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OT: Schwiegervater... Brauche einen Rat

15. Juli 2011 um 20:33

Hallo,

Ich habe ein Problem welches mich sehr belastet.
Ich hoffe ihr lest es euch trotz der länger durch.

Zu aller erst muss ich beschreiben wie meine Schwiegereltern sind.
Es sind Südländer und für sie stehen die Kinder und die Familie (das sind ihr Worte) an 1. Stelle und rein GARNICHTS kommt da zwichen.
Es wurde geheult und gejammert weil er vor 4 Jahren zu mir gezogen ist (gerade mal 200 Km weit weg)
Mein Mann muss regemähßig zu Besuch kommen
Er hat dieses Jahr vor lauter Stress Vatertag vergessen.
Am selben Abend wurde er angerufen und Fertig gemacht wie ihm so etwas passieren könne.
Sie wären enteuscht, was ist bloss aus ihm geworden? usw.


Nun kommt das total unerwartete


Ich haben zusammen mit meinem Mann vor ca. 3 Monaten erfahren das mein Mann eine Halbschwester hat.
Für meinen Mann war es ein riesen Schock und er dachte an einen Scherz.
Am nächsten Tag sind wir also zu ihnen gefahren und haben alles besprochen.
Herraus kam, das mein Schwiegervater mit 23 mit einer anderen Frau zusammen war und mit ihr ein Kind bekommen hat.
Kurz nachdem die Frau schwanger wurde haben sich beide getrennt.
Er wollte seinne Tochter nie sehen, hat auch nur gezahlt weil er Unterhalspflichtig war.
Nach 6 Jahren hat diese Frau dann einen neuen Mann kennen gelernt und dieser wollte das Kind Adoptieren, mein schwiegervater hat auch gleich zugestimmt.
Damit war für ihn dann die Sache vergessen.
17 Jahre später hat seine Tochter bei ihm angerufen und wollte ihn Treffen.
Zuerst wollte er nicht, hat dann aber zugestimmt.
Sie haben sich für sage und schreibe 1 Stunde getroffen, und die Mutter meines Mannes war mit dabei.
Mein Schwiegervater hatte mittlerweile schon 3 weitere Kinder (Mein Mann und seine Geschwister) davon hat er allerdings kein Wort erwähnt.
Am ende fragte das Mädchen ob sie sich wieder treffen würden, ihr läge viel darann, er sagte dann das ER sich melden würde.
Dazu kam es allerdings nie, er wollte nicht und hat sich angeblich vor seiner Familie geschämt (wohl gemerkt der Mann war mittlerweile 40 Jahre alt)
Bis zu diesem Tag vor 5 Monaten (mittlerweile waren weitere 25 Jahre seit dem letzten Treffen vergangen und mein Schwiegervater 65 J.), seine Tochter hatte ihn wieder gesucht und gefunden.
Er hat sich wieder mit ihr getroffen und von seinen Kindern erzählt.
Sie wollte ihr Halbgeschwister kennen lernen.
Erst 2 Monate später hat mein Schwiegervater meinem Mann von ihr erzählt.
Leider kam es nicht mehr zu einem Treffen zwichen meinem Mann und ihr.
Sie war schwer Krebskrank und kam ins KH, gestern Abend ist sie dann gestorben ohne das mein Mann sie kennen lernen Konnte.
Und das alles nur weil mein Schwiegervater angeblich so große Angst vor seiner Familie hatte.

So nun zu meinem Problem.
Wie ich oben schon beschrieben habe, sind meine Schwiegereltern sehr Familiär.
Doch WARUM hat mein Schwiegervater dann seine eigene Tochter so im Stich gelassen?
Ich komme damit nicht so ganz zurecht muss ich sagen.
Mich belastet es sehr.
Mein Mann sagt es ist schlimm, aber nicht mein Problem.
Auf der einen Seite hat er recht, aber auf der anderen Seite verabscheue ich meinen Schwiegervater seit dieser Geschichte.
Ich kann ihm einfach nicht mehr so Herzlich wie Früher gegenüber treten.
Besonders da er so tut als wäre nichts gewesen.
Er redet weiter von Seinen Kindern, wie wichtig sie ihm sind, das er nur Glücklich ist wenn sie bei ihm sind.
Aber dabei vergisst er immer wieder seine Tochter um die er sich nie gekümmert hat.

Wie würdet ihr reagieren?

Liebe Grüße, Milka

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15. Juli 2011 um 22:21

Hallo
Die arme Frau!! Sie sucht zweimal ihren Vater und jedesmal wird die quasi zurückgestoßen. Und jetzt ist sie gestorben, obwohl es wahrscheinlich ihr größter Wunsch war, ihre Geschwister kennen zu lernen. Das tut mir echt leid für sie!!!
Deinen Schwiegervater kann ich überhaupt nicht verstehen. Wenn für ihn die Familie an erster Stelle kommt, dann muss er sich doch auch um seine Tochter kümmern. Nur weil man sich von der Mutter trennt, muss man doch trotzdem nicht seine Tochter vergessen. Das ist echt fies!
Ich kann dich verstehen, dass du nicht mehr so herzlich zu deinem Schwiegervater sein kannst. Ich wäre auch erstmal geschockt von so einem Verhalten.
Hat dein Schwiegervater erklärt, warum er so gehandelt hat? Warum er seine Tochter so enttäuscht hat und damit seine Familie verleugnet hat?

Lg Alia

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15. Juli 2011 um 22:35

...
Hallo Alia,

Danke für deine Antwort

Auf die Frage warum er die getan hat, hat er die Schultern gezuckt und meinte "Es ist einfach so passiert" ich habe natürlich nachgehakt und meinte dass so etwas nicht einfach passiert in 42 Jahren.
Da meinte er das er sich vor seiner Familie geschämt hätte (er meinte seine Eltern und geschwister) Aber 1. Wohnen diese alle in Italien und 2. war er doch alt genug um die Verantwort auf sich zu nehmen, besonders wenn er so ein Familien Mensch ist wie er immer sagt.
Mein Mann kann es auch garnicht verstehen, besonders da wir eine kleine Tochter haben und er es von klein auf gelernt hat zu seien Kindern zu stehen.

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15. Juli 2011 um 22:45

...
Acuh dir ein Danke für deine Antwort Glucke,

mein Mann hat schon das Gespräch gesucht.
Aber er blockt immer ab.
Und meint das es jetzt egal ist, da es zu spät ist.
Er ist sich auch keiner Schuld bewusst.
Zuckt nur mit der Schulter und fragt "Was möchtest du jetzt von mir? es ist doch vorbei"
Und "was passiert ist, ist passiert"
Ich muss sagen, das ich mich nicht so ganz traue ihn darauf an zu sprechen, besonders da meine Schwiegereltern sich nichts von anderen sagen lassen.
Besonders keine Kritik an der Familie.
Mein Mann wurde schon angeschrien als er näher nach gefragt hat und seinen Vater gesagt hat das er enteuscht von ihm ist.

Es macht mich einfach so Wütend, so etwas von einem Menschen zu hören, der einem immer Heile Familie vorgespielt hat.

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16. Juli 2011 um 12:24

Hallo...
Hat vielleicht noch jemand eine Meinung oder sogar einen Rat?

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16. Juli 2011 um 16:09

Hm..
ich könnte mir vorstellen, dass es ihm selbst weh tut.
Vielleicht würde er auch Kontakt zu seiner Tochter haben wollen, aber durch die Ehrensache hat er es vermieden.
Und jetzt möchte er darüber nicht mehr sprechen, weil er selber ein schlechtes Gewissen hat und nicht daran erinnert werden möchte...
Das wäre eine Möglichkeit von vielen...
Ich würde da nicht mehr weiterbohren...natürlich ist es bedauerlich, dass seine Tochter ihre Familie nicht kennenlernen konnte, er war der Einzige, der es ermöglichen konnte.....aber man kann es jetzt dadurch nicht mehr ändern.

Man muss sich auch vorstellen, mittlerweile ist es ganz normal, wenn man ein Kind von der ersten Frau hat und alle zusammen als Patchworkfamilie leben...aber vor einigen Jahren war das noch ganz anders und er ist dadurch geprägt, damit aufgewachsen und kann, obwohl es mittlerweile gesellschaftlich anerkannt ist, sich von seiner Erziehung und seinen Moralvorstellungen und die seiner Familie nicht lösen.
Das wäre meine Theorie

Vielleicht kannst du mehr darüber erfahren, wenn sich alles gelegt hat..

LG

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16. Juli 2011 um 21:06

...
Vielen Dank für eure Antworten.

Nun noch etwas über meinen Schwiegervater, ich hoffer so kläre ich ein paar Fragen.

1. Er hatte das Kind mit dieser Frau geplant, sprich es war ein Wunschkind, er wollte sie heiraten.
Doch sie hat einen Fehler gemacht als sie schwanger war oder kurz nach der Geburt des Kinder (was wollte er nicht sagen)
Er wollte ihr nicht verzeihen und hat sich getrennt.

2. Die Mutter hat ihm nicht den Kontakt verboten, er hätte das Kind sehen dürfen.
Nur er wollte nicht.

3. Er hat nicht gezahlt, er als er vom Gericht dazu aufgefordert wurden und erst nach einigen Jahren.

4. hat er gesagt das er sich gefreut hat als der neue Freund der Mutter das Kind adoptieren wollte, da er nicht mehr Zahlen musste.
Er sagte, er hätte eine eigene Familie zu ernähren (er hat aber nicht schlecht verdient)

5. Hat er dem Mädchen VERSPROCHEN das er sich noch ein 2. mal mit ihr trifft, hat das Versprechen aber gebrochen.

6. Seine Frau wusste von diesem Kind von Anfang an, hat ihm auch den Kontakt erlaubt (Ob es stimmt, wissen wir nicht)

Diese Punkte machen mich einfach so wütend und ich kann es nicht verstehen.

Ich muss sagen, das ich mittlerweile verunsichert bin, ob ich es ansprechen soll oder nicht.
Immerhin bin ich NUR die Schwiegertochter, also in 1. Linie betrifft es mich nicht.
Aber ich sehe wie mein Mann leidet und traurig ist und wie es mich selbst wütend und traurig macht.

Gruß Milka

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16. Juli 2011 um 21:20

Vergessen....
Ich glaube ich habe vergessen zu erwähnen, dass das Gespräch (welches er abgeblockt hat) vor dem Tod der Tochter statt fand.
Damals wusste er noch nicht wie schlimm es um sie steht.
Sie saß zwar schon im Rollstuhl und sagte das sie Krebs hat, aber keiner wusste das es so schnell zu Ende sein wird.

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16. Juli 2011 um 21:33

...
Leider gibt es keine Person die vermitteln könnte.
Von seiner Familie aus SOLL er erst garnicht nach fragen.
Uns wurde alles erzählt und damit war die Sache erledigt.
Der Bruder meines Mannes weiß noch nicht einmal das es die Halbschwester gab.
Sein Vater möchte es nicht.

Aber es macht mich 1. traurig das es meinen Mann so belastet.
Und 2. Fällt es mir ungalublich schwer mit diesem Mann an einem Tisch zu sitzen wärend er mal wieer (und das macht er 100 mal am Tag) von seinen Kindern erzählt und wie er sich immer sooo toll um alle gekümmert hat.
Er hebt sich als Vater auch immer in den Himmel.
Und dann kommt so etwas.

Ich habe mich entschieden es nicht anzu sprechen, wie ihr schon sagtet, mein Mann muss diesen Schritt gehen.
Danke das ihr mir geholfen habt, ich wusste echt nicht ob ich es tun soll oder lieber nicht.

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