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OT: Beziehungsflaute, überstehn oder gehn?

18. April 2013 um 9:24

Mmh, wo fang ich nur an
Ich versuchs mal und auch das es nicht zu lang wird.

Wie seht ihr das, bzw. wem geht es ähnlich?

Wir,mein Mann und ich sind seit 9 Jahren ein Paar, seit 3 Jahren verheiratet.
Kennen uns aber schon seit 13 Jahren.

So, nun war er eigentlich immer mein Traummann, ihn wollt ich haben, sonst keinen.

Mittlerweile nach einer Tochter und einem stressigen Hausbau sowie Einzug in ein neues Leben, ein Leben in seiner gewohnten Umgebung und auch eher allgemein in SEIN Leben, fühle ich mich mmmhh, jedenfalls nicht gut.

Eigentlich sollte es unser gemeinsamer Traum sein, ich wollte es natürlich genauso wie er, ABER irgendwie ist es einfach mehr sein Traum und mein Alptraum.

Er geht nach wie vor seinen Interessen nach, ist wenig zuhause und ist er es mal, wird sich auch nicht gross unterhalten sondern meistens diskutiert.

Zu seinem Kind ist er der beste Papa überhaupt, er liebt sie abgöttisch.
Ob er mich noch liebt, keine Ahnung? Liebe ich ihn noch, keine Ahnung?

Zwischenmenschliches gibt es kaum noch, aber auch weil ich nicht mehr will.
Wie soll ich mich ihm öffnen, wenn mein inneres sich verweigert?

Gespräche führen immernur ins Leere, evtl. mal eine Ehetherapie? Aber ob er das genauso sieht? Er ist kein grosser Redner.

Glück sieht jedenfalls anders aus!
Das Haus ist noch nicht fertig und wird es auch die nä. Jahre nicht, Geld steht auch nicht unbedingt immer zur Verfügung und man lebt eigentlich nebeneinander her.

Meine Fragen, die im Moment immer und immer wieder durch meinem Kopf schiessen:

Soll ich bleiben, soll ich das mit ihm durchstehn?
Schliesslich gab man sich ja ein Eheversprechen, in Guten wie in schlechten Tagen, bis das der Tod....usw.!
Soll ich weiterhin zurückstecken, nur damit unser Kind bei beiden aufwächst, sie liebt ihren Papa ebenso abgöttisch?
Würde ich gehen, bräuchte ich mich hier nicht mehr blicken lassen, seine Familie würde mich verachten.
Mein dünnes Nervenkostüm hält das nicht aus, schliesslich kann und will ich ihnen ja ihr Enkelchen auch nicht vorenthalten.

Kurzum, ich tue eigentlich immer nur das , was den anderen recht ist, mache alles um alle anderen zufrieden zu stellen, aber ich leide innerlich und ich weiss nicht wie lang der Krug noch zum Brunnen geht, bis er bricht....

Eigentlich hab ich das alles hier schon aufgegeben, innerlich seh ich mich hier nicht alt werden nicht bei ihm und auch nicht in dieser Umgebung, dabei gefällt es mir schon hier. Grotesk oder?

Zuhause würde man mich genauso wenig aufnehmen, da es niemand verstehn würde, wieso ich gehe.

Ich wäre womöglich auf mich alleine gestellt und das ist auch ein Hauptgrund, warum ich das hier weiterhin ertrage.

Ich stecke mich und Bedürfnisse zurück, das andere ein schönes Leben haben,ok.

Da sich auch in der nä. Zeit garantiert nichts daran ändern wird, hoffe ich eigentlich viel mehr auf etwas Zuspruch.
Verständnis kann ich wohl nicht erwarten, aber vielleicht kann man meine Situation versuchen etwas nachzuempfinden?
Vielleicht kommt irgendwann mal der Tag, wo es reicht, wo es mir auch egal ist, was all die anderen sagen oder tun, aber bislang werde ich hier wohl so ausharren.

Oder vielleicht wird es auch irgendwann wieder besser und meine negativen Gedanken sind dann pasé?
Ich will an das Gute glauben...ich versuche es zumindest!
So und nun dürft ihr gerne euren Senf dazu geben, schliesslich will ich das ja auch so .
Danke!

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18. April 2013 um 9:39

Hallo
das klingt alles ziemlich traurig. Hast du denn auch einen Ausgleich zum Familienalltag, gehts du arbeiten, hast du Hobbies? Wenn einer immer auf Achse ist und der andere in der Zwischenzeit nur zuhause sitzt, dann gerät man in einer Ehe schnell mal an seine Grenzen...ich kenne das.

Wir haben mittlerweile drei Kinder, trotzdem kann ich dreimal die Woche zum Sport, mein Mann auch und wir achten echt drauf dass zweimal die Woche am Abend der Fernseher aus bleibt, öffnen eine Flasche Wein und quatschen...auch dass ist am Anfang sehr mühsam gewesen, weil wir keinen Gesprächsstoff hatten, mittlerweile freu ich mich schon den ganzen Tag auf unsere Plauderstunde am Abend.

Ich würde das was du hier im Forum geschrieben hast auch deinem Mann schreiben, als Mail oder Brief, mit der Bitte es mal sacken zu lassen, nicht gleich darüber zu diskutieren sondern vielleicht einen Termin zu vereinbaren, am Wochenende oder so wo man über diesen angestauten Frust sprechen kann, sprechen, nicht streiten oder diskutieren.

Wirf deine Ehe nicht gleich weg. Kleine Kinder und Hausbau sind die Beziehungskiller Nr. 1, mach dir das bewusst und versuch eine neue Richtung einzuschlagen.

Alles Liebe, Kopf hoch.

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18. April 2013 um 15:18

Versucht
es doch mal mit miteinander Reden. Und wenn es ihm schwerfällt oder auch Dir, einfach mal die Pobacken zusammen kneifen und los.

Erzählt Euch gegenseitig, was ihr fühlt, was ihr Euch wünscht usw. und hört Euch auch gegenseitig zu.

Anders wirst Du oder ihr nicht herausfinden, wie es weiter geht.

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18. April 2013 um 15:34

Ist es wirklich eine Flaute?
Von einer Flaute spricht man, wenn es vorher viel Wind gegeben hat der das Schiff angetrieben hat.
Es hört sich jedoch so an, als ob es schon sehr lange so geht oder?

Wie alt ist das Kind und mich würde auch interessieren, ob Du arbeitest, das Kind betreut wird und ob da ein Freundeskreis vorhanden ist bzw. was Du so alles machst.

Du hast sehr viel von IHM berichtet, wenig von Dir.

Du schreibst davon dass es Dein Alptraum ist. Was genau ist so alptraumhaft, denn die von Dir beschriebenen Dinge finde ich zwar nicht zufriedenstellend, jedoch nicht wirklich alptraumhaft.

Eine Beziehung aufrecht und in Schwung zu halten, ist die Angelegenheit von beiden Partnern, also auch Deine. Auch Du kannst Dir Gedanken machen, was ihr tun könntet.

Arbeiten tut schon mal sehr gut, also wenn Du es noch nicht tust, dann solltest Du daran denken. Außerdem könntest Du Dich selbst verwirklichen indem Du Kurse belegst oder Dich beruflich fortbildest.

Es ist auch an Dir Ansprüche zu stellen.
Wenn Du wegen dem Kind diese Entwicklung zeitlich nicht bewerkstelligen kannst, solltest Du den Anspruch stellen, dass er auf das Kind aufpassen soll, während Du unterwegs bist.
Schaffe Dir ein Umfeld, eines mit dem Du Dich abends verabreden kannst, er passt aufs Kind auf. Ansprüche sind sehr wichtig, wenn man sie nicht stellt, nimmt sich der andere den dadurch frei gewordenen Raum für sich selbst ein.

Wie unabhängig oder abhängig bist Du von ihm, was für ein Deal wurde zwischen Euch geschlossen, sowohl partnerschaftlich, etwas klassische Rollenverteilung und auch existentiell, indem er alle Kosten alleine trägt?

Wie alt warst Du als ihr zusammen gekommen seid und wie alt war er? Warst Du da schon fertig mit Deiner beruflichen Ausbildung/Qualifikation?

Also es ist wichtig dass Du auch eine eigene Persönlichkeit entwickelst. Im vorzuhalten, dass er eine hat und sie auch auslebt ist nicht Sinn der Sache, wenn man es selbst nicht geschafft hat, da etwas für sich aufzubauen.
Daran solltest Du arbeiten.

LG

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19. April 2013 um 0:18

Sorry
das ich jetzt erst zurück schreibe, eher gings leider nicht.

Also ich versuche mal, möglichst alle Fragen zu beantworten.
Ja ich habe eine Arbeit, auf 450 Euro Basis.

Gespräche bringen momentan irgendwie nix, meistens drehen wir uns im Kreis, weil keiner so recht nachgeben will.

Ich seh es einfach langsam nicht mehr ein, immer auf ihn zuzugehen und das Gespräch zu suchen.
Er lebt sein Leben einfach weiter, so wie immer, nimmt selten auf mich und meine Bedürfnisse Rücksicht.

Das äussert sich in vielen Dingen, z. B. das er seiner Nebenbeschäftigung nachgeht, gut, es bringt natürlich auch Geld, das wir dringend brauchen, aber der Preis ist wirklich hoch.

Wir sehen ihn ja kaum und Unternehmungen gibt es fast keine und wenn, dann meistens ohne ihn.

Naja manchmal glaub ich schon noch an eine Zukunft, aber weil es einfach nicht besser wird und er auch null dafür tut, seh ich das langsam in die Ferne schweifen.

Oder auch noch ein ganz typisches Beispiel, er ist ein echter Dorfjunge, ergo, er interessiert sich nicht fürs Schöne, fürs Detail, ich glaub er macht das nicht absichtlich, er ist einfach so, aber das macht mich so wahnsinnig, sein nullachtfünfzehn Ding immer.

Das mag jetzt etwas oberflächlich klingen, aber jeder will doch für seinen Partner gut aussehn und auch sexy wirken.
Naja, ich hab ihm schon oft gesagt (im Guten), das mir seine Brusthaare nicht gefallen, aber er hat sie noch nie abrasiert und das macht er auch nicht.

Naja und weil er auf lange Haare steht, hab ich sie mir extra kurz schneiden lassen!

Ich hab manchmal den Eindruck,als sei ich ihm als Frau egal geworden?
Ich bin natürlich nicht mehr die, die ich vor der Schwangerschaft mal war, aber ich versuch mir echt Mühe zu geben.

Dann trägt er selten mal ein Parfüm auf, und gerade im Sommer schwitzt er schon arg.
Er duscht zwar täglich, so das halt die Grundhygiene gemacht ist, aber das er mal seine Nägel etwas pflegt, gerade wenn er auf dem Acker war und die total schwarz sind, nö, macht er nicht.

Ich hab den Eindruck,ich bin ihm das einfach nicht wert!
Aber ganz ehrlich, er braucht sich dann auch mal nicht wundern, wenn ein anderer kommt!
Ich fordere das weiss Gott nicht heraus, aber es gibt keine Garantie und gerade wenn er rein gar nix ändert.

Ich bin jetzt auch keine, die täglich Stunden vor dem Spiegel verbringt, aber ich versuch schon, zumindest einigermassen attraktiv für ihn zu sein.
Mmh.

Wie gesagt, er ist echt ein toller Papi, aber das wars auch momentan schon.

Wir leben seitdem wir Haus gebaut haben, nur noch nebeneinander her.
Wann zum letzten mal die berühmten Wörter fielen, weiss ich schon gar nicht mehr, aber es ist ewig her.

Der Sex ist auch nur noch ein rein,raus und fertig, null prickeln, null erotisch, einfach mal eben die Beine breit machen.

Gott bin ich frustriert, aber jetzt weniger wegen dem Sex, sondern eher weil mich diese ganze Situation so nervt.

Wie soll das bloss weitergehn?
Sachen packen und einfach gehen, kann ich einfach nicht.
Lieber harr ich aus und seh wie es sich entwickelt.
Schon allein meiner Maus zuliebe und natürlich dem lieben Frieden willen.

Ich mein, wenn er sich wirklich Mühe geben würde, dann würd die Chance logischerweise nutzen, aber es kommt eben einfach nix von ihm.
Die ganze Miserie ist einfach schon zu festgefahren, als das einer auf den anderen zugeht, schade.
Ich kann und will aber irgendwie auch nicht (mehr) auf ihn zugehen.
Wenn immernur die eine Maus den Speck fängt und die andere nur frisst, bringts das nicht.

Oh maaaaaan......WTF!!!!

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19. April 2013 um 0:23

Natürlich was vergessen
was mich aber gerade auch voll ankotzt, ist sein Chaos und die unnötige Arbeit, die er mir macht!

Ich mein gerade, ich hab zwei Kinder zuhause und nicht nur eins.
Und langsam find ich das nicht mehr lustig, aber auch da nimmt er mich nicht ernst.
Er übergeht mein mittlerweile wirklich böses Gemecker, aber einfach aus dem Grund, da es ja im Guten NICHT fruchtet!

Und nein, es macht mir wahrlich keinen Spass, meinen eigenen Mann immer anzumaulen und ihn seine Sachen nachzuräumen.

Liegen lassen bringt nicht, das liegt bei ihm gut.
Und ich brauch Ordnung!
Er weiss das natürlich!
Auch da gilt wieder, die Liebe zum Detail.
Klar räumt auch er mal was auhttp://static.afcdn.com/world/communaute/forum/imforum/smiley/g28.giff bzw. weg, aber die Frage ist dann WIE und WOHIN?!
Dann kann ich es auch gleich selber machen und muss nicht nochmal nachrennen, !
Tja, wie ihr seht, wirklich festgefahren......ob es da noch einen anderen Ausweg ausser zu gehen gibt?
Ja sicher, bleiben und so weitermachen, was ich ja auch tue.

Wenn das nur meine einzigste Baustelle wäre......aber nöööööö, das reicht ja noch nicht!!!!

Sorry aber es tut gut, sich mal irgendwo auskotzen zu können.

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19. April 2013 um 10:39

Naja
dein Ausgangsthread klang für mich einfach traurig oder auch frustriert, das was du aber geantwortet hast klingt eher nörgelig.

Ganz ehrlich, mir tut dein Mann ein wenig leid, er kann dir ja scheinbar nichts recht machen. Er arbeitet nebenbei um vielleicht schneller die Schulden des Hausbaues zu tilgen und zu Hause wird genörgelt weil er so viel arbeitet.

Dann der nächste Punkt das er seine Sachen rumliegen lässt, okay, kann man sich dürber ärgern, geht mir genauso, aber das ist doch kein Trennungsgrund, dass ist der ganz normale Beziehungsalltag, lies mal hier im Forum quer, es ist fast überall das Gleiche. Bei mir ist es genauso, Socken, Unterwäsche etc. werden prinzipiell im Bad auf dem Boden liegengelassen anstatt in den Wäschekorb geschmissen zu werden, ich habe es gefühlte 1000mal angesprochen, mittlerweile ignorier ich dieses Gefühl von Ärger, schmeiß es rein, kostet mich 3 Sekunden meiner Zeit, mein Ärger kostet mich viel mehr.

Dass du erwartest dass sich dein Mann die Brusthaare rasiert find ich gelinde gesagt bekloppt. Würde mein Mann von mir etwas ähnliches verlangen würde ich ihm was erzählen. Hat er sich früher einer Ganzkörperrasur unterzogen und macht es jetzt nicht mehr, okay könnte man vielleicht mal ansprechen, aber solange es nicht unhygienisch ist hat man da meiner Meinung nach kein Mitspracherecht, auch nicht als Ehepartner. Aber es liest sich ja so, als würden dich die Haare erst seit kurzem stören.

Gehen wir also in medias res, du erwartest dir mehr Aufmerksamkeit, Liebe, Sex, Romantik, einfach schöne Stunden mit deinem Mann, was bietest du dafür....so wie es sich liest eine "nörgelige Tussi" (überspitzt formuliert, ich möchte dich hier keinesfalls beleidigen, sondern dir vielleicht die Perspektive deines Mannes zeigen). Dein Mann ackert sich ab um euch dieses Leben zu ermöglichen und du erwartest dass er sich die Brusthaare rasiert und die Nägel schön hat.

Mein Tipp für dich. Gewisse Dinge kann man schon erwarten, für mich ist ein freier Tag die Woche Pflicht, den man gemeinsam als Familie verbringt. Da würde ich persönlich auf die Barrikaden gehen, mir ist unser Familiensonntag im wahrsten Sinne des Wortes heilig. Alles andere glaub ich ist aufgestauter Frust den du auf deinen Mann überträgst, wobei er von Außen betrachtet nichts dafür kann. Das Bemühen um eine Beziehung muss von beiden Seiten kommen, vielleicht machst du den ersten Schritt, nimm dir vor eine Woche nicht zu meckern, sei nett, koch was er gerne hat usw, oft steigert dass die Bereitschaft beim Gegenüber auch nett und zuvorkommend zu sein.

LG (ich hoffe ich war nicht zu hart zu dir)

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