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OT - mama sein und svv.

21. August 2012 um 1:25

ich leide seit über 10 jahren an borderline & schweren depressionen. ziemlich typisch dafür ist ja unter anderem das selbstverletzende verhalten.
mir gehts aktuell, trotz medikamenten, nicht so gut & ich verletze mich wieder häufiger selbst. gott sei dank hab ich nun einen stationären therapieplatz in aussicht.

mein linker arm ist stark vernarbt, werde auch oft angeschaut oder sogar angesprochen. hauptsächlich schneide ich mich, teilweise recht tief, aber ich verbrenne oder schlage mich auch. nun hab ich mich vor einigen tagen wieder geschnitten und natürlich ist das meiner tochter (3 jahre) aufgefallen. sie weiß, dass es der mama nicht so gut geht & ich bald ins krankenhaus muss. trotzdem tut es weh, wenn sie da steht, meinen arm streichelt und "mama, du darfst dir nicht mehr aua machen!" sagt...
sowas darf und soll sie nicht sehen müssen, nicht mitmachen müssen. deshalb hoffe ich, in der klinik, auf dem schnellsten weg von diesem scheiß loszukommen.

gibts hier andere mamas, die sich selbst verletzen? wie erklärt ihr das euren kindern, wenn sie euch ansprechen, fragen stellen? seid ihr ehrlich, natürlich so kindgerecht wie möglich, oder sagt ihr, ihr wärt hingefallen ect.?

würde mich über antworten freuen
liebe grüße, lena

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21. August 2012 um 1:51

Ich habs im Griff mittlerweile, Borderlinerin, über 10 Jahre Therapie(versuche)
keine Medis mehr, ausser im Notfall, Moodstabilizer nach bedarf, wenn ich das Gefühl habe, ich hab ne schlechte Phase.

Ich habe Narben, Unterarme, Arme, Hals.
Und nicht Äußerlich sichtbare Narben, man lernt ja, den Kram zu verstecken

Erklaeren: Mama ist krank, nicht schlimm, nur keine Sorge, es sieht dolle schlimm aus, so wie Nasenbluten doll schlimm aussieht, aber ist ja gar nicht so schlimm (Kind hatte auch schon Nasenbluten, war also ein sehr naheliegender Vergleich)

Mitbekommen hat meine Grosse nie, wie ich mich selber verletzt habe, seit meiner zweiten Schwangerschaft bin ich relativ stabil.

Lügen und bagatellisieren finde ich für mich falsch, ich gehe in meinem Freundeskreis sehr offensiv mit meiner Situation um, weil es für mich persönlich der Beste Weg ist, ich werde IMMER damit kämpfen, es wird immer da sein, mein Kind darf davon kindgerecht wissen, soll aber möglichst wenig drunter leiden oder es tatsächlich irgendwie mitbekommen.

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21. August 2012 um 1:55

Das Problem ist,
es besteht immer die "Gefahr" dass das Kind das miterlebt, wie man sich selbst verletzt

Und der andere Faktor ist, das ist eine Krankheit, die einen ein Leben lang begleitet, das heisst, es ist ein FAKTUM in deinem Leben, irgendwann ist dein Kind alt genug, zu verstehen und wissen, was da vor sich geht, und dann kommt die Wut und Enttäuschung darüber, dass Mama einen Jahrelang eiskalt ins Gesicht gelogen hat.

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21. August 2012 um 1:56

Sie wird übe kurz oder lang damit konfrontiert werden und HILFE ist relativ
Borderline ist NICHT heilbar, Borderline kann in Grenzen gehalten werden.
Man kann lernen, damit zu leben, damit (richtig) umzugehen, mehr nicht.

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21. August 2012 um 2:05

Die Veranlagung ist wohl (sicher ist nichts bewiesen) angeboren
es bricht in der REgel in der Pubertaet aus, oder durch traumatisierende Erlebnisse.

Meine Mutter hat selber starke Züge von Borderline, wobei bei ihr, da sie nie eine Therapie fortgeführt hat, keine sichere Diagnose gestellt wurde.

Gleiches gilt für meine Grossmutter.

Man geht nach momentanem Stand der Dinge von der Theorie aus, dass die Veranlagung mütterlicherseits weitergegeben wird, durch Äußerliche Faktoren verstärkt und / oder zum Ausbruch gebracht wird.
Wo es genau herkommt, weiss man nicht sicher, man hat nur diese Theorie, weil auf der Ahnenlinie uetterlicherseits starke emotionale und psychische Instabilität gehäuft auftritt, wenn man eine Diagnose von Bordellen zurückverfolgt.

Heilung im medizinischen Sinne gibt es hier nicht, es ist eine Diagnose, die bleibt, die "in den Griff" bekommen oder "Kontrolliert" werden kann, bzw mit der man sich per Therapie und/ oder Medikamente bestmöglich arrangieren kann, die aber immer präsent ist.
Oft schubartig, was die Kontrolle oft sehr schwermacht.

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21. August 2012 um 2:13

Borderline ist
nach aktuellem Definitionsstand eine Persönlichkeitsstörung mit multiplen Symptomen, die die betroffene Person sehr stark in ihrer "Gesellschaftsfähigkeit" und in ihrem Aufbau und Erhalt eines stabilen sozialen Umfelds hindert, bzw. dieses sehr erschwert.

haeufig vorkommende Symptome sind:
- Selbstverletzung - Ritzen, Verbrennen, Kopf gegen die Wand stossen, Haare ausreissen etc

- grosses Destruktives Verhalten, alles will zerstört werden, Freundschaften, Partnerschaften, Zukunftsaussichten , das faengt bei Ladendiebstahl und Schuleschwaenzen an, bis hin zu massivem promiskuitivem Verhalten, das DAvonstossen von Personen, die einem Nahe sind (Dramaqueen)

- Impulsivitaet, Ueberstuerzte udn uneuberegte Verhaltensweisen

- Essstoerungen jeglciher art

- LMAA Verhalten, das stark depressiven Phasen gegenuebersteht

- die Unfähigkeit, soziale Beziehungen aufrecht zu erhalten, zumindest gesunde Sozialbeziehungen

- typisches Genie und Wahnsinn (zumindest in einigen Fällen)


im Grunde genommen zieht alles Handeln auf Selbstzerstörung aus, was natuelrlich massive Auswirkungen auf das Umfeld der Person hat



Beruehmte Personen, von denen angenommen wird, dass sie Borderliner waren (und die Liste spricht für sich)
Marilyn Monroe
Kurt Cobain
Amy Winehouse
Vincent Van Gogh
Adolf hitler

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21. August 2012 um 2:15
In Antwort auf juna_12063588

Die Veranlagung ist wohl (sicher ist nichts bewiesen) angeboren
es bricht in der REgel in der Pubertaet aus, oder durch traumatisierende Erlebnisse.

Meine Mutter hat selber starke Züge von Borderline, wobei bei ihr, da sie nie eine Therapie fortgeführt hat, keine sichere Diagnose gestellt wurde.

Gleiches gilt für meine Grossmutter.

Man geht nach momentanem Stand der Dinge von der Theorie aus, dass die Veranlagung mütterlicherseits weitergegeben wird, durch Äußerliche Faktoren verstärkt und / oder zum Ausbruch gebracht wird.
Wo es genau herkommt, weiss man nicht sicher, man hat nur diese Theorie, weil auf der Ahnenlinie uetterlicherseits starke emotionale und psychische Instabilität gehäuft auftritt, wenn man eine Diagnose von Bordellen zurückverfolgt.

Heilung im medizinischen Sinne gibt es hier nicht, es ist eine Diagnose, die bleibt, die "in den Griff" bekommen oder "Kontrolliert" werden kann, bzw mit der man sich per Therapie und/ oder Medikamente bestmöglich arrangieren kann, die aber immer präsent ist.
Oft schubartig, was die Kontrolle oft sehr schwermacht.

Sry fuer die Schreibfehler
das Thema ist emotional, es ist spät und mein Autokorrekt mag mich nicht.

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21. August 2012 um 2:23

Es kann bei dem Gegenüber zumindest so rüberkommen
ich kann von jetzt auf gleich wegen ner totalen Kleinigkeit ausflippen, da haette man im 18. Jahrhundert nen Exorzisten hergeholt und 2 Sekunden später bin ich ein sanftes Lamm jemand anderem gegenüber, ODER aber ich flippe aus (in welcher Weise auch immer) und stehe in dem Moment total neben mir, kann mich in dem Moment, trotzdem ich es besser weiss, nicht stoppen oder zurückhalten.
Solche Phasen können auch ne Weile andauern, dass man sich komplett anders verhält, als das Umfeld einen (bisher) kannte.

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21. August 2012 um 2:26

Zusatz, den ich mal vorneran setze Borderline ist KEINE Schizophrenie
Schizoaffektive Persönlichkeitsstörung wird auch gerne als Begriff genommen, darf aber nicht mit Schizophrenie verwechselt werden, da handelt es sich, trotz gleichklingender Namen und teils aehnlcihen Symptomen um zwei komplett unterschiedliche Krankheitsbilder.

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21. August 2012 um 2:43

Nichts zu danken
ich hatte auch nach der Trennung von meinem Ex ne gaaanz schlechte Phase
Therapie und vor allem der Wille zur Therapie ist das allerbeste und wichtigste.

Borderline ist schlimm und es ist nicht leicht, aber man ist kein hoffnungsloser Fall und kein Irrer.

Das ist ganz wichtig, dass man sich dessen bewusst ist und auch, dass das Umfeld das weiss.

Ich hab ne stabile, wenn auch sicher keine konventionelle Familie, aber eine GLÜCKLICHE und stabile Familie.

ein Stabiles Soziales Umfeld

Sichere berufschancen

eine gleuckliche, stabile und verständnisvolle Beziehung

Als Borderliner ist man nicht verdammt dazu, unglücklich zu sein oder andere unglücklich zu machen
Mein Umfeld hat es mit mir schwerer, als mit nem gesunden Menschen, aber keiner leidet und keiner ist unglücklich.
Es geht also.

Es ist ein täglicher Kampf, wenns grad schlecht läuft, aber kämpfen lohnt sich.


Deswegen liebe Seeking, du tust das Richtige, das wird schon werden, es braucht Zeit, aber es wird.
Ich wünsch dir von Herzen alles gute.

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