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OT: Muss man bei Auszug nun weiß streichen ode r nicht?

10. Juli 2012 um 11:28 Letzte Antwort: 11. Juli 2012 um 16:52

Aufgrund der Lärmbelästigung durch Nachbarin ziehen wir diesen Monat ENDLICH aus Im Mietvertrag steht, die Wohnung muss so übergeben werden, wie sie uns übergeben wurde. Wortwörtlich steht aber nichts von weißen Wänden oder ähnlichem. Wir haben in der Küche braun, im Wozi eine Wand Lila, Kizi eine Wand blau und im Schlafzi zwei Wände grau. Ich sehe es eigentlich gar nicht ein, hier noch weiß zu streichen, da es die Vermieterin ja nicht geschafft hat, die Nachbarin ruhig zustellen und uns durch den Umzug ja schon genug Kosten entstehen (die wir ja auch aus eigener Tasche tragen müssen). An einen Mieterbund will ich mich nicht wenden, da kostet ja der Mitgliedsbeitrag mehr als die weiße Farbe

Mir war es so, al hätte ich mal irgendwo gelesen, dass man das nicht mehr weiß streichen muss. Kann die Vermieterin, wenn wir uns weigern die Kaution einbehalten? Kennt sich wer aus?

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10. Juli 2012 um 11:33

Wenn es nicht so
im Vertrag steht, musst du es auch nicht machen.
So ist es zumindest bei uns, hat uns der Vermieter damals extra gesagt, das man nach Auszug nicht weiß streichen muss.

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10. Juli 2012 um 12:06

Gab
es denn nicht ein neues gesetz deswegen?? da haben die doch entschieden, dass man die wohnungen nur noch besenrein verlassen muss...also keine wände mehr streichen und so? und das die alten mietverträge, die diese klausel (also weiße wände) beinhalten, nicht mehr gültig sind?? ich glaub ich muss mal googeln...lol

lg

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10. Juli 2012 um 12:11

VIELLEICHT HILFT DAS JA
Es kommt drauf an, was in deinem Mietvertrag drin steht. Evtl. musst du überhaupt nicht renovieren, weil die Klausel nichtig ist. Eventuelle Ansprüche hat nur der Vermieter gegen dich und nicht der Nachmieter. Hier ein ausführliche Antwort:

Das gesetzliche Mietrecht des BGB kennt keine Pflicht nach oder vor Auszug zu streichen.Vielmehr ist es die Pflicht des Vermieters die Wohnung in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten und damit auch nach einiger Zeit die Spuren des normalen Bewohnens zu beseitigen, indem er die Wohnung gelegentlich streicht.

Allerdings sind diese gesetzlichen Vorschriften nicht zwingend. Sie können vielmehr durch anders lautende vertragliche Vereinbarungen geändert werden (der Jurist spricht von dispositiven Recht). Und solche Regelungen, nach denen der Mieter die Schönheitsreparaturen durchführen muss, sieht inzwischen jeder Mustermietvertrag vor.

Allerdings hat der Bundesgerichtshof viele ältere Klauseln für unwirksam erklärt, weil sie den Mieter nach der Vorstellung des Gerichtes zu sehr benachteiligten. Ist die Klausel unwirksam gelten aber wieder die gesetzlichen Vorschriften, die wie oben dargelegt vorsehen, dass der Vermieter die Pflicht hat die Schönheitsreparaturen auf seine Kosten durchzuführen.

Ob eine Klausel wirksam ist ist im Einzelfall zu prüfen. Dabei trifft dies um so eher zu um so älter der Vertrag ist.

Folgende Punkte sprechen für eine wirksame Klausel:
Dem Mieter darf nicht sowohl die Anfangs- als auch die Endrenovierung auferlegt werden, sofern nicht besondere Ausgleichsklauseln vorgesehen sind.
Es dürfen keine starren Fristen vereinbart werden sondern es ist auf den konkreten Bedarf abzustellen. Unwirksam wäre daher eine Klausel, die besagt, dass alle Räume nach einer bestimmten Frist zu streichen sind. Zulässig wären aber eine Klausel, nach der die Schönheitsreparaturen je nach Abnutzung der Räume vom Mieter durchgeführt werden, wobei dann bestimmte Zeiten im Vertrag genannt sind, in denen üblicherweise (aber nicht zwingend) mit einer gewissen Abnutzung zu rechnen ist.
Eine Klausel, die vorsieht, dass zwingend eine Endrenovierung ohne Berücksichtung des Wohungszustandes erforderlich ist ist unwirksam. Zulässig ist aber eine Abgeltungsklausel nach Abnutzungsgrad der Wohnung. Eine solche Klausel sieht vor, dass der Mieter sich anteilig an den Kosten einer jetzt noch nicht fälligen Renovierung beteiligt. Hat er also einen Raum zu 60% abgewohnt, dann muss er bei Auszug 60% der zu erwartenden Streichkosten zahlen (meist ist es dann billiger schnell selbst zu streichen, womit der Vermieter wieder sein Ziel erreicht hat).

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10. Juli 2012 um 12:13
In Antwort auf luned_12111910

VIELLEICHT HILFT DAS JA
Es kommt drauf an, was in deinem Mietvertrag drin steht. Evtl. musst du überhaupt nicht renovieren, weil die Klausel nichtig ist. Eventuelle Ansprüche hat nur der Vermieter gegen dich und nicht der Nachmieter. Hier ein ausführliche Antwort:

Das gesetzliche Mietrecht des BGB kennt keine Pflicht nach oder vor Auszug zu streichen.Vielmehr ist es die Pflicht des Vermieters die Wohnung in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten und damit auch nach einiger Zeit die Spuren des normalen Bewohnens zu beseitigen, indem er die Wohnung gelegentlich streicht.

Allerdings sind diese gesetzlichen Vorschriften nicht zwingend. Sie können vielmehr durch anders lautende vertragliche Vereinbarungen geändert werden (der Jurist spricht von dispositiven Recht). Und solche Regelungen, nach denen der Mieter die Schönheitsreparaturen durchführen muss, sieht inzwischen jeder Mustermietvertrag vor.

Allerdings hat der Bundesgerichtshof viele ältere Klauseln für unwirksam erklärt, weil sie den Mieter nach der Vorstellung des Gerichtes zu sehr benachteiligten. Ist die Klausel unwirksam gelten aber wieder die gesetzlichen Vorschriften, die wie oben dargelegt vorsehen, dass der Vermieter die Pflicht hat die Schönheitsreparaturen auf seine Kosten durchzuführen.

Ob eine Klausel wirksam ist ist im Einzelfall zu prüfen. Dabei trifft dies um so eher zu um so älter der Vertrag ist.

Folgende Punkte sprechen für eine wirksame Klausel:
Dem Mieter darf nicht sowohl die Anfangs- als auch die Endrenovierung auferlegt werden, sofern nicht besondere Ausgleichsklauseln vorgesehen sind.
Es dürfen keine starren Fristen vereinbart werden sondern es ist auf den konkreten Bedarf abzustellen. Unwirksam wäre daher eine Klausel, die besagt, dass alle Räume nach einer bestimmten Frist zu streichen sind. Zulässig wären aber eine Klausel, nach der die Schönheitsreparaturen je nach Abnutzung der Räume vom Mieter durchgeführt werden, wobei dann bestimmte Zeiten im Vertrag genannt sind, in denen üblicherweise (aber nicht zwingend) mit einer gewissen Abnutzung zu rechnen ist.
Eine Klausel, die vorsieht, dass zwingend eine Endrenovierung ohne Berücksichtung des Wohungszustandes erforderlich ist ist unwirksam. Zulässig ist aber eine Abgeltungsklausel nach Abnutzungsgrad der Wohnung. Eine solche Klausel sieht vor, dass der Mieter sich anteilig an den Kosten einer jetzt noch nicht fälligen Renovierung beteiligt. Hat er also einen Raum zu 60% abgewohnt, dann muss er bei Auszug 60% der zu erwartenden Streichkosten zahlen (meist ist es dann billiger schnell selbst zu streichen, womit der Vermieter wieder sein Ziel erreicht hat).

PS
Feste Renovierungsfristen sind definitiv ungültig. So z.B. "Beim Auszug weiß zu streichen", "Alle 7 Jahre weiß streichen" oder ähnliches - da gibts auch ausreichend Urteile dazu.

Nichtmal die Bohrlöcher muß man zumachen, weil das (wenn nicht übermäßig viel) ein regulärer und bestimmungsgemäßer Gebrauch der Mietsache ist.

Nichtsdestotrotz spricht natürlich nichts dagegen, wenn man die Löcherzukittet und diese Stellen farblich ausbessert. Gehört zum Anstand.

Auch kann der Vermieter unter gewissen Umständen verlangen, daß die Wohnung gestrichen wird, wenn z.B. sehr kräftige oder dunkle Farben aufgetragen wurden. Bei weißen Wänden oder Pastelltönen besteht dieser Anspruch aber nicht mehr.

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10. Juli 2012 um 12:14


So, ich bin vom fach - kannst mir also glauben

Wenn du die wohnung farbig gestrichen hast, musst du sie weiß hinterlassen
Dieses "nicht mehr streichen müssen" gilt nur, wenn du die wohnung weiß gelassen hast

Zudem musst du noch auf die fristen achten
Wie lange wohnst du in der wohnung?
Nach 3 jahren muss man nämlich die küche und nach 5 jahren wozi und flur streichen
Ist so gesetzlich geregelt

Ausser du besprichst mit deinem vermieter, dass die wohnung nicht gestrichen wird
Das sind aber dann sondervereinbarungen

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10. Juli 2012 um 12:33

Teilsanieet
Als wir eingezogen sind waren zumindest im flur und im Wohnzimmer die Tapeten neu,Fußboden auch. Es hatte wohl vorher da gebrannt. Ich persönlich finde ja,dass die Formulierung "Die Wohnung muss im selben Zustand übergeben werden,wie sie übernommen wurde" nicht die Wandfarbe beinhaltet... Ich werde wohl mal warten was die Hausverwaltung sagt, ich überlege sowieso ob ich rechtliche Schritte einleite. Das geht von Beleidigung über Sachbeschädigung und Verleumdung bis arglistiger Täuschung (maklerin hatte uns damals tierisch angelogen) naja man lernt draus: in zukunft lass ich mir jeden pups schriftlich geben und in der neuen Wohnung hab ich bei den Nachbarn geklingelt,um zu gucken was das für welche sind.

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11. Juli 2012 um 9:24

Mist
Dann muss der Schatzi wohl ran an den Farbroller,aber trotzdem danke

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11. Juli 2012 um 9:34

Man
muss sie wieder weiß hinterlassen, außer man hätte sich mit den Nachmieten geeinigt, dass diese die Wohnung so übernehmen und dafür dann späte ihrerseits die Wohnung weiß strechen wenn sie ausziehen. Da kommt man nicht drum rum.

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11. Juli 2012 um 16:52

Aaalso
Ich erläutere kurz: das haus hat drei parteien,die vermieterin hat demenz und steht unter betreuung,sie wohnt oben. in der mitte ihre assi enkeltochter,die den Lärm verursacht (sorry die Ausdrucksweise aber es ist so) und darunter dann wir. es ist kein trittschall verbaut. miete wurde. gemindert wegen dem Lärm. mit der Betreuerin wurde eine Kündigung vereinbart,die unter der im Mietvertrag festgelegten Frist liegt.
Die Vermieterin ist also nicht in der Lage,für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Zu den Farben: nicht pastell,sondern richtig knallig,aber ich könnte es. ja auf. einen Versuch ankommen lassen und mal so tun,als ob und dann mal sehen,was die Hausverwaltung sagt.

Im Endeffekt sehe ich das auch so,dass die Vermieterin Schuld hat,dass wir ausziehen, ich kann ja nix dafür dass sie krank ist,sie ist geschäftsfähig und der Rest interessiert mich nicht. Naja mal abwarten

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