachwehen gehabt hätte

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4. Dezember 2012 um 13:10


War heute zum Gespräch.
Die sind mittlerweile davon ab Oxytocin zu geben
Nur noch im Notfall, also alles supi!
Vielen Dank für die vielen Antworten!

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