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Nimmt die Akzeptanz des Stillens mit zunehmenden Alter des Babys ab?

11. November 2005 um 8:30

Hallo,

meine Kleine ist nun nächste Woche sieben Monate alt.
Eigentlich wollte ich mit dem ersten Brei auch nach und nach abstillen. Sechs Monate stillen war toll, aber ich hatte für mich anfangs entschieden, es dann langsam sein zu lassen. Aber: meine Kleine will keine Milch in der Flasche, also stille ich weiter. Ich kann/ will sie auch nicht zwingen.
Aber was mich nun aufmerksam und auch ärgerlich macht, ist die Reaktion des Umfeldes. Und zwar meine ich damit weniger die engsten Bekannten, mehr die Ärzte. Meine Kinderärztin und auch Gynäkologin äußerten diese Woche nicht mehr das bewundernde "ah, sie stillen!", sondern es kam die schon fast vorwurfsvolle Frage "Sie stillen (immer) noch?!"
ICh habe damit kein Problem, zumal es immer noch sehr schön ist, mich anfangs etwas geärgert hat, weil ich gerne den Zeitpunkt selbst bestimmt hätte, wann SChluss ist.
Nun, aber meine Kleine bekommt mittlerweile zweimal am Tag Brei, den sie liebt, und mir gibt das somit viel Freiheit. Und dass ich sie noch nachts und morgens stille, schränkt mich in meiner Freiheit nicht ein.

Was ich hier mal loswerden will, ich freu mich auch über Meinungen, ist dass die vermeintliche Akzeptanz des Stillens doch nur die rein gesundheitlichen Aspekte meint. Nämlich, dass sechs MOnate volles Stillen so gesund fürs Baby ist. Und so bewundern Dich alle, dass Du es schaffst solange zu stillen.
Alles, was darüber hinaus geht (und bei mir sind gerademal drei Wochen und ich werde schon schräg angesehen!!!), ist nicht mehr normal, oder wie?

Ich möchte mich allerdings selbst dazu bekennen, dass für mich ein Stillen über ein Jahr hinaus nicht in Frage käme. Aber, was andere Mütter machen, würde ich in keinster Weise verurteilen!

Wie ist Eure Meinung dazu.

Liebe GRüße, Nicole mit Jule

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11. November 2005 um 13:11

Mein Sohn hat
jede Nahrung verweigert, die nicht Muttermilch hieß (und die auch nur "direkt" - abgepumpt? -pfui Teufel, nicht mit ihm !?!).
So habe ich ihn ein ganzes Jahr voll gestillt und dann noch über ein Jahr lang mit Beikost weiter.
Ich habe erlebt, daß Menschen verwundert reagieren, erstaunt sind, habe Anerkennung und auch Ablehnung erfahren (obwohl ich nicht zu der Fraktion der Mütter gehört habe, die sich vom Nachwuchs in der Öffentlichkeit halb ausziehen lassen "will trinken!").
Aber es war mir, um ganz ehrlich zu sein sch...egal. Das war die Ernährung meines Sohnes und dann war das eben so - ich habe ihn ja nicht mit Zuckerzeug gefüttert, dann würde ich die Einwände ja noch nachvollziehen können.
Ich hab alle reden lassen.
Phyllis

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19. November 2005 um 20:28

Ich finde es toll,
dass du deine Tochter noch stillst. Es ist doch tatsächlich das Beste, was du ihr geben kannst. Hast du mal die Pulvermilch/Folgemilch selbst probiert? Ich finde nicht so lecker...

Meine Tochter habe ich ebenfalls 6 Monate voll gestillt, dann nach und nach selbstgemachten Brei dazugegeben, am Anfang wollte sie zum Brei stets noch Muttermilch, später habe ich dann so nach und nach eine Milchmahlzeit durch die Beikost ersetzt. Hat aber auch mehr als 1 Jahr gedauert.
Hatte aber den Vorteil, dass sie gleich gelernt hat mit dem Löffel zu essen und aus einem Becher zu trinken. Ein Fläschchen kennt sie gar nicht, ich musste es gar nicht erst mühsam wieder abgewöhnen.

Ich finde auch, dass es in Deutschland nicht allzu anerkannt ist, sein Kind länger als 6 Monate zu stillen, sehr schade. Aber es verdient ja auch eine ganze Nahrungsmittelindustrie daran

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23. November 2005 um 11:25

Ich stille auch noch
und mein Kleiner wird bald 10 (!!!) Monate.
Aber: ich gebe bereits (auch so ab 6./7. MOnat) Mittagsmahlzeit, Nachmittagsmahlzeit, Abendbrei - aber : wenn ich da bin (zum Trinken) meine Brust! Mein Sohn will das auch - er isst weniger Brei, wenn ich ihn füttere, da er ja meine Brust noch möchte!

Also - ich find' s toll , dass es klappt - jetzt wurde es ein wenig schwierig mit seinen (fast 4) Zähnchen - aber klappt wieder gut!
Ich finde : ihr bestimmt, "wann das Stillen aufhört"!
Wenn deine Kleine es braucht + möchte - warum aufhören?
Wenn du es schaffst und dein Körper mitmacht - warum aufhören?

Ich habe aufgehört, mir ein Limit zu setzen (ich glaube aber höchstens - allerhöchstens 2 Jahre) - zwischendrin ist das doch wundersame Medizin und vor allem so praktisch : immer was "dabei zu haben" (lange Autofahrt, unterwegs sein, nicht alles im Haus haben)!
Alles Gute euch beiden!

Liebe Grüsse

Heide

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6. Dezember 2005 um 21:19

Hallo
Also, meine "Große" ist jetzt drei. Sie ist wesentlich größer und gesünder als andere Kinder. Sie kam jetzt in den Kiga und siehe - trotz aller unkerufe war sie noch nicht sehr häufig krank. Sie wurde gestillt bis sie 18 Monate war. Teils, weil sie sich weigerte andere "getränke" als die Brust zu nehmen und teils, weil ich so viel milch hatte. Jetzt ist ihr Brüderchen da, er ist jetzt drei Monate und wird - so lange er es will und ich genug Milch habe, gestillt. Diese wunderschöne Zeit - für uns beide, Mutter und Kind, kommt nie mehr wieder. Es sollte immer vollkommen egal sein, was die anderen sagen. Niemand, außer Du selbst weißt, was für DICH und DEIN Kind gut ist.
alles Liebe
S

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