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OT: Betriebsrätinnen oder "Personaler" hier ?

Letzte Nachricht: 12. August 2013 um 20:41
T
tanja_12548683
12.08.13 um 19:25

Hallo Ihr Lieben,

ich hab da mal ne Frage ....

Vielleicht ist jemand unter Euch im Betriebsrat oder im Personalwesen und kann mir weiterhelfen ?!

Folgender Sachverhalt:

in der Abteilung, in der ich arbeite, werden aufgrund des massiven Arbeitsvolumens immer wieder Überstunden beantragt und von Seite des Betriebsrates auch genehmigt. Als "Überstunde" gilt allerdings nur die Zeit, die die Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden überschreitet.

Beispiel: wenn in einer Woche 40,5 Stunden gearbeitet werden, bekommt der Arbeitnehmer 2,5 Überstunden vergütet (Freizeitausgleich oder Bezahlung) >> 2 Stunden Mehrarbeit plus 25% zusätzlich, da Überstunden-Regelung.

So weit, so gut.

Nun sind jedoch in unserem Bereich viele Teilzeitkräfte beschäftigt, die unter 100 % beschäftigt sind. Ich auch.

Wir können von dieser Überstunden-Regelung (Zuschlag 25%) gar nicht profitieren, weil wir niemals über die zugrunde gelegte Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden "hinauskommen".
Dennoch machen auch wir Überstunden - soweit dies jeweils möglich ist. Zusätzliche Vergütung ? Is nicht.

Beispiel: meine Wochenarbeitszeit beträgt 16 Stunden. Oftmals arbeite ich 20 Stunden oder mehr. Sind also 4 Stunden über meiner persönlichen Wochenarbeitszeit. Ich bekomme 4 Stunden gut geschrieben. Ein Kollege, der in Vollzeit arbeitet und ebenfalls in einer Woche 4 Überstunden macht >> richtig, der bekommt 5 (!) Stunden gut geschrieben.

Es ist ein großes Unternehmen, in dem ich arbeite. Jeder Mitarbeiter hat ein "Zeitkonto", welches mit dem Ein-und Ausstempeln aktualisiert wird, und in welchem auch die Wochen(über)stunden abgelesen werden können. Das Ganze ist automatisiert bzw. programmiert.

Ich habe schon bei Vorgesetzten reklamiert, dass diese Regelung eindeutig zum Nachteil aller Teilzeitkräfte ist, denn diese können i.d.R. die Wochenarbeitszeit einer Vollzeitkraft NICHT übersteigen und sind damit von den Vorteilen der Überstundenregelung ausgeschlossen.
Ich stieß bisher auf Blablabla: er würde überprüft, es wurde überprüft, es sei zu aufwändig für Teilzeitkräfte "Sonderregelungen" zu schaffen.

Ich aber habe das Gefühl, dass wir kräftig verschaukelt werden.

Haben wir nicht auch das Recht, die Überstunden, die wir als Teilzeitkräfte leisten, adäquat vergütet zu bekommen ?
Nur weil meine Wochenarbeitszeit geringer ist, heißt das im Umkehrschluss doch nicht, dass meine Überstunde weniger wert ist wie die des Kollegen, der eben die 38,5 Stunden Woche hat ?

Wer kennt sich hier aus und kann mir sagen, ob ich hier völlig falsch liege und alles rechtens ist oder ob wir hier einfach ein Stück weit über den Tisch gezogen werden ??

Vielen Dank an alle, die es bis hier geschafft haben

Liebe Grüße
Friederike

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G
gerda_12732665
12.08.13 um 19:41

Huhu
Kenn mich nicht wirklich aus... Arbeitest du im Handel? Bei uns kann man sich die Überstunden auszahlen lassen (soweit ich weiß aber nur zum normalen Stundenlohn), oder eben Freizeit nehmen...


Ihr müsstet doch auch einen Betriebsrat haben?


LG

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T
tanja_12548683
12.08.13 um 19:53


.. kannte ich nicht, gleich mal als Lesezeichen gesetzt

Es ist auch bei Vollzeitkräften so, dass nicht JEDE Überstunde gezählt wird, sondern nur die, die am Ende der Woche die Wochenarbeitszeit überschreiten.

Vereinfacht: (Vollzeit)Mitarbeiter XY macht Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils eine Überstunde. Freitag hat Oma Geburtstag und Mitarbeiter XY geht früher, sodass er 2 "Minusstunden" macht.
>> es werden ihm dann nur 2,5 Überstunden (2 Überstunden plus 25%) vergütet.

Mir scheint jedoch, dass ich mich nicht so ganz auf dem Holzweg befinde

Danke !

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T
tanja_12548683
12.08.13 um 19:59
In Antwort auf gerda_12732665

Huhu
Kenn mich nicht wirklich aus... Arbeitest du im Handel? Bei uns kann man sich die Überstunden auszahlen lassen (soweit ich weiß aber nur zum normalen Stundenlohn), oder eben Freizeit nehmen...


Ihr müsstet doch auch einen Betriebsrat haben?


LG

...
... nee, kein Handel. Büro

Seit ungefähr 3 Jahren herrscht bei uns stets "erhöhter" Arbeitsbedarf. Alle bleiben länger, alle schuften mehr. Die Mehrarbeit wird immer 1:1 vergütet: bleibe ich 1 Stunde länger, wird mir 1 Stunde auf meinem Zeitkonto als "Plus" gewertet.

In unregelmäßigen Abständen (meist wenn die Zeitkonten der Mitarbeiter explodieren mit "Plus-Stunden") wird beim Betriebsrat eine Überstundenregelung beantragt und zu 99% dann auch genehmigt. Diese besagt, dass die "Plus-Stunden"
nicht 1:1, sondern 1:1,25 vergütet werden. Für 1 Stunde Mehrarbeit bekommt man auf dem Zeitkonto also 1 Stunde 15 Minuten gut geschrieben >> gilt ABER nur für die Stunden, die die Wochenarbeitszeit einer Vollzeitrkraft (35,8 Stunden) überschreiten ...

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C
calina_12555852
12.08.13 um 20:10

Klingt komisch
Also bei uns war das so, dass jeder alles was über seine, ich nenn das mal persönlichen 100 prozent, hinausgeht, bezahlt bekommt, bzw aufs gleitzeitkonto plus bisschen zuschlag. Beispiel 35 stunden woche, 37 gearbeitet gleich 2 überstunden; oder 20 stunden woche, 22 gearbeitet auch gleich zwei überstunden.
Alles andere wäre ja unfair

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M
media_12638567
12.08.13 um 20:40

Hallo
Wenn ihr einen BR habt, dürfte es da auch eine Betriebsvereinbarung zu dem Thema geben. Ist dir sowas bekannt?
Aus meiner Sicht, und ich bin Personaler, bist du vollkommen im Recht. Man müsste das Verhältnis von 40 zu 38, 5 Stunden entsprechend auf deine 16 Stunden übertragen, so dass du dann auch den Zuschlag bekommst. Bleib dran wenn das Überstunden machen bei euch der Dauerzustand ist.

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M
media_12638567
12.08.13 um 20:41
In Antwort auf calina_12555852

Klingt komisch
Also bei uns war das so, dass jeder alles was über seine, ich nenn das mal persönlichen 100 prozent, hinausgeht, bezahlt bekommt, bzw aufs gleitzeitkonto plus bisschen zuschlag. Beispiel 35 stunden woche, 37 gearbeitet gleich 2 überstunden; oder 20 stunden woche, 22 gearbeitet auch gleich zwei überstunden.
Alles andere wäre ja unfair

Genau
So mein ich das auch

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