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Opa weiss immer alles besser

28. Januar 2014 um 15:25

Ich muss mich mal so richtig auskotzen, weil ich hier langsam echt die Wände hochgehe.
Mein Vater war als wir klein waren alles andere als ein guter Vater. Er war im Prinzip nicht da und wenn doch, dann hat er uns Kinder gekonnt ignoriert. Als meine Mutter arbeiten wollte und er das nicht wollte, hat er uns eben in der Zeit die er auf uns achten sollte nicht gefüttert oder gewickelt, so dass wir schön krank geworden sind. So ist Mama zuhause geblieben und Papa hatte seinen Willen.

Nun hab ich meine erste Tochter bekommen und plötzlich ist Opa der Familienmensch per se. Das drückt er am besten aus in : Meckern!
Ich würde falsch füttern! Immer nur Milch ist nicht gut und Kinder sollten in dem Alter (Meine Tochter ist jetzt 9 Wochen alt) am besten Suppe oder Kuhmilch bekommen. Ja, ihr habt richtig gelesen. Diese ganze Muttermilch ist schlecht fürs Kind, wenn ich ihr nichts anderes zufüttere, dann wird ihr laut Opa der gesamte Mund weggammeln, weil sich dann Schimmel bildet.
Neulich waren meine Eltern zu Besuch und ich musste tatsächlich in der Zeit pinkeln. Also gab ich meiner Ma die Kleine in die Hand und sagte, ich bin kurz auf Klo.
Die kleine wacht auf, sieht Mama ist nicht da und schreit. Sofort rennt mein Vater los und fängt an gegen die Tür zu bollern, dass ich sofort raus kommen muss und was für ne Mutter ich sei blablabla.
Der Hund ist ihm auch ein Dorn im Auge. Der Hund sieht seine Aufgabe darin, dass Baby zu beschützen. Nähert sich nun Opa wild polternd dem schlafenden Baby, dann knurrt und bellt der Hund Opa an und lässt ihn nicht ans Kind. Opa sieht einen Beweis darin, dass der Hund plant (!) das Kind zu fressen.
Opa hat mal gelernt, dass Babys am besten im Bettchen aufgehoben sind. Umgeben von einer Phalanx von Kuscheltieren und auf dem Bauch. Nun machen wir gleich mehrere Kardinalssünden:
Mein Baby schläft auf dem Rücken
Keine Kuscheltiere im Babybett UND (das Schlimmste)
ich hab sie ständig auf dem Arm. Laut Opa darf man Babys nicht tragen, die müssen flach auf dem Rücken liegen. Jedes Mal wenn er sieht, wie ich sie trage, meckert er rum, wir streiten, die kleine weint und er sieht darin eine Bestätigung, dass sie krasse Schmerzen hat.
Opa hat irgendwo mal aufgeschnappt, dass es Kinder abhärtet, wenn man sie mit Urin abreibt. (Gott sei Dank, hat er mit meiner Erziehung nichts zu tun gehabt) Das Schlimme ist nun, dass ich mich weigere mein Kind mit einem in Urin getunkten Lappen abzureiben. Wenn ich sie lieben würde, wäre mir mein Stolz nicht so wichtig ...
Opa weiss, wie empfindlich son Kinderimmunsystem ist. Deswegen ist es unmöglich, dass ich mit meiner Tochter schon draußen war. Jeder weiss doch, dass Kinder in den ersten 6 Monaten das Haus nicht verlassen dürfen (also urin hui und frische Luft pfui??!)
Meine Tochter wird per se falsch gewickelt, gefüttert, gehalten, schläft falsch, weil ich ihr keine Disziplin beibringe, macht sie die falschen Geräusche (jaja, die 9 Wochen alten Rebellen.....), sie ist immer falsch angezogen und und und
Das ist nur ein kleiner Auszug und ich könnte ausrasten! Immer wenn ich meine Mutter besuche, wieselt er um mich und die kleine rum und meckert meckert meckert. Er ruft auch zwischendrin an, um zu meckern. Meine Mutter besuchen, wenn er nicht da ist, klappt nicht. Die wohnen relativ weit weg und mal eben so hin während er arbeitet, lohnt nicht. Aber wenn das so weiter geht und er in einer Tour an allem rumnölt, gibts für Opa bald kein Enkel mehr, weil ich mich dann einfach weigern werde, hin zu fahren.

Ich denke, er merkt grade, dass er alt wird und für die Karriere n Ticken zu viel geopfert hat ( wie gesagt, er war eben nicht da und wenn, dann war er auch kein Freund von gewaltfreier Erziehung). Eben genau deswegen ist mein Verhätnis zu ihm eh schon .... schlecht. Wenn er nun noch denkt, mich kritisieren zu dürfen, möchte ich ausrasten und ihn im Keller einsperren und den Schlüssel weg werfen, zumindest bis ich wieder außer Reichweite bin.

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28. Januar 2014 um 15:29

Du hast
genau drei Möglichkeiten: Entweder du diskutierst jedesmal mit ihm bis zur Unendlichkeit. Oder du lässt ihn reden und ignorierst seinen (sorry) Müll...oder du sagst ihm, er soll sich raushalten, weil du sonst keine Lust hast, ihn weiter zu besuchen, wenn er sich ständig so übergriffig einmischt.

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28. Januar 2014 um 16:21

Oh Mann...
Ich an deiner Stelle würde folgendes machen
LINKS rein - RECHTS wieder raus

So mache ich das bei meinem Vater auch.
Seit ich schwanger war, wurde nuuuuuur gegen mich gewettert, jetzt ist der Kleine da und es hat sich - welch Überraschung - nichts geändert -.-

Er bekommt die falsche Milch (ich stille nicht mehr), er schläft zu viel... die Katze ist nicht gut fürs Baby... (mein Kater hat ANGST vor meinem Baby sehr lustig, wenn er stiften geht, wenn ich meinen Sohn durch die Gegend trage ) und so weiter und so fort...
kenne ich auch

Manche Menschen sind eben so.
Vielleicht ist es wirklich so, dass er merkt, wie viel er verpasst hat und vielleicht auch falsch gemacht hat. Vielleicht ist das seine Art, es "wieder gut" zu machen, nur dass er eben zu viel macht.
Mach ihm klar, dass du nicht möchtest, dass er nur nörgelt und das die Erziehung allein deine/eure Sache ist.
Aber ganz ausschließen würd ich ihn glaub ich auch nicht. Vielleicht gibt es ihm ein gutes Gefühl, weil er "mehr Erfahrung" hat als du.
- Zumindest redet er sichdas ja selbst ein.

Das wird schon. Wahrscheinlich musst du deinen Vater einfach auch noch ein bisschen "erziehen"

Liebe Grüße

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28. Januar 2014 um 16:36


Es ist schon viel Blödsinn was dein Opa da redet, viele Kennen solchen Schmarren von ihren Großeltern. Die sind in einer ganz anderen Zeit aufgewachsen... Was ich dazu wirklich empfehlenswert finde sind ein paar Artikel auf einer echt super Seite. Da geht es um den Vergleich wie es früher war und heute ist:

http://www.gewuenschtestes-wunschkind.de/2013/06/die-erziehung-unserer-groeltern-und.html unten sind die folgenden teile auch noch verlinkt

Kann ich nur empfehlen...

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28. Januar 2014 um 20:48


wenn er so ist, würd ich ne klare ansage machen und ihm zeigen wo die tür ist.

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28. Januar 2014 um 21:50

Unser Opa hier ist so ähnlich
naja eher die light Version.
Also ich sollte ihn nur hinlegen und mal die Buttercreme schlecken lassen. Da war er auch noch keine 6 Monate. Zudem wollte er den Schnuller in den Bierschaum tunken...
Naja ich hab dann mit böser Stimme gesagt, dass er seine Kinder versauen durfte und ich jetzt meine versau!
Zudem sollte er mir doch mal erklären warum es so wichtig ist, dass das Kind (welches gerade in meinem Arm eingeschlafen ist) auf die Couch lege.
Außer, dass er da aufwachen könnte oder alles vollspuckt, seh ich da keinen Sinn drin.
Außerdem ist es ja mein Arm der dann abfällt.
Als ich dann meinte, dass wir auch gehen können wenn's ihn so stört war plötzlich gut.
Er war einfach total überfordert. Er hat ihn erst auf den Arm genommen, als er schon ein paar Monate alt war. Und erst seit er über 1 Jahr ist, hat sich das entspannt.
Zwischenzeitlich hab ich ihm aber auch ein Geschenk zurück gegeben (so ein möchtegern Gehfrei als Spielinsel)
Also geb ihm ordentlich kontra und zeig, dass du das beste für dein Kind machst und es nicht extra krank werden lässt!
Er hat oft genug bewiesen, dass er keinen Plan hat, das darf er auch mal so hören. Das nicht so gute Verhältnis wird es dir da wohl etwas leichter machen es auszusprechen.

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29. Januar 2014 um 10:09

*seufz*
Ich kenne das auch, aber bei weitem nicht so extrem. "Unser" Opa ist auch einer, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und IMMER Recht hat. Auch was unseren Sohn betrifft, gab es schon Momente, in denen Opa meinte, er weiß es besser als die Mama. Allerdings hab ich das Glück, dass er so vernarrt in seinen Enkel ist, dass ich ihm ins Gesicht sagen kann, was ich will und er traut sich dann nicht zu schmollen, weil dann könnt ich ja auf die Idee kommen, ihn nicht mehr so oft zu besuchen.

Das scheint bei deinem Vater ja nicht der Fall zu sein. Daher schließe ich mich an: entweder zu ignorierst seine Macken oder du sagst ihm klar ins Gesicht, dass DU am besten weißt, was für dein Kind gut ist.

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29. Januar 2014 um 11:59


Manchen Leuten kann man noch so oft sagen, dass man anderer Meinung ist und es wird trotzdem nicht akzeptiert.

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29. Januar 2014 um 20:29

MEIN KIND
ist die allround-aussage, wenn er dich wieder kritisieren sollte.
Egal was er sagt, sage ihm MEIN KIND
nicht mehr, nicht weniger. rechtfertige dich nicht, streite dich nicht. Du ärgerst dich anschließend nur noch mehr.

Dein Kind, deine Regeln

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