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OT Sie fehlt mir

31. Januar 2012 um 11:50 Letzte Antwort: 1. Februar 2012 um 0:26

Heute vor 3 Jahren wollte ich eigentlich zu meinen damaligen Freund fahren doch mein Gefühl sagte mir dass ich zuhause bleiben sollte.

Heute vor 3 jahren starb meine Mutter mit gerade mal 48Jahren ganz plötzlich und ohne jede Vorwahrnung.

Ich fand sie bewusstlos versuchte ihren Puls zu fühlen doch da war nichts.Ich rief meiner Schwester zu,sie war damals 14,dass sie zu meiner Tochter gehen soll die in ihrem Zimmer spielte.Ich wolte auf keinen Fall dass sie ihre Oma sieht.Dann rief ich den RTW und als sie kamen sah ich mit zu wie sie versuchten sie wiederzubeleben.Doch es war vergeblich sie schafften es nicht.

Sie trugen sie ins Wohnzimmer wo sie sie auf die Couch legten.Ich rief dann den Bestatter an und er meinte dass es noch etwas dauert ehe sie sie holen können da sie gerade auf einer Beerdigung wären.Meine Mutter lag dann 4std im Wohnzimmer und meine Schwester,meine 2Kinder und ich warteten solange im Kinderzimmer.

Meine Mutter konnte nie ihre 2 anderen Enkel kennenlernen die nach ihrem Tod kamen.Sie fehlt uns sehr.


Meine schwester wohnte ein knappes Jahr mit mir zusammen ehe sie zu ihrem Vater zog.Wir wohnten damals mit unserer Mutter in einem Mietshaus wo wir nach ihrem Tod raus mussten.Ich wohne jetzt mit meinen Kindern und meinen Freund in einer 4 Zimmer-Wohnung.

Ich bin 25 und Vollwaise...


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1. Februar 2012 um 0:26

...
Ich kann dir gut nach fühlen..

Damals war ich nichtmal ein halbes Jahr achtzehn Jahre alt als meine Mutter verstarb. Mein Vater verstarb 10 Jahre vorher.
18 und Vollwaise inkl. heftige Geschichte danach..

Der Horror ging immer weiter, ich war auf mich allein gestellt, kein Verwandter der mir hätte helfen können. Stand mit Haus und Hof allein.
Der Horror ging zwei Jahre lang weiter. Es kam eins nach dem anderen. Auch jetzt spüre ich noch die Folgen insbesondere in der Potte.

Es kommen auch immer wieder die Bilder .. egal ob von meinem Vater (mittlerweile 13 Jahre her) oder von meiner Mutter. Mittlerweile finde ich es sehr schade, das sie niemals ihr Enkel kennenlernen kann.
Ich denke vieles in meinem Leben wäre anders gelaufen aber hey ich denke immer an ihren Spruch (wir hatten auch viel durch machen müssen nach Vaters Tod) "Weißte, das Leben geht immer weiter, das bleibt nie stehen, irgendwie geht es immer weiter .. irgendwie. Man muss das beste draus machen."

Jetzt bin ich bin schwanger und denke mir öfters "Ach Mensch, wie schön wärs Mutti zu erzählen." Aber das leider nicht möglich. Dennoch habe ich nie aufgegeben und immer gekämpft. Mir ist soviel Mist in den Jahren danach passiert, wo ich denke viele hätten aufgegeben. Aber ich habe immer weiter gemacht und denke, ich werde es auch weiterhin schaffen.

Trotzdem: sie fehlt mir unheimlich. Genauso wie auch mein Vater.

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