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OT: RATLOS! Trennung weil keine Liebe oder Zusammenbleiben wegen Kind?

6. August 2012 um 14:33 Letzte Antwort: 7. August 2012 um 14:21

Hallo ihr Lieben,

ich lese schon seit Jahren mit, habe mich vor kurzem dann doch endlich angemeldet und möchte nun auch mal ein Problem von mir schildern. Einfach, um mal andere (objektive) Meinungen zu hören.

Ich (29) bin jetzt seit 11 Jahren mit meinem Mann (39) zusammen, wir sind seit 5 Jahren verheiratet und haben einen 3-jährigen Sohn. Nun mein Problem:

Als Eltern funktionieren wir bestens! Als Liebespaar überhaupt nicht (mehr)! Ich habe das Gefühl, uns hält nur noch unser gemeinsames Kind zusammen. Er ist der tollste Vater, den man sich vorstellen kann, aber sobald der Kleine im Bett ist, haben wir uns entweder kaum was zu sagen oder aber es geht eben um Alltägliches! Wir haben auch keinen Sex miteinander, weil er nicht möchte! Er hat keine Lust oder ist müde. Was wir dieses Jahr an Sex hatten, kann ich an einer Hand abzählen. Mittlerweile kann ich es mir auch gar nicht mehr wirklich mit ihm vorstellen (Hygieneproblem!). Noch dazu gibt es viele Dinge, die mich an ihm stören. Er achtet nicht auf sein Aussehen (duschen, frische Unterwäsche, geht nicht zum Friseur, schlechte Zähne), er ist unkommunikativ (schnell genervt wenn ich erzähle und es so aus mir heraussprudelt, hat keine Freunde, geht nicht gerne unter Leute, hat keine Hobbys (außer sein PC und unser Sohn) ist eigentlich das komplette Gegenteil von mir. Ich bin aufgeschlossen, gehe gerne unter Leute, treffe mich mit Freunden usw. Im Prinzip habe ich was die Unternehmungen angehen, mein eigenes Leben. Ich sage nur Schatz, ich geh am WE weg, dann sagt er, ok mach das. Dabei würde ich so gerne mal was mit ihm zusammen unternehmen (Kino, Spieleabend, Weinabend auf dem Balkon). Letzten Monat hat er sogar unseren Hochzeitstag vergessen. Ich dagegen habe ihm einen Tag im Kletterwald mit mir geschenkt. Dass er unseren Hochzeitstag vergessen hatte, fand ich schon sehr traurig. Ich hab dann 2 Tage nicht mit ihm geredet bis er sich reumütig entschuldigte. Ich weiß ja, dass es ihm Leid tat aber mir etwas geschenkt hat er trotzdem nicht. Mir hätte doch wenigstens schon ne Rose gereicht aber nicht mal das kam von ihm. Ehrlich gesagt, habe ich mittlerweile auch gar keine Lust mehr, etwas mit ihm zu unternehmen (Kletterwald), weil er so ein Pessimist ist. Weil es keinen Spaß macht, Dinge mit ihm zu unternehmen. Weil er nur seufzt und angestrengt ist, von der entsprechenden Unternehmung. Es sei denn unser Sohn ist dabei. Dann spielen wir zusammen vergnügt mit ihm und sehen für Außenstehende aus, wie die glücklichste Familie der Welt.

Manchmal denke ich, er hat Burnout. Aber eigentlich ist er einfach so ein Mensch! Nun sagen mir viele Freunde, dass er ja schon immer so war und warum ich jetzt ein Problem damit habe. Ja das ist folgendermaßen. Vor 10 Jahren war ich 19 und habe ihn förmlich angehimmelt. Einen 29-jährigen Freund, den ich liebe, mit geordnetem Leben (Arbeit, Wohnung, Auto etc). Das war für mich DER MANN damals. Mittlerweile bin ich gereift. Ich habe andere Ansprüche, die er glaube ich, gar nicht erfüllen kann, weil er eben auch gar nicht begreift, was ich von ihm will. Wenn ich eine Skala vor mir sehe, von 0 100. Dann war ich damals vor 10 Jahren bei 0 und mein Mann habe ich auf der 100 gesehen. Jetzt habe ich das Gefühl, ich bin auf der 100 und er ist die 0. Ich himmel ihn absolut nicht mehr an. Ich liebe ihn zwar, aber eben irgendwie nicht mehr wie einen Partner, eher wie einen Papa und aus Gewohnheit. 10 Jahre sind eben schon eine lange Zeit. Da trennt man sich nicht so einfach von heut auf Morgen. Ich denke schon, dass er mich auch liebt, er es mir aber aus Bequemlichkeit und Faulheit auch nicht zeigen kann, dass ich DIE FRAU für ihn bin. Also keinen Sex, keine Aufmerksamkeiten, keine Lust etwas mit mir zu unternehmen.

Das ist auch so eine Sache die mich stört. Er macht mir nie Komplimente, weiß mich absolut nicht zu schätzen, hat keinen Sex mit mir, sagt aber, dass er mich liebt. Schön und gut, zwischen SAGEN und TUN liegt aber ein Unterschied. Dass wir keinen bis selten Sex haben liegt wie gesagt an ihm, er möchte nicht. Und das ist seit der Schwangerschaft so. Ich höre soooo oft von Freunden, dass die das nicht verstehen. Ich weiß auch, dass andere Männer mich auf Händen tragen würden, dass ich für die DIE TRAUMFRAU wäre. Und trotzdem bleibe ich bei meinem Mann und bin lieber unglücklich, als mich zu trennen. Ich trenne mich wegen unseres Sohnes nicht von ihm. Es würde mir das Herz brechen, wenn unser Sohn mal nach seinem Papa fragt und ich ihm erklären müsste, dass Papa jetzt woanders wohnt. Das geht absolut nicht. Und mein Mann würde mir dann auch so Leid tun, weil ich ihm quasi seinen Sohn nehme.

Aber andererseits möchte ich doch auch einen liebevollen Partner haben, der mich begehrt, mit dem ich Spaß im Leben haben kann, der mich liebt, der mit mir gerne seine Freizeit verbringt. All das habe ich aber mit meinem Mann nicht. Wenn ich aber die Augen verschließe und mir sage: Alles ist schön. Und nicht weiter darüber nachdenke, was ich bei einem anderen Mann finden würde und wie glücklich ich sein könnte, dann kann ich irgendwie auch damit leben bzw. so habe ich ja die letzten 3 Jahre jetzt gelebt. Im Prinzip macht ja mein Mann nichts schlimmes, so dass es mir leicht fallen würde, mich zu trennen. Aber das ist auch das Problem: Er macht nichts. Ich habe auch schon oft versucht, mit ihm darüber zu reden, aber tut das immer so ab von wegen: Ja nun ist ja gut, sei mal nicht so zickig, hast du deine Tage?, geht das schon wieder los. Er kapiert es einfach nicht. Er will auch nicht mit mir darüber reden. Ihm ist das zu anstrengend. Für ihn ist die Welt schön so wie sie ist mit uns. Bzw. er hat keine Probleme! Ich aber!

Ich hatte ihm auch schon mal vorgeschlagen, ob wir nicht mal ein gemeinsames WE an einem schönen Ort mit Hotelübernachtung verbringen wollen. Dann kommt auch nur von ihm so ein gelangweiltes: Ja malsehen oder sowas. Aber nichts von wegen: Hey Schatz, find ich super, toll das wir gemeinsam Zeit miteinander verbringen. Ich freu mich. NEEE sowas würde er niemals sagen.

Ich fühle mich total ausgebremst. Ich bin die Lebenslust in Person und er der faule pessimistische Stubenhocker!!!

Genauso wenn wir irgendwo gemeinsam hingehen (selten) Geburtstag, Grillfest, Hochzeit oder wie auch immer. IMMER habe ich das Gefühl, ich bin alleine da! Er ist absolut uninteressant, lacht nicht viel, sitzt in der Ecke, hat keine Lust mit jemandem zu reden. Er geht dann lieber zu unserem Sohn und spielt mit ihm. Mein Mann ist ja kein schlechter Mensch. Er ist ein liebevoller Vater, geht verantwortungsbewusst arbeiten etc.

Aber ich, ich werde fast täglich unterwegs angeflirtet und bedauere, dass ich so einen Blödmann zuhause habe. Irgendwie kann mir niemand helfen.

Habt ihr einen Tip für mich? Oder irgendeinen Rat? Würdet ihr euch trennen, damit ihr glücklicher wärt?

LG
MaryLouLove

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6. August 2012 um 15:09

Jein...
Längerfristig würd ich sagen, ja, trenn dich. aber du kannst offensichtlich genau benennen was nicht stimmt, bist sehr reflektiert. mach ihm bewusst, dass du dichtrennst, wenn alles so bleibt wies ist. "aber jetzt ist ja alles gut, schatz" akzeptierst du nicht mehr. sag ihm, dass ihr jetzt aktiv an eurer beziehung arbeiten müsst, sonst hat sie keine zukunft mehr. wäre eine paartherapie denkbar für dich? vielleicht wärs gut wenn ihr einen coach hättet. überleg dir auch, ihm vielleicht all das was du hier geschrieben hast schriftlich in briefform zu geben. vielleicht wirds für ihn "fassbarer" wenn ers so durchlesen kann. ihr bleibt dann nicht beim ersten punkt, der du ihm vorwirfst hängen und verliert euch ihm streit, sondern er hat mal echt eine übersicht über deine gefühle.

bleib nicht nur für dein kind mit ihm zusammen. aber überlege dir, wie weit du für die beziehung bereit bist zu kämpfen. ich wünsche dir alles gute!

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6. August 2012 um 15:22



Nein,ich würde mich nicht trennen.

Eure Ehe braucht eher eine Auffrischung. Es wäre gut da eine Paarberatung in Anspruch zu nehmen, die Euch anleiten kann und damit auch Deinem Mann von einer 3. Person gesagt wird, dass es ernsthafte Probleme gibt.

Die Avancen anderer Männer solltest Du nicht so ernst nehmen. Was von außen attraktiv wirken kann, ist aus der Nähe betrachtet nicht mehr so toll wie es vielleicht wirkt.
Es geht bei der Partnerwahl nämlich nicht darum wem Du gefällst, sondern wer Dir gefällt. Und da zählen die Typen die einen anflirten eher nicht.
Ich habe nach meiner Odysee wirklich alle möglichen Männer kennen gelernt und kann sagen, dass ab einem bestimmten Alter die guten Männer vom Markt weg sind. Da bist Du schon drüber.
Die die übrig sind taugen entweder nichts oder man bekommt die abgelegten Kerle mit Patchwork-Problem und Geldsorgen, problematischer Ex und Kind im Schlepptau.
Es kann schwierig da draußen werden. Mach Dich darauf gefasst wenn Du Dich trennst.

Besinne Dich auch auf die positiven Seiten die er hat. Mache mal eine pro und contra Liste. Ich finde dass eine Generalüberholung nötig ist, weil ihr nun zwei Erwachsene Menschen seid und nicht mehr Teenie und Mann. Ihr müsst es schaffen das ganze auf eine neue Basis zu bringen. Da kann ein guter Paarberater helfen.
Alternativ kannst Du einen Therapeuten für Dich nehmen, um Dir klar darüber zu werden was Du willst und wie Du entscheiden solltest.

Ich war auch 10 Jahre mit meinem Exmann zusammen, trennte mich ohne Kind mit Ende 20. Wir hatten auch Probleme mit dem Körperlichen, ich wollte mehr, er nicht, ich wollte mehr Leidenschaft, während er ein Workoholic war usw.
All das was Du Dir wünscht kann man in einem anderen Mann finden. Aber ist der dann auch der fürsorgliche Vatertyp und einer der Dir Sicherheit geben kann, auf den man sich verlassen kann.
Vielleicht will der dann nicht nur Party mit Dir machen, sondern auch allein mit seinen Freunden, ist ständig unterwegs, ist unzuverlässig usw.

Es ist wichtig dass Du ihm die Dinge die Dich stören auf eine Weise heran trägst die ihn nicht verletzt. Ich denke dass die Hygiene Voraussetzung ist um miteinander körperlich zu werden. Daran muss er arbeiten und vielleicht hat er auch deshalb Hemmungen auf Dich zuzugehen.
Wenn er es einfach vom Elternhaus nicht gelernt hat hygienisch zu sein muss er es als erwachsener halt lernen. Dabei kannst Du ihm helfen, nicht durch Kritik, sondern durch dezente Hinweise, ein neues besonderes Duschgel dass er jetzt gleich ausprobieren kann, ihm ein Bad mit Kerzen einlassen usw.

Man muss auch erkennen dass aus Dir wohl auch eine Frau geworden ist, die ihre Leidenschaft und Attraktivität ausleben will. Begehrt sein will und Erfahrungen machen will.
Oft sind das zwei verschiedene Welten die schwer miteiander zusammen gehen. Der zuverlässige ist nicht immer der heiße Typ, der heiße Typ nicht immer zuverlässig.
Daher wäre es gut wenn Dein Mann sich bemüht Dir auch etwas zu geben wovon Du träumst. Wenn ihr ein neues Kapitel aufschlagt, bei dem er und Du neue Rollen einnehmt.
Wenn ihr das nicht schafft sehe ich schwarz.

LG Mandel

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6. August 2012 um 21:27

Oh das tut mir leid
Weißte, ich bin eine Frau die all das schon hinter sich hat. Und ich kann sagen dass es da draußen allein auf der Suche nicht schoen war, weil man bei vielen Männern wirklich in Abgründe blicken muss.

Aber dein letzter Satz war damals auch für mich entscheidend. Da ich durch die unterdrückten Bedürfnisse komische Wünsche bekam die ich eigentlich ablehnte.
Als ich mich da auch noch unbeabsichtigt platonisch in einen arsch verliebte zog ich die Notbremse.
Die unterdrückten wünsche führten dazu dass ich mich zu sehr auftakelte und zu offenherzig rum lief. Mein ganzes verhalten war lasziv und für meinen Examen umso befremdlicher. Dass alles machte uns beiden Angst.
Ich hatte mir so gewünscht dass er meinen hilfeschrei erhört.
Doch dass tat er nicht. Er ließ mich allein damit und eine paarberatung lehnte er ab.
Ich hätte definitiv nicht ohne Beratung aufgegeben wenn er bereit gewesen wäre.

Nach der Trennung folgten wichtige Jahre in denen ich mich weiter entwickelte. Gegen meinen Willen da ich im komfort meiner Ehe der Ansicht war dass man sich nicht zu Tode entwickeln muss und auch mal einfach bleiben kann.
Denn die Freiheit ist ein verdammt hartes Pflaster.

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6. August 2012 um 22:38

Sehr richtig gedacht
Im Moment brauchst du diese Ruhe und Berechenbarkeit und bei den späteren Zielen auch.
Und ja. Dein Job kann wirklich viel ausgleichen.
Oft muss man auch einfach selbst für Farbe im Leben sorgen und kann sie nicht nur vom gegenüber verlangen der es richten soll. Wobei ich nicht auf marylou anspielen. De n wenn man erst m bei diesem Sex ding angelangt ist wird es super kompliziert.

Thema Kind: ich bereute mich ohne Kind aus der Beziehung gegangen zu sein. Denn ich stand mit leeren Händen da bei einem Punkt der ei er Frau so wichtige ist. Ich fand es schade von einem Menschen der mich soangelangt begleitete und wohl auch auf eine weise passte nichts bleibendes zu haben.
Gleichzeitig hatte es den Vorteil der Freiheit und des Neuanfangs. War aber eine harte bürde.

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6. August 2012 um 23:26


Hallo Mary,

erstmal tut es mir leid, dass es dir in deiner Situation nicht gut geht.

Ich werde versuche mich kurz zu halten: Du hast nur zwei Möglichkeiten: Entweder du redest so mit ihm, dass er versteht, dass du eine Trennung in Erwägung ziehst, weil du nicht glücklich bist oder du erträgst den jetzigen Zustand noch viele Jahre ohne etwas zu unternehmen.

Eins ist sicher: Du wirst nicht glücklicher. Und auch wenn das immer komisch klingt, aber eine unglückliche Frau ist auch eine unglückliche Mama. Du musst in erster Linie versuchen, dass es dir gut geht, nur dann kann es deinem Kind auch wirklich gut gehen.

Was ist so schlimm, wenn Papa wo anders wohnt er ihn aber jederzeit sehen kann? Du darfst das nicht so sehen, dass du deinem Sohn etwas wegnimmst, sondern euch beiden etwas schenkst: Ehrlichkeit, Realität und ein wenig Glücklich sein.

Glaub mir, das Schlimmste für Kinder ist es, wenn sie später mal erfahren, Mama und Papa sind nur wegen mir zusammen geblieben. Noch etwas verfahrener ist es dann, wenn man die Nähe untereinander, die für ein Kind bei seinen Eltern ganz vernünftig und normal ist, nicht mehr lebt. Ein Kuss zwischendrin, den das Kind zwangsläufig mitbekommt, ein netter Blick, ein Grinsen, ein kurzes in den Arm nehmen... Ganz kleine, aber doch wirkungsvolle Gesten.

Lüg dich und deine Familie nicht an. Sei ehrlich! Das ist das Wichtigste und das einzig Richtige. Natürlich sollte eine Trennung sehr gut und bedacht vollzogen werden. Und dennoch: Wenn du nicht glücklich bist und den Respekt deinem Mann gegenüber verlierst, weil du ihn langsam eher als "Lusche" siehst, als stolz auf DEINEN Mann bist, dann ist es fraglich, ob man das nochmal verändern kann. Eine Paarberatung würde ich vor einer Trennung ansprechen. Wenn er das nicht möchte, muss ihm die Trennungskonsequenz auch bewusst gemacht werden. Er hat auch eine Menge zu verlieren.

Alles alles Gute!
LG Susan

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7. August 2012 um 14:21

Da bin ich.
Erstmal danke danke danke für eure Antworten! Ich versuche mal auf alles einzugehen, was mir vorgeschlagen und was gefragt wurde:

Ja ich habe schon öfters mit meinem Mann darüber gesprochen, dass ich unglücklich bin. Wenn wir uns streiten spreche ich das Thema meistens immer gleich mit an (bietet sich ja an). Die letzten Male habe ich das allerdings auch mal so angesprochen, wenn wir uns nicht gestritten haben, damit er mich eben mal ernst nimmt. Erst gestern Abend hab ich ihn wieder angesprochen und ihn gefragt, ob er mal darüber nachgedacht hat, was ich ihm gesagt habe (dass ich finde, dass uns nur noch unser Kind zusammenhält). Seine Worte sind dann folgende: Was kommt denn jetzt schon wieder? Du musst immer nur diskutieren Nein ich seh das nicht so, dass uns nur unser Kind zusammenhält. Ich sagte ihm, dass das doch so ist und ich mir das doch nicht einbilde oder sowas aus Langeweile sage. Dass er mich doch mal ernst nehmen soll (tut er aber nicht). Er wollte mich dann umarmen und mir einen Kuss geben und am besten solle ich doch aufhören damit. Ja ok ich habe gestern nachgegeben und nichts mehr dazu gesagt, aber er merkt schon, dass mir das ernst ist.

Ich sagte ja schon, für ihn ist die Welt ja in Ordnung! Die Paarberatung hatte vor einigen Monaten schon mal angesprochen, da ich der Ansicht war, dass wir zu zweit nicht weiter kommen. Da sträubte er sich aber sofort gegen (zu sowas geht er nicht hin). Gestern Abend hab ich die Paarberatung nun nicht angesprochen. Ich weiß ich hätte ihm gestern direkt noch hintendran sagen müssen, dass wenn sich nichts ändert, wir irgendwann getrennte Leute sein werden. Aber ich bin mir auch gar nicht mehr so sicher, ob so eine Paarberatung überhaupt was bringt. Werde ich dadurch tatsächlich glücklicher? Kann ich mich wieder neu in meinen Mann verlieben? Hat da schon jemand Erfahrung von euch mit?

Dem Kleinen gegenüber sind wir ja ein Paar! Wir umarmen uns, geben uns Küsschen, verstehen uns. Aber irgendwie ist er mir zu langweilig, zu unspontan, zu uninteressant. Ich weiß nicht, ob ich mich entliebt habe. Hmmm bin so ratlos. Ich habe die Vorstellung von einer Familie mit Mutter, Vater und Kind, die sich alle lieben. Und daran versuche ich eben festzuhalten. Ich werde mich nun nicht von heute auf morgen trennen. Nein. Aber wie gesagt irgendwas fehlt mir in unserer Beziehung. Die Aufmerksam von ihm, körperliche Nähe na ja und noch vieles mehr.

Aber wenn ich mich wirklich trenne dann bin ich ja auch nicht glücklicher oder? Im Gegenteil, ich bin einsam und habe keine Betreuung für meinen Kleinen, wenn ich etwas unternehmen möchte. Gut aber ich bräuchte meinem Mann gegenüber keine Rechenschaft ablegen, wann ich wo mit wem gewesen bin.

Pro und Contra-Liste habe ich schon mal aufgestellt und es überwiegt definitiv die CONTRA-Seite

Ja am liebsten wären mir, wenn wir zusammen wohnen bleiben könnten als Freunde! So ist es ja jetzt auch! Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass mein Mann da so mitmacht. Immerhin muss er ja dann damit rechnen, dass ich jederzeit jemand kennenlernen und weg sein könnte. Aber so steh ich auch nicht so unter Druck, jetzt DEN TRAUMMANN finden zu müssen. Ich würde mich dennoch schlecht fühlen, wenn ich mich mit anderen Männern treffen würde und mein eigentlicher Mann zuhause sitzt und unser Kind behütet.

Und mir ist auch klar, dass es da bestimmt viele Idioten gibt draußen.

Ja genau die Sache mit dem Beruf. Das stimmt. Ich habe einen langweiligen Bürojob und vielleicht suche ich gerade deshalb die Herausforderung zuhause! Hätte ich einen Beruf, der mich total herausfordert, käme mir eine ruhige Beziehung bestimmt auch gelegen. Aber so hab ich immer noch total die Hummeln im Hintern wenn ich nach Hause komme und könnte Bäume ausreißen. Er hingegen ist völlig erledigt von Arbeit und freut sich zuhause zu sein.

Ach Mann ich bin immer noch ratlos

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