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OT: meine mutter und ich - die 2te

5. November 2014 um 9:25

ich hatte hier schon vor einer weile einen post, wo ich euch ja von dem streit zwischen mir und meiner mutter geschrieben habe. letztendlich endete das alles im kontaktabbruch.

so, nun hat mich gestern meine "tante" angerufen (sie ist nicht wirklich meine tante aber ich bezeichne sie so) und gefragt, was denn los sei, meiner mutter würde es ja so schlecht gehen und meine mutter hätte auch erzählt, was vorgefallen sei. meine tante möchte nun vermitteln, damit alles wieder ins lot kommt. aber ich weiß nicht, ob ICH es wieder ins lot bringen will. meine tante bat mich, über alles nochmal nachzudenken und dann mittels mail oder brief den ersten schritt zu machen, ich sei ja die jüngere und es wäre meine pflicht (ich hasse diese altbacken-ansichten). ich ihr dann erklärt, dass es meinerseits nichts mit sturheit oder stolz zu tun hat, sie hat mir sehr wehgetan und ich kann das einfach nicht so mir-nichts-dir-nichts vergessen.

jetzt sitze ich also wieder daheim und heule, weil mir das alles nach wie vor sehr nah geht. ich hab keine kraft für diesen unsinn und ich sehe auch nicht, warum ich jetzt den ersten schritt machen soll. immerhin hat sie mir ja all die hässlichen dinge an den kopf geworfen und sieht es nicht ein, sich zu entschuldigen. einerseits sagte sie bei unserem streit, sollten wir uns nochmal so streiten, brauchen wir keinen kontakt halten (was irgendwo im stillen einvernehmen ja eingetroffen ist, auch ohne streit), andererseits behauptet meine tante, es würde sie auch sehr belasten. ich meine, sie muss sich doch im klaren gewesen sein über diese konsequenz.

ich habe also darüber nachgedacht, ihr eine nachricht zu schreiben (brief oder mail) und ihr einfach mal die dinge zu erklären. sie kann mir nicht sowas an den kopf werfen und dann erwarten, dass ich einen auf friede-freude-eierkuchen mache. aber dann denke ich mir: warum soll ich mir denn die mühe machen? warum soll ich jetzt versuchen, alles zu erklären, wenn die vergangenheit gezeigt hat, dass es eh nicht besser wird zwischen uns. ganz im gegenteil, der friede währt nicht lang und es eskalliert immer schlimmer. es wird nichts ändern und ich habe einfach auch jegliches vertrauen verloren. vermutlich würde ich dann einfach innerlich immer auf der lauer liegen und nervös abwarten, wann sie denn die nächste bombe platzen lässt.

ich merke, ich möchte einfach nicht auf sie zugehen, ich möchte abstand zwischen uns, weil ich immer angst haben werde, dass sie mich wieder so derbe verletzt wie beim letzten mal. auch solche sprüche wie "irgendwann wirst du es bereuen" ziehen einfach an mir vorbei, ich verspüre kein schlechtes gewissen oder reue. es ist eine tiefe gleichgültigkeit eingetreten.

was würdet ihr an meiner stelle machen? würdet ihr einen letzten versuch unternehmen oder würdet ihr doch lieber die notbremse an dieser stelle ziehen und sagen "bis hier hin und nicht weiter"? ich wäre grad froh über jeden rat.

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5. November 2014 um 9:31

Ich halte es ganz genau so wie du mit deiner Mutter
Und werde es auch nicht mehr ändern. Es ist bei uns einfach zu viel vorgefallen, da verzichte ich gern auf jeglichen Kontakt zu meiner Mutter-sie ja auch.

Dir alles Gute weiterhin.

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5. November 2014 um 9:33

Ich würde ihr genau das schreiben
Das du Abstand willst . Das du nicht einsiehst warum du den 1, Schritt machen sollst, du Angst hast das es wieder eskaliert . Usw schreib ihr genau das. Keine Entschuldigung kein nix. Nur das du deine Ruhe willst, abstand brauchst usw. Und denn ist sie am Zug . Wenn Sie sich denn keine Gedanken macht , denn ist es wohl zu spät.
Alles gute und fühl dich gedrückt

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5. November 2014 um 10:09

Das tut mir echt leid
Ich bin sehr harmoniesüchtig gerade wenn es um Familie geht. Aber es gibt ja auch Grenzen. Ich kenne Deinen Fall leider nicht, aber ich würde es davon abhängig machen, ob Du wirklich wieder Kontakt möchtest. Wenn mich der Kontaktabbruch belasten würde, würde ich es nochmal versuchen. Obwohl es vielleicht ja in Deinem Fall nicht richtig ist den 1. Schritt zu machen...
Aber dass Du ihr schreiben möchtest, finde ich eine gute Idee

LG Jenny

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5. November 2014 um 10:46

Mmmh
Ich war mal an einem ähnlichen Punkt mit meiner Mutter, inkl. Kontaktabbruch. Meiner Oma zuliebe habe ich mich wieder gemeldet. Wir telefonieren so im Schnitt einmal im Monat und fahren vielleicht einmal im Jahr hin. Die Kinder bekommen die Probleme Gott sei dank nicht so mit. Aber ich bin emotional distanziert von meiner Mutter. Es ist mir egal was sie sagt und auch blöde Dinge belasten mich kaum noch. Aber ich kann auch niemals wieder emotionale Nähe zulassen mit ihr, denn dann würde es wieder eskalieren und ich leiden. Es war ein langer Weg für mich zu diesem Punkt zu kommen. Es funktioniert ganz gut, ich muss dran denken mich nicht über irgendwas zu freuen beim telefonieren, dann ist sie in Ordnung. Aber wenn man zu glücklich ist findet sie immer was um einen einen reinzuwürgen. Ich habe bis über 30 gebraucht dahinterzukommen. Seitdem klappt der oberflächige Kontakt der Kinder zu Liebe, die die Hundeoma gerne haben. Sollte sie aber jemals meien Kinder psychisch so fertig machen ist der Kontakt vorbei.

Vielleicht kannst Du ja ähnlich wie ich einen oberflächigen emotionslosen Kontakt wieder aufbauen. Das hängt davon ab was genau vorgefallen ist und ob Du es schaffst Dich zu distanzieren.

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5. November 2014 um 10:54

Mich belastet das alles ungemein
mich muss man nur auf den vorfall ansprechen und ich heule rotz und wasser. eigentlich möchte ich auch eine harmonische beziehung zu allen leuten, ich mag es nicht zu streiten aber in diesem fall ist das fass übergelaufen. da haben sich über die jahre so viele dinge angesammelt, über die man bei uns in der familie nie redet. alles ist super, probleme werden einfach totgetrampelt und damit sind sie dann aus der welt.

meine familie ist ja eh schon sehr zerrüttelt und irgendwie wird sie ständig kleiner. meine mutter hat 4 geschwister und mit keinem hat sie mehr kontakt, ihre schwester z.b. hat mit dem gemeinsamen burder sehr fiese sachen gesagt und damit endete die beziehung zueinander. zwar möchte die schwester gern wieder kontakt, meine mutter lehnt es kategorisch ab. ich kann es ihr aber auch nicht verübeln.

es ist also in der familie schon eine art roter faden erkennbar, weil niemand wirklich über probleme spricht. wenn es mal zur sprache kommt, überhäuft man sich mit vorwürfen und geht dann getrennte wege.

ich hatte jetzt eigentlich gehofft, dass mit der geburt meines sohnes die lage zwischen uns sich mal einpendelt und wir relativ normal miteinander können. in den letzten jahren habe ich oft versucht, mit ihr über dies oder das zu reden aber da wird dann einfach gemauert und fertig. deswegen weiß ich ja, dass sich nichts ändern wird. vor allem, weil meine eltern ja auch ein bisschen nach dem unfehlbarkeits-prinzip des papstes lebt: wir sind super, wir machen keine fehler, was mir machen, ist IMMER richtig und wehe, es hinterfragt das einer oder wagt es mal, kritik zu äußern.

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5. November 2014 um 11:00
In Antwort auf noah_12558413

Mmmh
Ich war mal an einem ähnlichen Punkt mit meiner Mutter, inkl. Kontaktabbruch. Meiner Oma zuliebe habe ich mich wieder gemeldet. Wir telefonieren so im Schnitt einmal im Monat und fahren vielleicht einmal im Jahr hin. Die Kinder bekommen die Probleme Gott sei dank nicht so mit. Aber ich bin emotional distanziert von meiner Mutter. Es ist mir egal was sie sagt und auch blöde Dinge belasten mich kaum noch. Aber ich kann auch niemals wieder emotionale Nähe zulassen mit ihr, denn dann würde es wieder eskalieren und ich leiden. Es war ein langer Weg für mich zu diesem Punkt zu kommen. Es funktioniert ganz gut, ich muss dran denken mich nicht über irgendwas zu freuen beim telefonieren, dann ist sie in Ordnung. Aber wenn man zu glücklich ist findet sie immer was um einen einen reinzuwürgen. Ich habe bis über 30 gebraucht dahinterzukommen. Seitdem klappt der oberflächige Kontakt der Kinder zu Liebe, die die Hundeoma gerne haben. Sollte sie aber jemals meien Kinder psychisch so fertig machen ist der Kontakt vorbei.

Vielleicht kannst Du ja ähnlich wie ich einen oberflächigen emotionslosen Kontakt wieder aufbauen. Das hängt davon ab was genau vorgefallen ist und ob Du es schaffst Dich zu distanzieren.

Ich muss noch zu diesem punkt hinkommen
ich habe mir bei meinem letzten heulkrampf geschworen, ich werde nie wieder deswegen heulen, es bringt ja nichts. und, was ist? ich werde mit dem thema konfrontiert und heule wie ein schlosshund

zugegeben, meine mutter ist die einzige, die mich so krass zum heulen bringen kann. das liegt daran, dass ich dann so unglaublich wütend werde und diese wut kompensiere ich mit tränen, sonst würde ich platzen.

im augenblick kann ich mir überhaupt keinen kontakt zu ihr vorstellen, nicht mal 1x im jahr, telefonieren auch nicht.

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5. November 2014 um 13:09

Zwei Dinge würde ich dir gerne zum Nachdenken raten:
1. es ist dir nicht gleichgültig, deine Mutter ist dir nicht gleichgültig, denn nur eine Person, die man liebt oder von der man geliebt werden möchte kann einen so tief verletzten.

und
2. wenn ich Geschichten wie die deinge lese wird mir soo flau; ich mein, das ist deine Mutter, sie liebt dich, sich hat sich wahrscheinlich so auf dich gefreut, wie du dich auf dein Kind freutest, sie hat dich gewiegt und geherzt und sich Sorgen gemacht, wie du es mit deinem Kind machst.....
Die Vorstellung, dass mein eigenes Kind in der Zukunft keinen Kontakt zu mir möchte bricht mir das Herz.

Vielleicht solltet ihr einen Mediator zur Hilfe nehmen.
Unter mir schrieb jemand was von Grenzen, das sehe ich auch so, alles hat seine Grenze, auch das, was sich Familie "leisten darf", jedoch ist die Grenze bei Familiie auch am weitesten.

LG
Pupsigel

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5. November 2014 um 13:13

Du musst dich
Nicht emotional erpressen lassen. Das hat niemand nötig.
Ich schreib mal kurz wie es bei meinem Mann war: immer wieder und immer schlimmerer Streit, reden war absolut zwecklos, sie wollte nicht einsehen und keinen Schritt auf ihn zugehen. Er hat den Kontakt abgebrochen, weil es ihn zunehmend aggressiv gemacht hat.
Sie ist gestorben ohne dass sie sich ausgesprochen haben. Ich dachte, das würde ihn noch schlimmer ins Loch stürzen aber er konnte seinen Frieden mit ihr machen.

Wir hatten damals allerdings noch keine Kinder.

Ich würde versuchen, die Emotionen ihr gegenüber auf ein Minimum herunterzufahren. Das ist allerdings ein verdammt langer Weg und tut auch nochmal sehr weh. Du verabschiedest dich ja damit von deiner Mama und die braucht man auch eigentlich als Erwachsener manchmal noch.
Wenn du den Schritt gemacht hast, dann kann sie dir nicht mehr so wehtun wie jetzt und ein Kontakt wie mit jedem anderen Menschen sollte möglich sein. Ist dann allerdings wirklich nicht mehr mehr als das.

Hast du nen Partner, der dahintersteht? Evtl könntest du auch das Gespräch bei ner Familienberatungsstelle suchen, die können da vielleicht auch beim "Abnabeln" helfen und dir Tips geben um die kritischen Momente zu überstehen.

Lg

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5. November 2014 um 13:33

Ich weiß auch nicht was vorgefallen ist
Aber warum schreibst du ihr nicht einfach was du hier geschrieben hast?
Das du nicht diejenige sein willst die sich entschuldigt weil du findest das es ihr Part ist? Alle deine jetzigen Gefühle. Abstand, deine Zweifel wenn ihr euch wieder vertragt und es wieder schlimmer wird...

Dann hättest du tatsächlich den ersten Schritt gemacht aber den ehrlichen. Und dann kannst du warten was sie macht und dann entscheiden.

Gefühle sind klar noch da sonst wäre es dir schlichtweg egal.

Wäre das eine Option für dich?

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5. November 2014 um 13:46

Was ist denn vorgefallen?
Sie ist auch die ältere und sollte Leute nicht grundlis beleidigen.
Auch kann sie über ihren Schatten springen und sich entschuldigen.
Würde sagen, es kommt darauf an, wie schwerwiegend die Verletzungen waren.
Du darfst auch deine Nerven schonen undces dabei belassen...
LG

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5. November 2014 um 15:09

Hallo Schokomuffin
ich weiß nicht was bei euch vorgefallen ist, kenn auch den ersten Post nicht, aber ich denke nicht, dass bei dir eine tiefe Gleichgültigkeit eingetreten ist. Dann würdest du doch jetzt nicht daheim sitzen und weinen weil es dir so nah geht...
Allerdings verstehe ich deinen Text jetzt so, dass es dich sehr beschäftigt und du einfach keine Enttäuschung mehr erleben willst. Ich denke du bist schon sehr klar in deinen Gedanken und wenn du keinen Kontakt möchtest auf Grund der Umstände finde ich das absolut legitim. Ich für mich persönlich würde auch wollen, dass in so einem Fall meine Mama den ersten Schritt machen würde und ehrliche Reue zeigt und vielleicht das eigene Verhalten mal reflektiert.

LG

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6. November 2014 um 8:49

Mein freund und ich
haben gestern noch lange über die situation gesprochen, denn ich hab ihn gefragt, was er an meiner stelle tun würde. und ich musste lachen, denn er sagte, in seiner familie würde so eine situation nie entstehen. da redet man einfach über probleme und man entschuldigt sich einfach. da gibt es dieses "ich bin älter, du jüngere musst den ersten schritt machen" gar nicht. es ist auch so, man kann sich auch gegenseitig sagen, dass einem dies oder das nicht gefällt und das in einem ton, wo ich sage, kann man mit leben.
aber sowas, wie meine mutter machte (sie sagte, alles in allem bin ich einfach nur ein ganz furchtbarer mensch), kennt man da nicht. wenn meine schwiegermutter etwas an mir auszusetzen hat, dann sagt sie es auch - ganz freundlich - und ich kann diese kritik auch annehmen.

naja, mich treffen ihre worte halt deswegen so, weil ich mir immer mühe gegeben habe, ihren erwartungen zu entsprechen - und nie war es gut genug oder einfach nur falsch. es gibt einen aufsatz von mir aus der 9ten klasse (das war 1999), wo ich mich schon sehr krass über sie äußere. das geht ja schon seit jahren und immer war ich die dumme: ich hab etwas falsch gemacht, ich habe mich im ton vergriffen, ich hab was schlechtes gesagt usw. letztendlich habe ich mich aber immer entschuldigt. und meine eltern können mich auch nicht als erwachsen behandeln, ständig werde ich auf irgendwelche schlechte eigenschaften hingewiesen. es tut einfach weh, wenn man nie ein gutes wort über sich hört, sondern immer nur schlechtes. und diesmal ist das fass einfach übergelaufen. ich will mit ihr nicht mehr sprechen, weil ich ganz genau weiß, wir kriegen uns nach kurzer zeit wieder in die haare und werfen uns hässliche sachen an den kopf. normal und sachlich reden geht einfach nicht, sie hat das nie gelernt und versteht immer alles als gigantische kritik. ich hab ja schon alles mögliche ausprobiert, es endete immer im neuen streit und das brauch ich einfach nicht mehr. daher sehe ich einfach keine möglichkeit, die sache zu besprechen und vielleicht wieder hinzubekommen. sie wird an sich auch nichts ändern - meine eltern sind der meinung, sie sind unfehlbar (übrigens sagen das auch andere in der familie). und weil sie älter sind und ja meine eltern, dürfen sie mir gegenüber einfach alles sagen oder machen und ich hab das hinzunehmen. so war es bisher immer und so soll es ja auch wieder werden - was ich aber nicht kann.

da gibt es noch viele andere sachen, die sich in den jahren angesammelt haben und meine eltern haben sich in eine richtung entwickelt, mit der ich einfach nichts zutun haben will. daher weiß ich nicht, ob ich sogar sowas wie eine "emotionslose" beziehung will.

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6. November 2014 um 9:42
In Antwort auf selene_12148207

Mein freund und ich
haben gestern noch lange über die situation gesprochen, denn ich hab ihn gefragt, was er an meiner stelle tun würde. und ich musste lachen, denn er sagte, in seiner familie würde so eine situation nie entstehen. da redet man einfach über probleme und man entschuldigt sich einfach. da gibt es dieses "ich bin älter, du jüngere musst den ersten schritt machen" gar nicht. es ist auch so, man kann sich auch gegenseitig sagen, dass einem dies oder das nicht gefällt und das in einem ton, wo ich sage, kann man mit leben.
aber sowas, wie meine mutter machte (sie sagte, alles in allem bin ich einfach nur ein ganz furchtbarer mensch), kennt man da nicht. wenn meine schwiegermutter etwas an mir auszusetzen hat, dann sagt sie es auch - ganz freundlich - und ich kann diese kritik auch annehmen.

naja, mich treffen ihre worte halt deswegen so, weil ich mir immer mühe gegeben habe, ihren erwartungen zu entsprechen - und nie war es gut genug oder einfach nur falsch. es gibt einen aufsatz von mir aus der 9ten klasse (das war 1999), wo ich mich schon sehr krass über sie äußere. das geht ja schon seit jahren und immer war ich die dumme: ich hab etwas falsch gemacht, ich habe mich im ton vergriffen, ich hab was schlechtes gesagt usw. letztendlich habe ich mich aber immer entschuldigt. und meine eltern können mich auch nicht als erwachsen behandeln, ständig werde ich auf irgendwelche schlechte eigenschaften hingewiesen. es tut einfach weh, wenn man nie ein gutes wort über sich hört, sondern immer nur schlechtes. und diesmal ist das fass einfach übergelaufen. ich will mit ihr nicht mehr sprechen, weil ich ganz genau weiß, wir kriegen uns nach kurzer zeit wieder in die haare und werfen uns hässliche sachen an den kopf. normal und sachlich reden geht einfach nicht, sie hat das nie gelernt und versteht immer alles als gigantische kritik. ich hab ja schon alles mögliche ausprobiert, es endete immer im neuen streit und das brauch ich einfach nicht mehr. daher sehe ich einfach keine möglichkeit, die sache zu besprechen und vielleicht wieder hinzubekommen. sie wird an sich auch nichts ändern - meine eltern sind der meinung, sie sind unfehlbar (übrigens sagen das auch andere in der familie). und weil sie älter sind und ja meine eltern, dürfen sie mir gegenüber einfach alles sagen oder machen und ich hab das hinzunehmen. so war es bisher immer und so soll es ja auch wieder werden - was ich aber nicht kann.

da gibt es noch viele andere sachen, die sich in den jahren angesammelt haben und meine eltern haben sich in eine richtung entwickelt, mit der ich einfach nichts zutun haben will. daher weiß ich nicht, ob ich sogar sowas wie eine "emotionslose" beziehung will.

Sie sagt, Du seist ein furchtbarer Mensch?!
Ist ihr mal in den Kopf gekommen, dass das, was man über andere sagt, immer mehr über einen selbst aussagt, als über den anderen? Ist sie sich dessen bewusst, dass SIE diesen "furchtbaren" Menschen aus Dir gemacht hat?

Oh weh... Du KANNST es ihr nicht Recht machen, und wirst es nie können. Weil sie mit sich selbst absolut nicht zufrieden ist. Sie gibt Dir Schuld für Dinge, die in ihrer Verantwortung liegen... Sie macht es sich sehr einfach...

Es sind und bleiben Deine Eltern... Und früher oder später wird Dir diese Verbindung, selbst wenn sie nicht besteht, wieder hinterher laufen... Wir landen meist nicht grundlos in einer Familie...

Und bedenke eines... WENN Du jemandem verzeihst, dann tust Du das nicht für denjenigen, sondern für DICH, um DICH frei zu fühlen. Je länger Du an diesem Groll festhältst, desto mehr schädigst Du Dir selbst.

Einen Brief solltest Du schreiben, aber ohne Vorwürfe. Versuche es in der Ich-Form... Wie es Dir geht... Wie DU Dich fühlst.

Ich habe das auch hinter mir... Mit Schwiegerfamilie (sie sind wie Deine Eltern, dem Älteren gebührt Respekt, dem Jüngeren nicht)... Ich hab immer wieder auf meinem Recht bestanden, auch respektiert zu werden (denn daran mangelt es offenbar tatsächlich auch bei Euch, scheint mir eine "Gehorsamkeits-Beziehung" zu sein)... Und jetzt bist Du eben der "Buh-Mann", weil Du aus diesem Gehorsamkeits-Modell aussteigst und nach Jahren auf Deine Integrität bestehst. Richtig so

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6. November 2014 um 9:47
In Antwort auf selene_12148207

Mein freund und ich
haben gestern noch lange über die situation gesprochen, denn ich hab ihn gefragt, was er an meiner stelle tun würde. und ich musste lachen, denn er sagte, in seiner familie würde so eine situation nie entstehen. da redet man einfach über probleme und man entschuldigt sich einfach. da gibt es dieses "ich bin älter, du jüngere musst den ersten schritt machen" gar nicht. es ist auch so, man kann sich auch gegenseitig sagen, dass einem dies oder das nicht gefällt und das in einem ton, wo ich sage, kann man mit leben.
aber sowas, wie meine mutter machte (sie sagte, alles in allem bin ich einfach nur ein ganz furchtbarer mensch), kennt man da nicht. wenn meine schwiegermutter etwas an mir auszusetzen hat, dann sagt sie es auch - ganz freundlich - und ich kann diese kritik auch annehmen.

naja, mich treffen ihre worte halt deswegen so, weil ich mir immer mühe gegeben habe, ihren erwartungen zu entsprechen - und nie war es gut genug oder einfach nur falsch. es gibt einen aufsatz von mir aus der 9ten klasse (das war 1999), wo ich mich schon sehr krass über sie äußere. das geht ja schon seit jahren und immer war ich die dumme: ich hab etwas falsch gemacht, ich habe mich im ton vergriffen, ich hab was schlechtes gesagt usw. letztendlich habe ich mich aber immer entschuldigt. und meine eltern können mich auch nicht als erwachsen behandeln, ständig werde ich auf irgendwelche schlechte eigenschaften hingewiesen. es tut einfach weh, wenn man nie ein gutes wort über sich hört, sondern immer nur schlechtes. und diesmal ist das fass einfach übergelaufen. ich will mit ihr nicht mehr sprechen, weil ich ganz genau weiß, wir kriegen uns nach kurzer zeit wieder in die haare und werfen uns hässliche sachen an den kopf. normal und sachlich reden geht einfach nicht, sie hat das nie gelernt und versteht immer alles als gigantische kritik. ich hab ja schon alles mögliche ausprobiert, es endete immer im neuen streit und das brauch ich einfach nicht mehr. daher sehe ich einfach keine möglichkeit, die sache zu besprechen und vielleicht wieder hinzubekommen. sie wird an sich auch nichts ändern - meine eltern sind der meinung, sie sind unfehlbar (übrigens sagen das auch andere in der familie). und weil sie älter sind und ja meine eltern, dürfen sie mir gegenüber einfach alles sagen oder machen und ich hab das hinzunehmen. so war es bisher immer und so soll es ja auch wieder werden - was ich aber nicht kann.

da gibt es noch viele andere sachen, die sich in den jahren angesammelt haben und meine eltern haben sich in eine richtung entwickelt, mit der ich einfach nichts zutun haben will. daher weiß ich nicht, ob ich sogar sowas wie eine "emotionslose" beziehung will.

Aber dann ist doch ganz klar, dass ihr da ohne fremde
Hilfe nicht rauskommt.
Sucht euch Hilfe von außen, um eure festgefahrenen Strukturen zu durchbrechen.

LG

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6. November 2014 um 10:23
In Antwort auf neelasssim

Sie sagt, Du seist ein furchtbarer Mensch?!
Ist ihr mal in den Kopf gekommen, dass das, was man über andere sagt, immer mehr über einen selbst aussagt, als über den anderen? Ist sie sich dessen bewusst, dass SIE diesen "furchtbaren" Menschen aus Dir gemacht hat?

Oh weh... Du KANNST es ihr nicht Recht machen, und wirst es nie können. Weil sie mit sich selbst absolut nicht zufrieden ist. Sie gibt Dir Schuld für Dinge, die in ihrer Verantwortung liegen... Sie macht es sich sehr einfach...

Es sind und bleiben Deine Eltern... Und früher oder später wird Dir diese Verbindung, selbst wenn sie nicht besteht, wieder hinterher laufen... Wir landen meist nicht grundlos in einer Familie...

Und bedenke eines... WENN Du jemandem verzeihst, dann tust Du das nicht für denjenigen, sondern für DICH, um DICH frei zu fühlen. Je länger Du an diesem Groll festhältst, desto mehr schädigst Du Dir selbst.

Einen Brief solltest Du schreiben, aber ohne Vorwürfe. Versuche es in der Ich-Form... Wie es Dir geht... Wie DU Dich fühlst.

Ich habe das auch hinter mir... Mit Schwiegerfamilie (sie sind wie Deine Eltern, dem Älteren gebührt Respekt, dem Jüngeren nicht)... Ich hab immer wieder auf meinem Recht bestanden, auch respektiert zu werden (denn daran mangelt es offenbar tatsächlich auch bei Euch, scheint mir eine "Gehorsamkeits-Beziehung" zu sein)... Und jetzt bist Du eben der "Buh-Mann", weil Du aus diesem Gehorsamkeits-Modell aussteigst und nach Jahren auf Deine Integrität bestehst. Richtig so

Hilfe von außen
ist immer schwierig, weil es eine sehr komplexe und nicht-normale situation ist, wo keiner wirklich sagen kann, was jetzt richtig oder falsch ist oder was man am besten tun sollte. meine tante will ja vermitteln, doch sie versucht mich zum ersten schritt zu bewegen. ich bin mir keiner schuld bewusst, also sehe ich es auch nicht ein.

ja, wir sind in gewissen altmodischen strukturen gefangen. wir kommen ja aus polen und meine mutter erzählt immer, was für eine tolle tochter sie ja war: ist immer zu den eltern hin, hat da von oben nach unten aufgeräumt, hat gekocht, geputzt und ist als super-tochter wieder nach hause gefahren. eltern sind authoritätspersonen und schluss. und weil sie das immer erzählt, weiß ich, dass sie es auch so haben will, dass ich auch so bin, wie sie früher. naja, nur hat sie mich dahingehen auch nicht erzogen. sie sieht ja auch, was für eine schöne beziehung mein freund ich führen und darauf ist sie auch irgendwo neidisch, klar. ich bin aus alten strukturen heraus und wir teilen uns z.b. den haushalt. meine mutter regt sich seit jahren auf, dass mein vater nichts macht, kann aber nicht wirklich was ausrichten, denn ihre alten strukturen verbieten das irgendwo (voll bescheuert, aber naja).

unsere beziehung zueinander hat viele baustellen, angefangen damit, dass ich emanzipiert bin, dass ich sehr selbstbewusst durch's leben gehe bis hin zu meinem losen und vorlauten mundwerk. ich weiß selbst, dass ich fehler und macken habe (die hat jeder) aber die kunst besteht meiner meinung darin, einen menschen mit allen guten und auch den schlechten eigenschaften zu akzeptieren, wie er eben ist. sie kann es nicht und am liebsten hätte sie es ja, dass ich das liebe, brave, fügige mädchen bin...

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