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OT: meine Stieftochter soll auf die Hauptschule, Hilfe!

29. Mai 2009 um 20:07 Letzte Antwort: 30. Mai 2009 um 12:13

Hallo Mamis,

nachdem meine Stieftochter vor wenigen Wochen eine Empfehlung für die Hauptschule bekommen hat, musste sie diesen Montag eine Aufnahmeprüfung schreiben, um doch auf die Realschule zu kommen. Das Ergebnis kam heute und war wirklich alles andere als berauschend: eine 5 in Deutsch und eine 6 in Mathe . Ich und mein Mann können uns das überhaupt nicht erklären, wo sie doch in ihrem Zwischenzeugnis in beiden Fächern 3 hatte (und eine 2 in HSU). Und nun dies .

Ich hatte die Kleine vorhin am Telefon und sie war in Tränen auflöst nach dieser Nachricht, sie will auf keinem Fall auf die Hauptschule, was ich natürlich verstehen kann.

Nun meine Frage: können wir als Eltern noch i-was machen, um eine weitere Prüfung bitten, auf der Aufnahme bestehen (kennt jemand die Gesetzeslage dafür, haben wir da eine Chance?). War jemand in einer ähnlichen Situation?

P.S.: wir leben in Bayern, falls es von Bedeutung ist.

LG, Mila

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29. Mai 2009 um 20:26

Wenn ihre Leistungen
nicht ausreichen, werdet ihr da nix machen können.
Was bringt es, sie auf die Realschule zu schicken oder aufs Gymnasium, wenn sie da nicht mitkommt?

Klar, ist das nicht soooo toll, bei Hauptschule hat man oft gleich nen Stempel weg. Ist einfach so. In unserem Bundesland gibt es nur Realschulen, Gymnasium und Gesamtschulen, keine Hauptschulen.

In Berlin haben die Hauptschulen z.b.einfach einen schlechten Ruf Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ist.
Das kann ja wieder ganz anders sein.

Wartet erstmal ab.

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29. Mai 2009 um 20:35

Sorry.....
aber WAS ist bitte SO schlimm an einer Hauptschule????? Ich versteh Deine Sorgen nicht so ganz......

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29. Mai 2009 um 20:39

Ich
verstehe, was du meinst. Bin auch diesen weg gegangen: ein Quali-Abschluss mit 1,2, danach Mittlere Reife und schließlich Fachabitur. Jetzt stehe ich 2 Semester vor meinem Dolmetscher Diplom. Man kann es so machen, aber es bedarf wahninnig viel Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen. Ich möchte es ihr ersparen, denn es ist wirklich anstrengender, als den Weg geradeaus zu gehen.

Und für sie bricht wirklich eine Welt zusammen, denn es war ja ihr großer Wunsch, auf die RS zu gehen.

LG

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29. Mai 2009 um 20:45

Da ist doch alles noch drin!
Also, nur weil sie jetzt auf die Hauptschule muss heisst das ja nicht, dass sie da für immer bleiben muss!

Ich kam auch auf die Hauptschule, fands da aber so schlimm, dass ich mich richtig angestrengt habe, dann auf die Realschule bin und danach mein Fachabitur auf der FOS gemacht habe!

Es ist also alles noch drin!

LG,
Verena

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29. Mai 2009 um 20:51


Das finde ich total unvernünftig! Wie kann man sein Kind auf eine Schule schicken,auf der es pausenlos "kämpfen" muß,um bei den anderen mithalten zu können? Wozu soll das gut sein?
Und was hat das mit der Intelligenz der Eltern zu tun?????
Es ist wirklich traurig,das in der heutigen Zeit die Hauptschule immer noch so einen negativen Touch hat.....Es gibt viele, die auf der Hauptschule waren und heute einen tollen,anspruchsvollen Beruf erlernt haben
Die Kinder,die zwanghaft auf eine Schule geschickt werden,nur um dem "Standard" zu entsprechen und sich dort nur durchkämpfen müssen....die tun mir wirklich leid

LG aaliyah08

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29. Mai 2009 um 20:59

Hallo
Lieber einen guten Hauptschulabschluss als einen schlechten Realschulabschluss.

Ausserdem gibt es in Bayern den qualifizierenden Hauptschulabschluss. In einigen Schulen gibt es auch sogenannte M-Zweige die ähnlich wie die Realschule bewertet werden.

Ich finde es erschreckent wie manche Leute über Hauptschulen/Hauptschüler denken als wären diese Schulen oder Menschen, Dreck aus der Gosse...

Liebe Grüße
Tragetante

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29. Mai 2009 um 21:54

Hey,
klar, wenn die Leistungen nicht ausreichen, muss sie wohl so oder so auf die Hauptschule, sehe jetzt auch wenig Chancen für die RS. Verstehe den Optimismus vieler von euch trotzdem nicht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist sich hochzuarbeiten, allein die Prüfungen jedes Jahr! Und die FOS ist sogar um einiges schwerer als Gym, da man in nur 2 Jahren den Stoff lernen muss, für den es auf dem Gym 3 Jahre vorgesehen sind. Auch ist es schwer, auf einmal mit einem höheren Level mitzukommen, denn nach der HS kommen größere Anforderungen auf einen zu und nach der RS gibt es nochmal einen Sprung.
Mädels bitte, der Quali allein langt schon lange nicht mehr, zumindest nicht hier in Bayern. Mit einem niedrigen Schulabschluss hat man heutzutage (noch vor 10 Jahren war das noch ganz anders) weniger Auswahl an Berufsmöglichkeiten und deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ein schlechter RS-Abschluss ist natürlich auch nicht wirklich besser, aber in diesem Fall kann man immer noch wiederholen (von mir aus freiwillig). Und so bleibt man am Ball, muss sich nicht erst an höhere Anforderungen gewöhnen.
Ich war in meinem Leben nur 2 Monate auf der HS und das einzige, was mir diese Schule gebracht hat, war die Erkenntnis: Ich muss hier raus! (kein Niveau vom Stoff her, Mitschüler, die Schlägereien angezettelt haben, es gab etliche Sachen).
Sorry, musste ich mal loswerden.



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29. Mai 2009 um 22:22

...
Wie schonmal hier erwähnt wurde, würde ich auch versuchen raus zu finden, weswegen es so einen negativen Notensprung gab. Das klingt etwas ungewöhnlich.
Wenn sie selbst unbedingt auf dir RS will und sich das zutraut, würde ich alle Hebel in Bewegung setzen, damit das auch klappt (mit Lehrer, Direktor, Schulamt telefonieren) Und ihr Nachhilfe organisieren, regelmäßig mit ihr lernen und versuchen ihr Freude am Lernen und Erfolgserlebnisse zu vermitteln. Sie scheint es ja wirklich zu wollen, das ist doch schonmal ein guter Anfang, aber natürlich braucht sie auch eure Unterstützung in ihrer Entscheidung.

Mir wurde damals auch `nur` eine Empfehlung für die RS ausgesprochen, meine Eltern wollten mich aber aufs Gymnasium schicken, was sie auch gemacht haben. Heute habe ich Abi und Vordiplom und mach gerade die letzten Semester zu ende. Manchmal hat man schlechte Phasen in der Kindheit, die notenmäßig nicht so super sind, aber deswegen gleich ganz aufgeben? Ich würde nicht immer auf die Empfehlung von Lehrern, die das Kind nicht richtig kennen, hören sondern auf den Mutterinstinkt hören und überlegen was das Kind schaffen kann und will. Mit Motivation und Unterstützung wird deine Stieftochter das schaffen. Versucht sie auf die RS zu schicken!
Viele liebe Grüße, Susi

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30. Mai 2009 um 1:25

Ganz ehrlich, ich kann dich voll verstehen.
Mir fiele die Vorstellung auch schwer, mein Kind auf der Hauptschule zu sehen, zumal sie es selbst garnicht will.
Ich nehme mal an, dass alle ihre Freundinnen eine Empfehlung für die RS haben und sie Angst hat, auf einer Schule mit sagen wir mal negativem Image alleine dazustehen.
Es ist nunmal leider so, dass Kinder, deren Eltern aus eher bildungsfernen Schichten kommen selbst auch eher auf der HS landen, von Ausnahmen mal abgesehen.
Ich weiß nicht wo ihr lebt, ob in der Großstadt oder auf dem Land. Wenn mehrere Realschulen zur Auswahl stehen, telefonier die doch einfach mal ab. Schildere deine Lage und das deine Stieftochter sich mit der Situation nicht wohlfühlt. Vielleicht lässt sich da ja noch was machen.
Mit der genauen gesetzlichen Lage kenne ich mich nicht aus, es hängt soweit ich weiß auch vom Bundesland ab. Vielleicht spuckt Google ja was aus? Früher war es bei uns so- und ist es in einigen Bundesländern wohl noch immer- dass die Eltern letzendlich die Entscheidung fällen, auf welche Schule das Kind gehen soll.

Es ist sicherlich richtig, dass man trotz HSabschluss einiges in seinem Leben erreichen kann- leichter gemacht wird es einem in jedem Fall nicht. Allein das Umfeld auf der HS kann einige Kinder auch schnell mal runterziehen. Ich kenne so einige Lehramtsstudenten die NIE auf ner HS unterrichten wollen. Der Ruf ist halt ziemlich mies (und ich komme nicht aus Berlin).
Seid ihr als Eltern bereit, die Kleine richtig und konsequent zu fördern? Dann würde ich es mit der RS versuchen. Auf die HS wechseln kann man immernoch, wenn es nicht klappt. Der wechsel von HS auf RS ist dagegen schon viel schwieriger.

LG

LG

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30. Mai 2009 um 12:13

Erstmal Danke
an die jenigen, die mein Anliegen verstanden haben und versucht haben zu helfen .

Nun versuche ich einiges richtig zu stellen :

So schlecht ist sie in der Grundschule gar nicht gewesen mit einem Notendurchschnitt von 2,66 in den drei Hauptfächern. Normalerweise hätte er auch ausgereicht, verstehe also nicht, warum sie eine Empfehlung für die HS bekommen hat und wieso (wie hier einige meinen) sie deswegen die RS nicht packen soll. Die Ergebnise von einem einzigen Tag (Aufnahmeprüfung in der RS) sagen für mich nicht viel über die Fähigkeiten und Kenntnisse eines Kindes aus, jeder hat mal einen schlechten Tag. Und hier sprechen wir von einem 10 Jährigen Kind, nicht von einem Erwachsenen.

Mit Nachhilfe wurde leider viel zu spät angefangen, etwa vor zwei Monaten. Und zwar haben ich und mein Mann das in die Wege geleitet, ihre eigene Mutter (bei der sie übrigens auch lebt) kümmert sich leider überhaupt nicht darum, war in den 4 Jahren der Grundschulzeit nicht ein einziges Mal bei einer Elternversammlung .

@mellimaus: leider ist die Schulzeitlänge nicht die gleiche. Wenn sie nach der 5/6 Klasse auf die RS wechseln wird, muss sie dort ein Jahr wiederholen (wird also gleich um eine Klasse zurückversetzt auch wenn sie da nur mit 1ern antantzt ) und das finde ich echt schade, wo sie noch so jung ist und ihre Noten gar nicht so schlecht sind.

@joelalexander: du liest wohl nicht richtig. Wieso soll sie es nicht packen? Nur weil sie an diesem einzelnen Tag schlecht war. Ein Kind kann so viel Aufregung nicht immer so leicht wegstecken und deswegen sie auf die HS schicken? Was ist mit all denjenigen die trotz schlechter Empfehlung auf ein Gymnasium geschickt wurden? 50% von ihnen schaffen das Abi. Was wäre, wenn ihre Eltern nciht drauf bestanden hätten? Und wer hat hier gesagt, dass wir uns der Gesellschaft anpassen wollen? Wenn du es genau wissen willst die überwiegende Mehrheit aus ihrer Klasse (15 Schüler von 21) gehen auf die HS, 5 auf die RS und nur 1 auf's Gymnasium. Das wäre dann genau umgekehrt, wir passen uns eben nicht an . Und fällt dir da nicht noch etwas auf? Es weiß jeder, das die HS mehr Zuwachs brauchen, also werden die meisten Kinder auch dorthin geschickt, ist nun mal so. Warum meine Stieftocher geweint hat, als sie erfuhr, dass sie auf die HS muss? Ja, gute Frage. Ich denke, sie weiß wieso, denn ihre Grundschule ist an eine HS gekoppelt, man muss ihr also nix vormachen in Sachen HS.

@annabanana: du sprichst mir aus der Seele! Ihre Freundinen gehen jetzt auf die RS, ihre Cousine auf's Gymnasium. Vlt hat sie sich den Übergang einfacher vorgestellt und jetzt wird ihr klar, dass es vlt. zu spät ist und deswegen die Tränen.

@jessie: ich bin auch der Meinung, dass das Kind auf einer HS so gut wie gar nicht gefördert und (auch sehr wichtig!) gefordert wird. Kann mich noch genau an das Programm in der 9. erinnern:
2x:5x=25 oder so ähnlich, was habe ich mich köstlich amüsiert damals . Der Stoff in der FOS war dann umso schwieriger, aber das spricht nur von einem hohen Bildungsniveau.

Ich werde mich jetzt schlau machen, ob es eine Möglichkeit gibt, mit den Lehrern oder mit dem Direktor zu reden. Evtl. wird sie sich an einer weiteren RS vorstellen, wenn es nur nicht zu spät ist. Auf jeden Fall werden wir versuchen, ihr zu helfen. Und wenn es ihr Wunsch ist, auf die RS zu gehen, werde ich alle Hebel in Bewegung setzen.




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