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OT: Wie lerne ich meine Katze wieder lieben?

Letzte Nachricht: 10. Februar 2014 um 21:41
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lyda_12944763
09.02.14 um 22:44

Hallo ihr Lieben,

ich wende mich heute an euch mit einen Problem, das mich schon seit Längerem beschäftigt.

Wie sich bereits am Titel ablesen lässt, geht es um meine Katze. Ich habe sie nun schon seit 7 Jahren. Als ich sie damals zu mir holte, lebte ich allein in einer 1-Raum-Wohnung und die Miez konnte nach draußen, da die Wohnung parterre lag.

Nun bekam ich 2011 meinen ersten Sohn und zog noch in der Schwangerschaft mit meinem nun Mann zusammen. Letztes Jahr dann kam unser zweites Kind, er ist nun 3 Monate alt und schleichend kam die Situation, die sich jetzt leider hält, dass die Katze nur noch die Böse ist. Sie stört mich mit ihrer Anhänglichkeit, ihren Haaren, die sie in der ganzen Wohnung verteilt, ihrem nervösen Herumgelaufe im Wohnzimmer, ohne dass sie mal zur Ruhe kommt. Ich habe das Gefühl, das arme Tier findet einfach keinen Platz mehr in der Wohnung und unserer Familie. (Es ist nun schon die zweite neue Wohnung für sie, da ich vor der Geburt unseres ersten Kindes zu meinen Freund gezogen bin und wir dann Anfang letzten Jahres alle gemeinsam in eine neue Wohnung gezogen sind.

Ich habe schon so oft darüber nachgedacht, sie einfach wegzugeben an einen lieben Menschen, bei dem sie es besser hat, aber heute habe ich wieder gemerkt: Kaum wird es ernst, und ich finde jemanden, der sie nehmen würde, bekomme ich richtig Panik. Panik, dass ich es sehr bereuen würde, sobald sie weg ist. Dass mein großer Sohn, der sie doch sehr liebt, traurig wäre oder sauer auf mich. Dass es einfach die völlig falsche Entscheidung wäre.
Und schon bei dem Gedanken daran, sie wäre nun nicht mehr da, könnte ich losheulen.

Also nun meine Fragen an euch, in der Hoffnung, ihr habt ein paar Denkanstöße für mich:
Wie kann ich der Katze ein Plätzchen im Wohnzimmer schmackhaft machen, damit sie aufhört, ständig umherzurennen?
Wie kann ich den Ekel vor ihren Haaren loswerden, den ich seit der ersten Schwangerschaft extrem habe (als Kind hatte ich auch eine Katze, die sehr gehaart hat, da hat mich das aber nie gestört)?
Und wie kann ich endlich wieder glücklich mit ihr werden und sie wieder richtig lieb haben?

Verzweifelte Grüße
Eure Susu

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L
lyda_12944763
09.02.14 um 23:28

"Du hast dich einst entschieden für sie,
da bist du auch in der Pflicht ihr bis zum Ende hin ein schönes zuhause zu bieten."

Ein sehr schöner Satz, evey, der genau meinen Gewissenskonflikt ausdrückt. Ich liebe sie ja eigentlich und weiß genau, dass es unfair ist, dass sie immer zu kurz kommt wegen der Kinder.
Ich muss wirklich versuchen, mir mehr Zeit für sie zu nehmen. Streicheleinheiten gibt es viel zu selten, dabei kommt sie fast um vor Freude, wenn sie mal gestreichelt wird...

Einen Furminator werde ich mal in Erwägung ziehen. Und eine Höhle für sie wäre vielleicht auch eine gute Sache, da sie sich dann ein wenig vor den Kindern verstecken könnte.

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L
lyda_12944763
09.02.14 um 23:42

Schön dass es
jemanden gibt, dem es auch so geht!
Ich weiß mir nur leider gar keinen Rat, wie ich dieses Gefühl loswerden kann, dass alles, wo die Katze war, "schmutzig" ist. Dass, wenn ich sie angefasst habe, meine Hand "schmutzig" ist. Ist das noch normal? Ich renne dann immer auf der Stelle Hände waschen...
Und wenn mein Kleiner die Miez anfässt, wird mir auch immer ganz unwohl, weil ich daran denke, dass er kurz danach vielleicht wieder seine Finger in den Mund steckt.

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lyda_12944763
10.02.14 um 10:53

Leider kann
die Katze außer im Sommer auf den Balkon nicht raus, da wir unterm Dach wohnen.
Ich werde ab heute versuchen, ihr täglich ein paar Streicheleinheiten zu geben. Vielleicht kann man sich sowas ja richtig angewöhnen.
Danke auf jeden Fall für eure Antworten!

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I
ita_12728086
10.02.14 um 14:28

Sorry
Ist ja "nett"das du daran "arbeiten" möchtest,aber das beste für deine Katze wäre ein neuer Besitzer.
Ja das klingt hart,aber ich finds echt mies von dir das arme tier so zu behandeln.

tu euch beiden etwas gutes und such einen schönen platz für sie

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I
ita_12728086
10.02.14 um 14:36

Ein kind
In dem alter kann sich noch nicht um ein tier kümmern und für mich klingt der thread danach als ob sie nur ihr schlechtes gewissen beruhigen möchte.
Falls es dennoch zu fies rueber kam,sorry

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sweetkitty14
sweetkitty14
10.02.14 um 14:56

Oh je
Meine Idee wäre folgende: Die kinder gehen ja abends ins Bett und wie wäre es wenn du dich denn mit Mitzi auf die Couch legst und ihr kuschelt?
Katzen brauchen das. Sonst leiden sie. Denn bekommt die Katze ein plätzchen auf dem sofa. Leg ihr da eine Decke hin. Die nur ihr gehört. Das ist wichtig. Denn sie brauch ein Platz der ihr gehlrt. Und hat sie einen Kratzbaum? Ich hoffe doch. denn wenn ihr das alles zu viel ist kann sie sich dadrin zurückziehen.
Falls du das alles nicht willst denn such wirklich ein neues Herrchen

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H
hamed_11870702
10.02.14 um 14:56

So mit dem tier
Umzugehen ist wirklich ungerecht. Was kann die katze dafür, dass sie zb haart? Sie haart weil frauchen sie nicht regelmäßig bürstet!

Lerne dein tier zu lieben.
Sieh es als dein kind an.. es ist ein Familienmitglied, es hat das recht auf liebe und fürsorge. Ja, katzen wollen betüdelt werden, das klo muss gereinigt werden, futter kaufen, tierarztrechnungen, zwischendurch spielen etc. Aber was ist mit deinem kind? Es kackt windeln voll, was entsetzlich stinkt, es kotzt, es tut sich ständig was weh, muss ständig beaufsichtigt und bespaßt werden. Dennoch liebst du es, oder?

Als ich ca 10, 11 jahre alt war, haben meine mutter und ich ein katerchen aus einem Haushalt geholt, der mich an deinen erinnert. Okay, es war dort vllt noch krasser, der kater durfte nur noch auf dem 1m balkon leben, egal ob bei schnee, frost, Gewitter usw. Der kater durfte nicht in die Wohnung. Zu fressen bekam er kein katzenfutter sondern speisenreste, mal Spaghetti bolo, mal auflauf, usw.
Die kinder haben das tier geschlagen, am schwanz gezogen, bälle auf ihn geschmissen.

Wir haben den kater gesehen und sofort mitgenommen. Er war weder kastriert, geimpft, gechipt, entwurmt, entfloht oder sonst was.

Aber:
Ich bin mit katzen aufgewachsen. Für mich sind katzen Familienmitglieder. Natürlich gibt's Grenzen, nicht auf den tisch, usw. Aber ich kümmere mich genauso um meine katzen wie um meine kinder. Erstens weil ich katzen liebe, zweitens weil ich damals die Verantwortung übernommen habe und sie nicht wieder abgebe und drittens weil ich meinen Kindern ein Vorbild sein will. Ich will nicht, dass meine kinder mal tiere schlagen, jagen usw.

Meine kinder sollen nicht lernen, dass man sich Tiere anschaffen und abgeben kann, wie man lust und laune hat.

Fazit:
Ich gehe davon aus, dass es bei dir noch nicht so schlimm wie in der familie ist. Aber dennoch würde ich dich mal bitten, dir genau gedanken darüber zu machen, was du dort gerade tust. Findest du das fair? Kinder sind auch auf dich angewiesen, machen Viel Arbeit, und trotzdem würdest du niemals fragen, ob du dein kind abgeben solltest, oder?

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hamed_11870702
10.02.14 um 15:09

Zu früh abgeschickt..
Zu deinen fragen:

- hast du katzenspielzeug, kratzbäume, kuscheldecken?

- aus meiner sicht läuft deine katze nervös um dich herum, weil sie Aufmerksamkeit will. Spielst du denn ab und an mit ihr? Oder kraulst sie, oder hast sie mal auf dem arm?

- zum lieben lernen: schau dir miezi an, was liebst du an ihr? Was magst du an ihr? Schau dir alte fotos an. Erinnere dich zurück an tolle Situationen!

Ein paar tips:
- kratzbaum kaufen (falls du noch keinen hast) und spielzeug besorgen. Es gibt auch tolle sachen, womit sich katzen mal alleine beschäftigen können. Ich habe an meinem kratzbaum eine leiter, um eine der stufen habe ich einen schnürrsenkel gebunden und unten ein haargummi dran befestigt. Meine katzen spielen da ganz gerne mit.
Es gibt auch solche hängematten, die man an die Heizung klemmt. Viele katzen mögen das, gerade auch wegen der Wärme.

Wenn du dich vor den haaren ekelst (sorry, aber da musst du durch...) leg aufs sofa eine kuscheldecke und bring ihr bei, dass sie dort liegen darf.

Trag mietzekatze mal auf dem arm. Ohne witz jetzt, aber wenn du morgens die Jalousien hoch ziehst, nimm katzi mit. Katzen finden das total interessant, durch die Wohnung spazieren, "von oben" die sicht genießen, was macht frauchen da?, aus dem fenster gucken usw. Es sind zwar vllt nur 5 min, aber immerhin ein Anfang.

Nimm dir zwischendurch Zeit für sie.
Wenn meine kids schlafen, setze ich mich mit einem meiner katzen auf die Treppe und nehme ihn mir auf den Schoß. Er wird gekrault, gekuschelt, usw. Er genießt das seine 5-7 min, dann reichts ihm und er geht von alleine wieder. Das haben wir uns so angewöhnt und mittlerweile sitzt er schon auf der treppe und wartet, während ich die kinder ins bett bringe

Was die haare angeht..
Tja. Schwierig..
Erstmal solltest du miezi öfter kämmen. Dazu kannst du auch dein großes kind (weiß nicht mehr wie alt, sohn oder tochter...) mit einbringen. Er/sie kann doch lernen, sich mit um miezi zu kümmern. Mal kämmen, mal spielen, mal leckerli geben, usw..

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hamed_11870702
10.02.14 um 15:38

Leelah
Ich antworte mal hier oben

Der unterschied ist, glaube ich, dass du von hofkatzen redest. Ich denke da an bauernhof, wiesen, andere tiere usw. Oder?

In meinem fall war es eine stadtwohnung mit einem Balkon, 1x1 meter groß. Eine katze, die nur auf diesem winzigen fleckchen erde laufen durfte, dh natürlich auch, "eingerostete" gelenke usw. Kein katzenklo, also vollgeschissenes fell. Es gab nicht mal Vögel oder Mäuse, sondern wirklich ausschließlich speisenreste. Und an der stelle muss ich sagen, dass das absolut nicht gesund für katzen ist. Wir reden von katzen, nicht von Schweinen.

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hamed_11870702
10.02.14 um 16:24

Achso
Dann habe ich mich vllt etwas falsch ausgedrückt

Ich sprach wirklich davon, dass eine katze bei egal welchen wetter auf dem balkon gelebt hat- ohne Rückzugsmöglichkeit!

Alles andere, katzen bei schnee, gewitter & co raus zu lassen, ist okay. Meine beiden Tiger sind ja auch freigänger und suchen sich draußen schon was zum verkriechen..

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lyda_12944763
10.02.14 um 21:41

Erstmal
danke für die zahlreichen, zumeist hilfreichen Antworten.

Um mal ein paar Klarheiten zu beseitigen

- Einige hier sind ja der Meinung, das größte Problem meiner Katze wäre die fehlende Freilauf-Möglichkeit.
Das denke ich nicht. Als ich sie damals von privat zu mir geholt hatte, war sie 4 Jahre alt und von den vorherigen Besitzern auch nur Wohnungshaltung gewohnt.
In meiner 1-Raum-Wohnung lernte sie dann zum ersten Mal die "Welt da draußen" kennen und kam eher schlecht als recht damit klar. Sie hielt sich größtenteils in meiner Wohnung auf, kam mit den anderen Katzen in der Gegend überhaupt nicht klar (versteckte sich immer vor ihnen) und war an sich auch schon immer sehr auf mich fixiert.
Drei Jahre später zog ich dann, wie schon geschrieben, zu meinem Mann und seitdem kann die Katze (auch in der neuen Wohnung) im Sommer auf den Balkon (im Winter nur nicht, weil sie sehr anfällig ist, was Blasenentzündungen angeht) und das reicht ihr völlig. Sie macht sich dann an einem sonnigen Plätzchen lang und wenn es ihr zu warm wird, kommt sie wieder rein.

Dass sie so viel in der Stube umherläuft (jetzt: umherlief) lag meiner Meinung nach daran, dass sie wirklich keinen Platz für sich gefunden hat, bzw. ihr kein Platz, den ich ihr anbot, so richtig zusagte.
Ich habe ihr nun heute ihre alte, geliebte Katzenhängematte an eine andere Heizung gehängt, die bisher durch eine große Pflanze zugestellt war und siehe da - Miezi lag den halben Tag glücklich und zufrieden darin. Selbst als am Nachmittag die Hochphase des Tumultes durch meine zwei Kinder war, ließ sie sich nicht stören und schaute lediglich mal kurz, was denn da los ist, um dann in Ruhe weiter zu schlafen.

- Dass meine Katze für mich nur noch eine "baktereinverseuchte, haarende Dreckschleuder geworden" ist, dem muss ich widersprechen. Auch will ich nicht mein "schlechtes Gewissen beruhigen", denn wenn ich das wollte, hätte ich ja nicht nach Ideen gefragt, die mir helfen können, meine "Haar-Phobie" zu überwinden. Ich kann ja auch nichts dafür, dass ich da diesen plötzlichen Ekel habe und für Tipps, wie einfach mal hochnehmen, streicheln und Ratschläge wie z.B., dass Katzen sehr reinliche Tiere sind, bin ich sehr sehr dankbar. Ich denke, durch eine Art "Schocktherapie" (klingt blöd, wenn es sich auf so ein süßes Miezchen bezieht ) habe ich die besten Chancen, das Problem zu überwinden. Eine Kopfsache kann man überwinden, man muss nur wollen, und ich bin mir sicher, ich schaffe das.

Heute habe ich sie schon ein paar Mal einfach so gestreichelt und es war gar nicht so schlimm. Ich habe mir auch absichtlich hinterher nicht die Hände gewaschen.
Einen Furminator habe ich mir heute auch bestellt, zusammen mit einem schönen Spielzeug für die Miez. Der sollte dann auch ein wenig gegen allzu starken Fellbefall helfen.

- Vielen Dank besonders an muh01 für die lieben Tipps! Die Idee mit dem Kleidungsstück, was ich zu ihr legen kann, finde ich klasse. Werde ich auf jeden Fall ausprobieren.

- Zum Schluss möchte ich noch die Rätselei um mein Kind auflösen: Der Große ist 3 Jahre alt und kümmert sich sehr gerne um "seine" Katze (sagt er immer wieder). Natürlich bringt er vieles noch nicht so gut, aber bürsten tut er sie z.B. sehr gerne (sie genießt es auch, das sieht man) und auch streicheln findet er toll.

Alles in Allem bin ich mir sicher, meine Katze wird wieder meine beste Freundin, so wie sie es früher gewesen ist. Wir hatten nur eine schlechte Phase zusammen, aber zu meinem Glück sind Tiere nicht nachtragend.

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