Home / Forum / Mein Baby / neue Arbeitskollegen - Fluch oder Segen?

neue Arbeitskollegen - Fluch oder Segen?

11. April 2017 um 9:20

Liebe Leute,

mir fällt leider kein anderer Titel ein, aber es geht um folgendes:
Wir haben jetzt (nach recht langer Suche) einen neuen Kollegen. Der ist als Assistent unserer Chefin angestellt, hat also theoretisch in ihrer Abwesenheit den Hut auf. Außerdem leitet er ab Mai ein Cateringteam. Dieses hat aber mit unserer Abteilung so nichts zu tun.

So, nun ist es seit Anfang März bei uns und natürlich noch nciht wirklich richtig eingearbeitet, so ist zumindest mein Gefühl. Das Programm, mit dem wir arbeiten, ist zwar recht einfach, aber es gibt ein paar Fallen, die nicht ganz unkompliziert sind. Dass er da noch Hilfe braucht ist verständlich und ich helfe wirklich gerne. Habe also daher schon einige Überstunden, weil ich mich nachmittags mit ihm hingesetzt habe.
Aber im Umgang mit Gästen sollte er (hat ja schon Erfahrung in diesem Bereich) souverän sein. Dennoch wird er durch jede kleine Änderung sofort nervös.... dann noch Kleinigkeiten, die aber vermutlich eher mich persönlich stören (Gäste Duzen... etc.). Alles schön und gut, das ich glaube, dass sich das legt, wenn er länger da ist.
Nun aber zu dem, was mein eigentliches Problem ist bei der Sache. Er meint, er wäre der absolute Chef. Zur Zeit ist die Chefin nicht da, wir haben aber recht viel Stress wegen Ostern. Nun sind mein andere Kollege und ich seit Jahren da und wissen wie der Hase hoppelt. Dennoch meint er ständig uns irgendwelche (sinnlosen) Ansagen machen zu müssen. Heute morgen dachte ich echt, ich guck nciht richtig. Ich habe heute frei, weil ich einen Arzttermin habe und morgen eigentlich auch, da ich Ostern durcharbeite. Gestern wurde ich mit der Deko nicht fertig und habe ihm dann gesagt, dass ich Mi deswegen nochmal reinkomme. Heute dann eine Email, dass er es begrüßen würde, wenn ich die Deko noch fertig mache.... ähm??? Worüber haben wir denn gestern gesprochen? 
Und ständig so Sprüche, wo ich echt denke, ob er das grade ernst meint... PIn fürs Online Banking hat er auch 2 mal falsch eingegeben, kann sich nciht mehr einloggen, aber bei der Bank war er deswegen scheinbar noch nciht. Auf die Frage, ob er dann bitte Kontoauszüge holen kann, damit wir wenigstens schauen können, was an Zahlungseingängen da ist, um nicht Leute anzumahnen, die längst bezahlt haben, kommt zwar ein Ja, aber geholt hat er sie nicht...

ach und noch mehr Sachen, wo ich mir sonst nichts bei denken würde, aber in der Kombination mit seinem "ich bin jetzt hier der Superchef" Gehabe, nervt es mich echt total....

Jetzt wollte ich mich nur mal auskotzen, aber vllt habt ihr ja noch einen Tipp, wie ich mich da verhalten soll??

Mehr lesen

Top 3 Antworten

11. April 2017 um 10:20

Wenn man zum ersten Mal Verantwortung für ein Unternehmen/Abteilung/.../Mitarbeiter hat, bzw. noch nicht viel Erfahrung damit hat, dann ist man oft voller Tatendrang. Will dem Chef, aber auch den Mitarbeitern zeigen, dass man es kann. Dieser Übereifer kann von Mitarbeitern als "Möchtegern" verstanden werden, ist meist aber nicht so gemeint, so zumindest meine Erfahrung.
Das findet sich für gewöhnlich aber spätestens nach ein paar Wochen, maximal wenigen Monaten, wenn der Neuling weiß, was WIRKLICH zu tun und wichtig ist und ob seine Mitarbeiter seine Rolle auch akzeptieren.  

6 LikesGefällt mir

11. April 2017 um 10:20

Wenn man zum ersten Mal Verantwortung für ein Unternehmen/Abteilung/.../Mitarbeiter hat, bzw. noch nicht viel Erfahrung damit hat, dann ist man oft voller Tatendrang. Will dem Chef, aber auch den Mitarbeitern zeigen, dass man es kann. Dieser Übereifer kann von Mitarbeitern als "Möchtegern" verstanden werden, ist meist aber nicht so gemeint, so zumindest meine Erfahrung.
Das findet sich für gewöhnlich aber spätestens nach ein paar Wochen, maximal wenigen Monaten, wenn der Neuling weiß, was WIRKLICH zu tun und wichtig ist und ob seine Mitarbeiter seine Rolle auch akzeptieren.  

6 LikesGefällt mir

11. April 2017 um 10:23

Na da hat dein Opa ja mal ins Schwarze getroffen 
Ich finde es auch überhaupt nicht schlimm wenn er Fehler macht... die macht doch jeder von uns... aber die Art ist teilweise doch schon sehr befremdlich. 
Er meinte auch zu mir, als er erfuhr, dass ich nur Teilzeit arbeite, dass es ja schön wäre, dass ich jemanden habe, der das finanziert 
 Ja nee... ist klar 

1 LikesGefällt mir

11. April 2017 um 12:58

Schreibt ein Protokoll darüber und leg es deiner Chefin vor. Auch und gerade das mit der Bank.

DAS geht gar nicht!

Und wenn er auf "alte Hasen" nicht hören will oder kann, dann muss er es eben auf die harte Tour lernen.

Gefällt mir

11. April 2017 um 20:27

naja, das lässt sich leider nicht immer vermeiden.. aber ich versuche es so wenig wie möglich zu machen. Im Moment gehts leider nicht, dass ich die ignoriere.

genau so ähnlich wie du es schreibst, habe ich ihm geantwortet Wie bereits am Montag besprochen.... das kann man sich ja dann nicht verkneifen^^

Achso, beim Arzt war nix schlimmes, ganz im Gegenteil... hatte einen Ultraschalltermin, bin nämlich Schwanger, 12+6

1 LikesGefällt mir

11. April 2017 um 20:32

ja in gewisser Weise hast du recht. Bis hier hin, habe ich auch nix großartig gesagt, sondern fein genickt und meine Arbeit wie gewohnt gemacht.
Das mit seiner Weisungsbefugnis ist so eine Sache, wenn er nicht weiß, was zu machen ist, kann er auch nix anweisen... das ist sehr schwierig. Zumal wir es bis dahin (auch mit seinem Vorgänger) so gehalten haben, dass wir auf Augenhöhe arbeiten. Jeder kann jedem sagen was zu machen ist, ohne, dass einer über dem anderen steht. Generell arbeiten wir für unsere Chefin, die über allen steht, dazwischen gibt es nur in den anderen Abteilungen "Abteilungsleiter" bei uns ist das direkt unsere Chefin. Also sein Vorgänger hat sich wie jeder andere Kollege auch verhalten und das war auch völlig ok so. Mit seinem Catering Team kann er das ja auch gerne anders handhaben...

Gefällt mir

11. April 2017 um 20:34
In Antwort auf pepsimann

Wenn man zum ersten Mal Verantwortung für ein Unternehmen/Abteilung/.../Mitarbeiter hat, bzw. noch nicht viel Erfahrung damit hat, dann ist man oft voller Tatendrang. Will dem Chef, aber auch den Mitarbeitern zeigen, dass man es kann. Dieser Übereifer kann von Mitarbeitern als "Möchtegern" verstanden werden, ist meist aber nicht so gemeint, so zumindest meine Erfahrung.
Das findet sich für gewöhnlich aber spätestens nach ein paar Wochen, maximal wenigen Monaten, wenn der Neuling weiß, was WIRKLICH zu tun und wichtig ist und ob seine Mitarbeiter seine Rolle auch akzeptieren.  

ja, da könnte was dran sein.. und ich glaube auch wohl, dass man sich grade am Anfang noch beweisen muss.. aber man muss eben auch merken, wenn man über das Ziel hinausschießt, besonders, wenn man in seiner Sache noch überhaupt nicht sicher und angekommen ist....

Gefällt mir

12. April 2017 um 10:55

Bei uns in der Arbeit sagt man an der Stelle: "neue Besen kehren gut"
Wenn die neuen Kollegen dann ein paar Monate dabei sind, legt sich der übereifer und sie passen dann erst richtig gut ins Team. Vor allem bei jungen Kollegen die grad aus dem Studium kommen, beobachten wir das häufig...
Und da du eh schwanger bist, schaust du dir das jetzt noch ein bischen an, bist dann ein paar Monate oder Jahre nicht da und wenn du wieder kommst ist sowieso alles ganz anders!

1 LikesGefällt mir

12. April 2017 um 18:32

nee also das hast du falsch verstanden, bzw vllt habe ich es auch missverständlich ausgedrückt. Es gibt immer die Hausleitung und den Assistenten der Hausleitung, der die Leitung in Abwesenheit vertritt und eben auch Einblick in diverse Buchhaltungssachen hat, die wir "normalen Mitarbeiter" nicht haben. Daneben leitet der Assistent immer auch das besagte Cateringteam. Alle anderen Büroaufgaben bzw Empfangsaufgaben sind bei uns allen die gleichen.
Da nun Ende letzten Jahres unser ehemaliger Assistent gekündigt hat, brauchten wir Ersatz, da weder mein Kollege noch ich die Stelle haben wollten Bei mir liegt es schlicht und weg daran, dass ich eine Vollzeitstelle mit Schichtdiensten nicht mit der Kinderbetreuung vereinbaren kann und dass ich durch die (von Mai bis September) Wochenenddienste jeden Freitag und Samstag bis spätabends und jeden Sonntag kaum noch Zeit mit meinem Mann hätte, da dieser jeden Tag sehr lange arbeitet.
 

Gefällt mir

12. April 2017 um 19:24
In Antwort auf triceratops177

Liebe Leute,

mir fällt leider kein anderer Titel ein, aber es geht um folgendes:
Wir haben jetzt (nach recht langer Suche) einen neuen Kollegen. Der ist als Assistent unserer Chefin angestellt, hat also theoretisch in ihrer Abwesenheit den Hut auf. Außerdem leitet er ab Mai ein Cateringteam. Dieses hat aber mit unserer Abteilung so nichts zu tun.

So, nun ist es seit Anfang März bei uns und natürlich noch nciht wirklich richtig eingearbeitet, so ist zumindest mein Gefühl. Das Programm, mit dem wir arbeiten, ist zwar recht einfach, aber es gibt ein paar Fallen, die nicht ganz unkompliziert sind. Dass er da noch Hilfe braucht ist verständlich und ich helfe wirklich gerne. Habe also daher schon einige Überstunden, weil ich mich nachmittags mit ihm hingesetzt habe.
Aber im Umgang mit Gästen sollte er (hat ja schon Erfahrung in diesem Bereich) souverän sein. Dennoch wird er durch jede kleine Änderung sofort nervös.... dann noch Kleinigkeiten, die aber vermutlich eher mich persönlich stören (Gäste Duzen... etc.). Alles schön und gut, das ich glaube, dass sich das legt, wenn er länger da ist.
Nun aber zu dem, was mein eigentliches Problem ist bei der Sache. Er meint, er wäre der absolute Chef. Zur Zeit ist die Chefin nicht da, wir haben aber recht viel Stress wegen Ostern. Nun sind mein andere Kollege und ich seit Jahren da und wissen wie der Hase hoppelt. Dennoch meint er ständig uns irgendwelche (sinnlosen) Ansagen machen zu müssen. Heute morgen dachte ich echt, ich guck nciht richtig. Ich habe heute frei, weil ich einen Arzttermin habe und morgen eigentlich auch, da ich Ostern durcharbeite. Gestern wurde ich mit der Deko nicht fertig und habe ihm dann gesagt, dass ich Mi deswegen nochmal reinkomme. Heute dann eine Email, dass er es begrüßen würde, wenn ich die Deko noch fertig mache.... ähm??? Worüber haben wir denn gestern gesprochen? 
Und ständig so Sprüche, wo ich echt denke, ob er das grade ernst meint... PIn fürs Online Banking hat er auch 2 mal falsch eingegeben, kann sich nciht mehr einloggen, aber bei der Bank war er deswegen scheinbar noch nciht. Auf die Frage, ob er dann bitte Kontoauszüge holen kann, damit wir wenigstens schauen können, was an Zahlungseingängen da ist, um nicht Leute anzumahnen, die längst bezahlt haben, kommt zwar ein Ja, aber geholt hat er sie nicht...

ach und noch mehr Sachen, wo ich mir sonst nichts bei denken würde, aber in der Kombination mit seinem "ich bin jetzt hier der Superchef" Gehabe, nervt es mich echt total....

Jetzt wollte ich mich nur mal auskotzen, aber vllt habt ihr ja noch einen Tipp, wie ich mich da verhalten soll??

also heute war ich schon wieder unendlich genervt... und dabei wollte ich eigentlich nur eben die restliche Osterdeko fertig machen, da ich ja nunmal frei hatte. Direkt als ich ankam, musste er dann auf einmal los zur Bank (es war 12 Uhr mittags) gut, dann habe ich das Telefon im Blick gehabt und saß natürlich promt die ganze Zeit am Schreibtisch...
Ist nicht so wild, hat er halt nicht früher geschafft, kann ja mal passieren.... er kam und kam aber nicht wieder.. nach gefühlt einer Ewigkeit war er dann wieder da. Ich habe mir dann einen Scherz erlaubt und ihm gesagt, dass ich schon Angst hatte, er hätte sich mit dem Geld aus dem Staub gemacht.. seine Antwort: Ja ich war noch eben im Supermarkt und habe privat eingekauft und außerdem bin ich ja hier der Assistent der HL...
Ähm ja.. ich bin dann gegangen, weil mir sonst rausgerutscht wäre, dass er erstmal das richtige Arbeiten hier lernen soll, bevor er sich hervorhebt.. Naja gut, wollte mir dann einen Frust-Kakao ziehen und stelle sogleich fest, dass der Kaffeeautomat noch nicht gereinigt wurde. Wäre seine Aufgabe am Morgen gewesen, aber auch der Fernseher im Foyer war noch nicht auf den neusten Stand gebracht... ich dachte mir, gut dann machste eben den Automaten, dann kannste dir deinen Kakao gönnen und habe dann eben nebenbei schonmal die Reinigung eingeleitet. Tja, dann mach ich das Ding auf und mir kommt ein Schwall Kakao entgegen und überall in dem Teil liegt Kakaopulver und Milchpulver..
Angeblich haben die Herren der Schöpfung das Ding gestern "ordnungsgemäß wieder zusammengebaut" jaaaaa... schon klar. Ich habs dann mal geschrubbt
Es ging dann noch weiter, aber ich verkneife es mir an dieser Stelle, weil der Text mir sonst zu lang wird... aber damit seid ihr auf dem neusten Stand der Dinge... was bin ich froh wenn die weibliche Unterstützung in Form meiner Chefin wieder da ist.

Gefällt mir

13. April 2017 um 13:00

wollen wir es mal hoffen...  ich werde versuchen sie nach ihrem Urlaub dezent drauf zu stoßen^^

Gefällt mir

13. April 2017 um 18:59

ja vermutlich hast du recht, wobei mich sein dummer Spruch a la ich bin doch hier der Chef noch viel mehr genervt hat...
ich muss sagen, ich war auch ziemlich perplex in dem Moment und musste dann wirklich erstmal raus...

Gefällt mir

13. April 2017 um 19:08

Puuuuuh...mir sind neue Kollegen auch immer ein Grauen, aber ich kenne beide Seiten.
Keine Ahnung warum, aber die neuen Kollegen haben immer so eine "Seid froh, dass ihr mich habt, ich bin hier nicht zu ersetzen und habe absolut den Durchblick."-Art. Das sind dann aber die, die gerade erst in dem Berufsfeld angefangen haben (meistens die, die sich umschulen lassen haben). Die erzählen dann den Kollegen, die schon 30 Jahre dabei sind, von dem Berufsfeld, als hätten sie das Rad neu erfunden...wo ich mir meist denke "Halt mal den Ball flach und schieße dich doch nicht sofort ins Aus.".
Am Montag hat sich ein Neuer bei mir vorgestellt und meinte zu mir "Ich habe den Beruf gewechselt, weil ich hier weniger Stress habe und schönere Arbeitszeiten.". Ja, ist klar...bei wechselnden Diensten alle 2 Tage, Arbeitszeiten, die zum abgewöhnen sind, Wochend- und Feiertagsarbeit und überwiegend geteilten Diensten, Zeitdruck, pöbelnden Gästen, denen man es nie recht machen kann und Schulkinder. Der gute Mann ist gelernter Florist. 
Na dann herzlich Willkommen und viel Spaß bei der entspannten Arbeit. 
Mich nerven die Neuen am Anfang auch ein bisschen, weil sie wirklich so tun, als wären sie schon 30 Jahre dabei, sie vorlaut sind, alles besser wissen und tun so als wäre das der coolste Job auf Erden, weil man nur ein bisschen rumkutscht.  Nicht alle, aber die meisten.
Spätestens wenn sie zu mir ins Büro kommen und mir erzählen wollen, wie ich meinen Job zu machen habe, der rein gar nichts mit deren Job zutun hat, dann kommen von mir auch sehr spitze Kommentare. Ich erzähle denen doch auch nichts von deren Job. Nur weil ich den Busschein habe, kenne ich mich noch lange nicht mit deren Job aus.
Aber nach spätestens 6 Monaten hat es auch den letzten geerdet und sie prügeln sich um die entspannten Dienste. 

Die andere Seite kenne ich aber auch. Als ich hier als Assistentin vom Chef angefangen habe, hat man mich auch erst argwöhnisch angeschaut, weil die meisten hier mindestens 10-20-30 Jahre älter sind als ich und sie sich ausgerechnet vom jungen Neuling, der auch noch ne Frau ist, was sagen lassen müssen. Es ist gar nicht so einfach, wenn man die alten Hasen kritisieren muss...auch wenn sie es eigentlich wissen. Man versucht sich am Anfang abzusichern, weil das Vertrauen noch nicht so da ist und man nicht weiß auf wen man sich verlassen kann und auf wen nicht. Wenn man es nicht absochert und es geht was schief, dann ist man gelackmeiert. Wenn man die Leute erstmal kennt und respektiert, dann weiß man wie man mit ihnen zu reden hat und wem man was deutlicher sagen muss und wem nicht. Nach ein paar Monaten kamen dann auch einige zu mir und meinten "Du bist doch ganz in Ordnung. Macht Spaß mit dir." und es hat sich ein entspanntes und teilweise freundschaftliches Arbeitsverhältnis mit den Kollegen entwickelt. 
Ich hatte am Anfang so Dampf, wollte nichts falsch machen, aber war für die Leute verantwortlich und wenn sie mit sich nicht reden lassen wollten oder sie nicht mit mir redeten, dann konnte ich auch nicht meine Arbeit richtig machen. Das ist am Anfang gar nicht so einfach, wenn man als Neuling in Führungspositionen mit alten Hasen zusammen arbeitet.

Dein Kollege würde mich aber auch auf die Palme bringen. Ich würde ihm seine Fehler aufzeigen. Ich war damals froh und bin es heut noch,wenn meine Leute zu mir kommen und mir sagen "Du, das kann so nicht stimmen.". Gebe ihm noch bisschen Zeit um anzukommen, aber ich würde mich  nicht wie ein Mensch 2. Klasse behandeln lassen. Sein "Ich bin hier stellvertretender Chef." kann er stecken lassen und das würde ich ihm auch zu verstehen geben. Und seinen Einkauf hat er in seiner Freizeit oder Pause zu erledigen. Das ist mehr als unprofessionell und erst recht, wenn man der Neuling ist. 
Wir machen bei unseren ganz alten Hasen, die 30 Jahre hier sind, auch Ausnahmen und da drückt auch der Chef 5 Augen zu, aber das braucht sich keiner von den jüngeren trauen. Das ist bei den Mitarbeitern die Hierarchie und das akzeptiert auch jeder. Wenn sich ein Neuling nicht daran hält, dann wird ihm das von den Kollegen nochmal erklärt. Ich würde mir das auch nicht getrauen. Gibt's nicht überall, aber hier ist es so und das weiß jeder.  

Gebe ihm noch bisschen "Welpenschutz", aber gebe ihm auch zu verstehen, dass er seine Aufgaben hat, die er auch richtig zu erledigen hat und dass man euch nicht auf der Nase rumtanzen brauch.
Hoffentlich entspannt sich es bei dir ganz schnell.

Gefällt mir

13. April 2017 um 19:33
In Antwort auf carpe3punkt0

Puuuuuh...mir sind neue Kollegen auch immer ein Grauen, aber ich kenne beide Seiten.
Keine Ahnung warum, aber die neuen Kollegen haben immer so eine "Seid froh, dass ihr mich habt, ich bin hier nicht zu ersetzen und habe absolut den Durchblick."-Art. Das sind dann aber die, die gerade erst in dem Berufsfeld angefangen haben (meistens die, die sich umschulen lassen haben). Die erzählen dann den Kollegen, die schon 30 Jahre dabei sind, von dem Berufsfeld, als hätten sie das Rad neu erfunden...wo ich mir meist denke "Halt mal den Ball flach und schieße dich doch nicht sofort ins Aus.".
Am Montag hat sich ein Neuer bei mir vorgestellt und meinte zu mir "Ich habe den Beruf gewechselt, weil ich hier weniger Stress habe und schönere Arbeitszeiten.". Ja, ist klar...bei wechselnden Diensten alle 2 Tage, Arbeitszeiten, die zum abgewöhnen sind, Wochend- und Feiertagsarbeit und überwiegend geteilten Diensten, Zeitdruck, pöbelnden Gästen, denen man es nie recht machen kann und Schulkinder. Der gute Mann ist gelernter Florist. 
Na dann herzlich Willkommen und viel Spaß bei der entspannten Arbeit. 
Mich nerven die Neuen am Anfang auch ein bisschen, weil sie wirklich so tun, als wären sie schon 30 Jahre dabei, sie vorlaut sind, alles besser wissen und tun so als wäre das der coolste Job auf Erden, weil man nur ein bisschen rumkutscht.  Nicht alle, aber die meisten.
Spätestens wenn sie zu mir ins Büro kommen und mir erzählen wollen, wie ich meinen Job zu machen habe, der rein gar nichts mit deren Job zutun hat, dann kommen von mir auch sehr spitze Kommentare. Ich erzähle denen doch auch nichts von deren Job. Nur weil ich den Busschein habe, kenne ich mich noch lange nicht mit deren Job aus.
Aber nach spätestens 6 Monaten hat es auch den letzten geerdet und sie prügeln sich um die entspannten Dienste. 

Die andere Seite kenne ich aber auch. Als ich hier als Assistentin vom Chef angefangen habe, hat man mich auch erst argwöhnisch angeschaut, weil die meisten hier mindestens 10-20-30 Jahre älter sind als ich und sie sich ausgerechnet vom jungen Neuling, der auch noch ne Frau ist, was sagen lassen müssen. Es ist gar nicht so einfach, wenn man die alten Hasen kritisieren muss...auch wenn sie es eigentlich wissen. Man versucht sich am Anfang abzusichern, weil das Vertrauen noch nicht so da ist und man nicht weiß auf wen man sich verlassen kann und auf wen nicht. Wenn man es nicht absochert und es geht was schief, dann ist man gelackmeiert. Wenn man die Leute erstmal kennt und respektiert, dann weiß man wie man mit ihnen zu reden hat und wem man was deutlicher sagen muss und wem nicht. Nach ein paar Monaten kamen dann auch einige zu mir und meinten "Du bist doch ganz in Ordnung. Macht Spaß mit dir." und es hat sich ein entspanntes und teilweise freundschaftliches Arbeitsverhältnis mit den Kollegen entwickelt. 
Ich hatte am Anfang so Dampf, wollte nichts falsch machen, aber war für die Leute verantwortlich und wenn sie mit sich nicht reden lassen wollten oder sie nicht mit mir redeten, dann konnte ich auch nicht meine Arbeit richtig machen. Das ist am Anfang gar nicht so einfach, wenn man als Neuling in Führungspositionen mit alten Hasen zusammen arbeitet.

Dein Kollege würde mich aber auch auf die Palme bringen. Ich würde ihm seine Fehler aufzeigen. Ich war damals froh und bin es heut noch,wenn meine Leute zu mir kommen und mir sagen "Du, das kann so nicht stimmen.". Gebe ihm noch bisschen Zeit um anzukommen, aber ich würde mich  nicht wie ein Mensch 2. Klasse behandeln lassen. Sein "Ich bin hier stellvertretender Chef." kann er stecken lassen und das würde ich ihm auch zu verstehen geben. Und seinen Einkauf hat er in seiner Freizeit oder Pause zu erledigen. Das ist mehr als unprofessionell und erst recht, wenn man der Neuling ist. 
Wir machen bei unseren ganz alten Hasen, die 30 Jahre hier sind, auch Ausnahmen und da drückt auch der Chef 5 Augen zu, aber das braucht sich keiner von den jüngeren trauen. Das ist bei den Mitarbeitern die Hierarchie und das akzeptiert auch jeder. Wenn sich ein Neuling nicht daran hält, dann wird ihm das von den Kollegen nochmal erklärt. Ich würde mir das auch nicht getrauen. Gibt's nicht überall, aber hier ist es so und das weiß jeder.  

Gebe ihm noch bisschen "Welpenschutz", aber gebe ihm auch zu verstehen, dass er seine Aufgaben hat, die er auch richtig zu erledigen hat und dass man euch nicht auf der Nase rumtanzen brauch.
Hoffentlich entspannt sich es bei dir ganz schnell.

danke für deine ausführliche Antwort. Klar ist es immer schwierig, wenn man neu irgendwo anfängt und dann auch noch "was zu sagen hat". Das Problem an der  Sache ist aber eigentlich, dass er uns (seinen Kollegen im Büro) gar nichts zu sagen hat, bzw zu sagen braucht. Weil wir erstens in dem Bereich, den wir gemeinsam bearbeiten, alle gleich gestellt sind und, weil wir wissen wie wir unsere Arbeit machen müssen. Im Gegenteil, wir müssen ihn ja im Moment noch einarbeiten. (Was natürlich klar ist...)
Also ich sage es mal so: Sein Vorgänger war für uns alle ein stinknormaler Kollege und genau so hat er sich selbst wahrgenommen und sich auch verhalten. Natürlich hat er, in abwesenheit unserer Chefin mit Lieferanten/Koop.Partnern sich stellvertretend in allen Belangen gekümmert und war in Zweifelsfragen der Entscheider (wobei er dann, wenns wirklich gravierend war eben auch mal zum Telefon gegriffen hat und die Chefin angerufen hat). Aber grade in unserem 4er Team gabs eben keine Unterschiede, weil alle einfach den gleichen Job machen und da keine besser oder schlechter gestellt ist. Von daher empfinde ich es schon als anmaßend sich uns gegenüber so darzustellen. Nach außen ist es für mich zwar eigentlich was anderes (bis zu einem gewissen grad) aber grade am Anfang, wenn man wirklich noch nicht so viel Ahnung hat, sollte man meiner Meinung nach den Ball erstmal flach halten.

Gefällt mir

13. April 2017 um 20:01
In Antwort auf triceratops177

danke für deine ausführliche Antwort. Klar ist es immer schwierig, wenn man neu irgendwo anfängt und dann auch noch "was zu sagen hat". Das Problem an der  Sache ist aber eigentlich, dass er uns (seinen Kollegen im Büro) gar nichts zu sagen hat, bzw zu sagen braucht. Weil wir erstens in dem Bereich, den wir gemeinsam bearbeiten, alle gleich gestellt sind und, weil wir wissen wie wir unsere Arbeit machen müssen. Im Gegenteil, wir müssen ihn ja im Moment noch einarbeiten. (Was natürlich klar ist...)
Also ich sage es mal so: Sein Vorgänger war für uns alle ein stinknormaler Kollege und genau so hat er sich selbst wahrgenommen und sich auch verhalten. Natürlich hat er, in abwesenheit unserer Chefin mit Lieferanten/Koop.Partnern sich stellvertretend in allen Belangen gekümmert und war in Zweifelsfragen der Entscheider (wobei er dann, wenns wirklich gravierend war eben auch mal zum Telefon gegriffen hat und die Chefin angerufen hat). Aber grade in unserem 4er Team gabs eben keine Unterschiede, weil alle einfach den gleichen Job machen und da keine besser oder schlechter gestellt ist. Von daher empfinde ich es schon als anmaßend sich uns gegenüber so darzustellen. Nach außen ist es für mich zwar eigentlich was anderes (bis zu einem gewissen grad) aber grade am Anfang, wenn man wirklich noch nicht so viel Ahnung hat, sollte man meiner Meinung nach den Ball erstmal flach halten.

Richtig, aber wahrscheinlich bildet er sich was darauf ein, dass er stellvertretender HL ist. Das ist nicht in Ordnung und das sollte man ihm auch klar machen. Entweder er ist wirklich einer, der sich auf den Posten etwas einbildet oder er ist übermotiviert, steht unter Druck und findet so die absolut falschen Worte. 
Ich wollte dir damit nur sagen, dass es am Anfang gar nicht so einfach ist seine Position zu finden. Vielleicht war es im alten Betrieb anders oder er hat noch gar keine Erfahrung oder er ist einfach nur ein Ar*ch. Dass er mit seiner Art den Bogen weit überspannt und seinen Mund zu voll nimmt, weil er von euch eingearbeitet wird, das steht außer Frage. 
Das solltet ihr ihm auch klar sagen. Er hat seine Aufgaben richtig zu erledigen und da ist es egal wie er sich bezeichnen darf.
Ich werfe dann gern bei solchen Leuten nebenbei ein, wie es im Betrieb läuft. Sage ihm, dass ihr ein Team auf Augenhöhe seid. 
Wenn er ein Ar*ch ist, den seine Bezeichnung beflügelt, dann wird das nichts bringen. Das wird sich in den nächsten Monaten rausstellen. Bis dahin würde ich ihm seine Fehler aufzeigen. Wenn ihr das nicht macht, dann weiß er auch nicht was er falsch macht und denkt, dass sein Verhalten richtig ist. Bei dem dämlichen Spruch hätte er von mir auch was zu hören bekommen. 

Gefällt mir

14. April 2017 um 13:55

Naja komm.. Wenn man abspricht, man geht zur Bank und man weiß ein Kollege ist extra am freien Tag vor Ort, dann macht man nicht einfach die Mittagspause bzw wenn dann spricht man es vorher ab.
Ganz abgesehen davon, gibt es bei uns im Frühdienst offiziell keine Mittagspause mehr 

Gefällt mir

16. April 2017 um 23:30

Er ist halt der Assistent unserer Hausleitung 
Oton... naja.. er  wird es evtl noch lernen... Wobei heute eine Kollegin meinte, dass sie nicht glaubt, dass er lange durchhält. Wir werden es sehen... 

1 LikesGefällt mir

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen