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OT: Thema "Anlauttabelle"

23. März 2016 um 16:28

Huhu

In unserer Grundschule wird das Lesen und Schreiben mit der sog. Anlauttabelle gelernt.
Ich selbst und auch mein Mann sind "Fiebelkinder"
Wie es so ungefähr funktioniert weiß ich schon, mich würde aber auch interessieren welche Vor-und Nachteile diese Lernmethode hat.

Lg.

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23. März 2016 um 16:36


Ich sehe es so:
Vorteil: die Kinder können schnell alles schreiben; das Prinzip ist nicht schwer zu verstehen.
Nachteil: du darfst nicht auf Rechtschreibung achten Ich fand das katastrophal, erst in der dritten Klasse wurde ernsthaft damit begonnen...

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23. März 2016 um 22:23

Und
Wie soll die Rechtschreibung dann gelernt werden? Geht das im Nachhinein überhaupt noch?

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23. März 2016 um 22:29

Darf ich mal eine frage reinwerfen
also darf ich als mama die ersten zwei jahre auch nichts korrigieren und muss den vogel als Fogel hinnehmen?

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23. März 2016 um 22:35
In Antwort auf heuel1

Und
Wie soll die Rechtschreibung dann gelernt werden? Geht das im Nachhinein überhaupt noch?

Da kann ich jetzt nur von meiner Tochter sprechen
und muss gleich dazu sagen: sie liest recht viel, was enorm unterstützt.

Fehler wurden bei uns von Anfang an angestrichen, aber nicht gewertet. Ich bin das mit meiner Tochter bei einfacheren Wörtern auch von Anfang an durchgegangen und haben über die Fehler gesprochen.

Es werden ab Mitte zweite Klasse Regeln gelernt. Dinge wie "Nicht scht, sondern st", "Nomen schreibt man groß", "Nach kurzem Vokal kommt ein Doppelkonsonant", "Verben schreibt man klein" etc. Dazu gibt es dann Übungen und die Kinder merken sich schon einiges.

Jetzt in der dritten Klasse wird es laaaaaaangsam besser. Was ich aber überhaupt nicht verstehe: die haben bisher keine Nachschrift (vorab geübter Text, der diktiert wird) oder Diktat geschrieben. Die Rechtschreibung wurde meines Wissens nach noch nie wirklich beurteilt.

Ich bin von der Methode nicht so ganz überzeugt... am Anfang geht es echt flott, aber die Fehler auszumerzen ist wirklich mühsam!

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23. März 2016 um 22:37
In Antwort auf xwhaea

Da kann ich jetzt nur von meiner Tochter sprechen
und muss gleich dazu sagen: sie liest recht viel, was enorm unterstützt.

Fehler wurden bei uns von Anfang an angestrichen, aber nicht gewertet. Ich bin das mit meiner Tochter bei einfacheren Wörtern auch von Anfang an durchgegangen und haben über die Fehler gesprochen.

Es werden ab Mitte zweite Klasse Regeln gelernt. Dinge wie "Nicht scht, sondern st", "Nomen schreibt man groß", "Nach kurzem Vokal kommt ein Doppelkonsonant", "Verben schreibt man klein" etc. Dazu gibt es dann Übungen und die Kinder merken sich schon einiges.

Jetzt in der dritten Klasse wird es laaaaaaangsam besser. Was ich aber überhaupt nicht verstehe: die haben bisher keine Nachschrift (vorab geübter Text, der diktiert wird) oder Diktat geschrieben. Die Rechtschreibung wurde meines Wissens nach noch nie wirklich beurteilt.

Ich bin von der Methode nicht so ganz überzeugt... am Anfang geht es echt flott, aber die Fehler auszumerzen ist wirklich mühsam!

Und was ist
der vorteil ggü. der fibelmethode?

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23. März 2016 um 22:41

Bei uns wird jetzt schon in der zweiten Klasse korrigiert
Aber auch erst jetzt im zweiten Halbjahr. Gibt dann halt Smileys statt Noten.
Bei meinem Sohn hat das super funktioniert. Nur mit i, ie hat er Schwierigkeiten. Ich war auch erst skeptisch. Aber er hat ja noch Zeit.

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24. März 2016 um 0:07

@eddie
Der Vorteil ist, dass die Kinder gleich alle Worte schreiben können, die sie schreiben wollen. Auch kleine Geschichten und so. Liest sich dann sehr nett, vor allem wenn die Kinder Dialekt sprechen. Ich wohne in Bayern... ihr könnt euch das vorstellen, oder?
Meine Tochter hat mir mal nen Einkaufszettel geschrieben:
gadofen (Kartoffeln)
zwifen (Zwiebeln)
geibaruam (Gelberüben)
hianwuascht (Hirnwurst, Gelbwurst)

Manche Sachen muss man drei Mal lesen, bevor man weiß, was das Kind gemeint hat

Und nein, du sollst ausdrücklich nicht korrigieren! Die Kinder sollen so schreiben. Die Regeln lernen sie ja auch erst viel später, daher macht das auch gar nicht so viel Sinn.

Mir persönlich liegt die Fibelmethode mehr... auch wenn man am Anfang nur kleine kurze Sätze liest und schreiben kann.

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24. März 2016 um 0:26

Meine tochter
Hat da mittlerweile keine probleme.so bis mitte der 3. Klasse dachte ich echt oft....boa ,so doofe fehler...aber es wird echt immer besser und sie macht wenn,eher mal nen fehler bei der punkt und kommasetzung und bei klein und gross ab und an.das i und ie ueben die grade ,davor das lautlose h. Schwierige woerter ,die zb in texten vorkommen,bekommen sie auf einem extra zettel in tabellenform und haben das dann mehrmals hintereinander als hausaufgabe.sie muessen die woerter abschreiben.also jeden tag eine tabellenspalte und das dann 3 tage lang.in der regel sitzt das wort dann.

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24. März 2016 um 9:04

Bei uns in der Schule
wird die Leselernmethode sehr unterschiedlich gehandhabt.
In der Klasse meines Sohnes wurde die Anlauttabelle verwendet. Habe da sehr ausführlich mit der Lehrerin drüber diskutiert. Ich war sehr skeptisch. Im Oktober schrieben sie so Sätze wie trauriger Tiger toastet Tomaten . Sie schreiben sehr viele Wörter, ohne dass sie die schon lesen konnten. Und Sie buchstabieren auch sehr viele Wörter. Die Lehrerin erklärte mir, dass sie darauf achtet, dass die Kinder auch lernen, das man bei Tafel zum Beispiel das e nicht hört, dass es zwischen f und l immer ein e gehört. Das ist eine Regel, die die Kinder sich merken sollen. Es scheint sehr gut zu funktionieren. Mein Sohn kann seit Weihnachten komplett alles lesen. Die Betonung ist zwar noch etwas lustig, aber immerhin und Schreiben klappt auch ziemlich gut. Die Lehrerin macht regelmäßig "Sofa-Test". Ich bin wieder Erwarten ziemlich begeistert.

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