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Nicht Loben Thread- ich kapier da auch was nicht!

26. August 2016 um 8:21

Was ich echt nicht verstehe - über jeden Pups wird sich hier Gedanken gemacht- welche Kleidung im Sommer, welchen Buggy, Nuckel oder nicht, welche Babynahrung, Beikost was wann wie usw . usf .
Aber wenn dann jemand einen Thread eröffnet und die Erziehung hinterfragt heißt es plötzlich- braucht man doch nicht , wozu Erziehungsratgeber? Das mach ich alles nach Bauchgefühl, zu viel Nachdenken , viel zu verkopft, da muss ich ja jedes Mal überlegen ...
Ist es wichtiger, wie das Kind gekleidet ist oder wie es transportiert wird, als wie man es behandelt?
Ist es so schwer , mal über den Tellerrand zu blicken und das Bauchgefühl zu hinterfragen? Was soll das überhaupt sein- das Bauchgefühl? Wir sind keine Vögel oder Reptilien, die rein instinktiv erziehen. Menschen erziehen nicht instinktiv- das hochgepriesene Bauchgefühl entsteht aus einer Mischung von eigenen Erfahrungen, Meinungen von Bekannten/ Verwandten, Beobachtungen in der Umgebung, gelesenen Ratschlägen, ... wie kann man eine so komplexe Sache wie Lob oder nicht nach Bauchgefühl entscheiden, ohne zu hinterfragen , was damit erreicht wird?
Was ist mit den Eltern, die selbst unter ihren Eltern und deren Erziehung gelitten haben? Woher sollen die ein gesundes Bauchgefühl haben?
Mmn heißt- ich erziehe nach Gefühl - einfach nur - ich will mich nicht näher damit auseinandersetzen- ich mach so wie ich will, wird schon passen.
Dieses schwarz- weiß- gemale hier im Forum , vor allem von Leuten, die sich nicht näher mit dem Thema beschäftigt haben, die alles von vorherein verurteilen/ beurteilen ist so ermüdend.
Musste ich mal loswerden. Und jetzt dürft ihr über mich herfallen.
Elisa

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26. August 2016 um 8:40

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Es gib zig erziehungsratgeber, und zig Charaktere, was sowohl Eltern als auch Kinder betrifft. Insofern sträube ich mich einfach dagegen, 1 erziehungsverfahren auf alle zu münzen, so kommt es mir nämlich manchmal vor.
Und wie bereits in dem anderen thread berichtet, fällt es mir persönlich schwer, zwischen wertendem und nicht wertenden positivem Rückmeldungen zu unterscheiden, da müsste ich bei jedem Satz vorher arg nachdenken, wie das nun gemeint ist.

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26. August 2016 um 8:59

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Um ehrlich zu sein, habe ich bislang nur einen Schlafratgeber gelesen. Fühle mich aber anhand der langen latte an Ratgebern im Geschäftsregal erschlagen.

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26. August 2016 um 8:59

Ich gebe dir teilweiße Recht
Ich habe viel gelesen was das Thema Erziehung angeht ,ich will es halt so gut wie möglich machen bei meiner Tochter ..

Wie du schon erwähnst am Beispiel mit der eigenen Erziehung . Ich wurde als Kind oft geschlagen ,geklapst .Wenn ich nach Gefühl in manchen Situationen gehe merke ich wie ich dazu neige meine Tochter selbst zu klapsen ..Obwohl ich das meiner Tochter nie antun wollte. Ich muss mir sozusagen einen Plan vorher zu Recht legen wie ich in bestimmten Situationen reagiere..

Aber ich finde es auch hilfreich intuitiv zu handeln .Es gibt soviele Meinungen ,Informationen aus Ratgebern da muss man es oft so machen wie man es für Richtig hält .Als Mama muss man auch oft nach dem Bauchgefühl gehen

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26. August 2016 um 9:05

Ich
hab keinen einzigen Erziehungsratgeber gelesen und bin der Meinung ich bin auch ohne diese in der Lage mein Kind zu erziehen. Natürlich lese ich viel hier im Forum oder in anderen Foren und bild mir dann schon meine Meinung. Oder unterhalte mich im RL mit anderen Müttern. Grad wenn ich mir in irgendeiner Situation unsicher bin. Aber jetzt strikt nach einen Konzept vorgehen würde ich nicht.

Mein großer ist zwar erst 4 und seit 1 Jahr im Kiga aber bis jetzt scheine ich es ganz gut gemacht zu haben

Ich glaube viele hier oder auch in anderen Foren halten ihren Erziehungsstil für das non plus ultra und alles andere ist doof. Und dann werden die meisten zickig und verteidigen natürlichen ihren ( einzig richtigen) Erziehungsstil.

Ich hab mir die beiden anderen Threads auch grob durchgelesen, den Sinn davon hab ich trotzdem nicht so ganz verstanden. Aber soo arg hat mich dann dann doch nicht interessiert, weil ich für mich weiß das ich es so nicht machen würde, also brauch ich mich damit nicht weiter beschäftigen.

Ich bin eh der Meinung das selbst die beste Erziehung manchmal daneben geht. Wir sind 3 Schwester alle total unterschiedlich in allem. Ich sehs auch bei meinen beiden was bei dem einen wirkt, wirkt bei dem anderen nicht. Somit kann Ratgeber 1 bei Kind 1 super funktionieren und bei Kind 2 schon wieder überhaupt nicht.

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26. August 2016 um 10:07

Du hast recht!
Erziehung ist hochkoplex und kann so viel kaputt machen.
Wenn man "normal" sozialisiert ist, ist es möglich auf den Bauch zu hören und sich vielleicht aus Ratgebern das rauszusuchen was zu einem passt.

Für Menschen mit einer traumatischen Kindheit geprägt durch psychische und physische Gewalt ist es nicht mal eben möglich aufs Bauchgefühl zu hören.

Die Kritik am Erziehungsstil ist in meinen Augen eine sehr tiefgehende Kritik die die kritisierten Menschen hart trifft. Schließlich geht es um den Umgang oder die Behandlung des Wichtigsten was man hat. Da steckt man Kritik nicht mal eben so weg.

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26. August 2016 um 10:36
In Antwort auf waldmeisterin1

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Es gib zig erziehungsratgeber, und zig Charaktere, was sowohl Eltern als auch Kinder betrifft. Insofern sträube ich mich einfach dagegen, 1 erziehungsverfahren auf alle zu münzen, so kommt es mir nämlich manchmal vor.
Und wie bereits in dem anderen thread berichtet, fällt es mir persönlich schwer, zwischen wertendem und nicht wertenden positivem Rückmeldungen zu unterscheiden, da müsste ich bei jedem Satz vorher arg nachdenken, wie das nun gemeint ist.

Weißt du
Ich habe einige Erziehungsratgeber gelesen aber ich handele nicht nach einem Buch ; wohl vor allem weil in den Büchern , die ich gelesen habe keine expliziten Ratschläge zu Handlungen stehen, sondern allgemein die Beziehung zum Kind , die Kommunikation , die Entwicklung als Eltern beleuchtet wird.

Die Bücher haben eher meine Sichtweise auf Kinder und deren Verhalten stark beeinflusst und mich einiges verstehen gelehrt. So ändert sich natürlich auch mein Verhalten gegenüber meinem Kind. Ich möchte eben einfach gerne erreichen, dass meine Kinder glückliche , selbstbewusste, zufriedene, liebevolle,
seelisch gesunde Erwachsene werden zu denen ich eine gute Beziehung habe. Ich finde, oft wird bei der Erziehung zu kurzfristig gedacht. Es geht nur um momentane Verhaltensänderung und wie diese erreicht werden können. Die Wünsche und Vorstellungen der Erwachsenen stehen im Vordergrund. Das Kind soll sich gut verhalten und wird mit verschiedenen Methoden dazu gebracht,zu tun , was sich die Eltern wünschen.

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26. August 2016 um 10:40

Zwei Dinge stören mich daran
1. Besitzen wir als Frauen/Menschen sehr wohl Instinkte, die uns in der Regel sagen wie man mit kleinen Menschen umgeht und das sogenannte Bauchgefühl ist nicht zu unterschätzen. Wir sammeln im Laufe unserer Sozialisation Milliarden von Informationen die uns ja schließlich auch helfen unseren Alltag zu bewältigen und da wir nunmal seit Anbeginn der Menschheit Kinder aufziehen sind die Informationen darüber wie das so ungefähr funktioniert tief in uns verankert. Du brauchst ja auch sonst nicht für alles im Leben einen Ratgeber oder?
Instinkte was Weichmacher in plastikfläschchen oder Federungseigeschaften bestimmter Buggys angeht müssen hingegen erst noch entwickelt werden

2.Finde ich, dass die schwarz-weiß Malerei oft von der anderen Seite kommt. Du stellst es immer wieder so dar als würde jede Mutter, die nicht nach Juul/Pikler/.. erzieht sich null Gedanken machen. Ich selbst bin Psychologin, mein Mann Sozialpädagoge und zwei meiner besten Freundinnen Erzieher. Ich tausche mich täglich über Kinder/Erziehung aus und lese auch gerne mal beim von dir gerne zitierten gewünschtesten Wunschkind rein, nur nach Schema F zu erziehen halte ich eben nicht für sinnvoll (und wage zu behaupten, mir diese Meinung auf solidem Fundament gebildet zu haben)

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26. August 2016 um 10:41

Alles richtig,
wobei ich glaube, dass in gewisser Weise auch die MAmas, die nach "Konzept" erziehen, ihrem Bauchgefühl vertrauen. Nämlich in der Hinsicht, dass der Bauch sagt, dass dieses Konzept das richtige ist - warum auch immer.
Und auch wenn ich nicht nach einem fixen Konzept erziehe, so lese ich mir immer wieder gerne andere Meinungen und Ansätze durch. Oft überlege ich dann, ob das zumindest teilweise auch ein Weg für mich oder uns sein kann und übernehme vielleicht Ansätze daraus in mein "Bauchgefühl".
Vielen wird dieses Verhalten gar nicht bewusst sein und wieder andere halten sich wirklich für unfehlbar. Wenn dann noch eine Portion Ablehnung von anderen Werten und Intoleranz gegenüber anderer Ansichten dazukommt, hat man den typischen Gofem-Thread.

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26. August 2016 um 10:56

Hallo
Nein, dich meinte ich explizit nicht .Dann hätte ich dir ja eine PN schrieben können. Und ich habe wirklich keine Ahnung, was du sonst so schreibst
Schön, wenn du so ein gutes Bauchgefühl hast . Viele haben es leider nicht. Deshalb finde ich es immer gut, wenn hier auch andere Meinungen als der Mainstream auftauchen - da kann sich jede heraussuchen, was für sie passt.
Es schrieb ja auch Niemand- lobt bloß nicht eure Kinder ! macht es genauso wie wir es euch sagen! es wurde lediglich erklärt, warum man das Loben kritisch sieht , warum/ wir man es anders macht und die Threadstellerin hatte danach gefragt .

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26. August 2016 um 11:12
In Antwort auf jane8113

Zwei Dinge stören mich daran
1. Besitzen wir als Frauen/Menschen sehr wohl Instinkte, die uns in der Regel sagen wie man mit kleinen Menschen umgeht und das sogenannte Bauchgefühl ist nicht zu unterschätzen. Wir sammeln im Laufe unserer Sozialisation Milliarden von Informationen die uns ja schließlich auch helfen unseren Alltag zu bewältigen und da wir nunmal seit Anbeginn der Menschheit Kinder aufziehen sind die Informationen darüber wie das so ungefähr funktioniert tief in uns verankert. Du brauchst ja auch sonst nicht für alles im Leben einen Ratgeber oder?
Instinkte was Weichmacher in plastikfläschchen oder Federungseigeschaften bestimmter Buggys angeht müssen hingegen erst noch entwickelt werden

2.Finde ich, dass die schwarz-weiß Malerei oft von der anderen Seite kommt. Du stellst es immer wieder so dar als würde jede Mutter, die nicht nach Juul/Pikler/.. erzieht sich null Gedanken machen. Ich selbst bin Psychologin, mein Mann Sozialpädagoge und zwei meiner besten Freundinnen Erzieher. Ich tausche mich täglich über Kinder/Erziehung aus und lese auch gerne mal beim von dir gerne zitierten gewünschtesten Wunschkind rein, nur nach Schema F zu erziehen halte ich eben nicht für sinnvoll (und wage zu behaupten, mir diese Meinung auf solidem Fundament gebildet zu haben)

Hallo
Zu 1. ich denke , es gibt gewisse Instinkte. Aber diese sind durch Erziehung, Erfahrungen, gesellschaftliche Anpassung oder die eigenen Ansprüche oft ganz verschüttet . Z.b. frage ich mich- wo ist der Instinkt, wenn ich Mütter im Café oder im Kaufhaus sehe, die gemütlich quatschen , während das Baby im Kiwa immer lauter weint? Wo ist der Instinkt, wenn Mütter von vornherein ihr Baby alleine schlafen lassen und nicht stillen? Ist das keine instinktive Verhaltensweise?Theoretisch müsste der Instikt ja dafür sorgen, dass das Baby überlebt - der Kopf weiß, dass das Baby im eigenen Zimmer sicher ist und mit Babynahrung gut ernährt werden kann- der Instinkt würde etwas anderes sagen.
Belohnungen, Strafen, Bestechung, Lob, Tadel, Ignorieren - macht man sowas instinktiv? Ich glaube nicht.
2. kann schon sein, dass ich auch zu schwarz/ weiß Malerei neige. Auf jeden Fall neige ich zum missionieren. Aber ich denke nicht , dass jeder so erziehen muss, wie ich, da jedes Kind und jeder Erwachsene anders ist und so andere Dinge funktionieren.

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26. August 2016 um 12:44


Da hast du recht

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26. August 2016 um 18:48

Bücher
Das sind doch sowieso alles trockene theroetiker, die selber nur ihre karriere im kopf hatten u die frau oder nanny hat die kinder derweil bespaßt.

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26. August 2016 um 19:01

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Glaub sie meint, dass tiere nicht "verkopft" erziehen, wir heutzutage eben oft schon.

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26. August 2016 um 20:13
In Antwort auf elisabennet

Hallo
Zu 1. ich denke , es gibt gewisse Instinkte. Aber diese sind durch Erziehung, Erfahrungen, gesellschaftliche Anpassung oder die eigenen Ansprüche oft ganz verschüttet . Z.b. frage ich mich- wo ist der Instinkt, wenn ich Mütter im Café oder im Kaufhaus sehe, die gemütlich quatschen , während das Baby im Kiwa immer lauter weint? Wo ist der Instinkt, wenn Mütter von vornherein ihr Baby alleine schlafen lassen und nicht stillen? Ist das keine instinktive Verhaltensweise?Theoretisch müsste der Instikt ja dafür sorgen, dass das Baby überlebt - der Kopf weiß, dass das Baby im eigenen Zimmer sicher ist und mit Babynahrung gut ernährt werden kann- der Instinkt würde etwas anderes sagen.
Belohnungen, Strafen, Bestechung, Lob, Tadel, Ignorieren - macht man sowas instinktiv? Ich glaube nicht.
2. kann schon sein, dass ich auch zu schwarz/ weiß Malerei neige. Auf jeden Fall neige ich zum missionieren. Aber ich denke nicht , dass jeder so erziehen muss, wie ich, da jedes Kind und jeder Erwachsene anders ist und so andere Dinge funktionieren.

Aber natürlich macht man das instinktiv
Nur ein Beispiel: Wenn mich jemand bis aufs Blut ärgert und partout nicht aufhören möchte, mir womöglich noch nachläuft, um mich weiter zu ärgern, dann platzt es irgendwann aus mir raus und ich wehre mich, etwa durch eine wütende Ansage. Das passiert automatisch, dazu muss ich meinen Kopf nicht benutzen.

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26. August 2016 um 20:28

Du hast mich schon richtig verstanden
Ich glaube nicht, dass es beim Menschen eine rein instinktive Erziehung gibt. Das würde ja bedeuten, dass alle Menschen auf der Welt in der gleichen Situation gleich handeln . Mutterschaft ist erlernt und sicher auch hormonell bedingt.
Je höher entwickelt eine Spezies, umso weniger wird instinktiv gehandelt. Schimpansenweibchen, die nie gesehen haben, wie ein Junges aufgezogen wird , können es nicht.
Vielleicht meinst du auch einfach etwas anderes, wenn du von Instinkt sprichst- du meinst, dass man einfach handelt ohne groß nachzudenken?

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26. August 2016 um 20:28

Du hast mich schon richtig verstanden
Ich glaube nicht, dass es beim Menschen eine rein instinktive Erziehung gibt. Das würde ja bedeuten, dass alle Menschen auf der Welt in der gleichen Situation gleich handeln . Mutterschaft ist erlernt und sicher auch hormonell bedingt.
Je höher entwickelt eine Spezies, umso weniger wird instinktiv gehandelt. Schimpansenweibchen, die nie gesehen haben, wie ein Junges aufgezogen wird , können es nicht.
Vielleicht meinst du auch einfach etwas anderes, wenn du von Instinkt sprichst- du meinst, dass man einfach handelt ohne groß nachzudenken?

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