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Nur für Mandel...

2. Juni 2012 um 0:05

..und alle anderen Geburtsbericht-Interessenten
Aber ich warne euch, es wird nicht kurz

Hier nun der Bericht von der Geburt unserer zweiten Tochter

Tja, wo soll ich anfangen? Also es beginnt eigentlich damit, dass ich etwas Sorge um die Geburt hatte, denn sie sollte diesmal im Krankenhaus stattfinden, da das Geburtshaus, in dem unsere erste Tochter zur Welt kam, keine Geburten mehr durchführte.
Und ich als Krankenhausphobiker war da etwas verunsichert, ob ich mich aufgrund der ganzen klinischen Atmosphäre da wohl fühlen werde und der natürliche Verlauf der Geburt gewährleistet ist.

Hatte hier auch einen Thread gestartet, wo ich von den lieben Mädels hier aufgebaut wurde und mehr Sicherheit bekam.
Einen ganz herlichen Dank noch einmal an dieser Stelle an euch!

Los ging es dann, ich glaube so 3 Tage vor ET mit dem Schleimpropf..aber da es auch da noch bis zu 2 Wochen dauern kann, habe ich mir keine großen Hoffnungen auf einen baldigen Geburtsbeginn gemacht. Außerdem hatte ich den darauffolgenden Tag überhaupt keine Wehen, also stellte ich mich noch auf etwas länger ein...was mir zum Teil ganz recht war, denn ich hatte noch soo viel vor in unserem Haus zu machen, da wir erst seid ein paar Monaten drin wohnen.

Nun ja, die Nacht dadrauf wachte ich auf, wollte so wie immer den nächtlichen Toilettengang erledigen, hievte mich aus dem Bett, als ich im Halbschlaf festgestelle, dass ich schon nass war und es nicht bis zum Klo geschafft hatte....ich reichlich irritiert, was es denn nun war, legte mich ins Bett (natürlich nach dem sauber machen ) und schmiss Dr. Google an um ein bisschen zu recherchieren....Eindeutige Antworten spukte er mir leider nicht aus, also beschloss ich, mich wieder hinzulegen und wenn es nocheinmal "platsch" machen sollte, dann loszufahren.
Der Läppi wurde zugeklappt und im selben Moment war ich wieder plitschenass..ok, jetzt war es eindeutig, also doch nicht mehr schlafen...Mann geweckt, Tasche zu Ende gepackt und los gings...Kind schlief und wir beschlossen, dass wir per Babyphone mithören werden und sobald sie aufwacht, meinen Eltern Bescheid geben, da sie nur paar Km von uns entfernt wohnen.

Kaum waren wir angekommen, wachte sie auf..was sehr ungewöhnlich um diese Zeit war. Ich sofort meine Eltern angerufen, aber irgendwie dauerte es, bis sie da waren und so konnten wir live im Kreissaal mitkriegen, wie sie rumlief und nach mir rief......Oje, und auf die Idee das Telefon aufzuheben, kam sie nicht..denn dann hätte sie mit uns sprechen können...naja, nach 10 Minuten waren meine Eltern da und ich konnte mich nun endlich auf die Geburt besinnen. Obwohl...neben uns schrie eine Frau ständig und ich wartete mit meinem Mann sehnsüchtig, wann denn endlich Babygeschrei zu hören sei..wir wetteten sogar, wie lange es wohl noch dauern würde

Da ich nun einen vorzeitigen Blasensprung hatte, hing die Ansage der Hebamme "wenn sich nichts tut, müssen wir einleiten oder sogar einen Kaiserschnitt machen" wie ein Damoklesschwert über mir....Aber nachdem ich einen Fruchtwasserplatsch nach dem nächsten hatte und schon der Mülleimer überquoll wurden die Wehen immer stärker.

Ich wurde aber immer schläfriger und döste zwischen den Wehen ein..so langsam spürte ich, dass mein Kreislauf schwächer wurde und ich was essen musste, aber ich traute mich nicht, sondern trank nur ständig in der Hoffnung, es würde reichen . Zwischendrin hatte ich das Gefühl, dass ich schon pressen könnte, aber die Hebamme meinte, es wäre noch zu früh. Und irgendwann, mittlerweile waren wir schon 4 Stunden dort, ging es mir gar nicht mehr gut und wir riefen die Hebamme, damit ich Traubenzucker bekomme.
Sie war noch im anderen Kreissaal zugange, als ich während einer Wehe plötzlich so aufschrie, dass sie nur noch herbeigerannt kam und den Arzt rief. Ich wundere mich immer noch darüber, wie wenig man sich unter Kontrolle unter der Geburt hat..denn bei der ersten Geburt war ich ganz still, hatte auch kein Bedürfnis nach irgendwelchen Lautäußerungen und hier kam es nur so aus einem raus, ohne dass man es aufhalten konnte!

Die Geburt war nun voll im Gang und ich am Ende meiner Kräfte. Der Arzt und die Hebamme schrien mir ständig Anweisungen zu "Halten sie Beine auseinander!! Kinn an die Brust!!" und ich lag nur da und meinte ganz lethargisch "Ich kann nicht, ich habe keine Kraft!" Alle drei Anwesenden, einschließlich meines Mannes riefen mir alles mögliche zu, versuchten mich zu motivieren und ich versuchte meine ganze letzte Kraft zu sammeln und unser Baby hinauszubefördern. Und zum Glück dauerte es nicht lange und unser kleines Mädchen erblickte das Licht der Welt und sah genauso süß aus wie ihre Schwester Viele dunkle Haare, kleine Kulleraugen und ein neugieriges umherblinzeln.. Ich war überglücklich, dass die Geburt nun endlich zu Ende war und sagte die ganze Zeit "wir haben es geschafft, es ist vorbei, wir haben es geschafft.."

Naja, so ganz geschafft war es dann doch nicht, da ich genäht werden musste und das dauerte! Es dauerte und dauerte, tat weh und als ich den Arzt fragte, ob denn die Hälfte schon fertig wäre, da kam nur aus dem anderen ende meines Körpers "Leider nein!" Aber irgendwann war auch er fertig und meinte nur, es hätte so lange gedauert, weil es eine, achtung!, kosmetische Naht wäre, wo man von außen nichts sehen würde! Aha, auch schön...

Wir hatten dann ganz viel Zeit zu kuscheln und uns gegenseitig kennenzulernen..außerdem bewies unsere kleine Tochter, dass sie schon wie ein Weltmeister saugen konnte, was mir in den nächsten 2 Wochen ganz schönes Brustaua beschert hatte..aber besser so, als andersrum und sie Probleme beim Trinken hätte...

Gegen Abend fuhren wir nach Hause und es begann nun unser Leben als 4-köpfige Familie...
Ich hatte gottseidank außer den Brustproblemen sonst überhaupt keine Probleme mit der Naht oder anderem und fand auch diese Geburt, trotz Krankenhaus als sehr schön! Ich wurde dort wirklich gut behandelt und kann nun sagen, dass cih das nächste Mal (wenn es eines geben wird ) keine Angst mehr haben werde!

LG

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2. Juni 2012 um 20:40

Danke,
liebe Padma!
Doch, ich kann mich wirklich nicht über die Geburt beschweren, trotz Krankenhaus. Im nachhinein denke ich sogar, dass es vielleicht so kommen musste, da ich wegen dem Kreislauf an den Tropf musste und ich weiss nicht, ob das im Geburtshaus ginge. Außerdem wollte ich dieses Mal meine Ruhe haben und habe irgendwann meinem Mann gesagt, er solle sich mit dem Iphone beschäftigen und die Hebamme war eh im anderen Kreissaal..das ginge im Geburtshaus auch nicht, da dort die Hebamme ja daueranwesend ist.

Nein, meine Sorgen waren wirklich unbegründet und ich fühlte mich gut aufgehoben!

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2. Juni 2012 um 21:57

Ja klar!
Geboren ist sie am 14.4. um 12.38 Uhr und sie war 52cm lang und 3500gr schwer. Sie wiegt aber jetzt schon fast 5kg!! Kein Wunder bei dieser Saugkraft und dem Tempo was sie drauf hat

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2. Juni 2012 um 22:43

Damit hattest du absolut recht!
Ich wurde schon kritisch beäugt und immer gefragt, was der Grund war, dorthin zugehen. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass ich damit voll "öko" auf sie wirke, also alternativ eingestellt

Danke der Nachfrage....Uns geht es immer besser ...sie hat am Anfang, den ersten Monat recht viel geschrien und ist auch jetzt noch ständig auf dem Arm oder im Tragetuch. Mensch, was bin ich froh, dass ich das habe!

Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass sie nur in meinem Arm einschlafen kann. Heute ist sie aber zum ersten Mal mehrmals alleine eingeschlafen, darauf bin ich schon sehr stolz! Und jetzt wo sie die Umgebung immer besser wahrnimmt, kann sie auch schon ein paar Minuten alleine liegen.

Ihre Schwester war aber auch so, deswegen war es für uns jetzt doch viel leichter....

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