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Offene Adoption

22. August 2007 um 22:52

ich bin 22 und in der 23 Woche, am Anfang habe ich mich auf das Kind gefreut, nur hat sich die Lage jetzt geändert, der Vater des Kindes hat mich belogen und betrogen und ich habe mich von Ihm getrennt.

Nun ich stehe alleine da, meine Eltern sind verstorben und ich wohne mit meinem jüngeren Bruder in einer 3 Zimmerwohnung.
Aus finanzieller und zeitlicher Sicht ist es mir unmöglich das Kind aufzuziehen und ich habe mir viele Möglichkeiten durch den Kopf gehen lassen.

Was muss ich bei einer offenen Adoption beachten und muss der Vater des Kindes zustimmen??

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26. August 2007 um 21:47

Hallo Simtag
Der Vater muß auf jeden Fall zustimmen!
Es gibt kein Gesetz über offene Adoption. Es gibt nur die Inkognitoadoption. Wenn sich die zukünftigen Eltern Deines Babys auf eine offene Adoption einlassen, könnten sie diese nach heutiger Gesetzeslage aber auch wieder zurückziehen.
Bitte bedenke Deine Entscheidung gut, denn sie gilt für den Rest Deines Lebens!
Wenn Du Dich für eine Adoption entschließt, solltest Du beim Jugendamt unbedingt auf eine "Offene" bestehen!
Wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute!!!

Liebe Grüße, Bianka
www.adoption.siteboard.de

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26. November 2007 um 13:32

Offene Adoption
würde gern einen Jungen adoptieren, der Ende Mai Anfang Juni 2008 geboren wird. Achtung meinerseits absolut ernst gemeint!!!

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15. Januar 2008 um 13:24

So ein Blödsinn
Etwas länger, aber es muss mal was geschrieben werden

Also:

Ich wurde als Säugling in geheim adoptiert, es war das beste was mir passieren konnte! Man steht sonst, gerade in der Pubertät, vor sehr vielen Konflikten. Vor allem ERLISCHT durch eine Adoption jede Beziehung zur Herkunftsfamilie.
Mir wurde es erst spät offenbart, es war meinen Eltern wichtiger, dass ich eine Ausbildung mache und arbeite und im Leben stehe,
außerdem bin ich in ihren Augen ihr Kind und das nicht nur durch die Gesetzgebung!!!
Ich finde es vernünftig, wenn Frauen ihr Kind lieber zur Adoption "geben" als überfordert zu sein, aber offen? Es ist weder für das Kind verständlich wer jetzt Mama ist als auch für beide Seiten der Erwachsenen. Eine gewisse Rivalität ist meiner Meinung nach das wenigste, was passieren kann...
Natürlich verstehe ich Frauen, die wissen wollen, wo kommt mein Kind hin, d.h. für mich man lernt sich auf dem JUugendamt bei einer Sozialarbeterin kennen, Namen können, müssen aber nicht genannt werden. Auch fände ich es nicht gut die Adressen zu tauschen, denn die Angst, ob auf einmal die leibliche Mutter doch mehr will, ist dann höher (steht vor der Tür, dem Kindergarten etc.) Was ich ok finde sind Bilder über das Jugendamt zu schicken, auf denen aber nicht ein Ort erkennbar ist (Schutz der Adoptivfamilie)
Auch finde ich es ok, wenn die leibliche Mutter den neuen Eltern einen Brief auf dem o.g. Jugendamtstermin gibt, der für ihr Kind gedacht ist, wenn es erfahren hat dass es adoptiert worden ist;
indem sie sich erklärt, die Gründe aufzählt. (Aber bitte nicht zu faktisch aber auch nicht zu sentimental, denn für das Kind ist es zu Beginn schwer mit der Situation umzugehen)
Meine Eltern haben alle Unterlagen bzgl. der Adoption in einem Banksafe aufbewahrt, um eben selber den Zeitpunkt des Erzählens zu bestimmen und nicht es dem Zufall zu überlassen.
Meine biologische Seite will ich (im 8 Monat schwanger) derzeit nicht kennen lernen, ich habe nur Kontakt zu zwei biologischen, auch adoptiert wordenden Schwestern. Diese haben nämlich die Erfahrung gemacht, dass die "Herkunftsfamilie" materiell eingestellt ist und auf einmal kamen "Muttergefühle" auf....
Darauf kann ich verzichten.
Ob und wann man es dem Kind erzählt sollte jede Adoptivfamilie selbst entscheiden, manche Kinder wachsen gut damit auf, aber es gibt auchandere Fälle. Eine Freundlin von mir ist auch adoptert und wurde deswegen verspottet, sie hat den "Fehler" gemacht, es erzählt und wollte dadurch im Mittelpunkt stehen. Viele Kinder aber auch andere Eltern kamen damit nicht klar, auf einmal wurde bei jedem Blödsinn von Freunden der Eltern und den Lehrern gesagt, "Ja, dass müsen wohl die Gene sein, wäre sie euer Kind wäre sie nicht so..."
Ich würde mich auch nicht vom Jugendamt oder ähnlichen zur Aufklärung zwingen lassen. Mama und Papa kennen ihr Kind doch am Besten!

Adoptiveltern werden sehr genau geprüft, es ist oft ein jahrelanger Prozess mit Seminaren, man wird ein gläserner Mensch, sowohl biologisch (warum wollen sie adoptieren, medizinische Urachen zur Kinderlosigkeit) als auch finanziell und das familiäre Umfeld wurde damals durchleuchtet (welche Einstellung haben die zu einen Adoptivkind etc)
(Ob das heute noch ist weiß ich nicht genau, daher schreibe ich damals)
Ich habe, genauso wie mein Bruder (auch als Säugling adoptiert) und meine Schwester (nach der Kinderlosigkeit im Vorfeld kam doch noch der Storch ) die tollsten Eltern, besser hätte es uns nicht treffen können.
Wir sind alle drei gleich behandelt worden, von Sportvereinen, Instrumente erlernen, Hobbies, Zeit, Liebe, Geborgenheit und so weiter...
Natürlich gab es, wie bei "normalen" Geschwistern und Eltern Streit, aber der wurde immer gelöst.
Und natürlicih war es schwer zu erfahren dass Mama und Papa nicht biologisch Mama und Papa sind, aber ich weiß, dass gerade Adoptivkinder Wunschkinder sind.
Es wird gewartet, jeder Test und jede Möglichkeit genutzt und endlich holt man sein Kind ab und ist dann Mama und Papa.
(Nach 8 Wochen muss die leibliche Mutter noch die Bereitschaft zur Adoption beim Notar beurkunden und dann folgt eine Gerichtsverhandlung aber nur mit den Adoptiveltern)
Meine Eltern hatten mich auf dem Arm nach einem Kaiserschnitt. Und durften mich zwei Tage später mit nach Hause nehmen.
Heute bin ich bald selber Mama und ich weiß, dass es nichts schöneres gibt als sich auf ein Kind zu freuen.
Ich gönne jedem, der sich ein Kind wünscht dieses Geschenk,aber ich hoffe, dass jeder dieses Geschenk auch zu schätzen weiß.

Und noch was:
Ich finde es unmöglich wenn jemand schreibt, er würde gern ein Kind adoptieren das Juni auf die Welt kommt. Sind Kinder Ware wie aus dem Versandhaus, einfach zum bestellen?
Mann/Frau sollte als Erwachsene/r vernünftig und reif genug sein, sich mit den Gesetzen auszukennen.

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