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Offene Adoption

27. März um 19:12

Hallo Ich wollte fragen ob es Mütter gibt die eine offene Adoption in Anspruch genommen haben, ob sie es nun bereuen oder ob sie denken dass es die Richtige Entscheidung war. Wie lebt ihr mit der Entscheidung im alltäglichen Leben ? Ihr könnt mir auch eine private Nachricht schreiben , ich wäre sehr froh darüber.

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31. März um 15:20

Wir haben unseren Sonnenschein offen adoptiert. Wir waren beide bei der Geburt anwesend. Ich durfte die Nabelschnur  durchschneiden. Die leibliche Mutter sieht unser Kind regelmässig. Einige Anlässe feiern wir gemeinsam. Unser Schatz weiss, dass sie im Bauch von S. war und in meine Arme geboren wurde. Ich glaube, dass das die fairste Form der Adoption  ist, weil wir ganz offen und ehrlich sind. Es schwebt keine merkwürdige Atmosphäre mit, weil etwas komisches oder merkwürdiges in der Luft liegt und unausgesprochen bleibt. Es gibt keinen ausgesuchten Tag, der damit beginnt 'wir müssen dir da mal was sagen....' Unser Kind wird sich nicht belogen fühlen und wächst mit dem Wissen auf, dass ihre leibliche Mama sie liebt, aber wegen eigener Probleme nicht für sie sorgen kann. Unser Sonnenschein, weiss wo sie hingehört und darf Liebe empfangen und schenken..... auch der leiblichen Mama, die ich sehr schätze für die Entscheidung, für unser Kind das Beste zu wollen. Für meinen Mann und mich war das gemeinsam mit unserer jetzt 8jährigen Prinzessin genau die richtige Entscheidung 

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31. März um 19:36
In Antwort auf user14131

Wir haben unseren Sonnenschein offen adoptiert. Wir waren beide bei der Geburt anwesend. Ich durfte die Nabelschnur  durchschneiden. Die leibliche Mutter sieht unser Kind regelmässig. Einige Anlässe feiern wir gemeinsam. Unser Schatz weiss, dass sie im Bauch von S. war und in meine Arme geboren wurde. Ich glaube, dass das die fairste Form der Adoption  ist, weil wir ganz offen und ehrlich sind. Es schwebt keine merkwürdige Atmosphäre mit, weil etwas komisches oder merkwürdiges in der Luft liegt und unausgesprochen bleibt. Es gibt keinen ausgesuchten Tag, der damit beginnt 'wir müssen dir da mal was sagen....' Unser Kind wird sich nicht belogen fühlen und wächst mit dem Wissen auf, dass ihre leibliche Mama sie liebt, aber wegen eigener Probleme nicht für sie sorgen kann. Unser Sonnenschein, weiss wo sie hingehört und darf Liebe empfangen und schenken..... auch der leiblichen Mama, die ich sehr schätze für die Entscheidung, für unser Kind das Beste zu wollen. Für meinen Mann und mich war das gemeinsam mit unserer jetzt 8jährigen Prinzessin genau die richtige Entscheidung 

War das in Deutschland?

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31. März um 21:17
In Antwort auf lori1223

War das in Deutschland?

Ja. Ganz legal in Deutschland

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31. März um 21:50
In Antwort auf user14131

Ja. Ganz legal in Deutschland

Das hört sich toll an, irgendwie die perfekte Situation. Aber es ist schon ungewöhnlich selten, dass man bei der Geburt seines Adoptivkindes dabei sein kann oder?

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1. April um 8:17
In Antwort auf lori1223

Das hört sich toll an, irgendwie die perfekte Situation. Aber es ist schon ungewöhnlich selten, dass man bei der Geburt seines Adoptivkindes dabei sein kann oder?

Ja, das ist ungewöhnlich und eine tolle Erfahrung, die Vertrauen voraussetzt. Für uns ist dieser Weg goldrichtig. Für andere ist vielleicht etwas anderes besser. Der respektvolle Umgang untereinander mit dem Focus auf das Kind ist nicht für alle Mamas leistbar. Ich weiss von anderen Adoptionen, dass Eifersucht oft ein Thema ist.

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1. April um 9:28
In Antwort auf user14131

Ja, das ist ungewöhnlich und eine tolle Erfahrung, die Vertrauen voraussetzt. Für uns ist dieser Weg goldrichtig. Für andere ist vielleicht etwas anderes besser. Der respektvolle Umgang untereinander mit dem Focus auf das Kind ist nicht für alle Mamas leistbar. Ich weiss von anderen Adoptionen, dass Eifersucht oft ein Thema ist.

Das hört sich großartig an, wie läuft das da ab? Sucht sich die leibliche Mutter während der Schwangerschaft die Adoptiveltern dann aus oder wie funktioniert das?

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1. April um 11:09

Vielen herzlichen Dank. Wenn unser Sonnenschein das auch so sieht, wenn sie erwachsen ist, dan klopfen wir uns mit der leiblichen Mama gegenseitig auf die Schultern. 

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1. April um 11:10
In Antwort auf juko89

Das hört sich großartig an, wie läuft das da ab? Sucht sich die leibliche Mutter während der Schwangerschaft die Adoptiveltern dann aus oder wie funktioniert das?

Sie sucht sich ein Paar aus, von denen,  die das Jugendamt vorschlägt 

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1. April um 12:59
In Antwort auf user14131

Wir haben unseren Sonnenschein offen adoptiert. Wir waren beide bei der Geburt anwesend. Ich durfte die Nabelschnur  durchschneiden. Die leibliche Mutter sieht unser Kind regelmässig. Einige Anlässe feiern wir gemeinsam. Unser Schatz weiss, dass sie im Bauch von S. war und in meine Arme geboren wurde. Ich glaube, dass das die fairste Form der Adoption  ist, weil wir ganz offen und ehrlich sind. Es schwebt keine merkwürdige Atmosphäre mit, weil etwas komisches oder merkwürdiges in der Luft liegt und unausgesprochen bleibt. Es gibt keinen ausgesuchten Tag, der damit beginnt 'wir müssen dir da mal was sagen....' Unser Kind wird sich nicht belogen fühlen und wächst mit dem Wissen auf, dass ihre leibliche Mama sie liebt, aber wegen eigener Probleme nicht für sie sorgen kann. Unser Sonnenschein, weiss wo sie hingehört und darf Liebe empfangen und schenken..... auch der leiblichen Mama, die ich sehr schätze für die Entscheidung, für unser Kind das Beste zu wollen. Für meinen Mann und mich war das gemeinsam mit unserer jetzt 8jährigen Prinzessin genau die richtige Entscheidung 

Danke für deine Nachricht!
es ist ja schön sowas zu hören ... darf ich dich fragen ob es der leiblichen Mutter schwer fällt die kleine zu sehen und dann zu gehen ? 
Ich überlege mir nähmlich ob ich diesen Weg auch gehen werde...
ich will auch nur das beste für mein Baby.
ich habe aber Angst dass ich es bereuen könnte.
ich glaub du kannst mich sehr gut verstehen 

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1. April um 13:18
In Antwort auf lilly1337

Danke für deine Nachricht!
es ist ja schön sowas zu hören ... darf ich dich fragen ob es der leiblichen Mutter schwer fällt die kleine zu sehen und dann zu gehen ? 
Ich überlege mir nähmlich ob ich diesen Weg auch gehen werde...
ich will auch nur das beste für mein Baby.
ich habe aber Angst dass ich es bereuen könnte.
ich glaub du kannst mich sehr gut verstehen 

Ja, es fällt ihr manchmal schwer. Und nein, bereuen tut sie es nicht.
Von uns allen, hat es die leibliche Mutter am schwersten. Keine Mama trifft die Entscheidung leichtfertig. Wer sein Kind zur Adoption freigibt, hat immer eine schlimme Situation und tragisches erlebt. Wer in so einer Situation trotzdem überlegt, was das Kind braucht, liebt dieses Kind sehr. Es ist ein  enormer Liebesbeweis an das Kind und ein Vertrauensbeweis an uns. 
Dann hier her zu kommen und das eigene Kind so glücklich und innig mit den ausgewählten Eltern zu sehen, ist beruhigend und tut gleichzeitig unglaublich weh. Ich weiss,  dass die leibliche Mutter gerne selbst eine intakte Familie geboten hätte. Manchmal sehe ich ihren Schmerz, doch sie sagt, dass es viel schmerzlicher wäre, die Kleine nicht zu sehen und nicht mitzubekommen, wie glücklich sie ist. Sie schafft es, ganz natürlich und liebevoll mit unserem Kind umzugehen. Niemals.... wirklich niemals versucht sie den ersten Platz im Leben des Kindes einzunehmen oder mich in meiner Mutterrolle anzuzweifeln. Ich finde das wahnsinnig stark, das schafft die nur, weil sie die Kleine liebt und uns schätzt und sich wertgeschätzt fühlt.

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1. April um 14:39
In Antwort auf lilly1337

Danke für deine Nachricht!
es ist ja schön sowas zu hören ... darf ich dich fragen ob es der leiblichen Mutter schwer fällt die kleine zu sehen und dann zu gehen ? 
Ich überlege mir nähmlich ob ich diesen Weg auch gehen werde...
ich will auch nur das beste für mein Baby.
ich habe aber Angst dass ich es bereuen könnte.
ich glaub du kannst mich sehr gut verstehen 

Ich kann dich sehr gut verstehen. Alle Zweifel und Gedanken gehören zu dem Prozess.
Bevor du dich entscheidest, lasse dich bitte gut beraten. Es gibt viele, gute Beratungsstellen. Du hast ganz verschiedene Möglichkeiten, Unterstützung zu bekommen. Wenn du dich danach für die Adoption entscheidest, wünsche ich dir viel Kraft und Adoptiveltern die dich an der Entwicklung teilhaben lassen. Denn, egal wie du dich entscheidest,  zarte Wurzeln gibst DU deinem Kind.

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1. April um 17:57

Danke.
Ja, von solchen schrecklichen Fällen liest man gar nicht so selten. Ich denke, dass solche Geschichten dazu beitragen, dass sich Mütter mit der Entscheidung noch schwerer tun.  Ich bin zu tiefst dankbar, dass ich nie so eine Entscheidung treffen musste und ziehe den Hut, vor der leiblichen Mutter, uns ihr Kind anzuvertrauen und auszuhalten dass dieses Kind uns 'Mama und Papa' nennt und uns als solche liebt. Diese Frau wird immer auch einen Platz in meinem Herzen haben. Unsere Tochter wird immer wissen, dass ihre leibliche Mutter von uns geschätzt wird. Unsere Tochter ist ein Teil dieser Frau , wenn wir sie ablehnen, lehnen wir indirekt auch das Kind ab.
Uns wird oft vorgeworfen,  dass es unsere Tochter überfordern könnte, jetzt schon zu wissen ein adoptiertes Kind zu sein. Dabei vergessen diese Menschen, dass das gar nicht wirklich problematisch ist weil es normal besprochen wird. Unser Sonnenschein erwähnt das auch nicht ausdrücklich, sie wurde in unsere Arme geboren....in unser Herz. Und es gibt eine Frau, die sie geboren hat und auch liebt. Manchmal wenn wir etwas gemeinsam unternehmen, nimmt die Kleine meine Hand und mit der anderen Hand, die ihrer leiblichen Mutter....und geht zwischen uns spazieren ..... lächelnd. Ich empfinde dann keine Überforderung bei ihr sondern Zufriedenheit. Im Teenageralter kann das noch anders werden, da werden Fragen kommen, vielleicht auch Traurigkeit...... dann werden wir das auffangen und hinkriegen..... und ehrlich bleiben.
Ich wünsche mir oft viel mehr offene Adoptionen.
Vor der Adoption haben mein Mann und ich mit erwachsenen Adoptierten gesprochen. ALLE hätten es gern von Anfang an gewusst. ALLE fühlten sich belogen und die meisten gingen auf Wurzelsuche , das kostete viel Energie. Das bleibt unserem Kind erspart, was sind dagegen schon die paar unbequemen Fragen, die sie stellt  oder stellen wird ?
Ach.... ich merke schon... ich könnte erzääääählen....ohne Ende, über unser Glück

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1. April um 19:04

Toller Erfahrungsbericht der richtig ans Herz geht. Ihr seid tolle Eltern und eure Maus kann sich glücklich schätzen in eure Arme geboren zu sein. 

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1. April um 19:30
In Antwort auf user14131

Ja, das ist ungewöhnlich und eine tolle Erfahrung, die Vertrauen voraussetzt. Für uns ist dieser Weg goldrichtig. Für andere ist vielleicht etwas anderes besser. Der respektvolle Umgang untereinander mit dem Focus auf das Kind ist nicht für alle Mamas leistbar. Ich weiss von anderen Adoptionen, dass Eifersucht oft ein Thema ist.

Nein so meinte ich das nicht. Diesen Weg würden (behaupte ich mal) 99 % der Adoptiveltern gehen wollen. Bei der Geburt dabei zu sein, ist ja gerade die Erfahrung, die den meisten später fehlt.

Aber der Grossteil von Adoptiveltern hat ja nicht mal eine Chance auf ein Neugeborenes, geschweige denn auf die Chance, bei der Geburt dabei zu sein. Es gibt sicherlich sehr viel weniger Mütter, die sich für eine offene Adoption entscheiden als Paare, die sich eine solche wünschen.

Habt ihr noch weitere Kinder?

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1. April um 21:03
In Antwort auf lori1223

Nein so meinte ich das nicht. Diesen Weg würden (behaupte ich mal) 99 % der Adoptiveltern gehen wollen. Bei der Geburt dabei zu sein, ist ja gerade die Erfahrung, die den meisten später fehlt.

Aber der Grossteil von Adoptiveltern hat ja nicht mal eine Chance auf ein Neugeborenes, geschweige denn auf die Chance, bei der Geburt dabei zu sein. Es gibt sicherlich sehr viel weniger Mütter, die sich für eine offene Adoption entscheiden als Paare, die sich eine solche wünschen.

Habt ihr noch weitere Kinder?

Ja, das stimmt.  Uns wir haben weitere Kinder

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1. April um 21:04
In Antwort auf missesq

Toller Erfahrungsbericht der richtig ans Herz geht. Ihr seid tolle Eltern und eure Maus kann sich glücklich schätzen in eure Arme geboren zu sein. 

Herzlichen Dank..... das tut sooo gut

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1. April um 22:53
In Antwort auf user14131

Ich kann dich sehr gut verstehen. Alle Zweifel und Gedanken gehören zu dem Prozess.
Bevor du dich entscheidest, lasse dich bitte gut beraten. Es gibt viele, gute Beratungsstellen. Du hast ganz verschiedene Möglichkeiten, Unterstützung zu bekommen. Wenn du dich danach für die Adoption entscheidest, wünsche ich dir viel Kraft und Adoptiveltern die dich an der Entwicklung teilhaben lassen. Denn, egal wie du dich entscheidest,  zarte Wurzeln gibst DU deinem Kind.

Danke für deine lieben Worte.
ich schätze es sehr , es tut auch gut nicht gleich Beurteilt zu werden, ich  habe dir eine private Nachricht geschrieben.
 

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2. April um 11:29

Danke für den Buchtipp 

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2. April um 11:53

Wow.....das beeindruckt mich. Es fühlt sich toll an, wenn Menschen durch meinen kleinen Einblick , ihre Einstellung zu Adoption und Abtreibung vielleicht verändern. Wenn irgendwo eine junge Frau, ihr Kind auf die Welt bringt, statt es abzutreiben..... weil sie hört, wie schön es sein kann.....trotz der vielen Widrigkeiten.
Leider sind offene Adoptionen nach wie vor selten. Halboffene Adoptionen gibt es eher, das ist ein Anfang aber immer noch weit weg von 'offen'. Für uns ist und bleibt das die beste Option ...... 

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