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OT - antidepressiva. hats euch geholfen?

17. April 2012 um 8:31

ich bin ja schon ganz lange depressiv, über 10 jahre. aber jetzt nach der trennung meines mannes bin ich wieder in ein so tiefes loch gefallen...ich steh mit selbstmordgedanken auf und geh mit selbstmordgedanken ins bett. es ist schrecklich, weil ich mich wie ein sklave meines körpers und meiner gefühle fühle. dazu kommen angstattacken, vor allem abends und nachts und ich habe schmerzen am ganzen körper.

mein hausarzt hat mich gestern gleich in eine kriseninterventions-abteilung einer psychatrischen tagesklinik überwiesen. der arzt dort war sehr nett, und zusätzlich zur therapie hat er mir ein antidepressivum verschrieben, bei dem er mich innerhalb von zwei wochen auf die höchstdosis steigern will. das mittel wäre wohl stimmungsaufhellen, antriebsfördernd und würde mir auch bei meinen schmerzen helfen, damit ich nicht mehr wie blöde schmerzmittel fresse. außerdem bekam ich ein mittel gegen die innere anspannung, wenn ich diese anfälle habe, in denen mich der druck mich verletzen zu müssen oder mir etwas anzutun so groß sind, dass ich wirklich das gefühl habe, komplett die kontrolle zu verlieren. heute ist der erste tag, und ich hoffe so sehr, dass es mir hilft, das ist meine letzte chance, ich war lange genug depressiv.

wer von euch hat schonmal welche nehmen müssen? wann habt ihr euch besser gefühlt? wie seid ihr mit nebenwirkungen umgegangen? mein arzt sagte, ich solle mich drauf einstellen, dass es vier wochen für die ersten erfolge dauert, stimmt das?

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17. April 2012 um 8:56

Ich mehrfach, letztendlich dann Moodstabilizers
geholfen , nun ja, im Grunde genommen hab ich mich schlimmer gefühlt als vorher, ich war konstant müde, total unbelastbar und irgendwie war mir auch alles egal, alles war irgendwie gleich.

Ich hab mich dann ernsthaft in die Therapie reingehängt, um von dem Scheiss loszukommen.


Alles Gute dir.

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17. April 2012 um 9:14

Ich hab auch mal
welche genommen,nachdem mein Freund ausgezogen ist und mich in einer leeren Wohnung mit den Kindern zurückgelassen hat. Ich stand unter Schock
Ich war total fertig mit der Welt,Selbstmordgedanken hatte ich nicht,aber ich konnte auch nicht mehr aufhören zu weinen. Für die Kinder war das ein untragbarer Zustand die Mama so zu sehen.
Ich hab dann angefangen diese Tabletten zu nehmen. Naja... also ich war dann zwar nicht mehr traurig,aber ich war auch sonst nichts mehr.Ich konnte mich nicht freuen,ich hatte keinen Hunger,keinen Durst und nicht mal mehr Lust eine zu rauchen. Ich hatte gar keine Empfindungen mehr. Die Nebenwirkungen waren nicht ohne. Ich stand total neben mir und konnte mich alleine auch nicht mehr um die Kinder kümmern (wir waren dann tagelang bei meiner Mutter). Weil meine Reaktionsfähigkeit total herabgesetzt war. Autofahren hätte ich so auch nicht mehr dürfen.
Nach einer Woche habe ich die Tabletten abgesetzt und hab meine Trauer über diese ganze Geschichte so bewältigt. ABER es ging mir auch nicht so schlecht wie dir. Ich habe nicht einmal daran gedacht,mich umzubringen!!! Ich liebe mein Leben und würde meine Kinder niemals freiwillig verlassen.
Ich finde es super,dass dich dein Hausartzt direkt überwiesen hat. Oft wird sowas ja ignoriert. In deinem Fall würde ich dir dringend dazu raten die Tabletten zu nehmen,so wie es der Artzt angeordnet hat. In Verbindung mit einer Therapie wird es dir sicher bald besser gehen. Die Tabletten sind ja nur unterstützend. Gegen deine Depressionen wird nur eine Therapie helfen. Damit du das Leben wieder Positiv siehst. Ich wünsch dir von ganzen Herzen,dass es dir bald besser geht.

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17. April 2012 um 11:15

Hi du...
... persönliche Erfahrungen mit AD hab ich nicht, ich kenn mich beruflicherweise ein bisschen damit aus.
Was nimmst du denn?
Die Aussage des Arztes stimmt, es dauert einige Wochen bis sich ein ausreichend hoher Spiegel des Wirkstoffes im Blut gebildet hat, erst dann merkst du was.
Warum meinst du denn das das deine letzte Chance ist? Sorry für die klaren Worte, aber Depris können phasenweise leider immer wiederkommen, ob du sie für den Rest deines Lebens loswirst ist unklar. Was du allerdings sehr gut tun kannst, ist dir einen Weg erarbeiten wie du ihnen begegnen kannst, frühzeitig eingreifen kannst, damit du nicht immer in ein so heftiges Loch fällst wie momentan!
Kriegst du denn auch psychologische Betreuung da? Medis sind nur die eine Komponente der Behandlung!!

Ich drück die ganz feste die Daumen dass du da schnell wieder rausfindest und wünsche dir gaaaaaaaanz viel Kraft für die nächsten Wochen und Monate...

Fühl dich gedrückt...

Andrea

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17. April 2012 um 17:26

Mal etwas anderes
aber zum thema passend- hast du mal deinen folsäurespiegel kontrollieren lassen?
lies mal das hier:
http://www.naturheilkunde-news.de/2008/05/07/folsaeure-helfer-gegen-depressionen-gedaechtnisverlust-und-schlaganfall/
kann jedenfalls nicht schaden.
mir hilft bei ängsten und depression auch sport- natürlich musst du die kraft haben dich aufzuraffen- aber so eine halbe stunde radeln an der frischen luft hilft bei mir persönlich ganz gut.

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