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Narbenendometriose nach Kaiserschnitt

21. Februar 2006 um 12:15

Hallo,

habe von meinem Kaiserschnitt eine Narbenendometriose zurückbehalten. Hat dazu noch jemand hier im Forum Erfahrungen?

Seid Ihr die jemals wieder losgeworden und falls ja, wie?

Mein FA hat mir damals folgende Behandlungsmethoden empfohlen:

1. nochmal schwanger werden
2. 1/2 Jahr künstliche Wechseljahre herbeiführen mittels Hormontabletten
3. großzügige OP im Narbenbereich, die jedoch so viel Gewebe wegnimmt, daß ich dann voraussichtlich ein Loch im Bauch habe (weil man ja nicht genau sehen kann, wo das einblutende Gewebe sitzt).

Behandlungsmethoden 2 und 3 kamen für mich nicht in Frage - dafür war mein Leidensdruck nicht hoch genug.

Jetzt bin ich wieder schwanger, aber auf meine Frage an den FA, ob sich das Thema Endometriose damit für mich erledigt hat, meinte er, er glaubt nicht, sondern daß das nach der Geburt des zweiten Kindes wiederkommen wird.

Für hilfreiche Hinweise wäre ich sehr dankbar.

LG
andi4hep

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10. März 2006 um 23:11

Narbenendo nach Kaiserschnitt
Hi Andi,

auch ich bin 1998 nach der Kaiserschnittgeburt meines zweiten Kindes an Narbenendometriose erkrankt. Leider bekam ich die Diagnose erst fast 2 Jahre später. Der Verdacht auf NE bestand zwar recht schnell, gesichert werden konnte die Diagnose aber erst durch eine OP. Nach der OP erfolgte direkt eine zweite hormonelle Ruhigstellung (die erste hatte ich bereits kurz nach Auftreten der Beschwerden - leider ohne Erfolg).

Nach der zweiten Hormonbehandlung durch GnRH-Analoga für 6 Monate hatte ich dann etwa 3 Jahre Ruhe bevor ich das Gefühl bekam, es könnte sich wieder etwas entwickeln. Im Januar letztes Jahr dann die Gewissheit, im Mai eine weitere OP.

Rezidive bei Narbenendometriose sind wohl extrem selten, da sie einzugrenzen ist und der Herd somit im Gegensatz zur herkömmlichen Endo ganz gut entfernt werden kann.

Ich bekam etwa 1 Jahr nach der Geburt die Probleme und sie wurden von Monat zu Monat schlimmer. Das gemeine ist, dass der Endoherd im Narbengewebe eingeschlossen ist und jeden Monat wächst ohne sich dabei ausbreiten zu können. Dementsprechend hatte ich (beide Male) einen dicken Knoten an der Stelle. Meine Schmerzen waren so stark, dass ich absolut eingeschränkt war, ich konnte weder meine Kinder hochnehmen noch konnte ich Treppen steigen, Autofahren war eine Qual und fortbewegt habe ich mich wie eine alte Frau. Und das zum Schluss ganze 3 Wochen im Monat.

Eine Schwangerschaft kann, muss aber eine Endometriose nicht heilen. Ich bin regelmäßig in einem reinen Endometriose-Forum und dort berichten viele Frauen, dass sie nach der Geburt irgendwann wieder Beschwerden bekamen (ähnlich wie nach einer Hormonbehandlung).

Da Du beim ersten Mal eine Sectio hattest ist es ja durchaus möglich, dass es beim zweiten Kind erneut zu einer kommt (so war es zumindest bei mir). In dem Fall besteht die Möglichkeit, bei der Entbindung das alte Narbengewebe und somit den Endoherd herauszuschneiden. Diesen Gedanken würde ich rechtzeitig mit dem Arzt besprechen, zumal in diesem Fall großzügig geschnitten werden muss, damit nicht erneut Endometrium verschleppt wird.

Jetzt hast Du aber erst einmal Ruhe vor den Beschwerden und wenn sie nach der Geburt wieder auftreten sollten, würde ich an Deiner Stelle auch zu einem Endo-Spezialisten gehen. Wobei ich auch ganz klar sagen muss, dass ich noch nicht gehört habe, dass sich jemand auf NARBENendometiose spezialisiert hat.

Dir jetzt erst einmal eine schöne Schwangerschaft und toi, toi, toi für die Zeit danach!

LG Stanu

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13. März 2006 um 21:59
In Antwort auf astra_12848138

Narbenendo nach Kaiserschnitt
Hi Andi,

auch ich bin 1998 nach der Kaiserschnittgeburt meines zweiten Kindes an Narbenendometriose erkrankt. Leider bekam ich die Diagnose erst fast 2 Jahre später. Der Verdacht auf NE bestand zwar recht schnell, gesichert werden konnte die Diagnose aber erst durch eine OP. Nach der OP erfolgte direkt eine zweite hormonelle Ruhigstellung (die erste hatte ich bereits kurz nach Auftreten der Beschwerden - leider ohne Erfolg).

Nach der zweiten Hormonbehandlung durch GnRH-Analoga für 6 Monate hatte ich dann etwa 3 Jahre Ruhe bevor ich das Gefühl bekam, es könnte sich wieder etwas entwickeln. Im Januar letztes Jahr dann die Gewissheit, im Mai eine weitere OP.

Rezidive bei Narbenendometriose sind wohl extrem selten, da sie einzugrenzen ist und der Herd somit im Gegensatz zur herkömmlichen Endo ganz gut entfernt werden kann.

Ich bekam etwa 1 Jahr nach der Geburt die Probleme und sie wurden von Monat zu Monat schlimmer. Das gemeine ist, dass der Endoherd im Narbengewebe eingeschlossen ist und jeden Monat wächst ohne sich dabei ausbreiten zu können. Dementsprechend hatte ich (beide Male) einen dicken Knoten an der Stelle. Meine Schmerzen waren so stark, dass ich absolut eingeschränkt war, ich konnte weder meine Kinder hochnehmen noch konnte ich Treppen steigen, Autofahren war eine Qual und fortbewegt habe ich mich wie eine alte Frau. Und das zum Schluss ganze 3 Wochen im Monat.

Eine Schwangerschaft kann, muss aber eine Endometriose nicht heilen. Ich bin regelmäßig in einem reinen Endometriose-Forum und dort berichten viele Frauen, dass sie nach der Geburt irgendwann wieder Beschwerden bekamen (ähnlich wie nach einer Hormonbehandlung).

Da Du beim ersten Mal eine Sectio hattest ist es ja durchaus möglich, dass es beim zweiten Kind erneut zu einer kommt (so war es zumindest bei mir). In dem Fall besteht die Möglichkeit, bei der Entbindung das alte Narbengewebe und somit den Endoherd herauszuschneiden. Diesen Gedanken würde ich rechtzeitig mit dem Arzt besprechen, zumal in diesem Fall großzügig geschnitten werden muss, damit nicht erneut Endometrium verschleppt wird.

Jetzt hast Du aber erst einmal Ruhe vor den Beschwerden und wenn sie nach der Geburt wieder auftreten sollten, würde ich an Deiner Stelle auch zu einem Endo-Spezialisten gehen. Wobei ich auch ganz klar sagen muss, dass ich noch nicht gehört habe, dass sich jemand auf NARBENendometiose spezialisiert hat.

Dir jetzt erst einmal eine schöne Schwangerschaft und toi, toi, toi für die Zeit danach!

LG Stanu

Hi Stanu
ich bin ja echt überrascht, daß mir doch noch jemand antwortet. *freu*

Mit meinem FA habe ich schon gesprochen, weil ich durchaus damit rechne, u. U. wieder einen Notkaiserschnitt zu bekommen. Er will mir auch rechtzeitig zum Anmeldetermin in der Klinik ein Schreiben mitgeben, das die Diagnose enthält. Aus demselben Grund werde ich auch auf Chefarztbehandlung bestehen - da ist die Chance am größten, daß ich tatsächlich so geschnitten werde, daß die Endo nicht wiederkommt.

So schlecht wie Dir ging es mir aber vor der SS nicht. Ich konnte zwar keinerlei Sport machen (selbst Fahrrad fahren hat Schmerzen verursacht), aber ansonsten war da halt nur der dumpfe Schmerz, der auch irgendwie auszuhalten war.

Im Augenblick fühle ich mich aber pudelwohl und bin bzgl. Narbe völlig schmerzfrei. Das genieße ich echt!

Hast Du noch einen Tipp für mich, wie ich einen guten Endo-Spezialisten finde?

LG
andi4hep

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