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OT: Situation in Griechenland

6. Juli 2015 um 11:06 Letzte Antwort: 9. Juli 2015 um 14:32

Hallo zusammen,

was sagt ihr zum Thema Griechenland?
Zum Referendum und zum jetzigen Rücktritts Varoufakis?

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6. Juli 2015 um 11:29


Mich regt die Griechische Regierung auf und ich bin froh dass Mr.Grinsefratze endlich weg ist.
Die griechische Bevölkerung hat aber ebenfalls die rosarote Brille auf. Dass sie ihren Fehler nicht einsehen.

Wieso sollen die anderen EU-Bürger mit ihren Steuern ihre Schulden bzw Leben finanzieren und die Griechen bekommen es nicht mal gebacken ihre Steuern zu zahlen bzw einzutreiben.

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6. Juli 2015 um 11:33

Interessant
dass Varoufakis keine Lust mehr hatte, verstehe ich. Ich hätte auch hingeschmissen. Schade, denn ich denke, er hat schon viel Ahnung und weiß, von was er spricht. Er war vielleicht zu unkonventionell für den Rest der Eurogruppe.
Aber vielleicht bringt das jetzt einen Schub in die Verhandlungen, wenn die Herren der Eurogruppe nun nicht mehr mit ihm verhandeln müssen
Ansonsten bin ich zwiegespalten, mir fehlt das Wissen was genau aktuell die Probleme genau sind. das was hierzulande in den Medien geschrieben wird und von Politikern gesagt wird, kann man ja echt knicken. Das ist schon Hetzerei und Stimmungsmache. Richtig neutral und sachlich ist das nicht mehr.

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6. Juli 2015 um 11:36
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Interessant
dass Varoufakis keine Lust mehr hatte, verstehe ich. Ich hätte auch hingeschmissen. Schade, denn ich denke, er hat schon viel Ahnung und weiß, von was er spricht. Er war vielleicht zu unkonventionell für den Rest der Eurogruppe.
Aber vielleicht bringt das jetzt einen Schub in die Verhandlungen, wenn die Herren der Eurogruppe nun nicht mehr mit ihm verhandeln müssen
Ansonsten bin ich zwiegespalten, mir fehlt das Wissen was genau aktuell die Probleme genau sind. das was hierzulande in den Medien geschrieben wird und von Politikern gesagt wird, kann man ja echt knicken. Das ist schon Hetzerei und Stimmungsmache. Richtig neutral und sachlich ist das nicht mehr.

PS
Bin im August für 2 Wochen im Urlaub bei Thessaloniki. Vielleicht kann ich dann exclusiv berichten

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6. Juli 2015 um 11:48

Jepp
Bei denen kann man sich gut informieren, ich lese da auch ab und zu rein. Die deutschen Medien kann man in der Sache wirklich vergessen. Ich hab nur wenige Artikel gelesen, die objektiv und sachlich berichtet haben, die anderen enthielten nur Griechenbashing oder "die wollen nur unser Geld, gehen mit 50 in Rente, hassen uns und bezeichnen uns alle als Nazis" und das selbst in Medien, die eigentlich sonst nicht so boulevardesk sind. Eigentlich fand ich neutrale und objektive Artikel in den etablierten deutschen Printmedien nur in der taz und ansonsten auf einigen unabhängigen Internetportalen.

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6. Juli 2015 um 11:53

Schwieriges Thema
da sehr sehr vielschichtig.

Ich persönlich befürworte den Rücktritt Varoufakis. Er hat viel zu hart verhandelt. Dadurch kam es immer wieder zu Verzögerungen und es gab keine Lösung. Ich hoffe sehr, dass sein Nachfolger mehr in Richtung "Win-Win" verhandelt. Dass die "Spender"-Länder nicht das Geld einfach bedingungslos herschenken wollen, kann ich sehr wohl nachvollziehen. Angesichts dessen, dass Griechenland bereits sehr sehr viel finanzielle Hilfen bekam ist die Verhandlungsweise Varoufakis fast schon unverschämt gewesen. Kein Wunder, dass man seinen Forderungen nicht nachkommen wollte.

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6. Juli 2015 um 11:56

Ich halte nicht viel davon, dass man auf griechenland schimpft
Man sollte sich vielleicht mal den Grund für den wirtschaftlichen Zusammenbruch anschauen.
Man sollte auch nicht Politik, Banken und Volk auf eine Stufe stellen. Die Griechen können das sehr gut trennen. Wir haben damit grössere Probleme. Natürlich gibt es auch die, die auf das Volk rumhacken und dabei meinen sie eigentlich die Politik, aber das sind die wenigsten. Die Deutschen sind da noch schlimmer...ich sage nur Pegida...hier kriegt man es nicht mal auf die Reihe es im eigenen Land zu unterscheiden.

Ich finde es schade, dass er hingeworfen hat, denn der Mann hat einen verdammt klugen Kopf auf seinen Schultern. Verstehen kann ich ihn.
Tcha und die Medien...sucht euch alle Medien aus, die darüber berichten, aber bitte nicht die deutschen Medien.
Ernsthaft...da könnt ihr gleich die Titanik lesen und die Texte auf die Goldwaage legen und darüber die eigene Meinung bilden. Sucht euch etwas neutrales, lest euch in die Sache ein und dann könnt ihr urteilen, aber dann wird man sehen, dass die Griechen gar nicht so böse, geldgeil und faul sind.

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6. Juli 2015 um 11:57
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PS
Bin im August für 2 Wochen im Urlaub bei Thessaloniki. Vielleicht kann ich dann exclusiv berichten


Grossartige Wahl.

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6. Juli 2015 um 11:58

Ja, stimmt
Ich bekomme nur vieles leider nicht mehr mit in meiner Babyblubberblase
ich frag mich aber auch, wie es dazu kommen konnte und warum es hierzulande so extrem ist. Dass es wirkt, sieht man hier im Thread auch schon sehr gut. Aber warum musste es so weit kommen?

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6. Juli 2015 um 12:01
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Grossartige Wahl.

Jaaa freue mich auch total
Bin bei einer alten Studienkollegin eingeladen. Obwohl ich Deutsche bin

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6. Juli 2015 um 12:49

Natürlich handelt ein kreditgeber nicht aus nächstenliebe
Ich schimpf auch gar nicht auf die Griechen an sich. Nur auf die Art und Weise wie Varoufakis verhandelt. Ich hoffe sehr, dass man mit einem anderen Verhandlungspartner eine Lösung findet, mit der alle zufrieden sind. Sowohl die Kreditgeber als auch die Griechen.

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6. Juli 2015 um 13:46

Puuuh
bin ja weder wirtschaftsexperte noch politiker...
und so richtig seh ich da schon lang nimmer durch.

aber... ich bin der meinung das den griechen geholfen werden muss. und ich wäre auch für einen schuldenschnitt.
denn egal was jetzt am ende bei rauskommt, ihre schulden werden sie lange lange lange lange zeit nicht zahlen können, wenn überhaupt.
dann doch lieber einmal ein cut und von vorne starten.

mir tun auch die mensche dort leid. die ganze situation.
natürlich sollten sie auch ein bissel umdenken, renteneintritt, pensionen ect.
aber sowas geht halt auch nicht knall auf fall. ich denke das ist schon ein langfristiger wandel von nöten um irgendwann auf eigenen beinen stehen zu können.
lasst mal 20-30 jahre ins land ziehen.

desweiteren sind wir alle in der eu. für mich bedeutet es das die starken den schwachen unter die arme greifen, ihnen eine hand reicht, das man gemeinsam versucht das kind aus dem brunnen zu ziehen. natürlich muss dann jeder seinen beitrag leisten. aber human und verträglich.

was mich total aufregt sind so blöde komentare ... wie von mama2008...:

"...Also wenn ich ehrlich bin ist es mir scheiß egal was mit den Griechen passiert. Ich habe mitbekommen was die Griechen über die deutschen denken und das reicht mir. Ich würde auch nie dort Urlaub machen. Sollen die doch verhungern. Die wollen immer mehr Geld von uns..."

ich denke nicht das die mehrheit der dortigen bevölkerung so denkt. ich möchte von anderen leuten in fremden ländern auch nicht als nazi beschimpft werden... (ihr fackelt alle flüchtlingsheime ab, ect.pp.).
du wünscht ihnen den hungertot?... wie armseelig ist das bitte? da schäme ich mich für dich und deine aussage.
lern die leute doch mal vor ort PERSÖNLICH kennen.


nein, wir sind eine große europäische gemeinschaft, eine familie, und da sollte man sich helfen.

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6. Juli 2015 um 14:30

"Deutschland hat nie bezahlt"
Ein interessantes Interview mit Thomas Piketty in der Zeit. Insbesondere für diejenigen, die danach schreien, Griechenland doch links liegen zu lassen. Zumal es so einfach ja auch nicht ist...

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6. Juli 2015 um 16:29

Kann ich gar nicht bestätigen
Also ich war schon mehrfach in Griechenland (Festland und Inseln). Zuletzt grad erst vor 4 Wochen auf Kreta. Wir sind noch nie unfreundlich behandelt worden. Ganz im Gegenteil.
Im Gegensatz zu Deutschland ist man dort kinderfreundlich.
Wir waren mit Sicherheit nicht das letzte mal dort.
Klar sind dort Fehler passiert, aber auch das perfekte Deutschland hat in der Vergangenheit den ein ider abderen Fehler gemacht.
Und das dort niemand einfach so hurra ruft bei den angedachten Sparplänen kann ich verstehen. Möchte wissen wieviele hier freiwillig auf einen Teil vom Lohn oder der Rente verzichten würden....

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6. Juli 2015 um 17:30

Ich finde Varoufakis
wahnsinnig interessant, ich meine, den Mut muss man erst mal haben, SO auf der europäischen Bühne zu erscheinen und sich dann nicht erweichen lassen wie seine Vorgänger... wahnsinn! Jeder, der sich näher mit dem Thema beschäftigt, weiß, was da auf EU-Ebene so läuft, welche Verkrustungen da teilweise herrschen und er kommt da einfach wie eine Bombe, killt die Troika, und zieht seinen Stiefel durch. Das muss man sich erst mal trauen. Schade, dass die anderen EU-Finanzminister davon nicht so begeistert waren und dass auch in den Medien sein Stern immer weiter sank (teils durch Missverständnisse, teils auch von ihm verursacht). Mich hätte schon interessiert, wie es weitergeht und ob sein Weg nicht vielleicht doch der bessere gewesen wäre. Aber gut.
Ansonsten hoffe ich, dass es bald eine Einigung gibt, die nicht nur den Gläubigern hilft, sondern auch dem Volk, denn das leidet derzeit am meisten.
Ehrlich gesagt denke ich im Gegensatz zu vielen anderen, dass diese griechische Regierung im Gegensatz zu ihren Vorgängern vielleicht das Zeug hat, die Krise entscheidend zu verbessern.

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6. Juli 2015 um 18:05

Ich fand/finde Herrn Varoufakis auch sehr interessant
und mutig. Und ich würde mir genau solche Mut auch manchmal von anderen Politikern wünschen.

Davon abgesehen finde ich nicht, dass "die Griechen" selbst Schuld sind, nur weil es eben dort Korruption gibt, und nicht unbedingt alles so geregelt ist wie bei uns. Bei uns sind genügend Dinge zwar geregelt, aber Schlupflöcher gibt es trotzdem genügend, und ich bin mir eigentlich recht sicher, dass es auch bei uns einige reichere gibt, die schon wissen, wie sie ihre Kohle "rumscheffeln" und "rumschieben" können. Mal abgesehen von den ganzen großen Konzernen (die hier von einigen sicherlich gut unterstützt werden ), die auch nicht wirklich gerecht ihre Steuern abführen... Auch darüber gab es eine gute Folge bei "Die Anstalt"...

Was dazu in unseren Medien gesagt wird glaube ich nur zum Teil und versuche immer, mich auch anderweitig zu informieren.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich sowieso erschrocken darüber bin, wie diese "großen Leute" (Politiker) miteinander umgehen (und ich finde das zeigt sich gerade in der Situation mit Griechenland auch sehr deutlich). Da wird sich aufgeregt darüber, wie Herr Varoufakis auftritt, aber über unsere regt sich keiner auf? Persönlich werden, beleidigen, etc., das ist alles in Ordnung "da oben"? Mal davon abgesehen, dass sie es ja alle nicht so haben mit dem Ausreden lassen... Da wird zugehört höchstens um zu antworten, aber nicht um zu verstehen, was der andere zu sagen hat, und wehe, was gesagt wird passt nicht in den Kram, dann wird mittenreingeredet. Nicht zu vergessen der aggressive Tonfall und diese Mentalität "wer lauter ist hat Recht".

Gerade die Folge der Anstalt damals über Griechenland fand ich mehr als sehenswert.



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6. Juli 2015 um 18:16
In Antwort auf

"Deutschland hat nie bezahlt"
Ein interessantes Interview mit Thomas Piketty in der Zeit. Insbesondere für diejenigen, die danach schreien, Griechenland doch links liegen zu lassen. Zumal es so einfach ja auch nicht ist...

Ich mag jetzt nicht stänkern,
aber Piketty ist leider mit Vorsicht zu genießen. Der neue Star unter den Ökonomen ist auch keine ehrliche Haut. Etliche Zahlen in seinem Buch sind zu Gunsten seines Ökonomiekonzeptes beschönigt und verdreht worden.

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6. Juli 2015 um 18:26

Schau dir doch einfach mal den stand von deutschland an
Mit Anstand und Menschlichkeit ist dieses Land nicht zu diesem Stand gekommen. Da wundert es mich nicht, dass viele so denken. Woher soll es denn auch kommen? Was man sät, das erntet man.

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6. Juli 2015 um 19:25

Wir
waren vor kurzem in Griechenland, abseits der Touripfade und so sehr hassen die Griechen jetzt die Deutschen auch nicht Glaubt nicht alles, was ihr so liest. Das meiste sind nette Menschen, die einfach nur in Ruhe leben wollen, ohne Angst. Daran ist nichts verwerfliches, oder? Deshalb finde ich es ein bisschen hart, was hier geschrieben wird.
Das Ganze ist eine lange Geschichte des Versagens verschiedener Parteien und Institutionen. Die Schuld nur dem Volk und der aktuellen Regierung anzulasten ist zu kurz gedacht.

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9. Juli 2015 um 14:32

"Athen und das Euro-Problem: Hintergründe zur Griechenlandkrise - endlich verständlich - SPIEGEL ONLINE
http://spon.de/aexpO"

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