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Ot: beerdigungen

16. Juli 2014 um 19:53

Huhu,

Während ich meine tochter ins bett bringe, bin ich am nachdenken...
Wir waren heute auf einer Beerdigung eines Bekannten (83 Jahre alt). Dieser Mann gehörte 50 Jahre derselben Kirchengemeinde an. War ein ganz lieber Mann.
Mir fiel fast die Kinnlade runter,als ich hörte, dass der Pfarrer den Namen des Mannes falsch aussprach. Dann machte er noch Fehler in seiner Rede, die sogar ich erkannte. Also echt... Seine arme Frau. Wenn nicht der Pfarrer dieser Gemeinde, wer sollte dann die Rede richtig halten? Und dazu schwafelte er völligen Unsinn von der wm und solchen kram. Was hat das denn bitte damit zu tun? Echt...

Ich dachte immer, bei meiner Mutter wäre eine Ausnahme gewesen. Wir mussten einen freien Redner nehmen, da sie aus der Kirche ausgetreten war. Der sprach ihren Namen (deutsch) falsch aus, machte Fehler, sagte meinen Namen falsch usw. Dazu wurde auch noch ein falsches, völlig nicht zu meiner Mutter passendes Lied gespielt, obwohl wir eine cd gebrannt hatten mit 3 Liedern hintereinander. Ich war so ärgerlich, dass ich sogar aufgehört hatte zu weinen und mich nur noch geärgert habe.

Jetzt mal ernsthaft. Im Studium oder sonst in allen Berufen, die etwas mit Vorträgen zu tun haben, bereitet man sich vor. Übt mal, liest drüber, ob sich Fehler eingeschlichen haben. Und GERADE Personen, die mit Trauernden arbeiten, sollten das doch tun.
Das hat sowas von "Massenware Beerdigung"... Egal ob Fehler oder nicht.
Wenn ich daran denke, möchte ich bestimmt nicht SO beerdigt werden. Mit Fehlern und allem. Ja, diese Personen sind auch nur Menschen, aber solche Fehler wären ja mit etwas Vorbereitung vermeidbar.
Ich finde das nicht respektvoll den Toten gegenüber... Sowas ärgert mich.

Gut, dass ich mich zum Diamanten pressen lasse, nach meinem Tod. Da entfällt sowas. Ich will ne Abschiedsparty

Sorry fürs OT aber ich wusste nicht, wohin mit meinen Gedanken.

Pixi

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16. Juli 2014 um 20:00

Das ist
Echt blöd sowas... Maaaaann

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16. Juli 2014 um 20:05

Sowas darf nicht passieren!
ich finde das ganz schlimm, gerade wenn dieser Mann 50 Jahre lang in dieser Gemeinde war, sollte der Name doch kein Problem sein.
Jeder Mensch ist was Besonderes und das hört auf bei seinem Sterben nicht auf.

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16. Juli 2014 um 20:05

Hm,
ich seh das alles ein bisschen anders.
Klar, sie lernen das. Sie lernen das Zuhören, das Predigt schreiben, das Predigen an sich...

Aber Pfarrer, Pastoren, Diakone und Diakoninnen sind auch nur Menschen...
Und Menschen machen Fehler...

Es ist für Angehörige natürlich schade und traurig...
Aber stellt euch einfach mal die Situation vor:

Mein Papa, Pfarrer. Hatte vor zwei Jahren 7 Beerdigungen in einer Woche...
Er hat sich wirklich größte Mühe gegeben allen gerecht zu werden. Dennoch hat er den Namen eines der Verstorbenen falsch ausgesprochen...


@Rebecca:
wohnst du in Bayern?
Weil du schreibst eine Diakonin hätte deine Oma beerdigt.

Liebe Grüße

Keri

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16. Juli 2014 um 20:07

Hmm
Eigentlich gibt es ja immer trauergespräche vor den beerdigungen, damit solche fehler nicht passieren
also ich würde mich da auch auf jedenfall beschweren. Gut, die beerdigung ist vorbei, aber man kann das doch trotzdem nicht so stehen lassen

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16. Juli 2014 um 20:09

Also ich kann
deine verärgerung verstehen. Wäre es mir so passiert wäre ich sicher stinkwütend... Aber bei meinem vater und meinen großeltern sind da keinerlei fehler aufgetreten und alles so abgelaufen wie es geplant war...

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16. Juli 2014 um 20:14
In Antwort auf kathie_11984038

Hm,
ich seh das alles ein bisschen anders.
Klar, sie lernen das. Sie lernen das Zuhören, das Predigt schreiben, das Predigen an sich...

Aber Pfarrer, Pastoren, Diakone und Diakoninnen sind auch nur Menschen...
Und Menschen machen Fehler...

Es ist für Angehörige natürlich schade und traurig...
Aber stellt euch einfach mal die Situation vor:

Mein Papa, Pfarrer. Hatte vor zwei Jahren 7 Beerdigungen in einer Woche...
Er hat sich wirklich größte Mühe gegeben allen gerecht zu werden. Dennoch hat er den Namen eines der Verstorbenen falsch ausgesprochen...


@Rebecca:
wohnst du in Bayern?
Weil du schreibst eine Diakonin hätte deine Oma beerdigt.

Liebe Grüße

Keri

Sorry
Aber selbst 7 Beerdigungen in einer Woche rechtfertigen das nicht (meine Meinung). Ich bin Lehrerin und tolerant, wenn es um Fehler geht. Aber in solchen Situationen darf das nicht sein. Man sagt das nicht auswendig, hat den Text dabei. Da kann man sich auch bei Unsicherheiten was daneben kritzeln, lautschrift oder so, bei Namen oder so.

Fehler, die durch mangelnde Vorbereitung entstehen, finde ich nicht (so leicht) entschuldbar. Sorry...

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16. Juli 2014 um 20:20
In Antwort auf pixidust82

Sorry
Aber selbst 7 Beerdigungen in einer Woche rechtfertigen das nicht (meine Meinung). Ich bin Lehrerin und tolerant, wenn es um Fehler geht. Aber in solchen Situationen darf das nicht sein. Man sagt das nicht auswendig, hat den Text dabei. Da kann man sich auch bei Unsicherheiten was daneben kritzeln, lautschrift oder so, bei Namen oder so.

Fehler, die durch mangelnde Vorbereitung entstehen, finde ich nicht (so leicht) entschuldbar. Sorry...

Ich
kann deinen Ärger gut verstehen, glaub mir!

Dennoch halte ich Fehler für menschlich und sie können schlichtweg passieren...

Da kannst du dir noch so viele Notizen irgendwo hinkritzeln...

Und leider spreche ich da aus Erfahrung...


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16. Juli 2014 um 20:24

Wie alt war denn
Der Pfarrer? Manche sind auch älter, die Gedächtniskeistung nimmt.
LG

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17. Juli 2014 um 20:21

...
Hallo
Ich muss mich hier mal kurz einklinken. Ich habe lange selbst als Bestatterin gearbeitet und bin sehr geschockt von solchen ,,Fehlern".
Ich frage mich gerade wie man ein verstorbenen falsch in den Sarg legen kann?!
Ich meine das sieht selbst ein ungelernter
Oder das das grab zu klein ist
Mir fällt da alles aus dem gesicht.

Ich habe selbst Familienmitglieder beerdigt und ,,Fremde" nie sind mir solche Fehler unterlaufen. Nachkontrolle ist alles.
Ich habe auch Trauerschleifen auf gesteckten noch 1h vor beginn ändern lassen

Hoffe ich bin da keine ausnahme die sich noch mühe gibt

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17. Juli 2014 um 21:03

Bei der Trauerfeier meiner Großmutter gab es das auch.
Der Redner hat sie ausschließlich bei ihrem ersten Vornamen genannt, obwohl sie den hasste und niemals benutzte - manche kannten den Namen nicht einmal und wussten bis dato gar nicht, dass ihr Rufname eigentlich der Zweitname war. Zudem enthielt die Rede auch inhaltlich einige grobe Schnitzer.

Der Typ war aber nicht von der Kirche, sondern vom Bestattungsinstitut. Bei der Urnenbeisetzung war ich nicht, vielleicht haben die es da besser hinbekommen.

Ich hoffe sehr, dass man sich später bei meiner Omi und meinen Eltern mehr Mühe gibt, oder wir Kinder vielleicht die Kraft haben, die Reden selbst zu halten. Und ich selbst möchte auch nicht unbedingt falsch benannt oder beschrieben werden, obgleich ich es dann nicht mehr mitbekomme - diese Reden sollen den Trauernden ja helfen, den Verlust zu verarbeiten. Wenn sie falsch oder gar unfreiwillig komisch sind, verfehlt das irgendwie den Zweck. Einfach nur peinlich und ärgerlich.

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