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Ot wenn man sich selbst in einer beziehung zum negativen verändert

14. Februar 2015 um 21:23

Hallo
Vllt gibt es hier andere die diese erfahrung gemacht haben und mir was darüber erzählen können.

Ich bin gerade dabei mich zu trennen. Neben vielen kleinigkeiten sind rückfälle in süchte von seiner seite aus die gründe.
Der hauptgrund ist aber das ich mich selbst in konstellation mit diesem mann nicht mehr ertrage.
Ich bin eine dauernd meckernde, unzufriedene, dominante frau geworden.
Oft ist es mir aufgefallen, aber bestimmte verhaltensweisen von ihm führen einfach dazu das ich mich dann nicht im griff habe und wahndinnig wütend werde.
Ich habe versucht mich zu kontrollieren.
Mir geht und ging es bisher mit keinem anderen menschen so.
Auch am anfang der beziehung war es nicht so. Erst als wir probleme bekamen und diese scheinbar bewältigten kam diese wut ins spiel, die sich bei kleinigkeiten im alltag enlädt.
Ich habe mich nun getrennt, und fühle mich erleichtert, denn nun bin ich nichz mehr wütend.
Ich habe aber Angst in einer neuen beziehung evtl genauso zu sein, denn dies war meine erste richtige beziehung und so habe ich keinen wirklichen vergleich:/

Lg

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14. Februar 2015 um 21:49

Hmm
ich finde es schwierig, dir wirklich etwas sinnvolles zu raten. Spontan kam mir aber eine eigentlich etwas abgedroschene "Weisheit" in den Sinn: das Gegenteil von Liebe ist Gleichgültigkeit. Deine Wut zeigt doch eigentlich hauptsächlich, dass dir etwas daran lag, dass es einen gemeinsamen Weg gibt. Wahrscheinlich hast du innerlich gemerkt, dass es den Weg nicht gibt und irgendwie mit dieser Wut und Dominanz versucht dennoch darum zu kämpfen. Ich finde nicht, dass das zeingend "gegen dich" spricht...

Ich stelle noch einen blöden Vergleich auf (und hoffe den nimmst du mir nicht übel ): meine Tochter ist 3.5 Jahre alt und im allerbesten Trotzalter. Wenn ihr etwas nicht gelingt, wird sie total frustriert und wütend und schreit auch gerne mal rum... dabei setzt sie sich manchmal einen sehr hohen Massstab, was gelingen heisst, sie will gewisse Dinge so gut können wie wir was total unrealistisch ist. Immer wieder denke ich mir, dass ich sie eigentlich gut verstehe. Irgendwo ist es doch frustrierend, wenn man genau weiss, wo man hin will, was man erreichen will, aber einfach nicht vom Fleck kommt. Ich glaube ich tendiere in meiner Beziehung auch dazu, wenn wir Probleme haben und ich das Gefühl habe, mich im Kreis zu drehen, dominanter zu werden. Alles andere frustriert mich... ich weiss z.b. WAS für mich problematisch ist, ich brauch das nicht täglich zu diskutieren da werde ich irgendwann einfach "trotzig"...

Ich glaube es ist müssig, dir Gedanken zu machen, ob es in einer nächsten Beziehung wieder so sein wird. Es wird anders sein. Du wirst anders sein. Und Probleme werdet ihr längerfristig wahrscheinlich auch haben... das gehört dazu. Die Art und Weise der Probleme wird sich dann schon zeigen...

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14. Februar 2015 um 22:38

Huhuu
Das Gefühl kenne ich. Mir ging es genauso. Mit meinem exmann, war ich irgendwann nicht mehr ich.
In unserer ehe bin ich zu etwas geworden, was ich nie werden wollte.

Ich war früher ausgelassen, ruhig, fröhlich usw.
In unserer ehe mutierte ich zu ner verzickten, gereizten, schreienden, schnell aus der haut fahrenden monster. Irgendwann hab ich mich selbst gehasst. Auch meine kinder bekamen das oft zu spüren. Wegen manchmal Kleinigkeiten bin ich an die decke gegangen.

Ich wurde richtig verbittert. Dann kam die Trennung. Solch eine Erleichterung!! Es besserte sich, aber leider war ich schon so lang so, dass es schwer war diese Verhaltensweisen abzulegen. Ich kämpf immer noch damit, endlich wieder zu mir selbst zu finden.

Aber ich merke und vor allem meine Kinder merken es wird stetig besser. Bin wieder viel ausgeglichener, viel ruhiger, fröhlicher als vorher. Geh net mehr ganz so schnell an die decke.

Wie es in einer neuen Beziehung wird. Keine ahnung. Aber ich habe mir vorgenommen es nicht mehr soweit kommen zu lassen.

Lg und alles gute

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14. Februar 2015 um 23:06

In der
Beziehungskonstellation mit einem- wie auch immer geartet- süchtigen Menschen ist man niemals wie man tatsächlich ist, weil es keine gesunde Beziehung ist. Das kann es ja auch nicht sein, weil die Probleme des kranken Menschen immer im Vordergrund stehen, alles überdecken und gar keine normalen Reaktionen zulassen.
Jede alltägliche Situation wird von dir auf eventuelle Trigger untersucht, die einen Rückfall/Auslöser/ des Suchtverhaltens auslösen; das bist aber nicht DU; nicht das selbstbestimmte DU, sondern die Gefangene seines Problems! Das schürt Frust und Aggressionen und man wird von unerwünschten Emotionen gebeutelt.

Kurz gesagt: bist du den Typen los, bist du seine Probleme los und kannst damit beginnen zu überlegen, wie du eigentlich bist! Es gibt Frauen, die sich von einer kranken Beziehung in die nächste stürzen, weil sie es nicht anders kennen; aber da du erkennst, dass du dich so nicht magst und das auch nicht bist, bestehen gute Chancen, dass das bei dir eben nicht der Fall ist.
Viel Erfolg und alles Gute!

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