Home / Forum / Mein Baby / OT: Baby mit zur Beerdigung nehmen?!

OT: Baby mit zur Beerdigung nehmen?!

15. Februar 2015 um 21:06

Hallo ihr Lieben,
vor zwei Wochen ist der Uropa unsere kleinen Sonnenscheins gestorben. Nun findet am Mittwoch die Trauerfeier statt. Für uns war eigentlich sofort klar, dass wir den Kleinen im KiWa mitnehmen. Der Uropa hätte das sicher sehr gerne gehabt, da er sehr stolz auf den Kleinen war.
Nun haben wir heute den Anruf vom Papa meines Mannes bekommen, dass ich bloß mit Felix zuhause bleiben soll. Das gehört sich nicht und man könne das dem Kind nicht antun.
Felix ist dann 14 Wochen alt und ich bin unendlich traurig, dass ich mich nicht vom Opa verabschieden kann. Ist zwar mein Schwiegeropa, aber er ist mir so ans Herz gewachsen
Ein Babysitter hab ich hier leider nicht.
Was nun? Mir gehts echt ziemlich schlecht seit dem Anruf.
Ala mein Opa vor zwei Jahren gestorben ist waren meine Cousinen auch mit ihren Babys da und es hat keinen gestört, sondern wir warn alle froh, die kleinen Engel dabei zu haben.
Lg Lisa&Felix (13 Wochen)

Mehr lesen

15. Februar 2015 um 21:09

.
Ich war mit meinem Kleinen auf einer Beerdigung, als er auch in etwa das Alter hatte. Allerdings bin ich nicht mit in den Trauergottesdienst, sondern habe draußen gewartet (es gab Lautsprecher), und bin dann nur dem Trauermarsch zum Grab gefolgt. Alles mit Tragehilfe. Ging gut, und niemand hatte meines Wissens nach das Gefühl dass mein Baby deplatziert ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Februar 2015 um 21:16

Ich weiß, dass es da total unterschiedliche Meinungen gibt.
Gerade, wenn eine Familie sehr abergläubisch ist, kann es dazu kommen, dass sie keine Schwangeren oder Babys auf einer Beerdigung dabei haben möchten.

Mein Uropa ist letztes Jahr im November gestorben und wir haben eine große Grabkerze dieses Jahr zum 1. Todestag auf den Friedhof gebracht und da ich dort im 7. Monat schwanger war, wollte meine Familie gern, dass ich davor warte, weil sie Angst haben, dass mein Baby davon Schaden nehmen könnte. Ich habe es gemacht, um Ihnen den Gefallen zu tun, allerdings wäre das bei einer Beerdigung etwas anderes.

Du solltest nochmal mit deinem Schwiegerpapa reden und ihm sagen, dass es dir sehr wichtig ist, dich zu verabschieden. Anders als ein Friedhofsbesuch kann man eine Beerdigung nie mehr nachholen und daran könntest du lange zu knabbern haben! Das Risiko würde ich nicht eingehen. Ich habe immer noch damit zu tun, dass ich meinen Uropa nicht noch einmal im Sarg angeschaut habe, auch wenn ich es zu dem Zeitpunkt einfach so gewollt habe.

Also mein Rat - geh zur Beerdigung und verabschiede dich!

Natürlich noch mein Beileid und viel Kraft!!

Liebe Grüße Blaaablaaaaa

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Februar 2015 um 21:44


Sie wollen es partout nicht. Mein Mann hält sich da völlig raus. Die Uroma hätte gerne, dass wir mitkommen. Das ist alles sehr verzwickt. Ist doch echt doof. Abergläubisch sind sie nicht. Nicht mal annähernd gläubig. Für die Familie ist der Tod eher Tabuthema. Wird alles totgeschwiegen. Man hat sich auch als Familie seit dem Tod leider nicht zusammengesetzt. Die Söhne haben am Todestag (6.2.) alles geregelt und seither geht jeder seine Wege Kenne das total anders..... naja. Werd mal ne Nacht drüber schlafen und morgen mal schauen, wies weitergeht und was ich mache. Danke für eure Meinungen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Februar 2015 um 21:46

Hey lisa
Ich musste mit Pia auch zur Beerdigung ihres Urgroßvaters. Im Dezember, da war sie gerade 3 Wochen alt.
Es stand nie zur Debatte sie nicht mit zu nehmen.

1. gehört sie wie jeder andere zur Familie
2. wollten sowohl mein Mann als auch ich Abschied nehmen
3. hat der Uropa nur wegen Pia so lange noch durchgehalten und sich zu 100 Prozent gewünscht dass sie dabei ist.

Wir haben uns mit dem Kinderwagen in Türnähe der Trauerhalle gesetzt. Falls Pia wachgeworden wäre, wäre mein Mann mit ihr raus gegangen (weil es mein Opa war).
Am Grab haben wir uns abgewechselt.
Ich bin mit meiner Familie zuerst hin. Mein mann blieb mit Kinderwagen abseits stehen.
Dann bin ich ihn ablösen gegangen und er konnte sich verabschieden.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Februar 2015 um 21:48


Allein auch wegen meinem Mann wäre ich gerne mitgekommen, da es der erste Verwandte ist, den er verliert und schon beim Anruf, dass sein Opa gestorben ist, extrem fertig war. Jetzt muss er als einzigster ohne Begleitung hin und hat niemanden, der ihn in den Arm nimmt. Das tut echt weh, aber er will sich da ja raushalten

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Februar 2015 um 21:50

.
Ich musste im november und dezember auch auf w beerdigungen. Uroma und uropa meines sohnes. Er war da 12 monate alt. Für mich stand nie zur debatte ihn nicht mitzunehmen. Da hätte ich auch mit niemandem diskutiert. Er gehört genauso zur familie. Die beiden verstorbenen haben ihren urenkel über alles geliebt und sich immer wahnsinnig gefreut wenn wir sie besucht haben. Sie hätten es auch gewollt das er bei der beerdigung dabei ist.

Mal davon abgesehen hat die anwesenheit meines sohnes die restliche verwandschaft auch aufgeheitert und ab und zu zum lachen gebracht.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Februar 2015 um 21:58

Unser Kleiner war 8 Monate alt
als seine Oma verstorben ist, die Mama von meinen Mann.

Bei der Beerdigung war er dann 9 Monate, er schlief die meiste Zeit in seinen Buggy, aber für uns war es Normal Ihn mitzunehmen, wer hätte denn sonst auf Ihn aufpassen sollen, Schwager und meine Eltern waren auch anwesend.

Aber ich denke man sollte auch den Wunsch der direkten Angehörige akzeptieren, so schwer es fällt, ich kann Dich sehr gut verstehen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Februar 2015 um 22:05

Mit 3 Monaten
Haben wir unsere tochter mit zur Beerdigung der Mutter unseres besten Freundes mitgenommen.
während der trauerfeier habe ich mit ihr draußen gewartet und auf dem weg zum grab abstand gehalten.

Ich finde es schon ziemlich unfair, wenn man einem die chance nimmt, sich von jemandem zu verabschieden.
So wie du schreibst, klingt die familie schon etwas distanziert zueinander. Und wenn die Uroma (ich denke Frau des verstorbenen) euch inkl Baby gern dabei haben möchte, dann würde ich mich auch an IHREN wunsch halten.
die gründe "das gehöre sich nicht" und "man könne das dem kind nicht antun" finde ich recht schwammig.
das ggehöre sich nicht ist reine Ansichtssache und dein kleiner ist dann noch viel zu klein, als dass man ihm damit was antun kann.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Februar 2015 um 22:14

@sicula
Weil es sich nicht gehört, ein Baby auf eine Beerdigung mitzunehmen und weil man es dem kleinen nicht antun kann. Rede morgen nochmal mit der Oma, weil bei ihr hat es sich so angehört, als wäre es selbstverständlich, dass wir mitkommen. Würde mich ja auch direkt an die Tür setzen, um im Notfall rauszugehen. Kann bestimmt heute nacht vor lauter Grübeln nicht schlafen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2015 um 7:39

Also
Wir haben vor 4 monaten meine oma beerdigt, da war mein kleiner 3 1/2 monate. Ich habe ihn auch nicht mitgenommen, ich denke man hat genug mit sich zu tun, ich hätte auch nicht gewollt das er dann anfängt zu schreier oder so. Später zum essen war er wieder dabei. Ichxwürde jemand organisieren der mal 1 std bei auf dein kleines aufpasst. Zum essen danach kann man das baby sicher wieder mitnehmen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2015 um 7:51

Das kenn ich
Hatte ebenfalls erst vor Kurzem einen Todesfall in der Familie und wollte auf die Beerdigung, natürlich mit Sohn, weil ich noch stille und die Beerdigung weiter weg war.

Zuerst hat mich meine komplette Familie angelogen, dass die Verstorbene ihre Beisetzung im kleinsten Kreis (nur Sohn und eine Schwester) wünscht ohne Leichenschmaus oder Kaffee. Hab ich natürlich akzeptiert wenn es der Wunsch der Verstorbenen ist. Hatte mich dann nur gewundert, dass meine Mutter die ganze Zeit sagte, dass sie trotzdem hingeht, aber gut.

Einen Tag vor der Beerdigung telefoniere ich mit meiner Schwester, erzählt sie mir, dass sie hingeht und sogar mein Vater kommt, der seit 15 Jahren von meiner Mutter geschieden ist. Auf meinen Hinweis, dass dies nicht dem letzten Wunsch entspräche und ich es nicht gut finde den zu übergehen, erzählt sie mir, dass das nicht stimmt und eine Riesenanzeige in der Tageszeitung war und wirklich ALLE kommen.

Sie hat mir gesagt, dass ich wirklich die Einzige bin, die nicht kommen wird und ob ich es mir nicht überlegen will, also wurde es innerhalb der Familie auch so kommuniziert als hätte ich keine Lust gehabt zu kommen.

Ich hab dann entschieden, dass ich in dem Fall doch fahre und meine Schwester und ich haben direkt passende Zugverbindungen gesucht. Zwei Stunden später ruft sie mich an und sagt, dass sie mit meiner Oma gesprochen hat und ihr voll Freude erzählt hat, dass ich mit dem Kleinen doch komme und dass sie mir jetzt sagen muss, dass es nicht geht, weil seit Dienstag schon fest reserviert ist und ich nicht berücksichtigt wurde, da ich ja beim ersten Gespräch schon sagte, dass ich nicht komme.

Der Witz an der Sache: Reserviert wurde Dienstag, das erste Mal mit mir gesprochen wurde erst am Mittwoch!!!

Da war mir klar, dass die alle mein Baby und mich schlichtweg nicht dabei haben wollten.

Später wurde mir noch gesagt, dass es nur war, weil Babys nicht auf Beerdigungen gehören, weil der Tod auf das Baby übergehen kann. Hatte ich ja noch nie gehört, aber anscheinend sind die alle soo abergläubisch, dass sie alles taten, dass ich nicht komme und es dabei schafften, dass ich mir mehr als unerwünscht vorkam.

Eventuell ist das auch bei dir der Fall? Dass es gar nicht böse gemeint ist, aber es doof rüberkommt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2015 um 8:14

...
@Woody: Leider wohnt die Verwandtschaft von meiner Seite weiter weg und sonst sind alle auf der Trauerfeier. Danach findet nichts statt, also weder essen noch Kaffee. Ich glaube auch nicht, dass sie es böse meinen, aber ich fühle mich halt so ausgeschlossen, vor allem weil ich vor dem Tod jeden Tag mit dem Kleinen beim Uropa war, weil er sooo stolz auf den Minimann war. Er hätte sicher nicht gewollt, dass wir zuhause bleiben müssen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2015 um 12:33

Echt verzwickt
aber wenn Du das Gefühl hast der Verstorbene und seine Frau wollen Dich dabeihaben, würd ich gehen, aber eine Zwischenlösung suchen, etwa etwas abseits vom Grab stehen und ggf. dem Gottesdienst nicht beiwohnen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2015 um 13:21

Irgendwie nun völlig verzweifelt.
Ich glaube, ich bleibe am besten zuhause. Mein Mann hat sich nun endlich auf meine Seite gestellt und zu seinem Vater gesagt, dass wir (der Kleine und ich) auf jedenfall dabei sein werden. Er hat ihn darauf wohl ziemlich heftig angeschrien (habs nicht mitbekommen, weil er von der Arbeit aus angerufen hat) und ihn wirklich zur s a u gemacht. Er möchte aus ethischen Gründen nicht, dass sein Enkel auf der Beerdigung dabei ist und es wäre schließlich auch peinlich, wenn der Kleine sich melden würde.
Wir haben dann vorgeschlagen, dass ich mich mit dem KiWa vor die Leichenhalle etwas abseits stelle, das wurde auch wieder abgetan, weil man sich ja dann den Fragen der anderen Trauergäste stellen müsste, warum ich nicht bei der Familie bin Ich habe so das Gefühl, dass ich absolut nicht erwünscht bin, denn am Wochenende wurde auch kurzfristig beschlossen, dass der engste Familienkreis sich nach der Beerdigung zu Kaffee und Kuchen trifft (hab ich grade am Telefon von meinem Mann erfahren), aber eingeladen wurde nur mein Mann. Begründung: Felix würde da die Stimmung versauen
Dafür hat mein Mann jetzt auch abgesagt, allerdings möchte er, dass wir auf jeden Fall an der Beerdigung teilnehmen.
Ich hab nun echt keine Ahnung mehr, was ich tun soll. Das ist alles so ausgeartet, will auch keinen Streit innerhalb der Familie hervorrufen, wenn der eine sagt, dass ich mitkommen soll (Oma - Frau des Verstorbenen, mein Mann) und mein Schwiegerpapa sagt, ich darf nicht.

Sorry für den langen Post !!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2015 um 14:05
In Antwort auf braut2015

Irgendwie nun völlig verzweifelt.
Ich glaube, ich bleibe am besten zuhause. Mein Mann hat sich nun endlich auf meine Seite gestellt und zu seinem Vater gesagt, dass wir (der Kleine und ich) auf jedenfall dabei sein werden. Er hat ihn darauf wohl ziemlich heftig angeschrien (habs nicht mitbekommen, weil er von der Arbeit aus angerufen hat) und ihn wirklich zur s a u gemacht. Er möchte aus ethischen Gründen nicht, dass sein Enkel auf der Beerdigung dabei ist und es wäre schließlich auch peinlich, wenn der Kleine sich melden würde.
Wir haben dann vorgeschlagen, dass ich mich mit dem KiWa vor die Leichenhalle etwas abseits stelle, das wurde auch wieder abgetan, weil man sich ja dann den Fragen der anderen Trauergäste stellen müsste, warum ich nicht bei der Familie bin Ich habe so das Gefühl, dass ich absolut nicht erwünscht bin, denn am Wochenende wurde auch kurzfristig beschlossen, dass der engste Familienkreis sich nach der Beerdigung zu Kaffee und Kuchen trifft (hab ich grade am Telefon von meinem Mann erfahren), aber eingeladen wurde nur mein Mann. Begründung: Felix würde da die Stimmung versauen
Dafür hat mein Mann jetzt auch abgesagt, allerdings möchte er, dass wir auf jeden Fall an der Beerdigung teilnehmen.
Ich hab nun echt keine Ahnung mehr, was ich tun soll. Das ist alles so ausgeartet, will auch keinen Streit innerhalb der Familie hervorrufen, wenn der eine sagt, dass ich mitkommen soll (Oma - Frau des Verstorbenen, mein Mann) und mein Schwiegerpapa sagt, ich darf nicht.

Sorry für den langen Post !!

Das ist doch quatsch
Es wird niemanden interessieren, ob du nun etwas abseits stehst oder nicht. Wenn es denn überhaupt auffällt, werden sich die leute innerlich fragen, warum du das machst, aber jeder wird andere sorgen haben, als das zum thema zu machen.
und sollte der kleine sich melden, wird es die anwesenden wenig interessieren. Die sind so mit sich selbst und der trauer beschäftigt.
ich finde deinen schwiegervater wirklich sehr unfair.

Geh der Witwe und deinem Mann zu liebe hin. Du hast auch ein recht darauf dich zu verabschieden, da kann sich dann der Schwiegervater schwarz ärgern wie er will

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. Februar 2015 um 17:36

Natürlich
Sollten wünsche auch respektiert werden. Aber in dem fall ist dann die Frage, welcher wunsch "ist mehr wert"
Man kann es nicht jedem recht machen..
So, die witwe möchte alle drei dabei haben, der sohn des verstorbenen nicht. Tja, da ist schon die erste Zwickmühle. welcher wunsch wiegt mehr?
Aufgrund der tatsache, dass die TE mit ihrem baby in der zeit vorm tod tagtäglich beim verstorbenen gewesen ist, würde ICH den Wunsch der Witwe respektieren.
Zudem glaube ich, dass der Schwiegervater zu einem gewissen Grad derzeit etwas irrational denkt. Natürlich soll er sich nicht während der Beerdigung ärgern, ich denke eher, dass er doch ein stückweit froh sein wird, wenn sie alle da sind.
M.M.n. überwiegt für mich auch das Recht, sich zu verabschieden. Diesen Abschied gibt es nur einmal und wenn man den verpasst, kann das eine ziemliche Lücke hinterlassen, die man nicht mehr füllen kann.

Aber ich sehe das Thema Beerdigung auch ein wenig abgestumpfter als andere.. ich habe über 3 Jahre lang mit Angehörigen das zukünftige Grab für den erst vor wenigen Stunden verstorbenen ausgesucht...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen